Unterhaltung

Abschied nach 100 Fällen in KölnAus für "Tatort"-Kommissar Ballauf - Behrendt hört auf

22.09.2026, 09:05 Uhr
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Bye-bye, Ballauf: Klaus J. Behrendt wird den "Tatort" bald verlassen. (Foto: picture alliance / Panama Pictures)

Das Ende einer Ära: Seit fast 30 Jahren ermittelt Klaus J. Behrendt als Hauptkommissar Max Ballauf an der Seite von Dietmar Bär. Doch mit Folge 100 ist Schluss - er verlässt den Kölner "Tatort". Am WDR liegts nicht; Behrendt wollte selber gehen.

Klaus J. Behrendt steigt beim Kölner "Tatort" aus. Wie der WDR am Dienstagmorgen mitteilte, wird die 100. Folge sein letzter Fall als Hauptkommissar Max Ballauf sein. Ausgestrahlt werden soll sie voraussichtlich im Herbst 2027, gedreht wird sie noch in diesem Jahr. Der 66-jährige Schauspieler nimmt aus persönlichen Gründen Abschied.

Der Zeitpunkt hat Symbolkraft. 2027 feiern Ballauf und sein Kollege Freddy Schenk (Dietmar Bär) 30 Jahre im gemeinsamen Einsatz für die Domstadt. Der 65-jährige Bär wird als Schenk auch nach der Jubiläumsfolge weiter ermitteln.

"Mein Ziel waren immer 100 Folgen"

Leicht gefallen sei ihm die Entscheidung nicht, erklärt Behrendt. Sie "reift aber schon länger in mir. Mein Ziel waren immer 100 Folgen." Dabei war Ballauf schon vor Köln unterwegs. "Als Dietmar Bär und ich 1997 unseren Dienst als 'Tatort'-Kommissare in Köln antraten, hatte ich als Max Ballauf bereits acht Fälle als Kommissaranwärter im Düsseldorfer 'Tatort' gedreht", erinnert sich der Schauspieler. "Dass dann noch einmal 100 Fälle folgen würden, war für mich damals unvorstellbar."

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Wiederkehrendes Motiv: die beiden "Tatort"-Kommissare Schenk und Ballauf an der Currywurstbude in Köln. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Die Figur habe ihn "fast die Hälfte meines Lebens begleitet". Behrendt verweist auf ein halbes Jahrhundert Berufsleben: "Ich arbeite, seit ich mit 17 meine Lehre als Bergmechaniker unter Tage gemacht habe, im kommenden Jahr seit insgesamt 50 Jahren. Jetzt freue ich mich darauf, mehr Zeit für mich und meine Familie zu haben."

Ganz von der Bildfläche verschwinden will er aber nicht: "Auch wenn das nicht heißt, dass ich gar nicht mehr vor der Kamera stehen möchte." Seinen Dank richtet er an die Produktionsfirma Bavaria Fiction, an den WDR und an alle Menschen vor und hinter der Kamera.

Freunde seit "Leo und Charlotte"

Behrendt und Bär verbindet weit mehr als die Arbeit am Set. Kennengelernt haben sie sich 1993 beim Dreh der WDR-Serie "Leo und Charlotte", seitdem sind sie auch privat eng befreundet. Die Idee zum gemeinsamen Kölner Ermittlerduo ging von Behrendt aus. "Als Klaus J. Behrendt mich damals fragte, ob ich Lust hätte, mit ihm zusammen ab 1997 beim WDR das neue 'Tatort'-Team in Köln zu werden, hat wohl keiner von uns beiden eine Sekunde daran gedacht, dass wir im Jahr 2026 werden überlegen müssen, wie es denn weitergehen könnte", sagt Bär.

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Da waren sie noch "die Neuen" im Kölner Team: 1997 vor dem Polizeipräsidium Waidmarkt in Köln. (Foto: IMAGO/United Archives)

Der Sender hätte die Zusammenarbeit gern verlängert. Die beiden hätten sich darüber intensiv ausgetauscht, so Bär. Die Entscheidung seines Partners habe er "natürlich schweren Herzens zu akzeptieren". Ans Aufhören denkt er selbst nicht: "Ich und unser Kölner Team haben noch Lust, weiterzumachen. Also: Let's go!"

Dank vom WDR

Auch WDR-Intendantin Katrin Vernau bedankt sich schon jetzt für Behrendts "langen und intensiven 'Tatort'-Einsatz". Er spiele Ballauf "mit großer Authentizität und emotionaler Tiefe, wirkt dadurch besonders menschlich und nahbar". Der Kölner "Tatort" lenke immer wieder den Blick auf gesellschaftliche Probleme und aktuelle Herausforderungen in der Region.

"Auch wenn uns Max Ballauf an der Seite von Freddy Schenk sehr fehlen wird: Dass Dietmar Bär weitermacht und den 'Tatort'-Fans erhalten bleiben wird, freut mich natürlich", sagt Vernau.

Quelle: ntv.de, abe/spot

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