"Partner für Frieden"Trump wirbt für Netanjahus Wiederwahl

Kurz vor der Parlamentswahl in Israel erhält Netanjahu Beistand aus dem Weißen Haus. US-Präsident Trump preist den Regierungschef als brillanten Verbündeten im Krieg gegen den Iran. Der Israeli bedankt sich für die Wahlkampfhilfe.
US-Präsident Donald Trump hat dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu seine Unterstützung bei der anstehenden Parlamentswahl ausgesprochen. Netanjahu sei ein großartiger "Partner für Frieden" im Kampf gegen den Iran gewesen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social über den Mann, mit dem er den Krieg gegen den Iran Ende Februar gemeinsam begann. Die Islamische Republik sei sowohl militärisch als auch finanziell zerstört worden und sofern sie ihren Kurs nicht rasch ändere, werde man diese Aufgabe bald zu Ende bringen, drohte Trump in Richtung Teheran.
"Wenn Israel die falsche Führungsperson hat - und das wäre jede andere als Bibi -, wird Amerika diese Arbeit selbst übernehmen müssen, und ich bin nicht geneigt, das zu tun." Netanjahu habe sich angesichts enormen Widerstands, auch aus dem eigenen Land, als stark, mutig und brillant erwiesen, lobte Trump. Er sei genau die Art von Partner, den die USA von Israel erwarteten. "Bitte betrachten Sie dieses Schreiben als Ausdruck meiner uneingeschränkten und vollumfänglichen Unterstützung für Bibi Netanjahu bei seinem bevorstehenden erneuten Antritt zur Wahl des Ministerpräsidenten Israels", schrieb Trump.
Wenige Minuten nach der Erklärung von Trump zeigte sich Netanjahu dankbar "für die großartige Unterstützung und für unsere Zusammenarbeit". Im Onlinedienst X fügte der israelische Regierungschef offenbar mit Blick auf den durch US-israelische Angriffe begonnenen Iran-Krieg hinzu: "Gemeinsam werden wir die Mission beenden." Netanjahu und Trump gelten trotz gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten als enge Verbündete.
In Israel wird am 27. Oktober ein neues Parlament und damit der künftige Regierungschef gewählt. Netanjahu kandidiert erneut für das Amt, steht allerdings unter anderem wegen des Iran-Kriegs massiv unter Druck. Zudem gibt es Vorwürfe, dass er vor dem Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 von den Vereinigten Arabischen Emiraten gewarnt worden sei - und nichts unternommen habe. Netanjahu weist die entsprechenden Berichte als "absolute Lüge" zurück.
