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Berlin & BrandenburgNeues Quartier in Potsdam eröffnet

04.09.2026, 14:11 Uhr
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(Foto: Carsten Koall/dpa)

Mitten in Potsdam hat ein neues Viertel mit sieben Gebäuden eröffnet. Ungewöhnlich ist nicht nur die Architektur, sondern auch die Nutzung.

Potsdam (dpa/bb) - Die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam hat in ihrer historischen Mitte ein neues Stadtquartier für Kommunikation, Kunst und Kultur erhalten. "Es ist ein Signal für die kulturelle Infrastruktur des ganzen Bundeslandes, unseres Landes Brandenburg", sagte Kulturministerin Manja Schüle (SPD). Künstlerinnen und Künstler hätten sich lange dafür eingesetzt, "dass Kultur in dieser Stadt nicht verdrängt wird". Kreatives Arbeiten gehöre nicht an den Stadtrand, sondern "mitten rein".

Die sieben Gebäude des "Kreativ Quartiers" mit Namen wie Langer Stall, Laterne und Akademie bieten auf rund 25.000 Quadratmetern Ateliers, Studios, Büros, Proberäume und Veranstaltungsflächen. Die Höhe der Investitionen liegt nach Angaben des Projektentwicklers Glockenweiß bei rund 120 Millionen Euro. Rund 16.000 Quadratmeter sind nur für die Kultur- und Kreativwirtschaft vorgesehen, davon 8.000 Quadratmeter mit gesenktem Mietpreis. Die Ideal Lebensversicherung ist maßgebliche Investorin. Zu den Hauptmietern gehört die "Märkische Allgemeine".

Einige Künstler aus Kulturzentrum zogen mit

Hinter dem neuen Quartier neben dem wiederaufgebauten Garnisonkirchturm steht das Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum. Rund 30 von mehr als 200 Räumen seien vom Rechenzentrum in das neue Kreativ-Quartier gezogen, sagte Frank Braun, Vorstandsmitglied der Genossenschaft Langer Stall. Das Kreativhaus Rechenzentrum darf nach einer Entscheidung der Stadtverordneten bis 2033 bleiben. Teil des Plans ist danach aber ein Abriss. Das Rechenzentrum, von der Stiftung SPI betrieben, nannte das Kreativ-Quartier bereits 2025 eine Ergänzung, keinen Ersatz.

"Kreativität findet hier einen wirklich guten Ort", sagte Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos). "Es ist gemeinsam mit unserer politischen Entscheidung für die weitere Nutzung des Rechenzentrums ein deutliches Signal gegen Verdrängung kreativer Nutzung in unseren Innenstädten."

Quelle: dpa

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