Rheinland-Pfalz & SaarlandWas aus dem Gelände des früheren V&B-Fliesenwerks wird

Land, Stadt und Villeroy & Boch ziehen an einem Strang. Sie wollen einen neuen Wirtschaftsstandort entwickeln. Was das konkret heißt.
Merzig (dpa/lrs) - Nach dem Aus der Fliesenproduktion von Villeroy & Boch in Merzig soll das heute ungenutzte Gelände wirtschaftlich neu entwickelt werden. Es könne neuer Raum für Unternehmen, Investitionen und Arbeitsplätze entstehen, teilte Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) anlässlich einer Vereinbarung mit Villeroy & Boch und der Stadt Merzig mit.
Das Areal nahe der Merziger Innenstadt ist 24 Hektar groß und liegt heute in weiten Teilen brach. Ziel der Partner sei es, die Fläche städtebaulich zu entwickeln: Das Areal solle künftig Flächen für Gewerbeansiedlungen und für Wohnbau bieten, teilte Oberbürgermeister Marcus Hoffeld (CDU) mit.
Die konkrete städtebauliche Konzeption soll nach Angaben des Ministeriums bis Mitte des kommenden Jahres gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt werden. Die Vorprüfung sei bereits im Gange: Dabei geht es auch um Fragen zu Kosten für den Rückbau alter Bausubstanzen und die mögliche Nachnutzung einzelner Gebäude.
Die eigenständige V&B Fliesen GmbH der Eczacibasi-Holding, die das Gelände der Villeroy & Boch AG zuletzt gemietet hatte, hatte seine Tätigkeiten dort schrittweise bis Ende 2024 eingestellt. Zwei bestehende Hallenkomplexe im rückwärtigen Teil nutzt Villeroy & Boch weiter für eigene Rohstoff- und Weißwarenlogistik.