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Mecklenburg-VorpommernAlkohol bleibt Suchtproblem Nummer eins in MV

13.10.2026, 13:30 Uhr
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In Mecklenburg-Vorpommern suchten 2025 fast 10.000 Menschen Hilfe wegen Suchtproblemen – meist ging es um Alkohol. Die Beratungszahlen steigen erstmals seit 2019 wieder.

Schwerin (dpa/mv) - Alkohol bleibt das Suchtproblem Nummer eins in Mecklenburg-Vorpommern. Das geht aus dem am Mittag vorgestellten Landessuchtbericht für das Jahr 2025 hervor. Im vergangenen Jahr haben 9.959 Menschen wegen eigener Suchtprobleme oder als Angehörige Unterstützung in einer Suchtberatungsstelle gesucht. Alkohol war mit 5.287 betreuten Klientinnen und Klienten mit Abstand das häufigste Problem

"Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der mit seiner Abhängigkeit kämpft, und oft eine ganze Familie, die darunter leidet. Sucht ist kein persönliches Versagen. Wir müssen Betroffene ohne Vorurteile unterstützen und verhindern, dass aus riskantem Konsum eine Abhängigkeit wird", sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD).

Situation von Kindern aus betroffenen Familien "alarmierend"

"Erstmals seit 2019 stiegen die Fallzahlen hier wieder", sagte die Geschäftsführerin der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen (LAKOST), Birgit Grämke. Auch Beratungen wegen Stimulanzien, Kokain, Mehrfachkonsum, exzessiver Mediennutzung und Glücksspiel nahmen zu. So sei das Durchschnittsalter der Menschen mit Kokainproblemen binnen zwölf Monaten von 41,9 auf 36,1 Jahre gesunken.

Besonders alarmierend sei die Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien: 3.767 Minderjährige waren 2025 von der Suchterkrankung eines Elternteils betroffen, 2.333 lebten mit diesem in einem Haushalt. "Kinder können sich ihre familiäre Situation nicht aussuchen", sagte Drese. "Sie erleben häufig Ängste und Unsicherheit, über die sie aus Scham oder Loyalität kaum sprechen. Diese Kinder dürfen wir nicht übersehen."

Quelle: dpa

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