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Paar setzt Zeichen in BrüsselHarry und Meghan eröffnen Mahnmal für verstorbene Kinder

05.11.2026, 11:03 Uhr
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Machen auf die möglichen Folgen digitaler Gewalt aufmerksam: Meghan und Harry. (Foto: IMAGO/Cover-Images)

Nach den jüngsten Enthüllungen über ihren Vater Thomas Markle wird Herzogin Meghan erstmals wieder öffentlich auftreten. Gemeinsam mit Prinz Harry reist sie nach Brüssel, wo das Paar ein Mahnmal für verstorbene Kinder eröffnet und über Gefahren sozialer Medien sprechen will.

Nach den schweren Vorwürfen gegen ihren Vater Thomas Markle zieht sich Herzogin Meghan nicht länger aus der Öffentlichkeit zurück. Am 10. November wird sie gemeinsam mit Prinz Harry in Brüssel erwartet. Im Europäischen Parlament wollen die beiden ein Mahnmal für verstorbene Kinder und Jugendliche eröffnen und sich für mehr Sicherheit im Internet einsetzen. Es ist Meghans erster öffentlicher Auftritt seit Bekanntwerden der Anschuldigungen und zugleich die erste gemeinsame Auslandsreise des Paares seit seiner Rückkehr nach Großbritannien.

Wie die britische Nachrichtenagentur Press Association berichtet, wollen Harry und Meghan in Brüssel eine gemeinsame Grundsatzrede halten. Im Mittelpunkt stehen der Schutz Minderjähriger im Internet und die Frage, welche Verantwortung Technologieunternehmen für die Sicherheit junger Nutzer tragen.

Anschließend soll Harry an einer Podiumsdiskussion unter dem Titel "Beyond Promises: Building A Digital Future That Works For Children" teilnehmen. Dabei soll es vor allem um konkrete Schritte gehen, mit denen digitale Angebote für Kinder sicherer gestaltet werden können.

Mahnmal für verstorbene Kinder

Zentraler Programmpunkt der Reise ist die Enthüllung des sogenannten "Lost Screen Memorial". Die Installation wurde von der Archewell Foundation des Paares ins Leben gerufen und soll an Kinder und Jugendliche erinnern, deren Tod mit schädlichen Erlebnissen in sozialen Netzwerken in Verbindung gebracht wird. Das Mahnmal besteht aus 50 beleuchteten Smartphone-Bildschirmen, auf denen Fotos der Verstorbenen zu sehen sind. Zur Verfügung gestellt wurden die Aufnahmen von ihren Familien.

Mit dem Projekt wollen Harry und Meghan nicht nur an die jungen Menschen erinnern, sondern auch auf die möglichen Folgen digitaler Gewalt und anderer Gefahren im Internet aufmerksam machen. Erstmals vorgestellt wurde die Installation im April 2025 in New York. Im Mai 2026 brachte Meghan das Mahnmal außerdem nach Genf.

Besuch wird von Meghans Vater überschattet

Überschattet wird der bevorstehende Auftritt von den schweren Anschuldigungen gegen Meghans Vater Thomas Markle. Auf den Philippinen gehen Ermittler Hinweisen auf mutmaßliches Material über sexuellen Kindesmissbrauch nach. Meghans Halbbruder Thomas Markle Junior hatte nach eigenen Angaben entsprechende Dateien entdeckt und daraufhin die Behörden informiert. Die philippinische Polizei untersucht die Funde. Thomas Markle bestreitet, solches Material besessen zu haben. Eine strafrechtliche Verurteilung liegt nicht vor.

Ende Oktober hatte Meghan öffentlich auf die Vorwürfe reagiert und erklärt, sie sei "zutiefst erschüttert". Die Herzogin hat seit Jahren keinen Kontakt zu ihrem Vater. Nach ihren Angaben war sie bereits 2019 durch die britische Polizei über beunruhigende Anschuldigungen informiert worden. Informationen seien damals jedoch nicht ausreichend weitergegeben worden. Inzwischen beschäftigt sich auch die britische Polizeiaufsicht mit dem Umgang der Metropolitan Police mit dem Vorgang.

Zuletzt hatten sich Harry und Meghan Mitte Oktober bei einem gemeinsamen öffentlichen Termin in Nottingham gezeigt. Ende August waren sie mit ihren beiden Kindern nach Großbritannien zurückgekehrt, nachdem sie seit ihrem Rückzug aus dem engeren Kreis der arbeitenden Royals in den USA gelebt hatten.

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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