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Dänisches Thriller-Dynamit"Der Prätorianer" will nicht spielen

26.09.2026, 13:37 Uhr imageVon Thomas Badtke
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Der Leichenfund in einer kalten Novembernacht ist nur der Anfang. (Foto: IMAGO/Andreas Stroh)

Eine kalte Novembernacht in Kopenhagen. Eine grausam zugerichtete Leiche wird entdeckt. Antike Goldmünzen mit einem Skorpion wurden auf ihren Augenlidern drapiert. Alles sieht nach der Tat eines Psychopathen aus - und nach dem brillanten Start einer neuen Thrillerreihe.

"Die Welt von Monstern zu befreien, wäre so, als würde man einen Sandstrand fegen." Das denkt Sara Levin gerade noch, als sie ein krankes Hirn, das eine Frau über Wochen gequält hat, hinter Gitter gebracht hat. Levin, Mitte 30, ist Ermittlungsleiterin für Gewaltverbrechen bei der Polizei in Kopenhagen. Ihr Partner: Janus West. Sie verstehen sich, können sich blind aufeinander verlassen. Gerade noch mit Bier und Fernet Branca den jüngsten Erfolg feiernd, klingelt Levins Handy. Der nächste Fall wartet bereits.

Eine grausam zugerichtete Leiche ist gefunden worden: Das Gesicht von Faustschlägen zertrümmert. Auf jedem Augenlid eine antike römische Goldmünze mit einem Skorpion. Der Körper des Leichnams, ein junger Mann, ist mit Eiskristallen bedeckt. Auch der Tatort hat etwas Makabres: Er erinnert an ein Mausoleum. Die Szenerie wurde mit altertümlichen Gegenständen dekoriert. Das Wichtigste aber: Der Leiche wurde die Leber entfernt.

Levin und West bekommen den Fall, beginnen zu ermitteln und merken schnell, dass sie jemanden brauchen, der sich mit römischer Antike bestens auskennt. Einen Geschichtsprofessor, einen Experten für das Römische Reich - Saras Vater Christian. Das Problem: Er sitzt seit Jahren im Gefängnis und Sara hat mit ihm gebrochen, will nichts mit ihm zu tun haben. Er ist ein verurteilter Mörder. Basta. Saras Bruder allerdings sieht das anders. Er wird als Berater zu dem Fall hinzugezogen, weil er einer der besten Profiler der Welt ist - und momentan wieder in Dänemark weilt.

Eiskalter Thrillerstoff

Es hilft nichts: Sara muss mit ihrem Bruder zusammenarbeiten und sich ihrer Vergangenheit stellen, ihren Ängsten und der Dunkelheit, für die sie ihren Vater verantwortlich macht. Der hat einen IQ von 154 und Sara sieht in ihm einen waschechten Psychopathen. Ein Besuch im Gefängnis bei ihm steht dennoch an, denn ohne seine Hilfe scheinen sich Sara und West in dem Fall zu verrennen. Die Begegnung mit Saras Vergangenheit ist ein Erfolg: Saras Vater liefert einen entscheidenden Hinweis zur Lösung des Falls, der mittlerweile weite Kreise zieht. Weitere Leichen sind aufgetaucht, wurden regelrecht zur Schau gestellt.

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Der Prätorianer
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Es geht um einen "Prätorianer". Die Prätorianer-Garden haben einst die Mächtigsten Roms beschützt. Nur wen will Saras und Wests "Prätorianer" beschützen? Und weshalb war Saras Vater der letzte Besitzer der antiken Goldmünzen mit dem Skorpion? Fragen, die einer Antwort bedürfen. Fragen, um die Tobias Bukkehave den Stoff seines Thrillers "Der Prätorianer" webt und der den Beginn einer neuen Reihe darstellt.

Das bei dtv erschienene Buch und das von Hörbuch Hamburg gelaunchte Hörbuch mit der Genre-bekannten Stimme Oliver Siebecks ist ein Pageturner der Extraklasse. Das etwas mehr als neunstündige Audiobook ist absolut fesselnd, die Stimme Siebecks lässt einen nicht mehr los. Der Plot und die Charaktere haben Tiefe, Ecken und Kanten. Sara muss leiden, West auch. Das Ambiente passt: kalte Novembertage mit Frost und eisigem Schneeregen in und um Kopenhagen. Das alles lässt das Hörerblut buchstäblich in den Adern gefrieren.

Man darf gespannt sein, welche Monster Bukkehave, denn das ist der "Prätorianer" ohne Zweifel, im nächsten Band der Reihe auf Leser und Hörer loslässt. Sicher ist nur: Sara muss weiter kräftig fegen!

Quelle: ntv.de

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