Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 16:36 Weil er Russisch spricht: Bußgeld für Selenskyjs Stabschef +++

07.11.2026, 00:01 Uhr

Der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, muss ein Bußgeld zahlen, weil er in offizieller Funktion Russisch gesprochen hat. Das teilte die Bevollmächtigte für den Schutz der Staatssprache, Olena Iwanowska, mit. Budanow habe den Verstoß eingeräumt und werde die Strafe fristgerecht begleichen. Für einen Erstverstoß sieht das Sprachengesetz ein Bußgeld von bis zu 8500 Hrywnja (rund 170 Euro) vor. Budanow hatte am Montag versucht, Proteste vor einem provisorischen Militärgefängnis bei Kiew zu beruhigen. Dabei sprach er teilweise Russisch mit einem verletzten Jugendlichen und dessen Schwester. Amtsträger müssen in offizieller Funktion Ukrainisch verwenden. Privat ist Russisch weiterhin erlaubt.

+++ 16:02 Selenskyj: Moskau will mit Angriffen Druck vor Verhandlungen erhöhen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, mit verstärkten Angriffen auf sein Land den Druck vor den für kommenden Woche geplanten Friedensverhandlungen in Abu Dhabi erhöhen zu wollen. Moskau versuche, durch die Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur die Verhandlungsposition Kiews und seiner Verbündeten zu schwächen, erklärt Selenskyj auf X. Bei den jüngsten Angriffen seien nach ersten Erkenntnissen auch Raketen aus nordkoreanischer Produktion eingesetzt worden. "Indem Russland gerade jetzt seine Angriffe auf die Ukraine und unsere Infrastruktur verstärkt, versucht es, zusätzlich den Boden dafür zu bereiten, Druck auf die Position der Ukraine und ihrer Partner auszuüben", so Selenskyj. Für Dienstag und Mittwoch sind in Abu Dhabi neue Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA über ein mögliches Kriegsende geplant. 

+++ 15:14 Raketen treffen Kiewer Brücke - Klitschko zeigt Schäden +++

Russland greift Kiew in der Nacht erneut massiv an. Raketen treffen Energieanlagen und eine wichtige Brücke, in Teilen der Stadt fallen Strom, Wasser und Fernwärme aus. Anwohner schildern Momente der Angst. Und Bürgermeister Klitschko zeigt, welche Schäden die Druckwelle angerichtet hat.

+++ 14:31 Ukraine meldet mindestens zwei Tote nach russischen Angriffen +++

Bei den russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Etwa ein Dutzend weitere Menschen seien landesweit verletzt worden, teilen die Behörden mit. Laut dem ukrainischen Energieministerium verursachten die Angriffe schwere Schäden, so etwa an Systemen, die den Strom von zwei Atomkraftwerken nach Kiew und in die zentralen Regionen des Landes leiten. Die Temperaturen in der Hauptstadt liegen im Moment nur knapp über null. Dem Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko zufolge beschädigten mehrere Raketen die Nordbrücke über den Fluss Dnipro.

+++ 14:10 Selenskyj nennt Trumps Friedensplan gefährlich +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht den US-Vorschlag zu einer neuen europäischen Sicherheitsordnung als Ausweg aus Russlands Angriffskrieg gegen sein Land skeptisch. "Unter uns, für mich ist das nicht einfach. Und es kann sogar gefährlich sein", sagt Selenskyj in einem CNN-Interview. Der US-Sender veröffentlicht vorab einen Ausschnitt dieser Passage des Gesprächs. Erst müsse darüber diskutiert werden, wie der Krieg beendet wird, schreibt Selenskyj auf X. Dann brauche sein Land Sicherheitsgarantien. In einem dritten Schritt könne über eine neue Sicherheitsarchitektur in Europa geredet werden. Die Ukraine sei zu einer Waffenruhe und einer Deeskalation bereit. Aber aus Moskau gebe es keine Signale des Einlenkens. "Deshalb ist es gefährlich, wenn sie nicht darüber sprechen, wie der Krieg beendet wird. Russland will mit der neuen Sicherheitsstruktur in Europa anfangen", sagt er in dem Interview.

+++ 13:41 Italiens Außenminister Tajani meldet Angriff durch Cyberkriminelle +++

Der italienische Außenminister Antonio Tajani ist eigenen Angaben zufolge wegen Italiens Unterstützung für Kiew im Ukraine-Krieg Opfer eines Cyberangriffs geworden. "Seit mehreren Tagen verbreiten Cyberkriminelle meine persönlichen Daten im Dark Web und versuchen, an weitere Informationen zu gelangen", schreibt Tajani auf X. Dadurch sei er "weiteren Bedrohungen und Einschüchterungen" ausgesetzt. Die Cyberkriminellen nähmen zudem seine Familie ins Visier und seien bereit, "Geld zu zahlen, um mehr Details über mich und meine Angehörigen zu erfahren", erklärt Tajani. Seine Reaktion sei "ganz einfach": "Ich lasse mich nicht einschüchtern."

+++ 13:01 Feuerball erhellt russische Großstadt - Raffinerie brennt +++

Mehrere russische Regionen melden nächtliche Angriffe aus der Ukraine. Im Fokus steht eine Ölraffinerie an der Wolga, die laut Kiew die russische Armee versorgt. Videos zeigen einen aufsteigenden Feuerball und die brennende Anlage.

+++ 12:31 Ukraine meldet Stromausfälle in weiten Teilen des Landes +++

Russische Angriffe auf Energieanlagen haben nach Angaben der ukrainischen Regierung Stromausfälle in weiten Teilen des Landes ausgelöst. Neben der Region Kiew seien Bewohner der Regionen Dnipropetrowsk, Donezk, Charkiw und Schytomyr von der Stromversorgung abgeschnitten, erklärt das Energieministerium in Kiew. Das Stromnetz sei schwer beschädigt. Arbeiter seien unter Hochdruck dabei, die Stromversorgung wiederherzustellen, betont das Ministerium. "Ständiger Luftalarm" behindere die Arbeiten jedoch.

+++ 11:55 Russische Angriffe auf Kiew: Zahl der Verletzten steigt +++

Nach massiven russischen Angriffen auf Kiew in der Nacht ist die Zahl der Verletzten auf mindestens sechs gestiegen, wie der "Kyiv Independent" berichtet. Russland habe 36 Raketen auf Kiew und das Umland abgefeuert, schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken. "Russland bereitet sich auf die Dreiergespräche vor, in dem es mit ballistischen Raketen auf die kritische Infrastruktur schießt", erklärt er. Kommende Woche sollen in Abu Dhabi Gespräche zwischen der Ukraine und Russland unter Vermittlung der USA über einen Ausweg aus dem Krieg stattfinden. Die Aussichten auf einen Durchbruch werden aber von den Kriegsparteien als gering eingeschätzt (siehe Eintrag um 10:53 Uhr).

+++ 11:25 Pistorius will bis März Entscheidung über Kampfjet-Kooperation +++

Nach dem Scheitern des deutsch-französisch-spanischen Rüstungsprojekts FCAS stellt Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius einen Grundsatzbeschluss über eine Alternativlösung für Anfang 2027 in Aussicht. "Mein Ziel ist es, eine Richtungsentscheidung im ersten Quartal des nächsten Jahres zu treffen", sagt der SPD-Politiker in einem Interview der Funke-Medien. Der Minister bekräftigt, dass zwei Optionen auf dem Tisch lägen: eine Beteiligung an einem bestehenden Vorhaben der Briten, Italiener und Japaner sowie die Entwicklung eines eigenen Projekts von Airbus mit anderen europäischen Partnern für den Anfang der 40er Jahre.

+++ 10:53 Bericht: Russland schickt hochrangige Delegation nach Abu Dhabi +++

Russland schickt zu den anstehenden Gesprächen mit den USA und der Ukraine offenbar eine hochrangige Delegation aus Diplomaten und Militärs. Erstmals gehöre unter anderem auch Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der Verhandlungsgruppe an, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Geleitet werde die Delegation erneut von Kreml-Berater Wladimir Medinski. Bei dem trilateralen Treffen am Dienstag und Mittwoch in Abu Dhabi soll über ein Ende des Ukraine-Kriegs beraten werden. Es sind die ersten Gespräche dieser Art seit Februar. Der russische Präsident Wladimir Putin traf die Delegationsmitglieder am Freitag bei einer Sitzung des Sicherheitsrats. Laut Interfax reisen auch der hochrangige Generalstabsoffizier Juri Schigarlowski und der Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, in die Vereinigten Arabischen Emirate.

+++ 10:16 Thiele: Dmitrijew ist Putins Schalck-Golodkowski +++

Alle werden begeistert sein, verspricht Trump mit Blick auf einen Ukraine-Deal. Militärexperte Ralph Thiele ist skeptisch - aber konstruktiv skeptisch. Er sieht eine Gefahr für Kiew, zieht eine überraschende Parallele zur deutsch-deutschen Geschichte und erklärt, warum Europa jetzt in Polen übt.

+++ 09:47 Ukraine: Haben 149 von 172 russischen Kampfdrohnen abgewehrt +++

Der ukrainischen Flugabwehr ist es nach Militärangaben gelungen, nachts vier ballistische Raketen sowie 149 von 172 russischen Kampfdrohnen abzuwehren. Hauptziel des russischen Angriffs in der Nacht war demnach die Region Kiew. Die Hauptstadt kämpft seitdem weiter mit schweren Problemen bei der Stromversorgung. In der Gebietshauptstadt Tschernihiw nördlich von Kiew führte der russische Angriff zu einem völligen Stromausfall, wie die Nachrichtenagentur Unian unter Berufung auf die Stadtverwaltung mitteilt.

+++ 09:04 Russland meldet Angriff auf ukrainisches Umspannwerk in Schytomyr +++

Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben ein Umspannwerk in der westlich von Kiew gelegenen Region Schytomyr sowie ein Frachtschiff im Schwarzen Meer angegriffen. Das Schiff habe militärische Ausrüstung in die Ukraine transportiert. 

+++ 08:29 Ukraine meldet inzwischen 55 Tote nach russischem Angriff in Region Saporischschja +++

Die Zahl der Toten nach einem russischen Angriff auf Komyschuwacha in der Region Saporischschja am Montag ist auf 55 gestiegen. Das schreibt Ukrainska Pravda mit Verweis auf den ukrainischen Katastrophenschutz. Demnach haben Rettungskräfte in den vergangenen 24 Stunden weitere Leichen unter den Trümmern gefunden. Nach ukrainischen Angaben traf am 2. November eine Serie von russischen Gleitbomben den Ort, als dort Hilfsgüter verteilt wurden. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem "hinterhältigen Terroranschlag". Eine drei Tonnen schwere Bombe zerstörte eine unterirdische Schule, in die sich viele Menschen geflüchtet hatten.

+++ 07:44 Klitschko: Nordbrücke in Kiew beschädigt +++

Bei russischen Angriffen auf Kiew in der Nacht ist offenbar die Nordbrücke beschädigt worden. Das meldet die Seite Ukrainska Pravda unter Berufung auf Bürgermeister Vitali Klitschko. Der Verkehr wurde demnach in beide Richtungen gesperrt. Die Stromversorgung der ukrainischen Hauptstadt sei "extrem schwierig", erklärt Klitschko zudem im Onlinedienst Telegram. Auch die Wasserversorgung sowie die Versorgung mit Fernwärme seien betroffen. Angaben der ukrainischen Luftwaffe und militärnaher Beobachter zufolge galten die Angriffe Wärmekraftwerken im Stadtgebiet und südlich von Kiew sowie einem Umspannwerk westlich der Metropole. 

+++ 06:47 Ukraine meldet mindestens fünf Verletzte bei russischen Raketenangriffen auf Kiew +++

Bei russischen Raketenangriffen auf Kiew sind laut ukrainischen Medien mindestens fünf Menschen verletzt worden. Unter ihnen ist demnach ein 14-jähriges Mädchen. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko wurden zudem mehrere Wohnhäuser beschädigt. Die Militärverwaltung berichtet von Schäden an einem Kindergarten. Kurz zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft vor einem neuen russischen Angriff auf Energieanlagen und die Brücken über den Fluss Dnipro gewarnt (siehe Eintrag um 00:40 Uhr).

2026-11-07T042412Z_1380098322_RC2OIOA4KHA9_RTRMADP_3_UKRAINE-CRISIS-ATTACK-KYIV
Feuerwehrleute sind nach einem russischen Raketenangriff in Kiew im Einsatz. Im Zentrum der Stadt waren in der Nacht und am frühen Morgen etliche Explosionen deutlich zu hören. (Foto: REUTERS)

+++ 06:07 Pistorius sieht wenig Hoffnung auf baldige Waffenruhe in der Ukraine +++

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sieht angesichts der für kommende Woche geplanten Gespräche der USA, Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi wenig Hoffnung auf eine baldige Waffenruhe. Ein Waffenstillstand hänge vom russischen Präsidenten Wladimir Putin und vom Verhalten von US-Präsident Donald Trump ab, sagt Pistorius den Zeitungen der Funke-Mediengruppe laut einem Vorabbericht. "Die letzten Monate geben wenig Hoffnung, dass Trumps Vorgehen schnell zu einem Waffenstillstand oder gar zum Frieden führt." Eine Verständigung zwischen Russland und den USA auf Kosten der Ukraine und über ihren Kopf hinweg sei weder für die Ukraine noch für die Europäer akzeptabel, erklärt der Minister.

+++ 05:22 Ukraine attackiert Ziele in Russland - Ölraffinerie brennt +++

Die Ukraine hat in der Nacht mehrere Ziele in Russland angegriffen. Berichten zufolge steht die Ölraffinerie in Saratow in Flammen. Ein weiteres Großfeuer wird aus Rostow gemeldet, dort trafen Drohnen offenbar den Rüstungsgüterhersteller Almaz. Beim Angriff auf das Proton-Werk in Orjol könnte laut einem Bericht des Kanals Exilenova Plus der ukrainische "Flamingo"-Marschflugkörper zum Einsatz gekommen sein. Weitere Explosionen seien aus der Stadt Belgorod nahe der ukrainischen Grenze gemeldet worden, meldet "Kyiv Independent".

+++ 03:23 Kiew nennt Themen für Abu-Dhabi-Gespräche +++

Das ukrainische Präsidialamt hat die Punkte benannt, die bei den Gesprächen mit Russland und den USA in Abu Dhabi auf den Tisch kommen könnten. Präsidentenberater Serhij Leschtschenko sagt in einem Fernsehinterview, die Ukraine schlage ein Kriegsende "zu fairen Bedingungen" vor, also einen Stopp der Kämpfe entlang der aktuellen Frontlinie, ohne Zugeständnisse bei ukrainischem Territorium. Zudem will Kiew Teilwaffenruhen etwa im Energiesektor und eine Öffnung der Schwarzmeerhäfen erreichen sowie ein Treffen der Staatschefs der Ukraine, Russlands und der USA vorbereiten. Russland spiele gegenüber Washington den verhandlungsbereiten Partner, töte aber weiter Ukrainer, so Leschtschenko.

+++ 02:14 Pistorius: Bundeswehr kann Personalbedarf wohl ohne Wehrpflicht decken +++

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius gibt sich zuversichtlich, dass die Bundeswehr ihren Personalbedarf auch künftig ohne Rückkehr zur Wehrpflicht decken kann. Die im neuen Wehrdienst-Modernisierungsgesetz verankerten Maßnahmen wirkten, die Bundeswehr habe aktuell mit rund 190.000 Soldatinnen und Soldaten den höchsten Stand seit 13 Jahren, sagt Pistorius den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wenn sich der Kurs fortsetzt, haben wir keine Aufwuchsprobleme." Dann müsse es auch "keine Diskussion geben über eine wie auch immer auszugestaltende Wehrpflicht".

+++ 00:40 Russland überzieht Kiew mit Raketenangriffen +++

Russland feuert seit dem späten Abend ballistische Raketen auf Kiew. Eine erste Salve habe die ukrainische Hauptstadt um 23 Uhr (Ortszeit) getroffen, meldet die Nachrichtenseite "Kyiv Independent". Die folgende Entwarnung war nur von kurzer Dauer, kurz vor Mitternacht folgte der nächste Luftalarm und eine Stunde später eine dritte Welle. Reporter berichten von mehreren lauten Explosionen. Laut Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko zielen die Angriffe auf Infrastruktureinrichtungen. Das Ausmaß der Schäden ist unklar, die Angriffe dauern noch an.

+++ 23:03 Selenskyj warnt vor russischen Angriffen auf Energieanlagen und Brücken +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor russischen Angriffen auf Energieanlagen und weitere Infrastruktureinrichtungen in seinem Land. Geheimdienstinformationen deuteten darauf hin, dass Attacken "gegen den Energiesektor, gegen unsere Brücken über den Dnipro und gegen zivile Infrastruktur" vorbereitet würden, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache. Die ukrainische Armee bereite sich auf die Angriffe vor, sagt Selenskyj weiter. Die Lage sei für das Militär jedoch nicht einfach. Der Präsident fordert erneut Abfangraketen für das Patriot-System zur Luftabwehr. "Jeder einzelne Tag bei den Lieferungen ist äußerst wichtig. Und wir drängen unsere Partner eindringlich, die Lieferungen nicht zu verschieben", fügt er hinzu.

+++ 22:02 Selenskyj: Angriffe auf russische Ölindustrie gehen weiter +++

Die Ukraine setzt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Angriffe auf Ziele der russischen Ölindustrie fort. "Der Einsatz gegen die russische Ölverarbeitung geht weiter - als Antwort auf russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen", erklärt der Präsident auf Telegram. Russische Behörden haben in der vergangenen Woche mehrere solcher Attacken gemeldet. Kiew bekannte sich nicht ausdrücklich dazu. 

+++ 21:26 Kallas schließt Friedensabkommen ohne EU-Beteiligung aus +++

Ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg darf nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas nicht ohne die EU-Staaten geschlossen werden. "Wir können nicht sagen, wie und wann die Ukraine und Russland einen Friedensvertrag schließen werden", sagt sie. "Damit irgendein Abkommen umgesetzt werden kann, wird es die Beteiligung der Europäischen Union erfordern", fügt sie hinzu. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag (Ortszeit) ein "sehr großes" Abkommen mit Russland angekündigt, das nicht nur die Ukraine, sondern möglicherweise "ganz Europa" betreffen werde. "Alle werden begeistert sein", fügte er hinzu. Ab kommendem Dienstag kommen Unterhändler Russlands, der Ukraine und der USA in Abu Dhabi zu Dreiergesprächen über ein mögliches Kriegsende zusammen.  

+++ 20:23 Spanien sagt Ukraine neues Militärpaket über 437 Millionen Euro zu +++

Spanien stellt der Ukraine ein neues Paket an Militärhilfe im Wert von 437 Millionen Euro zur Verfügung, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilt. Er habe mit Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez über den Inhalt des Pakets und die dringendsten Verteidigungsbedürfnisse gesprochen. "Spanien hilft uns und unterstützt uns in all den Jahren dieses Krieges konsequent", sagt Selenskyj. Zudem spricht er von russischen Angriffen auf Energieversorgung, Logistik und Bahn: "In diesem Jahr hat Russland mehr unserer Lokomotiven beschädigt als in allen vorherigen Jahren dieses Krieges." Besonders in Kiew sei die Lage schwierig, Stromnetz und Wasserversorgung stünden unter ständigem Beschuss.  

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.