Politik

Teheran weist Riad zurecht Iran nennt Grund für Absage der Konferenz im Oman

14.09.2026, 10:49 Uhr
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Im Zentrum des inzwischen abgesagten Treffens im Oman sollte die Zukunft der Straße von Hormus stehen. (Foto: dpa)

Im Oman wollte der Iran bei einem Treffen mit Vertretern der Golfstaaten eine mögliche Lösung für den Konflikt um die Straße von Hormus vorstellen. Die Konferenz wird jedoch in letzter Minute abgesagt. Teheran liefert nun eine Erklärung dafür - und ermahnt Saudi-Arabien.

Das für heute geplante Außenministertreffen der Golfstaaten zur Straße von Hormus ist nach Angaben aus Teheran wegen der Eskalation im Jemen verschoben worden. "Saudi-Arabien hat darum gebeten, dass diese Sitzung nicht stattfindet", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai in Teheran. Auf Nachfrage bestätigte er, dass die jüngsten Entwicklungen im Jemen dabei eine Rolle gespielt hätten.

Vergangene Woche waren die mit dem Iran verbündeten Huthi-Kämpfer im Bürgerkriegsland Jemen überraschend schnell zur wichtigen Meerenge Bab al-Mandab vorgerückt, die seit der weitestgehenden Blockade der Straße von Hormus durch den Iran an Bedeutung gewonnen hat. Die Huthi griffen Stellungen der Regierungstruppen an und kontrollieren inzwischen die gesamte Westküste des Landes.

Saudi-Arabien kämpft seit mehr als zehn Jahren an der Seite der international anerkannten Regierung im Jemen gegen die islamistische Miliz. Diese greift wieder verstärkt zivile Ziele und Öl-Einrichtungen in Saudi-Arabien an. Offiziell dementiert die iranische Regierung, in den Vormarsch der Huthi involviert zu sein, und betont stets, die Miliz agiere unabhängig.

Baghai sagte, Saudi-Arabien dürfe mit Blick auf die Eskalation im Jemen nicht auf den Iran verweisen. "Die Probleme im Jemen haben weit zurückreichende Wurzeln", sagte er. Im Laufe des Tages wollte der Iran mit dem Oman eine Vereinbarung über die Zukunft der Straße von Hormus vorstellen. Eingeladen waren auch die Außenminister der Golfstaaten. Am Sonntagabend verkündete der Oman dann eine Verschiebung des Treffens.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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