Regionalnachrichten

Bayern75 Jahre Gipfelkreuz: Gedenkmesse an der Kampenwand

30.08.2026, 18:17 Uhr
image

Das Gipfelkreuz auf der Kampenwand wurde zum 75. Jahrestag renoviert. Kardinal Marx zelebriert eine Gedenkmesse für die Gefallenen des Chiemgaus und findet mahnende Worte.

Aschau im Chiemgau (dpa/lby) - Sehnsuchtsort für Kletterer, Wahrzeichen des Chiemgaus: Die markanten Felszacken der Kampenwand mit ihrem riesigen Gipfelkreuz sind von weitem sichtbar. Zum 75. Jahrestag seiner Weihe ist das Chiemgaukreuz nun aufwendig renoviert worden. Es wurde 1951 zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege aus dem Chiemgau errichtet.

Zum Jubiläum fand die 75. Gedenkmesse für die Gefallenen und Vermissten des Chiemgaus statt. Kardinal Reinhard Marx feierte den Gottesdienst an der Gedächtniskapelle "Maria, Königin des Friedens" nahe der Steinlingalm. Rund 2.000 Menschen waren nach Angaben des Erzbistums München-Freising gekommen, um bei Sonnenschein und vor der Bergkulisse zu beten und zu singen. Auch dabei: Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU).

In seiner Predigt erinnerte Marx an die Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs und nahm Bezug auf das Buch "Die Schlafwandler" des Historikers Christopher Clark. "Wir brauchen keine Schlafwandler an der Spitze unseres Staates, sondern wir brauchen aufmerksame, wache Menschen, die Verantwortung auf allen Ebenen übernehmen", sagte Marx.

Krieg sei "ein großes Übel und ein Verbrechen, weil er die Moral zerstört und die Seelen der Menschen verwüstet". Angesichts neuer Kriege, Krisen, Nationalismen und Egoismen seien heute umso mehr Wachsamkeit und Verantwortungsbewusstsein notwendig.

Quelle: dpa

Regionales