Politik

Bis zum Indischen OzeanTeheran droht mit erneuter Ausweitung des Iran-Krieges

24.09.2026, 15:31 Uhr
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Während einer Militärübung im Indischen Ozean feuert ein iranisches Kriegsschiff eine Rakete ab. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Huthi-Miliz hat den Krieg im Nahen Osten mit einer Offensive bis zum Roten Meer getragen. Einem Berater des iranischen Oberhauptes Chamenei zufolge besteht die Gefahr einer erneuten Ausdehnung: Im Falle neuer US-Angriffe auf den Iran sei es möglich, dass der Konflikt den Indischen Ozean erreiche, warnt er.

Ein Berater des obersten iranischen Führers Modschtaba Chamenei hat vor einer Ausweitung des Iran-Kriegs von der Golfregion auf den Indischen Ozean gewarnt, sollten die USA den Iran erneut angreifen. "Da der Konflikt sich vom Persischen Golf und der Straße von Hormus auf das Rote Meer ausgeweitet hat, ist es möglich, dass sich die Front, als Reaktion auf mehr Krieg, noch weiter ausbreitet und bis zum Indischen Ozean oder vielleicht darüber hinaus reicht", sagte der Berater Jahja Rahim Safawi in einem von der amtlichen Nachrichtenagentur Fars veröffentlichten Video.

Die Huthi-Miliz im Jemen, die die vom benachbarten Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierungstruppen bekämpft, hatte kürzlich die Küste am Roten Meer im Jemen eingenommen. Dadurch stärkte sie ihre Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die Asien über den Suezkanal mit Europa verbindet und die für Ölexporte aus Saudi-Arabien wichtig ist.

Der Iran ist ein langjähriger militärischer Unterstützer der Huthis, weist eine Verwicklung in den aktuellen Konflikt jedoch zurück. Die iranischen Behörden hatten bereits zuvor damit gedroht, den Konflikt geografisch auszuweiten, sollten die USA wieder Luftangriffe fliegen. Allerdings ist es das erste Mal, dass ein Berater des obersten iranischen Führers ausdrücklich den Indischen Ozean erwähnt, in dem - rund 4000 Kilometer Luftlinie von der iranischen Küste entfernt - der strategisch wichtige US-britische Militärstützpunkt Diego Garcia liegt.

Der Iran und die USA streiten sich um die Kontrolle über die für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Handel wichtige Straße von Hormus. Durch die Meerenge wurde vor dem Iran-Krieg ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls transportiert. Vertreter beider Länder waren in dieser Woche in New York am Rande der UN-Generalversammlung zusammengekommen, um in einem neuen Vorstoß Gespräche über eine Beendigung des Konflikts zu führen.

Der Iran fordert für ein Kriegsende die Aufhebung von Sanktionen sowie die Freigabe seiner eingefrorenen Vermögenswerte. Die islamische Republik war am 28. Februar von Israel und den USA angegriffen worden. Teheran reagierte mit Angriffen auf US-Einrichtungen und US-Verbündete in der Golfregion. 

Quelle: ntv.de, lar/AFP

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