Panorama

Fünf Tonnen RauschmittelDüsseldorfer Gericht verurteilt "Rich Kids"-Drogenbande zu Haftstrafen

16.10.2026, 21:48 Uhr
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Monatelang wurden in Chats Übergabeorte und die centgenaue Buchhaltung über Käufe und Verkäufe verfolgt. (Foto: picture alliance/dpa)

Sie stammen aus wohlhabenden Familien aus dem Rheinland und verkaufen Kokain und Marihuana im großen Stil. Das Düsseldorfer Landgericht spricht harte Strafen gegen die sogenannte "Rich Kids"-Bande aus.

Sie verkauften tonnenweise Drogen und nahmen damit mehrere Millionen ein: Sechs Mitglieder einer Drogenhändler-Bande sind am Düsseldorfer Landgericht zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Männer im Alter von 29 bis 58 Jahren seien wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und bandenmäßigen Drogenhandels beziehungsweise Beihilfe dazu schuldig, befand das Gericht. Die Angeklagten wurden zu Haftstrafen zwischen fünf und zwölf Jahren verurteilt. 

Zudem ordnete das Gericht die Einziehung der Taterträge in Millionenhöhe an. Die Beschuldigten waren weitgehend geständig gewesen, was die Richter positiv bewerteten. Nach Erkenntnissen des Gerichts gründeten die beiden 27 und 30 Jahre alten Hauptangeklagten im Jahr 2022 eine kriminelle Vereinigung und waren dabei Rädelsführer und Drahtzieher. Der Rädelsführer stand an der Spitze der kriminellen Bande.

Mit Hilfe von Mittätern verkauften sie den Angaben zufolge bis März 2025 insgesamt knapp eine Tonne Kokain, vier Tonnen Marihuana, rund 20 Liter Amphetamin-Öl sowie rund 5000 Oxycodon-Tabletten und 1000 Ecstasy-Tabletten. Die Einnahmen lagen laut Anklage bei elf Millionen Euro. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Weil einige Angeklagte aus wohlhabenden Familien aus dem Rheinland stammen, war von einem Prozess gegen "Rich Kids" die Rede gewesen. Auf die Drogenbande waren die Fahnder im Rahmen eines anderen Ermittlungsverfahrens in Bonn gestoßen. 

Ende 2024 wurden die Ermittlungen gegen die Gruppe aufgenommen. Monatelang wurden in Chats Übergabeorte und die centgenaue Buchhaltung über Käufe und Verkäufe verfolgt. Im März 2025 schlugen die Fahnder zu. Sie nahmen Verdächtige fest und durchsuchten Objekte in Deutschland, Spanien, Belgien, Polen und den Niederlanden.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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