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Berlin & Brandenburg15 Millionen Euro für KI-Plattform-Forschung in der Lausitz

14.09.2026, 14:57 Uhr
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Sieben Partner aus Forschung und Industrie wollen in der Lausitz eine Plattform entwickeln, die Künstliche Intelligenz und Mikroelektronik verbindet. Vom Bund gibt es Millionen Euro dafür.

Cottbus (dpa/bb) - Es ist ein Projekt, das Künstliche Intelligenz und Mikroelektronik verbinden und selbst rechnende Sensoren entwickeln will: In Cottbus ist die Forschungsinitiative R+I Factory gestartet. Sieben Partner aus Forschung und Industrie wollen in einem ersten Teil bis Anfang 2030 eine Plattform entwerfen, die Sensordaten direkt vor Ort auswertet statt in einem entfernten Rechenzentrum.

Unter dem Namen AI-Disco fördert das Bundesforschungsministerium das Projekt mit 15 Millionen Euro aus dem Strukturstärkungsgesetz. Die Federführung liegt beim Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder). In Cottbus kommen mit der Initiative zwei Forschungseinrichtungen neu hinzu: das Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).

Forscher nehmen sich unser Gehirn zum Vorbild

Was hier aufgebaut werde, sei kein Trostpflaster für eine ehemalige Kohleregion, betonte Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) laut Mitteilung. "Besonders spannend finde ich, dass die Forscher dabei auf neuromorphes Rechnen setzen – also auf Chips, die sich am Vorbild unseres Gehirns orientieren."

Erprobt wird das den Angaben zufolge an mehreren Anwendungsfeldern. Im Betrieb von Wind- und Solaranlagen sollen Abweichungen etwa früher erkannt werden, ohne dass alle Messdaten in ein Rechenzentrum wandern. Eingesetzt werden könnte die Technologie demnach auch bei Smart City und kritischer Infrastruktur, Industrie 4.0, Energieversorgung und 6G-Kommunikation.

Quelle: dpa

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