Politik

Blaue Welle in roten US-StaatenDemokraten holen in Kansas ersten Senatssitz seit 1932

04.11.2026, 06:12 Uhr
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Anhänger jubeln bei einer Wahlnachtveranstaltung des demokratischen Senatskandidaten Adam Hamilton. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Unzufriedenheit mit US-Präsident Trump sorgt bei den Midterms für historische Ergebnisse in tiefroten Bundesstaaten. In Kansas hatten die Demokraten fast ein ganzes Jahrhundert keine Senatswahl mehr gewonnen - bis heute.

Die Demokraten im Bundesstaat Kansas haben laut Hochrechnungen erstmals seit 94 Jahren einen Sitz im US-Senat erobert. Der Demokrat Adam Hamilton setzte sich gegen den von US-Präsident Donald Trump unterstützten Kandidaten Roger Marshall durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Stimmauszählungen und Wählerbefragungen berichtete.

Der landwirtschaftlich geprägte Bundesstaat im Mittleren Westen gilt als republikanische Hochburg: Dass der Amtsinhaber Marshall überhaupt ernsthaften Wahlkampf betreiben musste, galt deshalb bereits als Überraschung. Das letzte Mal wurde dort 1932 ein Demokrat in den US-Senat gewählt.

Im Lauf des Wahlkampfs hatten Umfragen aber auf ein immer engeres Rennen hingedeutet. Auch Trump, der sich auf die knappen Rennen der Midterms konzentrieren wollte, machte dort Wahlkampf. Besonders in ländlichen Bundesstaaten hatte der Iran-Krieg und in dessen Folge die steigenden Benzin- und Dieselpreise für wachsenden Unmut gesorgt.

Der Arzt Marshall vertritt Kansas seit 2021 im Senat. Zuvor war er bereits Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Der Pastor und Buchautor Hamilton ist dagegen politischer Neuling. In seinem Wahlkampf hatte er unter anderem Korruption in der Hauptstadt Washington angeprangert.

Auch in Ohio gewannen die Demokraten. Dort setzte sich der frühere demokratische US-Senator Sherrod Brown laut den Sendern CNN und CBS gegen den bisherigen republikanischen Mandatsträger Jon Husted durch.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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