Berlin & BrandenburgVerkehrsbehinderungen durch Staatsbesuch

Autofahrer sollten die Innenstadt rund um das Rote Rathaus und Reichstag sowie Bereiche in Charlottenburg meiden. Grund ist der Staatsbesuch des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate.
Berlin (dpa/bb) - Wegen des Staatsbesuchs des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed Bin Zayed, kommt es zu Sperrungen und Verkehrsbehinderungen in Berlin-Mitte und Charlottenburg. Am Nachmittag ab 14.00 Uhr seien Besuche des Scheichs im Bundestag, an der Neuen Wache und im Roten Rathaus geplant, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Dadurch komme es zu Sperrungen und Verkehrsbehinderungen. "Den Innenstadtbereich sollte man stark meiden", sagte der Sprecher.
Noch bis Freitag ist mit Einschränkungen im Straßenverkehr zu rechnen. Insbesondere im Stadtteil Tiergarten und in Mitte könne es kurzfristig Sperrungen geben, teilte die Polizei mit. Der Staatsgast wohne im Bereich des Hardenbergplatzes. Vor allem dort müssten Verkehrsteilnehmer mit erheblichen Einschränkungen und umfangreichen Absperrungen rechnen. Am Donnerstag hält die U5 den Angaben nach nicht an der Haltestelle Bundestag.
Hohe Sicherheitsstufe für Staatsgast
Da der Staatsgast eine hohe Sicherheitsstufe hat, wird er von einem großen Polizeieinsatz begleitet. Entsprechend werden Fahrtwege und die Unterkunft streng bewacht. Die Polizei ist mit 1.300 Einsatzkräften im Einsatz.
Laut einer Pressemitteilung trifft sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit dem Staatspräsidenten. Demnach sollen unter anderem der Ausbau der strategischen Partnerschaft, die Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen sowie ein gemeinsames Engagement für Frieden und Stabilität im Nahen und Mittleren Osten im Vordergrund des Gesprächs stehen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert die Zusammenarbeit Deutschlands mit den Emiraten, da der Staat aus Sicht der Organisation den Völkermord und andere Verbrechen paramilitärischer Truppen im Sudan finanziell und militärisch unterstütze. Nur durch die massive Unterstützung der Emirate könne der Krieg mit größter Gewalt gegen die Zivilgesellschaft geführt werden. Die Nichtregierungsorganisation hat eine Kundgebung angekündigt.