Stromschlag auf ZugdachJugendlicher stirbt nach "Trainsurfing"

Ein 14-Jähriger fährt vor wenigen Tagen auf dem Dach einer Regionalbahn mit. Fahrgäste bemerken Lichtblitze und Hilfeschreie. Kurz darauf wird der lebensgefährlich verletzte Jugendliche gefunden. Nun ist er gestorben.
Ein Jugendlicher, der auf dem Dach eines Regionalzuges in Köln mitfuhr und dabei Stromschläge erlitt, ist gestorben. Der 14-Jährige erlag drei Tage nach dem sogenannten Trainsurfing seinen schweren Verletzungen, wie ein Polizeisprecher in Köln sagte. Er war am Sonntagabend auf dem Dach des Zuges mitgefahren und hatte dabei einen Stromschlag erlitten. Fahrgäste hatten Lichtblitze bemerkt und Hilfeschreie gehört.
Daraufhin war der Zug im Süden der Stadt auf freier Strecke gestoppt worden und die Strecke wurde für drei Stunden gesperrt. Der Jugendliche war nach seiner Bergung mit 80 Prozent verbrannter Haut von einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht worden, wo er nun starb.
Um einen tödlichen Stromschlag durch eine Bahn-Oberleitung zu bekommen, muss die Oberleitung nicht einmal berührt werden, schon in einem Abstand von 1,5 Metern kann der Strom laut Deutscher Bahn überspringen. Demnach fließen 15.000 Volt durch die Leitungen, das sei das 65-fache einer normalen Steckdose.
Einer Studie des Universitätsspitals Zürich zufolge betreiben immer mehr junge Menschen Trainsurfing - angetrieben durch die sozialen Medien, insbesondere TikTok. Die Aufnahmen, Geschichten und Tipps von Menschen, die auf den Dächern von Zügen mitfahren, würden auf Instagram und TikTok zwar von der Sicherheitswarnung "Deine Sicherheit ist wichtig – manche Online-Challenges können gefährlich, verstörend oder sogar inszeniert sein" blockiert, diese sei aber relativ leicht zu umgehen.