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Ermittler äußern neuen VerdachtMädchen stirbt nach Hausbrand in Sachsen-Anhalt

18.09.2026, 11:14 Uhr
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Das Einfamilienhaus befindet sich in Kleinpörthen in der Gemeinde Schnaudertal. (Foto: picture alliance/dpa | Bodo Schackow)

In Sachsen-Anhalt brennt es am Mittwochabend in einem Einfamilienhaus. Vater und Sohn sterben noch vor Ort - nun erliegt auch die neunjährige Tochter ihren Verletzungen. Unterdessen äußert die Staatsanwaltschaft einen ersten Verdacht, wie das Feuer entstanden sein könnte.

Nach dem Tod eines Mannes und seines fünfjährigen Sohnes bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in Schnaudertal in Sachsen-Anhalt ist die Tochter im Krankenhaus gestorben. Die Neunjährige sei am Donnerstag ihren Verletzungen erlegen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Halle. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

Der Brand ereignete sich am Mittwochabend. Rund 45 Einsatzkräfte verschiedener freiwilliger Feuerwehren und weitere Rettungskräfte waren im Einsatz. Doch auch sofort eingeleitete Wiederbelebungsmaßnahmen konnten das Leben des 38 Jahre alten Vaters und des Jungen nicht mehr retten, wie eine Polizeisprecherin sagte. Sie verstarben noch vor Ort. Die Obduktion der drei Leichen soll laut Staatsanwaltschaft am heutigen Freitag stattfinden.

Die Mutter befinde sich nicht in Lebensgefahr. Laut Sprecherin wurde die 36-Jährige durch den Brand nicht verletzt und befindet sich wegen eines Schockzustands im Krankenhaus. Zuvor hieß es, auch sie sei - wie ihre Tochter - schwerverletzt ins Krankenhaus gekommen.

Die Ermittlungen zum Tathergang befinden sich laut Staatsanwaltschaft am Anfang. Nach derzeitigem Stand sehe es nach einem "erweiterten Suizid des Vaters" durch das Feuer aus, sagte die Sprecherin.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Deutschlandweites Info-Telefon Depression, kostenfrei: 0800 33 44 5 33
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116 123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111), auch per E-Mail oder Chat
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der Deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Das Brandgeschehen habe sich nur kleinräumig im Inneren des Hauses abgespielt. Demnach wurden Benzinkanister gefunden. Inwiefern diese genutzt worden seien, sei Teil der Ermittlungen. Nähere Angaben machten die Ermittler derzeit nicht.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa

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