Renpho, Tanita, Withings und OmronDiese Körperfettwaage misst im Test am besten
Von Isabella Campanelli
Moderne Körperfettwaagen liefern Fitness-Fans Informationen zu Stoffwechselalter, Herzfrequenz und Longevity-Werten. Aber sind die Ergebnisse auch wirklich präzise? Fünf Premium-Modelle im ntv Produkt-Check.
Körperfettwaagen messen mit der bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA): Über Elektroden schicken sie einen schwachen, ungefährlichen Strom durch den Körper. Weil Muskeln durch ihren hohen Wasseranteil Strom gut leiten, Fett dagegen schlecht, berechnet die Waage aus dem gemessenen Widerstand die Körperzusammensetzung. Einfache, günstigere Modelle messen nur über die Füße, während fortgeschrittene Körperanalysewaagen dank zusätzlicher Handgriffe meist genauer sind und oft auch eine segmentale Messung für Arme, Beine und Rumpf ermöglichen.
Körperfettwaagen im Test - das Fazit
Den Testsieg sichert sich die BodyFit-Waage von Withings*. Das Gerät liefert im Test die genausten Messwerte, die meist nur leicht von der professionellen Waage eines Mediziners abweichen und oft sogar identisch sind. Weitere Vorteile: eine leicht bedienbare App mit übersichtlicher Darstellung und vielen hilfreichen Erläuterungen und ein edles, gut zu pflegendes Design.
Preis-Leistungs-Sieger ist die MorphoScan Base-Waage von Renpho*. Für einen vergleichsweise günstigen Preis bietet das Modell eine segmentale Messung, eine übersichtliche App und eine Vielzahl an spannenden Körperwerten. Zwar ist sie bei der Messgenauigkeit nicht ganz auf dem Niveau des Testsiegers, bietet dafür aber ein stimmiges Gesamtpaket zu einem attraktiven Preis.
So testen wir die Körperfettwaagen
Wir testen die Waagen über einen Zeitraum von drei Monaten hinweg, gewogen wird dabei ausschließlich morgens auf leeren Magen und in leichter Kleidung. Zusätzlich lassen wir uns bei Dr. Thomas Kurscheid auf einer professionellen Analysewaage durchchecken. Er führt in Köln eine Praxis für Allgemein-, Sport- und Ernährungsmedizin. Seine Messwerte dienen als Referenz für den Vergleich. Folgende Testkriterien stehen im Fokus:
Funktion und Leistung: Messgenauigkeit im Vergleich zu den Werten des Arztes
Messwerte und Messverfahren: Art und Umfang der Messwerte, segmentale Messung und Möglichkeit zur Fortschrittsverfolgung
Verarbeitung und Qualität: Materialeindruck, Stabilität der Standfläche, Verarbeitung des Handgriffs
Preis-Leistung: Kaufpreis im Verhältnis zu Genauigkeit, Funktionsumfang und möglichen Abo-Kosten
Benutzerfreundlichkeit und Pflege: Einrichtung, Bedienlogik, Ablesbarkeit des Displays, Reinigung
Ausstattung und Features: App, Synchronisation mit Gesundheits-Apps wie Apple Health, Anzahl der Nutzerprofile und Zubehör
Design und Haptik: Optik und Anmutung der Waagen
Diese Körperfettwaagen testen wir
Testsieger: Withings BodyFit Körperanalysewaage, 8 Elektroden, EKG, 40+ Werte, circa 250 Euro*
Preis-Leistungs-Sieger: Renpho MorphoScan Base Körperfettwaage mit Handsensoren, 8 Elektroden, circa 120 Euro*
Withings BodyScan 2 Körperanalysewaage 12 Elektroden, EKG, 60+ Werte, circa 500 Euro*
Tanita BC-545N Segment-Körperzusammensetzungswaage, circa 250 Euro*
Omron BF511 Körperfettwaage mit 8-Sensoren Hand- und Fußtechnologie, circa 70 Euro*
Hinweis: Die Verkaufspreise können sich jederzeit ändern, Händler passen ihre Preise oft unabhängig von der unverbindlichen Empfehlung des Herstellers an.
Die technischen Daten im Überblick
| Modell | Ergebnis | Messwerte | Segmentale Messung | Konnektivität |
| Withings BodyFit | Testsieger | 40+ Biomarker | ja | mit App, kompatibel mit Fitness-Apps und Smart Watches |
| Renpho MorphoScan Base | Preis-Leistungs-Sieger | 50+ Körperwerte | ja | mit App, kompatibel mit Fitness-Apps und Smart Watches |
| Withings BodyScan 2 | teuerstes Modell mit Longevity-Scan | 60+ Biomarker | ja | mit App, kompatibel mit Fitness-Apps und Smart Watches |
| Tanita BC-545N | solide Leistung | 10 Körperwerte | ja | ohne App |
| Omron BF511 | fällt im Testfeld etwas zurück | 6 Körperwerte | nein | ohne App |
Testsieger: Withings BodyFit Körperfettwaage
Kurz und knapp: Die BodyFit-Waage punktet mit hoher Messgenauigkeit, einfacher Einrichtung und intuitiver Bedienung. Außerdem bietet sie eine übersichtliche App und eine segmentale Körperanalyse mit mehr als 40 Werten, sowie Einblicke in die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Weitere spannende Funktionen verstecken sich leider hinter einem Plus-Abonnement.
Die BodyFit-Waage von Withings ist seit Juli neu auf dem Markt und erst seit Anfang Oktober 2026 bei Amazon verfügbar. Schon beim Auspacken hinterlässt das Gerät einen hochwertigen Eindruck: Die Waage ist edel verpackt, im Lieferumfang enthalten sind vier Teppichfüße und ein Ladekabel. Die Oberfläche wirkt wertig, und die Waage steht sicher, ohne zu kippeln. Für die Einrichtung halten wir den Knopf an der Seite drei Sekunden lang gedrückt und laden die Withings-App herunter. Dann erstellen wir einen Account und geben persönliche Daten wie Körpergröße und Geburtsdatum ein. Nachdem sich die Waage mit dem WLAN verbunden hat, ist sie einsatzbereit.
Auch die Messung ist unkompliziert. Wir stellen uns barfuß auf die Waage, ziehen den Handgriff aus dem Gehäuse und halten ihn mit beiden Händen. Dabei legen wir die Daumen auf die Fingersensoren, die Waage erkennt den Benutzer automatisch. Das 3,5 Zoll große LCD-Display sitzt leider nur in der Plattform, ist dafür aber gestochen scharf und gut ablesbar. Der komplette Scan dauert im Test 32 Sekunden und damit zwölf Sekunden länger als vom Hersteller angegeben. Während der Messung zeigt die Waage das Gewicht, den Gewichtsverlauf sowie Fett- und Muskelmasse an. Zum Schluss folgt ein Wetterausblick für den Tag und der Hinweis, dass nun alle Daten ausführlicher in der App bereitstehen.
Die App ist übersichtlich gestaltet. Eine Körperanalyse in sechs Zonen zeigt an, wie sich Fett und Muskeln auf Arme, Beine und Rumpf verteilen. Laut Hersteller arbeitet die BodyFit mit acht Elektroden, je vier im Griff und in der Plattform. Die Bioimpedanzmessung erfolgt mit 13 Frequenzen bis zu 800 kHz. Erfasst werden mehr als 40 Biomarker, darunter BMI, Grundumsatz, Viszeralfett, Skelettmuskelmasse, Knochenmasse und Körperwasseranteil. Jeder Wert lässt sich in der App einzeln antippen. Dazu gibt es jeweils eine Einordnung - etwa ob das Ergebnis im Normalbereich liegt oder wie es um den Referenzwert in der Vergleichsgruppe (zum Beispiel Frauen zwischen 25 bis 40 Jahre) steht. Besonders spannend sind die Einblicke in die Herz-Kreislauf-Gesundheit: Die App misst zum Beispiel die Herzfrequenz im Stehen und bestimmt das Gefäßalter. Außerdem lässt sich der Zyklus tracken. Bei Bedarf können verschiedene Modi aktiviert werden, unter anderem für Sportler oder Schwangere.
Die Waage erkennt automatisch bis zu acht Personen. Weitere Nutzerprofile hinzuzufügen erweist sich in unserem Test anfangs als etwas umständlich, mit etwas Übung klappt die Einrichtung aber schließlich. Wichtig zu wissen: Wer detaillierte Gesundheitsdaten sehen möchte, braucht eine App und einen eigenen Withings-Account.
Ein Manko: Trotz des stolzen Preises von 250 Euro sind tiefergehende Analysen nur mit dem Abo Withings+ verfügbar. Dieses Abo kostet 9,95 Euro im Monat (inkl. ein Testmonat gratis) - nur so gibt es Zugriff auf den Gesundheitsassistenten, einen KI-Chatbot, dem man unbegrenzt Fragen stellen kann. Er ordnet die Messwerte ein und gibt konkrete Empfehlungen. Auch "Body Path" ist nur im Abo enthalten: Die Funktion soll dabei helfen, Gewichtsziele zu verfolgen und die Körperzusammensetzung zu analysieren.
Im Vergleich mit den Referenzwerten aus der Arztpraxis trifft die Waage Gewicht, Muskelmasse und BMI exakt. Die Werte für Körperfett- und Körperwasser weichen leicht ab, liegen aber nah an den Referenzwerten. Damit überzeugt die BodyFit von Withings* nicht nur mit einfacher Bedienung, einer anschaulichen App und vielen Werten, sondern auch mit hoher Messgenauigkeit.
Die BodyFit-Waage von Withings im Überblick:
Messverfahren: segmentale Messung über sechs Körperzonen mit 13 Frequenzen bis 800 kHz
Messwerte: 40+ Biomarker, darunter Fett- und Muskelmasse, Viszeralfett, BMI, Grundumsatz
Einblicke in Herz-Kreislauf-Gesundheit: Herzfrequenz, Gefäßalter, Pulswellengeschwindigkeit
Display: 3,5-Zoll-LCD auf der Plattform
Akku: Wiederaufladbar (Laufzeit bis zu 1 Jahr), USB-C-Kabel enthalten
Konnektivität: Synchronisierung mit Fitness-Apps und Smart Watches möglich
Nutzerprofile: bis zu 8 Benutzer möglich (ideal für Familien)
Modi: darunter Athleten-Modus, Baby, Schwangere, Augen-Zu-Modus
Preis-Leistungs-Sieger: RENPHO Körperfettwaage mit Handsensoren
Kurz und knapp: Die Waage von Renpho liefert für einen vergleichsweise niedrigen Preis über 50 Körperwerte, ein modernes Design und eine übersichtliche App mit Segmentanalyse und vielen hilfreichen Extras, wie den 7-Tage-Gewichtstrend oder Zyklustracking. In Sachen Messgenauigkeit reicht sie jedoch nicht an den Testsieger heran.
Die MorphoScan Base von Renpho wirkt modern und steht dank gummierter Füße rutschfest im Bad. Das Modell läuft ohne Akku, stattdessen sind vier AAA-Batterien im Lieferumfang enthalten. Die Einrichtung ist unkompliziert: Wir laden die Renpho-Health-App herunter und koppeln die Waage per Bluetooth, WLAN ist nicht nötig. Der Handgriff lässt sich leicht herausziehen und wieder einschieben, .die Plattform besteht laut Hersteller aus gehärtetem Glas für dauerhafte Stabilität.
Etwas umständlich: Für eine Messung mit vollständiger Datenübertragung muss man jedes Mal zuerst die App öffnen und auf "Messen" tippen. Wer einfach so auf die Waage steigt, sieht zwar einige Werte auf dem LCD-Display, in der App werden sie aber nicht aufgelistet oder gespeichert. Der Scan selbst dauert 20 Sekunden und ist damit vergleichsweise schnell. Das Display zeigt das Gewicht als große Zahl an - weitere Werte wie Fett- und Muskelanteil erscheinen dagegen als kleine Symbole und Ziffern, die schwer zu erkennen sind.
Die App bietet dafür einen guten Überblick. Sie stellt die Körperzusammensetzung farblich dar, erklärt und bewertet jeden Wert und zeigt, wie sich Fett und Muskeln auf Arme, Beine und Rumpf verteilen. Fortschritte lassen sich als Kurve verfolgen. Die eigenen Werte kann man außerdem als PDF exportieren - praktisch etwa für den nächsten Arztbesuch.
Ihre größte Stärke zeigt die Waage von Renpho an der Fülle von Körperdaten: Die Waage erfasst mehr als 50 Werte, darunter Körperfett, Muskeln, Körperwasser, Knochenmasse, Viszeralfett, Grundumsatz, Stoffwechselalter, das Verhältnis von Taille zu Hüfte (WHR) sowie Proteinanteil und Proteinmasse. In der App lässt sich außerdem ein Wunschgewicht festlegen, dazu gibt es Tipps, wie man es erreicht. Auch ein Zyklustracking ist möglich. Laut Hersteller misst die Waage mit acht Elektroden von Hand zu Fuß und trägt bis zu 180 Kilogramm. Positiv: Wie die Withings-Waage unterstützt auch Renpho bis zu acht Nutzerprofile. Außerdem lässt sich die Waage mit Google Fit, Apple Health und Fitbit verbinden. Die Synchronisation klappt im Test schnell und problemlos.
Bei der Messgenauigkeit kommt die Renpho MorphoScan Base* nicht ganz an den Testsieger heran. Das Gewicht stimmt zwar fast mit dem Referenzwert aus der Arztpraxis überein, Muskel- und Knochenmasse weichen aber um etwa ein Kilogramm ab, die Fettmasse liegt zwei Kilogramm darüber. Bei der Skelettmuskelmasse kommen die Ergebnisse hier dem Referenzwert dafür am nächsten von allen getesteten Waagen. Insgesamt überzeugen uns hier vor allem die zahlreichen Messwerte, das moderne Design und die übersichtliche App.
Die MorphoScanBase-Waage von Renpho im Überblick:
Messverfahren: segmentale Messung über sechs Körperzonen
Messwerte: 50+ Biomarker, darunter Fett- und Muskelmasse, Viszeralfett, Grundumsatz, Proteinmasse und Stoffwechselalter
Display: LCD-Anzeige auf der Plattform
Batterien: 4x AAA-Batterien enthalten
Konnektivität: Synchronisierung mit Fitness-Apps und Smart Watches möglich
Nutzerprofile: bis zu 8 Benutzer möglich (ideal für Familien)
Withings BodyScan 2 - das teure High-End-Modell mit Longevity Scan
Kurz und knapp: Für Technik-Fans mit Interesse an Herz- und Stoffwechseldaten liefert die BodyScan 2 den größten Funktionsumfang im Test, ruft dafür aber auch den höchsten Preis auf und versteckt wichtige Funktionen hinter einem Abo.
Auch die BodyScan 2 von Withings ist erst seit Juni 2026 erhältlich - bei einem Preis von rund 500 Euro ist sie aktuell das Flaggschiff des Herstellers und folgt auf die Body Scan, die in Europa seit 2022 auf dem Markt ist. Withings bewirbt die BodyScan 2 als "weltweit erste, smarte Longevity-Waage".
Das Modell kommt schick verpackt an und sieht mit Aluminiumrahmen und Glasplattform edel aus. Die Einrichtung dauert rund fünf Minuten: Knopf drücken, App herunterladen, Account anlegen, Pairing-Code eingeben, fertig.
Wie die BodyFit hat die Waage einen ausziehbaren Handgriff, über den sie die Körperzusammensetzung in sechs Zonen misst. Der Griff kann hier aber mehr: Er hat ein 3,5 Zoll großes Farbdisplay und zwei Daumentasten, mit denen man die Messung direkt steuern kann. Insgesamt erfasst die Waage mehr als 60 Biomarker. Neben Herzfrequenz, Herz- und Gefäßalter erstellt sie ein 6-Kanal-EKG, das Vorhofflimmern erkennen kann. Dazu kommen Werte wie Grundumsatz, Sauerstoffsättigung, Nervenreaktion und Glukose-Resilienz. Die App stellt alle Werte übersichtlich dar und ordnet sie ein. Praktisch: Das EKG und den kompletten Gesundheitsbericht kann man als PDF exportieren und so zum Beispiel beim Arzt vorlegen.
Die Waage unterscheidet grundsätzlich zwei Messungen: Der tägliche Scan dauert im Test 45 statt der versprochenen 30 Sekunden, weil die Waage erst misst, wenn man richtig steht und ein grüner Kreis erscheint. Danach zeigt sie Gewicht und Gewichtsverlauf, Fett- und Muskelanteil, Pulswellengeschwindigkeit, Herzfrequenz und das Wetter an. Der Langlebigkeits-Scan mit EKG, Nervenreaktion und Gefäßalter ist nur einmal pro Woche möglich und dauert zwei Minuten. Wer morgens wenig Zeit hat, kann ihn aber überspringen und später nachholen.
Ein großer Nachteil: Auch bei der Body Scan 2 sind einige spannende Funktionen nur mit dem Abo Withings+ verfügbar. Dazu gehört, das EKG viermal im Jahr von einem Kardiologen prüfen zu lassen. Im Test klappt das allerdings sehr gut: Bereits nach einer Stunde ist der Cardio-Check-Up in der App verfügbar, mit dem Namen des Arztes und seiner Einschätzung. Auch die Zielverfolgung "Body Path" gibt es nur im Abo. Und: Die Waage ist im Test ein wahrer Staubmagnet.
Bei der Messgenauigkeit liegt die BodyScan 2 etwas hinter der BodyFit. Beim Körperfett ist sie am genauesten von allen: Sie misst 26,8 Prozent, der Arzt 26,5 Prozent - nur 0,3 Prozentpunkte Unterschied. Beim Körperwasser liegt sie dagegen am weitesten daneben, beim Gewicht sind es im Vergleich zur professionellen Waage in der Arztpraxis 100 Gramm weniger.
Unser Fazit: Die BodyScan 2-Waage* lohnt sich für alle, die sich sehr für ihre Gesundheitsdaten interessieren und bereit sind, dafür einiges zu investieren. Ob die vielen Zusatzfunktionen den Preis wert sind oder eher ein nettes Extra bleiben, muss am Ende jeder selbst entscheiden. Das gilt umso mehr, wenn zusätzlich das optionale Abo für rund zehn Euro im Monat hinzukommt.
Die BodyScan 2-Waage von Withings im Überblick:
Messverfahren: segmentale Messung über sechs Körperzonen mit 13 Frequenzen bis 800 kHz
Messwerte: 60+ Biomarker, darunter Fett- und Muskelmasse, Viszeralfett, BMI, Grundumsatz
Erweiterte Einblicke in Herz-Kreislauf-Gesundheit: Herzfrequenz, Gefäßalter, Pulswellengeschwindigkeit, 6-Kanal-EKG, Vorhofflimmern-Erkennung, Bluthochdruck-Mitteilungen, Herzalter
Display: 3,5 Zoll Farbbildschirm, im Handgriff integriert
Akku: Wiederaufladbar (Laufzeit bis zu 1 Jahr)
Konnektivität: Synchronisierung mit Fitness-Apps und Smart Watches möglich
Nutzerprofile: bis zu 8 Benutzer möglich (ideal für Familien)
Modi: darunter Athleten-Modus, Baby, Schwangere, Augen-Zu-Modus
Tanita BC-545N Segment Körperfettwaage - präzise, aber ohne App
Kurz und knapp: Die Tanita-Waage liefert im Test oftmals genaue Werte, verzichtet aber komplett auf eine App und wirkt auch in der Bedienung etwas aus der Zeit gefallen.
Die Tanita BC-545N ist ein echter Klassiker unter den Körperfettwaagen, und das merkt man ihr auch an. Sie kommt im eher nostalgischen Retro-Look daher und verzichtet komplett auf eine App-Anbindung, was wir im Test bemängeln. Auch die Verarbeitung kann uns nicht vollends überzeugen: Das Gehäuse wirkt nicht besonders hochwertig, die Waage macht auf dem Badezimmerboden einen recht klobigen Eindruck. Dafür steht sie beim Wiegen stabil und sicher. Positiv: Die benötigten Batterien sind bereits im Lieferumfang enthalten.
Für die Einrichtung sollte man etwas Zeit einplanen - ganz selbsterklärend ist sie nicht, mit einem Blick in die Anleitung klappt es aber schließlich. Geburtsdatum, Größe und weitere persönliche Daten werden direkt über die Tasten an der Waage eingegeben. Praktisch finden wir das akustische Feedback: Jede Eingabe wird mit einem Piepton bestätigt, sodass man sofort weiß, ob der Tastendruck registriert wurde. Generell lassen sich die Tasten gut und zuverlässig bedienen.
Eine Besonderheit ist das große Display, das direkt in den Handgriff integriert ist. Allerdings ist es nicht beleuchtet und dadurch bei schlechten Lichtverhältnissen nur schwer abzulesen. Wer seine Körperwerte über einen längeren Zeitraum verfolgen möchte, muss leider auf eine analoge Lösung zurückgreifen: Tanita legt eine Papiertabelle bei, in die sich die Messergebnisse klassisch per Stift eintragen lassen - im digitalen Zeitalter wirkt das auf uns nicht ganz zeitgemäß.
Für einen vollständigen Scan benötigt die Tanita in unserem Test 35 Sekunden. Anschließend zeigt sie nacheinander zehn Werte an: Gewicht, Benutzerprofil, BMI, Körperfett, Muskelmasse, Viszeralfett, Körperwasser, Knochenmasse, Grundumsatz und Stoffwechselalter. Über die Memory-Funktion lässt sich außerdem der vorherige Messwert zum Vergleich aufrufen. Laut Hersteller hat die Waage eine maximale Tragkraft von 150 Kilogramm, bis zu fünf Nutzerprofile können erstellt werden.
Bei der Messgenauigkeit kann Tanita punkten. Im Vergleich zu den Referenzwerten aus der Arztpraxis gehört sie zu den genauesten Modellen im Test. Vor allem beim Körperwasser und Viszeralfett liegt sie sehr nah dran. Auch bei Gewicht, Knochenmasse und BMI liefert sie gute Ergebnisse. Damit zeigt sich: Technisch wirkt die Tanita BC-545N* zwar veraltet, bei ihrer eigentlichen Kernaufgabe kann sie dafür umso mehr überzeugen.
Messverfahren: segmentale Körperanalysewaage (Torso, beide Arme, beide Beine) mit 8 Elektroden von Hand zu Fuß
Messwerte: 10 Werte, darunter Fett, Muskelmasse, Wasser, Knochen, BMI, Grundumsatz, Stoffwechselalter und Viszeralfett
Display: LCD, im Handgriff integriert, unbeleuchtet
Batterien: im Lieferumfang enthalten
Konnektivität: ohne App, keine Synchronisierung mit Fitness-Apps und Smart Watches möglich
Nutzerprofile: bis zu 5 Benutzer möglich
Modi: spezieller Athleten-Modus
Omron BF511 Körperfettwaage - günstiger Klassiker mit sechs Messwerten
Kurz und knapp: Die OMRON BF-511-Waage ist ein günstiges Einsteigermodell mit Handgriff. Im Test stellt sich die Bedienung als etwas umständlich heraus, eine App-Anbindung ist nicht möglich.
Die Omron BF511-Waage ist das günstigste Modell im Test und gehört ebenfalls zur älteren Generation der Körperfettwaagen. Das zeigt sich auch beim Design, die Waage wirkt wenig modern. Die Einrichtung macht es uns nicht gerade leicht: Man muss sich durch verschiedene Menüs klicken, ohne durch ein akustisches Signal zu erfahren, ob eine Eingabe tatsächlich registriert wurde. Hinzu kommt, dass die Tasten recht schwergängig reagieren.
Vor jeder Messung sind mehrere Schritte nötig: Zunächst muss die Waage eingeschaltet werden, anschließend heißt es kurz warten und sich dann noch einmal bücken, um das gewünschte Benutzerprofil auszuwählen. Erst danach kann die eigentliche Messung beginnen. Dafür arbeitet die Omron mit insgesamt acht Sensoren an Händen und Füßen. Bis zu vier Nutzerprofile lassen sich einstellen, außerdem ist ein Gastmodus verfügbar.
Beim Umfang der Körperanalyse beschränkt sich die BF511 auf die wichtigsten Werte. Neben Gewicht und BMI ermittelt sie Körperfettanteil, Kaloriengrundumsatz, Viszeralfett und Skelettmuskelmasse. Auf eine segmentale Analyse von Armen, Beinen und Rumpf muss man verzichten, genauso wie auf die Ermittlung des Körperwasseranteils. Eine App zur Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse gibt es nicht. Die maximale Traglast der Waage liegt bei 150 Kilogramm.
Die Messung selbst ist mit 15 Sekunden zwar schnell, die Ergebnisse können uns allerdings nicht ganz überzeugen. Im Vergleich zu den ermittelten Referenzwerten vom Arzt zeigt die Waage von Omron BF511* einige Schwächen, besonders beim Körperfettanteil fällt die Abweichung deutlich aus. Außerdem speichert die Waage lediglich den jeweils letzten Messwert, eine langfristige Übersicht gibt es damit nicht. Anders als bei der Tanita liegt auch keine Tabelle zum manuellen Eintragen der Ergebnisse bei.
Die Omron BF511-Waage im Überblick:
Messverfahren: 4-Punkt-Messung mit acht Sensoren über Hand und Fuß
Messwerte: Fett, Skelettmuskelanteil, BMI, Kaloriengrundumsatz, Viszeralfett, Gewicht
Display: LCD, im Handgriff integriert, unbeleuchtet
Batterien: im Lieferumfang enthalten (5 Jahre Laufzeit laut Hersteller)
Konnektivität: ohne App, keine Synchronisierung mit Fitness-Apps und Smart Watches möglich
Nutzerprofile: bis zu 4 Benutzer plus Gastmodus möglich
FAQ - häufig gestellte Fragen zu Körperfettwaagen
Damit die Messergebnisse möglichst vergleichbar sind, sollte die Messung immer unter ähnlichen Bedingungen stattfinden - idealerweise morgens nach dem Toilettengang und vor dem Frühstück. Wichtig ist außerdem, barfuß und mit sauberen, nicht eingecremten Füßen und Händen auf die Waage zu steigen. Die Waage sollte dabei auf einem festen und ebenen Untergrund stehen. Für die regelmäßige Kontrolle genügt es laut Dr. Kurscheid, sich ein- bis zweimal pro Woche zu wiegen. So lässt sich die Entwicklung gut im Blick behalten, ohne sich von täglichen Schwankungen verunsichern zu lassen.
Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Fett- und Muskelmasse. Sie kann dabei helfen, besser einzuschätzen, ob sich eine Ernährungsumstellung oder ein Trainingsprogramm wie gewünscht auswirkt. Auch Werte wie Körperwasser, Knochenmasse oder Grundumsatz können zusätzliche Informationen liefern. Angaben wie das „biologische Alter“ oder bestimmte Longevity-Werte hält Dr. Kurscheid dagegen eher für eine Spielerei: Sie würden häufig auf vereinfachten Berechnungen basieren und könnten daher allenfalls eine grobe Orientierung geben.
Eine App macht die Nutzung deutlich komfortabler: Die zahlreichen Messwerte werden übersichtlich dargestellt, erklärt und lassen sich über einen längeren Zeitraum verfolgen. Bei Modellen ohne App müssen die Ergebnisse selbst dokumentiert werden. Einige Hersteller bieten darüber hinaus in ihrer App Zusatzfunktionen wie Longevity-Scores oder individuelle Zielsetzungen an, die teilweise nur über ein kostenpflichtiges Abo verfügbar sind. Wer lediglich Gewicht, Fett- und Muskelmasse im Blick behalten möchte, kann auf solche Extras jedoch gut verzichten.
Für wen ist eine Körperfettwaage sinnvoll?
Eine entsprechende Waage "macht auf jeden Fall Sinn, weil es extrem wichtig ist, zwischen Muskelmasse und Fettgewebe zu unterscheiden", erklärt Dr. Thomas Kurscheid im ntv.de-Interview. Viele seiner Patienten würden mit Sport beginnen und ihre Ernährung umstellen, auf der Waage zunächst aber kaum eine Veränderung feststellen. "Das liegt daran, dass die Muskelmasse zunimmt, während gleichzeitig Fett abgebaut wird. Viele sind dann frustriert und geben auf." Eine Körperfettwaage könne diese Entwicklung besser sichtbar machen.
*Die Testredaktion rund um den "ntv Produkt-Check" ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.




