Politik

Besuch auf der ArktisinselVon der Leyen hält mit Finanzpaket gegen Trumps Grönland-Pläne

07.09.2026, 08:14 Uhr
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Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (l.), EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (m.) und Grönlands Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen in Nuuk. (Foto: Reuters)

Die Annexionspläne des US-Präsidenten in der Arktis sorgen für Spannungen: Nach wie vor erhebt Trump Anspruch auf die Insel Grönland. Nun will EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen mit zusätzlichem Geld aus Brüssel ein Zeichen setzen.

Die Europäische Union (EU) will ihre Investitionen in Grönland deutlich ausweiten und damit ein Zeichen gegen die Annexionspläne von US-Präsident Donald Trump setzen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will EU-Kreisen zufolge bei einem Besuch in dem dänischen Autonomiegebiet eine Aufstockung der EU-Investitionen ankündigen sowie entsprechende Pläne für Bereiche wie kritische Mineralien, Satellitenkommunikation und erneuerbare Energien vorstellen. Das Finanzpaket werde einen erheblichen Umfang haben, sagte sie in der Hauptstadt Nuuk.

Der grönländische Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen erklärte, sein Land wolle auf der engen Freundschaft und guten Partnerschaft mit der EU aufbauen. Von der Leyen war am gestrigen Sonntag zu einem zweitägigen Besuch in Grönland eingetroffen, um ihre Unterstützung für die Regierungen Grönlands und Dänemarks zu bekunden.

Der Besuch unterstreicht die wachsende geopolitische Bedeutung der Arktis, deren Bodenschätze durch das schmelzende Eis und neue Schifffahrtsrouten leichter zugänglich werden. Trump hatte in diesem Jahr eine Krise innerhalb der Nato ausgelöst, als er die Kontrolle der USA über die größte Insel der Welt forderte. Er argumentierte, das Nato-Mitglied Dänemark könne Grönland nicht verteidigen. Die Regierungen in Kopenhagen und Nuuk wiesen die Forderungen entschieden zurück, Trump bekräftigte seinen Anspruch jedoch im Juli bei einem Nato-Gipfel in der Türkei erneut.

Die EU, aus der Grönland 1985 ausgetreten war, stellt Grönland seit Langem Finanzmittel zur Verfügung, hauptsächlich zur Finanzierung von Fischereirechten und zur Unterstützung des Bildungssystems. Das nun von Ursula von der Leyen angekündigte Paket wird laut EU-Vertretern nicht nur eine erhebliche Aufstockung der Mittel bedeuten, sondern auch eine Ausweitung der Sektoren, die EU-Gelder erhalten sollen.

Quelle: ntv.de, nbr/rts

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