Ehemann festgenommenPolizei entdeckt vermisste Mutter aus Euskirchen tot im Wald
Am vergangenen Freitag verlässt Stephanie H. um 10 Uhr ihre Wohnung in Euskirchen. Nachmittags wird sie an ihrer Arbeitsstelle erwartet, dort taucht sie jedoch nie auf. Eine Woche später herrscht Klarheit: Die Polizei entdeckt ihre Leiche in einem Waldstück.
Eine seit etwa einer Woche in Nordrhein-Westfalen vermisste Frau ist am Donnerstag tot in einem Wald in Euskirchen gefunden worden. Es bestünden "keine berechtigten Zweifel daran, dass es sich um die 46-jährige Vermisste handelt", teilte die Polizei in Bonn mit. Gegen den 51-jährigen Ehemann der Frau werde wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt. Er sei festgenommen worden. Es besteht der Verdacht, dass es sich um einen Femizid handeln könnte.
Die 46-jährige Stephanie H. aus Euskirchen wurde seit vergangenem Freitag vermisst. Die zweifache Mutter hatte den Angaben zufolge ihre Wohnung gegen 10 Uhr verlassen. Um 14 Uhr sollte sie bei ihrer Arbeitsstelle erscheinen, dort kam sie jedoch nie an.
Laut Polizei galt die Frau als sehr zuverlässig. Sie soll sich nach ihrem Verschwinden weder bei Freunden noch bei ihrer Familie gemeldet haben. Ihr Mobiltelefon war ausgeschaltet. Ihre erwachsene Tochter meldete sie schließlich als vermisst.
Am Mittwoch und am Donnerstag wurden das Mehrfamilienhaus in der Innenstadt von Euskirchen, in dem die Frau mit ihren Kindern lebte, und das Gelände eines Wertstoffhofs in Weilerswist durchsucht. Im Haus der Vermissten seien Spuren gesichert worden, sagt die Polizei. Den Recyclinghof habe man auch mit Spürhunden und mithilfe des Technischen Hilfswerks durchsucht.
Am Donnerstag ergaben sich neue Erkenntnisse, die das Waldstück in den Fokus rückten. Der dort gefundene Leichnam solle nun rechtsmedizinisch untersucht werden, erklärte die Polizei. Weitere Details sind bisher nicht bekannt.
