Panorama

Opfer soll deutschen Pass haben Schönheitschirurg in eigener Klinik in spanischem Nobelort erschossen

08.10.2026, 15:05 Uhr
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Die Polizei nimmt Ermittlungen auf. (Foto: picture alliance/dpa)

Noch sind die Hintergründe unklar. In Spanien wird ein mutmaßlich deutscher Schönheitschirurg in seiner Klinik getötet. Die Polizei fahndet nach dem vermummten Täter und geht ersten Erkenntnissen zufolge von einem gezielten Angriff aus.

Ein Schönheitschirurg ist in seiner eigenen Klinik im spanischen Nobelbadeort Marbella erschossen worden. Ein vermummter Mann habe in der Klinik im Wohngebiet Real Panorama nahe der Altstadt von Marbella mehrfach auf den 57-jährigen Arzt geschossen, berichteten die spanische Zeitung "El País" und weitere Medien unter Berufung auf die Polizei. Ein Polizei-Sprecher bestätigte auf Anfrage diese Informationen. Einigen Regionalmedien zufolge hatte der Chirurg auch einen deutschen Pass; die Behörden machten zur Nationalität des Opfers aber keine Angaben.

Der Arzt soll von mehreren Kugeln auch am Kopf getroffen worden sein. Den Medienberichten zufolge konnten die herbeigerufenen Rettungskräfte das Leben des Mannes nicht mehr retten und er starb noch am Tatort. Der Täter soll nach dem Angriff auf einem Motorrad unerkannt geflohen sein. Es wird nicht ausgeschlossen, dass er Unterstützung eines Komplizen gehabt haben könnte. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Festnahmen gab es zunächst nicht.

Polizeiquellen identifizierten das Opfer als Dr. Alexander A., Gründer einer Schönheitsklinik, in der er ermordet wurde, wie "El País" berichtete. Auf der Website der Klinik wird hervorgehoben, dass er sich auf "fortschrittliche Verfahren zur Körperformung und plastische Gesichtschirurgie" spezialisiert hatte. Zuvor war er rund zehn Jahre an Krankenhäusern in Málaga und Marbella tätig. Seine Ausbildung absolvierte er demnach in Südafrika, wo er seine Karriere begonnen habe, sowie später auch in Österreich, Deutschland und Großbritannien.

Unklar ist bislang unter anderem auch das Motiv. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler von einem gezielten Angriff aus und prüfen verschiedene Möglichkeiten. Eine Polizeiquelle erklärte "El País", dass auch die Möglichkeit geprüft werde, ob es sich um einen Auftragsmord handeln könnte. Auch ein Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit des Chirurgen wird laut Medien untersucht. Hinweise auf eine Verbindung zur organisierten Kriminalität gibt es nach bisherigen Angaben jedoch nicht.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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