Politik

"Feind wartet nicht"Heeresinspekteur hält wegen Russland "anderen Modus" für nötig

03.09.2026, 06:56 Uhr
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Christian Freuding warnt vor einem möglichen Angriff innerhalb der nächsten Jahre. (Foto: picture alliance/dpa)

Ein Ende des Krieges in der Ukraine wünscht man sich überall in Europa. Doch ausgerechnet in diesem Szenario steckt eine große Gefahr. Der deutsche Heeresinspekteur glaubt nicht, dass Russlands Kriegsambitionen gestillt wären. Und die derzeitigen Maßnahmen in Deutschland hält er für nicht ausreichend.

Heeresinspekteur Christian Freuding hat wegen der Bedrohung durch Russland mehr Tempo bei der Reformierung der Bundeswehr gefordert. "Wir müssen in einen anderen Modus schalten: Wir brauchen dringend die Erhöhung von Kapazitäten", sagte Freuding den RND-Zeitungen. "Der Feind wartet nicht auf unsere Fertigmeldung", so der Heeresinspekteur. "Je früher der Krieg in der Ukraine endet - und das wünschen wir uns alle -, desto früher werden die russischen Streitkräfte zum Angriff fähig sein."

Es sei "kein zufällig gegriffenes Datum", wenn die Nato davor warne, Russland könne bis 2029 zu einem Angriff in der Lage sein, sagte der Generalleutnant. Einen möglichen Angriff müsse Deutschland verhindern, "indem wir zum frühestmöglichen Zeitpunkt militärische Stärke demonstrieren, die glaubwürdig abschreckt".

Zur Umstrukturierung der Bundeswehr zähle dabei nicht nur die technologische Innovation, sondern auch die Weiterentwicklung des Personals, die auf die neuen Technologien reagiert. In der Grundausbildung gebe es bereits jetzt einen Basiskurs Drohnenbedienung, sagte Freuding. "Das muss jeder lernen, muss jeder können." Künftig müsse jeder Soldat ein "Drohnenaufklärer" oder "Drohnenabwehrer" sein.

Quelle: ntv.de, rog/AFP

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