Hamburg & Schleswig-HolsteinBaubeginn für neue Störschleife in Itzehoe verzögert sich

Itzehoe will seine Innenstadt schöner machen. An einem neuen Wasserlauf soll ein Raum entstehen, der die Menschen zum Verweilen einlädt. Anfang kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen.
Itzehoe (dpa/lno) - Geplant war er für den 1. Oktober, doch jetzt verschiebt sich der Baubeginn der Neuen Störschleife in Itzehoe voraussichtlich auf Anfang kommenden Jahres. Grund seien Verzögerungen im Vergabeverfahren, sagte ein Sprecher der Stadt Itzehoe auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Die Neue Störschleife ist ein zentrales Projekt für die Itzehoer Innenstadt. Rund um das Theater soll ein neuer zentraler Treffpunkt am Wasser entstehen. Ein künstlicher Wasserlauf soll den ehemaligen Verlauf der Stör nachbilden, der im vergangenen Jahrhundert zugeschüttet oder überbaut worden war. Am 26. September 2021 hatten sich die Einwohner in einem Bürgerentscheid für das bedeutende städtebauliche Projekt entschieden.
Die ehemalige Störschleife war ursprünglich Teil des innerstädtischen Gewässersystems. "Mit der Neuen Störschleife wird dieses historische Element wieder sichtbar und erlebbar gemacht", sagt Stadtsprecher Björn Dethlefs. Die Fläche werde zu einem hochwertigen Raum umgebaut, der die Bevölkerung zum Verweilen einladen und zur Stärkung der Innenstadt beitragen soll. Durch das Wasser und die Bepflanzung solle zugleich die Resilienz Itzehoes gegenüber den Folgen des Klimawandels gestärkt werden.
Stadt rechnet mit zweieinhalb Jahren Bauzeit
Beim Baubeginn müssen zunächst Fällarbeiten durchgeführt und eine Baustraße errichtet werden, sagt Dethlefs. Der erste Bauabschnitt sei im Bereich von der Adenauerallee bis zum Landgericht geplant. Die Stadt geht derzeit von einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren aus, sodass voraussichtlich Mitte 2029 mit einer Fertigstellung zu rechnen sei. Da die Baumaßnahme in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt ist, sollen einzelne Bereiche bereits nach ihrer Fertigstellung schrittweise für die Öffentlichkeit freigegeben werden.
Die im Rahmen der Planung ermittelten Kosten für das Projekt betragen rund 20,3 Millionen Euro, erklärt Dethlefs. Der Eigenanteil der Stadt betrage etwa 10,8 Millionen Euro, das Land trage 3,5 Millionen Euro, der Bund etwa 6,0 Millionen Euro. 100.000 Euro kommen aus europäischen Fördermitteln.