Panorama

"Sehr komplizierte" LageHeftige Unwetter fordern zwei Todesopfer nahe Barcelona

05.10.2026, 06:31 Uhr
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Straßen und Häuser werden überflutet, Mauern stürzen ein: Extreme Regenfälle halten Spanien im Atem. Besonders die Region rund um Barcelona trifft es heftig. Nun meldet die Feuerwehr weitere Todesopfer.

Durch Starkregen sind im Nordosten Spaniens nahe der Metropole Barcelona zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach den heftigen Niederschlägen am Wochenende wurde laut Feuerwehr zudem mindestens ein Mensch in der Provinz Barcelona vermisst.

Ein Mensch kam ums Leben, als eine Mauer auf einem Campingplatz in der Stadt Tordera einstürzte, wie der Chef der Feuerwehr der Region Katalonien, David Borrell, sagte. Ein weiterer Mensch ertrank demnach in einer überfluteten Garage in Montornès del Vallès. Einsatzkräfte halfen Menschen, die wegen Überschwemmungen etwa in Granollers nördlich von Barcelona in ihren Fahrzeugen festsaßen.

Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte, die Lage in Katalonien bleibe "sehr kompliziert". Er forderte die Menschen auf, nicht unbedingt notwendige Fahrten zu vermeiden. Die Bewohner entlang der über die Ufer getretenen Flüsse Ridaura und Daro wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben.

Dem spanischen Wetterdienst Aemet zufolge schwächten sich die Unwetter in der Region Barcelona am Sonntagmittag ab und bewegten sich in Richtung Norden in die benachbarte Provinz Girona. Infolge von Unwettern war am Samstag bereits eine 102-jährige Frau in der zentralen Region Kastilien-La Mancha ums Leben gekommen.

Wetterexperten warnen seit Längerem, dass der menschengemachte Klimawandel heftige Unwetter wahrscheinlicher macht. Vor allem das immer stärker aufgeheizte Mittelmeer, wo im vergangenen Sommer Wassertemperaturen von 33 Grad gemessen wurden, erhöht nach Angaben des nationalen spanischen Wetterdienstes Aemet das Risiko extremer Regenfälle an Land. Je höher die Wassertemperatur, desto mehr Wasser verdunstet. Über dem erhitzten Meer bilden sich dadurch große und extrem feuchtwarme Luftmassen. Treffen diese auf eine Kaltfront, kommt es zu extremen Regenfällen.

Quelle: ntv.de, nbr/AFP/dpa

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