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HessenHessische Ministerien wieder online - weiter Einschränkungen

22.10.2026, 07:50 Uhr
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Ministerien und Behörden sind nach einer mehrstündigen Abschaltung wieder am Netz. Warum viele wichtige Webseiten im Land vorsorglich abgeschaltet wurden und wo es weiter zu Einschränkungen kommt.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Nach der zeitweisen Abschaltung vieler Internetseiten hessischer Behörden und Ministerien wegen einer weltweiten Sicherheitslücke sind viele Seiten inzwischen wieder erreichbar. Dazu gehören die Internetseiten der Landesregierung und aller hessischen Ministerien. Als Vorsichtsmaßnahme wegen einer kritischen Sicherheitslücke in der weit verbreiteten Programmiersprache PHP waren die Seiten vom Netz genommen worden.

Die Staatskanzlei hatte am Mittwochabend mitgeteilt, dass die Sicherheitslücke in der weit verbreiteten Programmiersprache PHP "technische Anpassungen" auf hessen.de, den Ministeriumsseiten sowie nachgeordneten Bereichen im Hessen-Web nötig gemacht habe.

Bürgerservices teilweise noch offline

Betroffen waren zudem mehrere städtische Internetseiten, darunter auch der Internetauftritt der Stadt Offenbach. "Die vom Netz genommenen Systeme sind alle produktiv geschaltet und können wieder genutzt werden", teilte die Stadtverwaltung noch am Abend mit.

Weiter zu Einschränkungen kommt es dagegen in Kassel und in Hanau. In Kassel seien einige Online-Dienste vorsorglich abgeschaltet, so eine Mitteilung auf der städtischen Internetseite von Mittwochnachmittag. Per Mail oder Telefon sei die Verwaltung aber weiterhin erreichbar. Auch die digitalen Dienste des Ordnungs- und Standesamtes in Hanau sind weiterhin eingeschränkt. Die Online-Portale der Hanau Netz GmbH und der Stadtwerke Hanau sowie von OTS-Bau seien ebenfalls nicht erreichbar, so die Verwaltung.

Auch die Internetseite des Bundeskriminalamts (BKA) mit Sitz in Wiesbaden war am Morgen weiterhin nicht erreichbar.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik schlug Alarm

Hintergrund war eine Sicherheitswarnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die zuständigen Fachleute arbeiteten daran, die betroffenen Systeme abzusichern. Die Webseiten sollten wieder erreichbar sein, sobald Sicherheitsupdates eingespielt sind und ein sicherer Betrieb gewährleistet ist.

Von der Sicherheitslücke waren weltweit zahlreiche Webseiten und Onlinedienste betroffen. Es geht um die weit verbreitete Programmiersprache PHP, auf der ein Großteil des gesamten Internets basiert - von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis hin zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systemen wie WordPress. Experten schätzen, dass allein mit WordPress weltweit zwischen 400 und 500 Millionen Webseiten betrieben werden.

Neben dem IT-Sicherheitsunternehmen Huntress und dem PHP-Sicherheitsteam schlug auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Alarm und hatte eine offizielle Cybersicherheitswarnung herausgegeben.

Quelle: dpa

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