Politik

Hinweis auf Lyman-GegenoffensiveGelingt der Ukraine gerade einer ihrer größten Erfolge in diesem Jahr?

09.09.2026, 09:47 Uhr
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UkraineBrigadegeneral
Der Kommandeur des 3. ukrainischen Armeekorps, Andrij Bilezkyj, in der Stadt Swjatohirsk nordwestlich von Lyman. Die Russen hatten zuvor behauptet, sie eingenommen zu haben. (Foto: Facebook / Andrij Bilezkyj)

Noch gibt es keine offiziellen Informationen und ukrainische Quellen halten sich bedeckt. Doch bei Lyman könnte es in den vergangenen Monaten eine erfolgreiche Operation von Kiews Truppen gegeben haben, um einen größeren russischen Vorstoß zu verhindern.

Russische und Open-Source-Quellen berichten laut dem Institut für Kriegsstudien (ISW) weiterhin über ukrainische Gegenangriffe in der Nähe der Stadt Lyman in der ukrainischen Region Donezk. Die US-Denkfabrik ist laut eigenen Angaben nicht in der Lage, das Ausmaß und den Erfolg dieser Attacken einzuschätzen, einem Open-Source-Analysten zufolge soll es jedoch mit der Befreiung von mehr als 200 Quadratkilometern Gebiet einen der größten Erfolge der Ukraine im Jahr 2026 geben.

Bislang geht beispielsweise die Karte von Deepstate noch davon aus, dass es nördlich von Lyman einen bedrohlichen russischen Vorstoß gibt, der die Stadt bei einem weiteren Vordringen nach Süden umzingeln könnte. Dem Analysten Clément Molin zufolge soll es dem 3. ukrainischen Armeekorps jedoch in einer monatelangen Operation gelungen sein, eben jenen Vorstoß abzuschneiden und zurückzudrängen:

Molin beruft sich unter anderem auf zahlreiche Geolokalisierungen aus russischen Videos, über die auch mehrere ukrainische Kanäle verfügen sollen. Diese würden sich mit der Veröffentlichung jedoch zurückhalten. Molin gleichgetan haben es hingegen die Analysten der Ukraine Control Map und den russischen Vorstoß nördlich von Lyman aus ihrer Karte entfernt. Sie schreiben von einer grauen Zone und dass sich eine Niederlage der russischen Truppen in dem Abschnitt abzeichne.

Offizielle Bestätigungen sind weder vom 3. Armeekorps noch von anderen offiziellen ukrainischen Stellen vorhanden. Es gebe nur begrenzte Belege, anhand derer sich die russische und ukrainische Kontrolle über das Gelände in Richtung Lyman beurteilen lasse, schrieb das ISW.

Russen befinden sich nicht in Swjatohirsk

Die US-Denkfabrik wies kürzlich allerdings darauf hin, dass die ukrainischen Streitkräfte nachgewiesen hätten, dass sie den Ort Swjatohirsk nordwestlich von Lyman kontrollieren und dies auch von russischen Militärbloggern eingeräumt worden sei. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor fälschlicherweise behauptet, Swjatohirsk sei eingenommen worden.

Der ukrainische Soldat mit dem Rufzeichen "Muchnoy" schrieb auf seinem Telegram-Kanal: "Wenn sich die endgültigen Ausmaße der Operation tatsächlich bestätigen, handelt es sich dabei bei Weitem nicht nur um das Verschieben einiger Flecken auf der Karte."

"Muchnoy" schätzte weiterhin ein, dass die 20. und 25. Armee der russischen Streitkräfte in dem Frontabschnitt offenbar "ordentlich eins auf die Mütze" bekommen hätten. "Denn statt der erwarteten Weiterentwicklung der Offensive erhielten sie einen Gegenangriff, den Verlust eines erheblichen Teils des zuvor besetzten Gebiets und die Notwendigkeit, ihre Stellungen dringend neu zu ordnen."

Der ukrainische Soldat wies außerdem darauf hin, dass die Operation noch andauern könnte, weshalb sich Angaben zum befreiten Territorium ändern könnten.

Quelle: ntv.de, rog

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