Panorama

Waldbrand auf ParosGriechische Insel steht in Flammen - Menschen flüchten an den Strand

29.07.2026, 07:21 Uhr
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Mit Hubschraubern kämpfen Rettungskräfte fast die ganze Nacht gegen die Flammen. (Foto: dpa)

Ein großer Waldbrand wütet auf der griechischen Urlaubsinsel Paros. Die Flammen bedrohen mehrere Ortschaften, Behörden lassen ganze Dörfer räumen, Bewohner retten sich an die Küste. Dann bessert sich die Lage. Dennoch: Vollständige Entwarnung gibt es nicht.

Auf der bei Urlaubern beliebten griechischen Ägäis-Insel Paros haben Feuerwehrleute über Stunden gegen einen großen Waldbrand gekämpft. Mehrere Ortschaften wurden wegen der vorrückenden Flammenfront evakuiert, Bewohner sollten laut Medienberichten auf Geheiß der Rettungskräfte an die Strände flüchten.

Die Feuerwehr auf der Kykladen-Insel ist laut der Zeitung "Proto Thema" seit Dienstag mit Dutzenden Kräften im Dauereinsatz und forderte Unterstützung von umliegenden Inseln wie Naxos und Syros sowie vom Festland an. Insbesondere die Ortschaft Agkairia war von den Flammen bedroht, hieß es. Flüge mit Löschflugzeugen und Helikoptern wurden demnach in der Nacht unterbrochen, sollten bei Tagesanbruch aber wieder aufgenommen werden. Erschwert würden die Löscharbeiten durch kräftigen Wind, der Meteorologen zufolge heute noch stärker werden dürfte.

Inzwischen ist das Feuer weitgehend unter Kontrolle. Die Lage habe sich deutlich verbessert, sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem Nachrichtensender ERTNews. Vollständige Entwarnung gab die Feuerwehr jedoch nicht - wegen der starken Winde in der Region. Zwar gebe es praktisch keine aktive Feuerfront mehr, doch verbleibende kleine Brandherde müssten weiterhin überwacht werden, sagte der Sprecher.

Bisher ist Griechenland in diesem Jahr weitgehend von Hitzewellen verschont geblieben. In den vergangenen Jahren gab es solche Wellen dagegen - und sie hielten teils wochenlang an. Dürre und starke Winde schafften dann perfekte Bedingungen für schlimme Waldbrände.

Frühere Feuerkatastrophen waren eine Lehre

Aus den verheerenden Bränden der vergangenen Jahre haben die Griechen Lehren gezogen. Neben 85 staatlichen Löschflugzeugen zählt die Feuerwehr nunmehr 18.000 Berufs- und Saisonkräfte. Wichtig ist auch der Einsatz moderner Technologie: Mittlerweile unterstützen mehr als 100 Drohnenbasen in besonders gefährdeten Regionen die möglichst frühzeitige Erkennung von Bränden. Zudem wurden vier speziell für Brandbekämpfung entwickelte Satelliten ins All gebracht, die besonders trockene Regionen beobachten.

Laut der Zeitung "Kathimerini" herrscht in mehreren Landesteilen hohe Waldbrandgefahr. So sei die Feuerwehr am Dienstag auch zu Feuerherden in der nordöstlichen Region Evros ausgerückt. Auf Kreta und den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Ikaria und Psara gelte inzwischen Warnstufe vier von fünf. In der Hauptstadtregion Athen und im nordöstlichen Teil der Halbinsel Peloponnes gilt demnach Warnstufe drei.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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