Politik

Sonntag, 20 Uhr, CDU-ZentraleMerz will Steinmeier-Nachfolge offenbar bei Abendessen besprechen

03.11.2026, 19:43 Uhr
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Trotz anhaltender Diskussionen ist noch immer nicht bekannt, wen sich Friedrich Merz als künftiges Staatsoberhaupt von Deutschland wünscht. Einem Bericht zufolge könnte dieses Geheimnis am Sonntag zumindest CDU-intern gelüftet werden.

Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz will offenbar bereits am Sonntagabend mit dem Präsidium seiner Partei die Frage einer künftigen Bundespräsidentin besprechen. Wie die "Rheinische Post" berichtet, hat Merz das Parteipräsidium um 20 Uhr im Konrad-Adenauer-Haus zum Abendessen eingeladen. Mehrere Mitglieder bestätigten dies der Zeitung. Am Montag kommt das Präsidium dann erneut zusammen, anschließend tagt der CDU-Bundesvorstand zur Frage der Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Merz hatte sich bei einer Konferenz der Kreisvorsitzenden für eine "Kandidatin der Mitte" ausgesprochen. Wen er konkret meinte, ließ er offen. Die CSU favorisiert nach wie vor die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Aus Unionkreisen hieß es, es sei durchaus möglich, dass Merz auf diesen Vorschlag einschwenke, wenn es eine "Bewegung aus der CDU" gebe.

"Ich nehme in der CDU eine sehr, sehr hohe Wertschätzung für Ilse Aigner wahr", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann vor der CDU/CSU-Fraktionssitzung im Beisein von Unions-Fraktionschef Thorsten Frei. Frei kommentierte dies nicht, sagte aber, Merz wolle am Ende eine Kandidatin, "die über die Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg über Anerkennung und Zustimmung verfügt". Die SPD hat sich bereits für die bayerische Landtagspräsidentin und CSU-Politikerin Aigner ausgesprochen. Auch die Grünen zeigten sich bereit, sie am 30. Januar in der Bundesversammlung zu wählen.

Laut dem aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer weichen die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger stark von denen der Parteien ab: Zum einen ist laut der vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführten Umfrage für 70 Prozent der Befragten egal, ob ein Mann oder eine Frau das höchste Staatsamt besetzen soll. Nur 28 Prozent wünschen sich danach ausdrücklich eine Bundespräsidentin. Zum anderen ist in der Umfrage die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel klare Favoritin. 50 Prozent der Bundesbürger halten Merkel für geeignet. Dann erst folgen Aigner mit 36 Prozent und der frühere Kanzleramtschef Thomas de Maizière mit 33 Prozent.

Quelle: ntv.de, fzö/rts

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