Nordrhein-WestfalenTausende zu Gen-Z-Protesten in NRW erwartet

In NRW sind für die Gen-Z-Proteste mehr als 20.000 Teilnehmer bei der Polizei angemeldet worden. Das Innenministerium schließt mögliche Störungen nicht aus. Wie bereitet sich die Polizei vor?
Düsseldorf (dpa/lnw) - An den bundesweiten Demonstrationen der "Generation Z" wollen sich am Samstag (ab 14 Uhr) auch in Nordrhein-Westfalen viele Tausend Menschen in zahlreichen Städten beteiligen. Dazu aufgerufen hat die Initiative "Gen Z regelt".
Bei den Protesten soll es unter anderem um Bildung, ein bezahlbares Leben, Klimaschutz und die Ablehnung einer Wehrpflicht gehen. Der Generation Z gehören, grob gesagt, die von 1995 bis 2010 Geborenen an.
Größte Veranstaltung in Köln
Gemäß den offiziellen Anmeldungen bei der Polizei sind allein in NRW auf jeden Fall mehr als 20.000 Teilnehmer zu erwarten - die mit Abstand größte Kundgebung demnach mit rund 15.000 angemeldeten Teilnehmern in Köln. Laut Düsseldorfer Innenministerium liegen "bislang keine konkreten Anhaltspunkte dafür vor, dass es im Zusammenhang mit den angekündigten Protesten zu vergleichbaren Entwicklungen wie in Frankreich kommen wird". Gleichwohl sei nicht auszuschließen, dass legitime Schülerproteste von linken oder auslandsbezogenen Extremisten unterwandert werden könnten.
Innenminister Herbert Reul (CDU) hat bereits eine harte Linie mit robusten Polizeieinsätzen gegen Krawallmacher angekündigt. Zur Einsatzbewältigung stünden am 31. Oktober "in größtmöglichem Umfang Kräfte der Bereitschaftspolizei zur Verfügung", um auf unterschiedliche Einsatzszenarien angemessen reagieren zu können, hieß es aus seinem Ministerium. Zudem hält die Polizei mehr Kräfte vor für die Halloween-Nacht auf den 1. November.