Nordrhein-WestfalenPolizei stoppt Teil von Protestzug gegen Rheinmetall in Köln

In Köln demonstrieren mehr Teilnehmer als erwartet mit dem Bündnis "Rheinmetall entwaffnen". Ein Teil von ihnen wird von der Polizei gestoppt.
Köln (dpa/lnw) - Bei einer Demonstration des Bündnisses "Rheinmetall entwaffnen" in Köln hat die Polizei einen Teil des Demonstrationszugs gestoppt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin setzte sich der friedliche Teil der Demonstration weiter in Bewegung. Eine als unfriedlich eingestufte Gruppe sei hingegen angehalten worden. Zur Größe der beiden Gruppen machte die Sprecherin zunächst keine Angaben.
Zu der Demonstration hatte das Bündnis "Rheinmetall entwaffnen" aufgerufen, das noch bis Sonntag ein Protestcamp in Köln veranstaltet. Für die Demonstration waren bei der Polizei rund 400 Menschen angemeldet. Nach Angaben der Sprecherin kamen jedoch mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer als erwartet.
Am Donnerstag hatten Mitglieder des Antikriegs-Bündnisses zeitweise eine Bundeswehr-Kaserne in Köln blockiert und sich in Bonn vor einer Rheinmetall-Niederlassung festgeklebt.
Im vergangenen Jahr war es bei der Abschlussdemonstration des Camps zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. 13 Polizisten und mindestens neun Demonstranten wurden verletzt. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) räumte anschließend Fehler der Polizei ein.