Politik

Bis zum Ende der AmtszeitBericht: Berater bereiten Trump auf jahrelangen Iran-Krieg vor

10.09.2026, 05:30 Uhr
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Vance soll Trump von Anfang an vom Angriff auf den Iran abgeraten haben. (Foto: picture alliance / newscom)

Der andauernde Iran-Krieg und die Folgen könnten Trumps Republikanern die Zwischenwahlen vermasseln. Der US-Präsident prophezeit ein Ende des Konflikts noch im November. Seine engen Berater sind weit weniger optimistisch.

Führende Berater im Weißen Haus sollen US-Präsident Donald Trump davor gewarnt haben, dass der Konflikt mit dem Iran bis zum Ende seiner Amtszeit andauern könnte. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Regierungskreise. Zu den Beratern zählten demnach Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio.

In internen Gesprächen im Oval Office und im Lagezentrum hätten sie darauf hingewiesen, dass Teheran dem Druck der USA weiter standhalten könnte. Dadurch könnte sich die Auseinandersetzung bis über das Ende von Trumps Präsidentschaft im Januar 2029 hinaus hinziehen. Das Weiße Haus reagierte nicht auf eine Anfrage.

Die Einschätzung der Berater steht im Gegensatz zu Trumps öffentlichen Äußerungen. Gerade erst hat der Präsident erklärt, er erwarte ein Ende des Krieges "unmittelbar nach" den US-Kongresswahlen im November. Der Iran versuche, die Abstimmung zu beeinflussen, werde seinen Widerstand jedoch nicht mehr lange aufrechterhalten können. Nach den Wahlen am 3. November würden auch die Ölpreise sinken, prophezeite Trump. Er räumte zudem ein, dass diplomatische Gespräche weiterhin möglich seien, diese jedoch nicht bevorzugt würden. 

Wieder Explosionen in der Straße von Hormus

Derweil wurden aus dem Süden des Irans in der Nacht erneut Explosionen in der Straße von Hormus gemeldet. Betroffen seien die Insel Gheschm in der Meerenge sowie die Städte Sirik und Minab, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Die Explosionen hätten sich auf dem Meer ereignet, hieß es weiter. Die Ursache der Explosionen sowie die genaueren Umstände blieben zunächst unklar.

Das US-Militär hatte zuletzt mehrfach iranische Öltanker in der Straße von Hormus oder angrenzenden Gewässern angegriffen. Es reagierte damit nach eigener Darstellung auf Attacken der Iranischen Revolutionsgarden auf US-Kriegsschiffe in der Region. 

Quelle: ntv.de, ino/dpa/rts

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