Der Tag
8. Juli 2026
imagemit Lukas Märkle
Zum Archiv
22:08 Uhr

Das war Mittwoch, der 8. Juli 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

der Tag war geprägt vom Nato-Gipfel in der Türkei. US-Präsident Donald Trump hat gleich an etlichen Stellen aufhorchen lassen: die Waffenruhe mit dem Iran? Für ihn quasi beendet. Spanien, das sich nicht beim Nato-Fünf-Prozent-Ziel einreihen will? Mit dem Land soll nicht mehr gehandelt werden.

Und nebenbei unterliefen ihm auch noch die inzwischen sich häufenden Versprecher. Er sprach über den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und nannte ihn "Putin". Aus der "Islamischen Republik Iran" wurde bei ihm die "Islamische Republik Japan". Kurios - oder vielleicht eher auch besorgniserregend für den mächtigsten Mann der Welt.

Für den Überblick zu dem alljährlichen Treffen der Staats- und Regierungschefs empfehle ich Ihnen den Text meiner sehr geschätzten Kollegin Frauke Niemeyer.

Darüber hinaus möchte ich Ihnen noch folgende Stücke ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend.

Das war Mittwoch, der 8. Juli 2026
22:00 Uhr

Über zwei Promille: 43-Jährige baut heftigen Unfall auf Autobahn

Unter starkem Alkoholeinfluss hat eine Frau einen Unfall auf der A6 bei Enkenbach-Alsenborn (Landkreis Kaiserslautern) verursacht. Wie die Polizei mitteilte, kam die 43-Jährige, die mit ihren zwei Kindern unterwegs war, am Dienstagabend beim Überholen von der Fahrbahn ab. Das Auto schleuderte gegen die Mittelleitplanke und kam auf einem Parkplatz zum Stehen.

Die beiden Kinder im Alter von 7 und 14 Jahren kamen ins Krankenhaus und im Anschluss in die Obhut des Jugendamts. Bei der Unfallaufnahme stellte die Polizei einen Atemalkoholwert von mehr als zwei Promille bei der Frau fest. Gegen sie wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Über zwei Promille: 43-Jährige baut heftigen Unfall auf Autobahn
21:12 Uhr

Massiver Betrug durch Sozialamt-Mitarbeiter?

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen einen Mitarbeiter des Landesamts für Soziales wegen des Verdachts der Untreue. Der Beschuldigte soll zwischen 2015 und 2026 Gelder im "insgesamt oberen sechsstelligen Bereich" auf sein eigenes Konto zur Auszahlung angewiesen haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Dabei soll er laut Staatsanwaltschaft die Auszahlungen auf mutmaßlich fiktive Leistungsfälle verbucht haben. Um wie viele Fälle es sich handele, müsse noch ermittelt werden, teilte die Behörde mit.

Ende Mai seien nach einem Beschluss des Ermittlungsrichters die Wohnräume des Beschuldigten durchsucht worden. Ziel sei das "Auffinden von Vermögenswerten" gewesen, hieß es. Im Nachgang habe es demnach Pfändungsmaßnahmen gegeben.

Massiver Betrug durch Sozialamt-Mitarbeiter?
20:30 Uhr

Erdogan verteilt bei Nato-Gipfel besonders gefährliche Geschenke an Gäste

Der türkische Präsident Recep Tayip Erdogan hat den Nato-Gipfel offenbar auch genutzt, um seinen Gästen ein Geschenk mitzugeben. Jeder Teilnehmer erhielt einen personalisierten Revolver mit scharfer Munition, berichtet die "Financial Times". Entsprechende Ausfuhrpapiere unterzeichnete der türkische Staatschef selbst.

Der britische Premierminister Keir Starmer nahm das Geschenk nicht mit, sondern ließ es zurück, da es laut Behördenangaben illegal wäre, eine Waffe nach Großbritannien einzuführen.

Was Friedrich Merz mit seiner Waffe für einen Umgang plant, ist nicht bekannt.

Erdogan verteilt bei Nato-Gipfel besonders gefährliche Geschenke an Gäste
20:17 Uhr

Neun Jahre später: Polizisten wegen Gewalt bei G20-Gipfel verurteilt

Neun Jahre nach den gewaltsamen Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg sind erstmals Polizeibeamte wegen ihres brutalen Vorgehens zu Geldstrafen verurteilt worden. Das Amtsgericht Hamburg befand die 38, 44 und 48 Jahre alten Beamten der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung im Amt für schuldig. Aufgrund von Verfahrensverzögerungen wurden die Geldstrafen vom Gericht jedoch als bereits abgegolten angesehen.

Die drei Polizeibeamten hatten einen heute 29-Jährigen bei den Protesten gegen das G20-Treffen auf dem Bismarck-Denkmal oberhalb der Hamburger Landungsbrücken mit Schlagstöcken und Fäusten geschlagen. Das Opfer trug Prellungen und Hämatome davon

Neun Jahre später: Polizisten wegen Gewalt bei G20-Gipfel verurteilt
20:03 Uhr

Einsturzgefährdet? Wolkenkratzer in New York wieder "stabil"

Ein Wolkenkratzer in New York, der wegen zwei verformter tragender Säulen Großalarm ausgelöst hatte, ist nach den Worten von Bürgermeister Zohran Mamdani wieder "stabil". Es seien keine weiteren Bewegungen des Gebäudes mehr festgestellt worden, sagte Mamdani. Das Gebäude werde weiterhin überwacht, während die Notfallarbeiten liefen.

Zwei tragende Säulen des 37-stöckigen Hochhauses, das unweit des Bahnhofs Grand Central Station und des Sitzes der Vereinten Nationen liegt und derzeit umgebaut wird, hatten sich am Dienstag verformt. Zudem hingen Böden in dem ehemaligen Hauptsitz des Pharmakonzerns Pfizer durch. Verletzt wurde niemand.

Mamdani sagte, im Rahmen der Notfallmaßnahmen seien provisorische Stützen und Verstärkungsträger eingezogen worden. Die Zahl der evakuierten Gebäude sei reduziert worden. Für vier Gebäude gelte weiterhin eine vollständige Evakuierungsanordnung, für ein fünftes Gebäude bestehe eine teilweise Evakuierungsanordnung, sagte New Yorks Bürgermeister.

Einsturzgefährdet? Wolkenkratzer in New York wieder "stabil"
19:30 Uhr

Mann wird von Radlader eingequetscht und stirbt

Ein 70-Jähriger ist bei einem Arbeitsunfall in Baden-Württemberg von einer Radladerschaufel eingeklemmt worden und gestorben. Der Mann erlag seinen Verletzungen noch vor Ort, wie die Polizei in Freiburg mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Dienstagnachmittag auf einem Firmengelände in Freiburg.

Den Ermittlungen zufolge reparierte der Mann einen Radlader, als er von der Schaufel eingeklemmt wurde. Er wurde erst später von Mitarbeitern und seiner Ehefrau gefunden. Rettungskräfte konnten nur noch seinen Tod feststellen. Wie es zum Unfall kam, war unklar.

Mann wird von Radlader eingequetscht und stirbt
18:47 Uhr

Ikea stellt Kult-Serie ein

Die Möbel- und Einrichtungskette Ikea wird in Zukunft weitestgehend auf die Produkte aus der Malm-Serie verzichten. "Zwischen den Jahren 2026 und 2027 werden wir die Produkte aus dem Sortiment nehmen, die am engsten mit dem Schlafzimmer verbunden sind: die Nachttische, Bettrahmen sowie viele der Kommoden und Schminktische", sagte eine Ikea-Sprecherin der "Bild"-Zeitung.

Einige Malm-Produkte will man aber vorerst erhalten, da man mit diesem "bestimmten Stil" einen Bedarf abdecke, der noch nicht durch andere Produkte im Sortiment ersetzt werden kann. Bereits jetzt gibt es nur Restprodukte aus der Reihe in den Möbelhäusern zu kaufen, die Produktion ist bereits eingestellt.

Ikea stellt Kult-Serie ein
18:02 Uhr

Deutscher stirbt bei Angel-Urlaub in Norwegen

Ein deutscher Urlauber ist bei einer Angeltour auf dem Fluss Mandalselva in Südnorwegen ums Leben gekommen. Wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtete, ereignete sich das nun von der Polizei bestätigte Unglück bereits am vergangenen Freitag. Der Mann sei bei dem Angelausflug in den Fluss gestürzt, hieß es.

"Es wurden sofort lebensrettende Maßnahmen eingeleitet, doch leider konnte sein Leben nicht gerettet werden", zitierte NTB einen Polizeisprecher. Der Tote war den Angaben zufolge Ende 60. Seine Angehörigen seien informiert, hieß es. Es gebe keine Anzeichen für eine Straftat.

Deutscher stirbt bei Angel-Urlaub in Norwegen
17:37 Uhr

Schon wieder: Jimi Blue Ochsenknecht muss vor Gericht

Jimi Blue Ochsenknecht muss im Zusammenhang mit einer jahrelang offenen Hotelrechnung erneut in Österreich vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hat erfolgreich Berufung gegen die Beilegung des Verfahrens eingelegt, wie das Landesgericht Innsbruck mitteilte. Der Prozess müsse fortgeführt werden. Ein Gerichtstermin steht noch nicht fest.

Im August 2025 hatte das Landesgericht einen vorläufigen Schlussstrich unter die Angelegenheit gezogen: Der wegen schweren Betrugs angeklagte Schauspieler und Reality-TV-Star kam ohne Verurteilung davon, musste aber eine Geldbuße in Höhe von 18.000 Euro zahlen.

Diese österreichische Form der Verfahrensbeilegung wird Diversion genannt. Die Staatsanwaltschaft gab sich in diesem Fall nicht damit zufrieden - und ein Berufungsgericht gab den Anklägern recht.

Schon wieder: Jimi Blue Ochsenknecht muss vor Gericht
16:54 Uhr

Boris Palmer hat einen neuen Job

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer soll die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir beim Bürokratieabbau beraten. Der parteilose Politiker soll unabhängiger Rat für Staatsmodernisierung werden, heißt es aus Regierungskreisen.

Das Amt soll Palmer einem SWR-Bericht zufolge neben seiner Arbeit als Oberbürgermeister von Tübingen ausüben. Erst kurz nach der Landtagswahl hatte Palmer betont, dass er weiter Oberbürgermeister in Tübingen bleiben wolle. Damals hatte es Gerüchte gegeben, dass er Minister in einer Landesregierung von Özdemir werden könnte. 

Boris Palmer hat einen neuen Job
16:17 Uhr

Trump-Angriff auf Spanien sorgt für Solidaritätsrufe

Grünen-Chefin Franziska Brantner hat Bundeskanzler Friedrich Merz aufgefordert, der spanischen Regierung in der Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump beizustehen. "Der Bundeskanzler hat Spanien bei seinem Besuch im Weißen Haus schon einmal im Regen stehen lassen - jetzt hat er die Gelegenheit, genau das wiedergutzumachen", sagte die Co-Parteichefin. Merz müsse zeigen, dass die Europäische Union zusammenstehe und sich nicht einschüchtern lasse.

Trump hat beim Nato-Gipfel in Ankara den Streit mit Spanien neu angefacht und ein Ende des Handels mit dem EU-Land angekündigt. "Ich will mit ihnen keinen Handel mehr treiben", sagte er. Der US-Präsident zeigte sich - wie schon beim Nato-Gipfel im vergangenen Jahr - grundsätzlich über den Kurs des Nato-Partners Spanien verärgert.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez ist einer der schärfsten europäischen Kritiker der Außen- und Militärpolitik Trumps. Als einziges Nato-Land lehnt Spanien die Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts ab.

Trump-Angriff auf Spanien sorgt für Solidaritätsrufe
15:49 Uhr

Massive Einschränkungen durch Bauarbeiten an wichtigem Bahn-Knotenpunkt

Wegen umfangreicher Bauarbeiten in Fulda fallen ab Mitte Juli mehrere Züge im Nah- und Fernverkehr aus. "Die Arbeiten in Fulda-Bronnzell finden an einer zentralen Stelle im deutschen Eisenbahnnetz statt und bringen daher zahlreiche überregionale Umleitungen und Zugausfälle mit sich", teilte die Deutsche Bahn mit.

Im Fernverkehr gibt es vom 11. Juli bis zum 27. Juli folgende Einschränkungen:

  • Strecke Frankfurt - Kassel - Hamburg: ICE-Züge fahren nur noch ein Drittel der Fernverkehrszüge. Sie fahren mindestens zweistündlich und zwischen Frankfurt und Kassel mit Umleitungen. Die Fahrzeit ist dadurch 60 Minuten länger.

  • Strecke Frankfurt - Fulda - Kassel - Berlin: ICE-Züge fahren alle zwei Stunden statt stündlich. Es dauert 60 Minuten länger und gibt zwischen Frankfurt und Fulda Umleitungen. Auf der Strecke Frankfurt - Fulda - Erfurt - Berlin gilt dasselbe.

  • Strecke Wiesbaden - Frankfurt - Fulda - Erfurt - Leipzig - Dresden: Hier gibt es Umleitungen zwischen Frankfurt und Erfurt über Aschaffenburg und Würzburg. Dadurch gibt es keinen Halt in Fulda, Bad Hersfeld, Eisenach und Gotha. Die Fahrzeit verlängert sich um etwa 60 Minuten, es gibt Teilausfälle zwischen Frankfurt und Wiesbaden.

Massive Einschränkungen durch Bauarbeiten an wichtigem Bahn-Knotenpunkt
15:15 Uhr

Wie im Horrorfilm: Flut spült Hunderte Schlangen in Dorf

Bis zu 900 Schlangen entkommen nach den Überschwemmungen im Süden Chinas aus einer Farm. Darunter sind auch giftige Kobras. Ein Dorfbewohner wird gebissen, Freiwillige suchen die Tiere im Hochwasser.

In der südlichen Provinz Guangxi brachte ein Tropensturm Starkregen in die Region, in dessen Folge in Hengzhou nahe der Millionenmetropole Nanning der Damm eines Stausees brach und die Stadt mit rund 900.000 Einwohnern unter Wasser gesetzt wurde. In der Provinz kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. Rund 130.000 Leute wurden evakuiert. 

Schwere Schäden meldeten die Behörden auch aus der zentralchinesischen Provinz Hubei, wo am Montag laut Xinhua ein Tornado über mehrere Ortschaften gezogen war und etwa in Huanggang ein Bild der Verwüstung hinterließ. Mindestens elf Menschen kamen während der Unwetter in Hubei ums Leben. Die Aufräumarbeiten gingen am Mittwoch weiter, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete. 

Wie im Horrorfilm: Flut spült Hunderte Schlangen in Dorf
14:30 Uhr

Eskalation bei Krebs-Diagnosen droht

Die Zahl der jährlichen Krebs-Diagnosen weltweit wird sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) deutlich erhöhen. Wenn nicht gehandelt werde, sei 2050 mit 35 Millionen neuen Krebspatienten pro Jahr zu rechnen im Vergleich zu 20,6 Millionen 2024, teilte die WHO in ihrem neuen Krebsreport mit. Gründe seien unter anderem Mängel in der Prävention sowie die klassischen Risikofaktoren Rauchen, Alkohol, Bewegungsarmut und Übergewicht.

Beim Krebs drehten sich viele Debatten um neue Technologien, neue Behandlungsmöglichkeiten und neue Hoffnungen, sagte WHO-Experte André Ilbawi. Das sei aber mit Blick auf die ganze Welt nicht das vollständige Bild. "Viel zu viele Menschen werden immer noch im Stich gelassen."

So seien die weltweiten Unterschiede beim Erkennen und erfolgreichen Behandeln von Krebs gewaltig. Beim Brustkrebs liege die Überlebensrate in den reichen Ländern bei 85 Prozent, in den ärmeren Staaten bei rund 40 Prozent. In nur 39 Prozent aller Länder sei der Zugang zumindest zu minimalen Behandlungen möglich. "Das bedeutet, dass ein Großteil der Weltbevölkerung keinen Zugang zu einer Grundversorgung hat", schreibt die WHO. 

Eskalation bei Krebs-Diagnosen droht
14:16 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Friederike Zörner hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet und kann jetzt hoffentlich noch ein wenig das sonnig-windige Wetter genießen.

Mein Name ist Lukas Märkle und ich begleite Sie hier bis in die späten Abendstunden. Wie gewohnt schauen wir auf die politische Welt, aber auch die abseitigeren Themen sollen hier nicht zu kurz kommen.

Bei Fragen, Anmerkungen oder Feedback melden Sie sich gerne bei mir unter lukas.maerkle(at)ntv.de

Schichtwechsel
13:58 Uhr

Feuerwehr schützt Atelier von bekanntem Bildhauer vor Flammen

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Die Einsatzkräfte der Feuerwehr gaben alles - mit Erfolg. (Foto: picture alliance/dpa/Blaulicht-Solingen)

"Eine aufregende Nacht": In einem stundenlangen Großeinsatz haben Feuerwehrleute einen Brand am Atelier des bekannten Bildhauers Tony Cragg in Wuppertal gelöscht. Die Einsatzkräfte verhinderten, dass Flammen die Kunstwerke des 77-Jährigen zerstörten, wie die Feuerwehr mitteilte. An der Halle, in der der international renommierte Künstler ein Atelier betreibt, war in der Nacht ein Container in Brand geraten. Die Flammen griffen auf die Fassade über. Auf der Suche nach Glutnestern seien auch Teile des Hallendachs abgenommen worden, erklärte die mit rund 100 Einsatzkräften angerückte Feuerwehr.

Aktuell gebe es Bauarbeiten am Dach, sodass ein Baustellenunfall wahrscheinlich sei, teilte Tony Cragg auf Nachfrage mit. Das Gebäude sei äußerlich beschädigt, aber sonst gebe es keinen großen Schaden, so der Künstler. "Gott sei Dank haben die Nachbarn die Feuerwehr kontaktiert und die haben sehr schnell gehandelt", so Cragg. Rund vier Stunden dauerte es, den brennenden Container vollständig zu löschen. Dabei kam auch Löschschaum zum Einsatz. Brandursache und Schadenshöhe sind noch nicht bekannt.

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Tony Cragg vor seiner Skulptur "Industrial Nature". (Foto: IMAGO/Frank Ossenbrink)
Feuerwehr schützt Atelier von bekanntem Bildhauer vor Flammen
13:48 Uhr

Mehrere Verletzte an Gymnasium - Verdächtiger festgenommen

An einem Gymnasium in Oberbayern sind laut Polizei mehrere Menschen verletzt worden. Der mutmaßliche Täter sei nach dem Vorfall in Schongau festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Wie viele Menschen wie schwer verletzt wurden, werde derzeit noch abgeklärt.

Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten am Welfen-Gymnasium in Schongau im Einsatz sei. Zum Grund äußerten sich die Beamten nicht. Allerdings wurden die Menschen vor Ort aufgerufen, das Areal zu meiden.

Mehrere Verletzte an Gymnasium - Verdächtiger festgenommen
13:27 Uhr

Palliativarzt erhält nach Patientenmorden Höchststrafe

Ein Palliativarzt ist wegen 15-fachen Mordes von Patienten zur Höchststrafe verurteilt worden. Das Landgericht Berlin verhängte gegen den 41-jährigen Deutschen eine lebenslange Freiheitsstrafe und stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Zudem wurde eine Sicherungsverwahrung nach der Haftstrafe angeordnet und ein lebenslanges Berufsverbot verhängt.

Palliativarzt erhält nach Patientenmorden Höchststrafe
13:19 Uhr

Klöckner regt sich über DDR-Vergleiche auf

Kurz vor dem 65. Jahrestag des Berliner Mauerbaus am 13. August hat Bundestagspräsidentin Julia Klöckner an die Willkür in der DDR erinnert und Vergleiche zur heutigen Lage im Land zurückgewiesen. Wer in der DDR Kritik geäußert habe, den habe die Härte des Regimes getroffen, sagte die CDU-Politikerin bei einem Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen. "Wenn heute davon gesprochen wird, es gäbe keine Meinungsfreiheit, Deutschland sei einer Diktatur nah, und solche Sachen, die man im Internet findet, das ist absurd, wenn man sich auch anschaut, was man in der DDR erlebt hat", sagte Klöckner nach einem Rundgang in dem ehemaligen Gefängnis der Staatssicherheit in Berlin.

Mehr als 11.000 Menschen seien hier inhaftiert gewesen. Anfangs seien sie körperlicher Gewalt ausgesetzt gewesen, später psychischen Qualen. Klöckner dankte Zeitzeugen, die an ihre Erfahrungen in der Stasi-Haft erinnern. "Deutschland darf nie wieder ein Ort von staatlicher Willkür und Gewaltherrschaft werden", betonte die Bundestagspräsidentin.

Klöckner regt sich über DDR-Vergleiche auf
12:52 Uhr

Ehepaar Merz plaudert mit Trump - auch über Privates

Ein Arbeitsgespräch zwischen Donald Trump und Friedrich Merz ist beim Nato-Gipfel nicht vorgesehen. Dafür hatten der Bundeskanzler und seine Ehefrau Charlotte am Dienstagabend beim Dinner zum Gipfelauftakt viel Zeit, mit dem US-Präsidenten zu plaudern. Die drei hätten sich "weitgehend den gesamten Abend" über politische und private Themen unterhalten, heißt es aus deutschen Regierungskreisen. Serviert wurden im prunkvollen Präsidentenpalast von Recep Tayyip Erdogan unter anderem Rinderrippchen sowie Seebarsch mit Artischocken und Weinblättern.

Mit am Tisch saßen auch der Gastgeber Erdogan, Nato-Generalsekretär Mark Rutte und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Die Atmosphäre sei "angeregt und freundlich" gewesen. Das ist nicht selbstverständlich (sollte es denn stimmen), denn das Verhältnis zwischen Merz und Trump hat sich wegen der Kritik des Kanzlers am Iran-Krieg zuletzt deutlich abgekühlt. Trump hatte darauf mit der Ankündigung reagiert, 5000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Die deutschen Verteidigungsausgaben nannte er vor dem Gipfel "lächerlich".

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Es ist bereits das zweite Mal, dass Charlotte Merz ihren Mann auf eine Reise in die Türkei begleitet. Im vergangenen Oktober war sie bereits beim Antrittsbesuch des Kanzlers in Ankara dabei. (Foto: via REUTERS)
Ehepaar Merz plaudert mit Trump - auch über Privates
12:15 Uhr

Polizist soll nach Kontrolle Prostituierte vergewaltigt haben - Anklage

Er hätte ihnen eigentlich helfen können, stattdessen spielte er seine Macht aus und verging sich - mutmaßlich - an ihnen: Weil er nach einer Kontrolle zwei Prostituierte vergewaltigt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Mannheim Anklage gegen einen Polizisten erhoben. Der Beamte soll Anfang Juni Hinweisen auf illegale Prostitution in einem Hotel nachgegangen sein, wie die Behörde zusammen mit dem Polizeipräsidium Mannheim mitteilte. Dabei habe er zwei Frauen kontrolliert, die unter einem Vorwand nach Deutschland gelockt und zur Prostitution gezwungen worden seien. Dies habe der Beamte nicht gewusst.

  • Den Frauen gegenüber soll der Polizist angekündigt haben, dass sie eine Strafe bezahlen müssten. Als die Frauen ihm sagten, dass sie diese nicht zahlen könnten, soll er geäußert haben, dass dies auch anders gelöst werden könne.

  • Noch am selben Abend soll er die Frauen außerhalb seiner Dienstzeit erneut aufgesucht und sie zum Sex aufgefordert haben. Zudem soll er ihnen mit Geldstrafe oder Verhaftung gedroht haben, wenn sie seiner Forderung nicht nachkommen.

  • Aus Angst sollen die Frauen auf die Forderung eingegangen sein. Später sollen sie sich einem anderen Polizisten gegenüber offenbart haben. Dadurch kam es zu den Ermittlungen.

  • Der Beamte wurde suspendiert. Gegen ihn läuft ein Disziplinarverfahren. Über die Zulassung der Anklage muss das Amtsgericht Mannheim entscheiden.

Polizist soll nach Kontrolle Prostituierte vergewaltigt haben - Anklage
11:38 Uhr

Discounter begrenzt Zahl der Eierpackungen pro Einkauf

Maximal zwei Packungen Eier pro Einkauf - das gilt derzeit für Kunden des in Nord- und Ostdeutschland vertretenen Discounters Netto. Das bestätigte das Unternehmen mit dem Hund im schwarz-gelben Logo. Hintergrund sei die angespannte Situation auf dem Eiermarkt, sagte eine Sprecherin. "Tierkrankheiten in regionalen Legehennenbeständen wirken sich auf die Verfügbarkeit von Eiern aus. Davon sind auch zwei unserer regional bezogenen Eierartikel betroffen, die wir vorübergehend nur eingeschränkt beziehen können." Gemeinsam mit den Lieferanten arbeite man daran, die Warenverfügbarkeit sicherzustellen. Erwartet wird, dass sich die Lage ab kommender Woche entspannt. Große Lebensmittelhändler wie Aldi, Edeka, Lidl, Kaufland oder Rewe begrenzen die Einkaufsmengen bislang nicht, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Die Situation auf dem Eiermarkt ist bereits seit Monaten angespannt. Eine gestiegene Nachfrage und ein wegen mehrerer Tierseuchen eingeschränktes Angebot belasten die Versorgung. Vereinzelt kommt es im Einzelhandel deshalb zu Engpässen. Marktanalystin Margit Beck von Marktinfo Eier und Geflügel betont jedoch: "Ein nationaler Eiernotstand ist derzeit nicht zu verzeichnen. Regionale Ausfälle durch Newcastle Disease dürften zu den beobachteten Engpässen geführt haben."

Discounter begrenzt Zahl der Eierpackungen pro Einkauf
11:03 Uhr

Junger Deutscher tot aus Bergsee geborgen

Ein 19-jähriger Deutscher ist beim Baden in einem Schweizer Bergsee ums Leben gekommen. Er war beim Schwimmen im Seealpsee im Kanton Appenzell Innerrhoden unter Wasser geraten und nicht mehr wieder aufgetaucht, wie die Polizei berichtete. Einen Tag nach dem Unglück konnte der junge Mann bei einer Suchaktion durch Spezialisten im See lokalisiert und geborgen werden.

Der 19-Jährige war am Montag gemeinsam mit Freunden zum Schwimmen an den Seealpsee gekommen. Die Todesursache sowie der genaue Unfallhergang würden durch die Behörden abgeklärt, hieß es. Der Seealpsee gilt als beliebtes Wanderziel und bekannter Foto-Spot der Schweiz. Er liegt auf rund 1100 Metern Höhe.

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Nach einer umfangreichen Suchaktion konnte der junge Mann nur noch tot geborgen werden. (Foto: picture alliance/dpa/Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden)
Junger Deutscher tot aus Bergsee geborgen
10:33 Uhr

Trump: Waffenruhe mit Iran ist aus meiner Sicht beendet

Nach der jüngsten Eskalation im Krieg zwischen den USA und dem Iran ist die Waffenruhe aus Sicht von US-Präsident Donald Trump beendet. Er werde seine Unterhändler aber weiter mit dem Iran reden lassen, wenn diese es wünschen, sagte Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara.

Trump: Waffenruhe mit Iran ist aus meiner Sicht beendet
10:27 Uhr

Hund im Auto eingesperrt - Passanten schreiten zur Tat

Hunde im Sommer über längere Zeit im Auto zu lassen - ohne Sonnenschutz oder andere Maßnahmen gegen Erhitzung - ist keine gute Idee. Schnell werden die Fahrzeuge zur tödlichen Hitzefalle. Beinahe wäre jede Hilfe für einen Golden Retriever zu spät gekommen. Doch zwei Besucher des Movie Parks in Bottrop bemerken den in einem Auto eingeschlossenen Hund. Kurzentschlossen schlagen sie die Scheibe ein und verständigen einen Tierarzt. Den Hundehalter erwartet eine Anzeige wegen Tierquälerei, auch die Einsatzkosten dürfte er übernehmen müssen.

Hund im Auto eingesperrt - Passanten schreiten zur Tat
10:25 Uhr

Nach Nato-Kosten-Streit: Trump will allen US-Handel mit Spanien einstellen

US-Präsident Donald Trump will einen vollständigen Handelsstopp mit Spanien anordnen. Er habe Finanzminister Scott Bessent angewiesen, jeglichen Handel mit dem Land einzustellen, sagte Trump vor dem Nato-Gipfel in Ankara. Er bezeichnete Spanien als "schrecklichen Partner" in der Militärallianz. 

Nach Nato-Kosten-Streit: Trump will allen US-Handel mit Spanien einstellen
10:01 Uhr

Berlin zeigt Verständnis für neuerliche US-Angriffe auf Iran

Angriffe trotz vereinbarter Waffenruhe? Für die Bundesregierung ist das mit Blick auf das militärische Vorgehen der USA im Iran in Ordnung. "Der Iran muss jetzt wirklich verstehen, dass ernsthaft zu verhandeln ist und weitere Militärschläge angebracht sind", sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul NDR Info. Teheran habe nicht verstanden, "dass es darauf verzichten muss, eine nukleare Bewaffnung zu haben und dass es jetzt eine Chance hat, diesen Krieg dadurch zu beenden, dass es sich dazu bekennt und dass es vernünftig verhandelt und nicht weiter schießt."

Die Waffenruhe als Grundlage für weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran sah Wadephul durch die neue Eskalation nicht zerstört. "Ich glaube, es gibt eine Chance, dass wirklich diese Verhandlungen noch stattfinden", sagte der deutsche Chefdiplomat. "Das ist vielleicht ein Kräftemessen vor Beginn der eigentlichen Verhandlungen und das ist natürlich beklagenswert, weil wir endlich Ruhe brauchen in der Straße von Hormus." Diese müsse "frei" und "zugänglich" sein für den internationalen Schiffsverkehr, betonte der Bundesaußenminister. "Das verhindert der Iran überwiegend." Das sei ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Die US-Reaktion sei "absolut notwendig" gewesen, sagte auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Wenn Iran gegen den Waffenstillstand verstoße, wie man dies mit Angriffen auf Schiffe gesehen habe, "ist eine entschiedene Reaktion der USA unerlässlich".

Berlin zeigt Verständnis für neuerliche US-Angriffe auf Iran
09:27 Uhr

Dänemark erinnert Trump: Grönland steht nicht zum Verkauf

"Grönland steht natürlich nicht zum Verkauf." Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen hat die erneute Forderung von US-Präsident Donald Trump nach Kontrolle über Grönland scharf zurückgewiesen. Die größte Insel der Welt gehört zu Dänemark, hat aber politisch sehr viel Eigenständigkeit. "Natürlich werden wir das Königreich Dänemark verteidigen", sagte Frederiksen am zweiten Tag des Nato-Gipfels vor der Arbeitssitzung der Staats- und Regierungschefs. Trump hatte nach seiner Ankunft in Ankara erklärt, dass die Insel von den Vereinigten Staaten und nicht von Dänemark kontrolliert werden sollte. Zuvor hatte ein ranghoher US-Beamter klargemacht, dass eine Übernahme Grönlands aus Sicht der USA der einzige Weg sei, um Sicherheitsrisiken rund um die Insel langfristig zu begegnen.

Trump hatte Anfang des Jahres offen mit einer Übernahme der strategisch wichtigen Arktisinsel gedroht - und damit nicht nur den Nato-Partner Dänemark brüskiert, sondern auch Zweifel an der Geschlossenheit der größten Militärallianz der Welt und der gegenseitigen Bündnistreue geweckt. Seine Begründung: Das zu Dänemark gehörende Territorium sei sonst nicht vor Russland und China sicher - und damit auch nicht die USA.

Dänemark erinnert Trump: Grönland steht nicht zum Verkauf
08:46 Uhr

Zwei Tote nach missglücktem Überholversuch

Verheerender Unfall in Baden-Württemberg: Ein missglücktes Überholmanöver auf einer Landesstraße hat zwei Menschen das Leben gekostet. Nach Angaben der Polizei hatte ein 34 Jahre alter Fahrer ein vor ihm fahrendes Auto überholen wollen. Als ihm dabei am späten Dienstagabend zwischen Bartholomä und Steinheim am Albuch ein anderes Auto entgegengekommen sei, habe er den Überholvorgang abgebrochen und sei wieder eingeschert - dabei habe er die Kontrolle über den Wagen verloren.

Das E-Auto kam demnach nach rechts von der Straße ab, prallte gegen einen Baum und wurde zurück auf die Fahrbahn geschleudert, wo es nach rund 30 Metern zum Halt kam. Daraufhin habe der Wagen Feuer gefangen und sei ausgebrannt. Der 34-Jährige und seine 43 Jahre alte Beifahrerin erlitten tödliche Verletzungen und konnten laut Polizei nur noch tot aus dem Wagen geborgen werden. Die Landesstraße war bis in die frühen Morgenstunden gesperrt. Der Schaden beläuft sich auf rund 60.000 Euro.

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Das E-Auto brannte vollständig ab. (Foto: picture alliance / onw-images)
Zwei Tote nach missglücktem Überholversuch
08:18 Uhr

Boeing 737 mit fünf Menschen an Bord über Arabischem Meer verschwunden

Ein Frachtflugzeug der pakistanischen Cargo-Airline K2 Airways mit fünf Crewmitgliedern an Bord ist vom Radar der Flugsicherung verschwunden. Noch kurz vorher habe die Crew am späten Dienstagabend von Navigationsproblemen gesprochen, schrieb die pakistanische Flughafenbehörde in einer Stellungnahme - die Maschine habe stark an Höhe verloren.

Die Boeing 737 sei vom Küstenemirat Schardscha in den Vereinigten Arabischen Emiraten in die pakistanische Hafenmetropole Karachi unterwegs gewesen, hieß es weiter. Sie befand sich demnach zur Zeit des vermuteten Absturzes über dem Arabischen Meer, und zwar noch knapp 300 Kilometer westlich von Karachi vor der pakistanischen Küste. Ein Rettungseinsatz aus der Luft sei weiter im Gange, man habe bisher jedoch keine Unfallstelle lokalisieren können, hieß es von der pakistanischen Luftfahrtbehörde.

Update 10.26 Uhr: Laut Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif ist das Frachtflugzeug ins Arabische Meer gestürzt. In einer Stellungnahme drückte er den Familien der Besatzung sein Beileid aus.

Boeing 737 mit fünf Menschen an Bord über Arabischem Meer verschwunden
07:41 Uhr

Prinz Harry ist nach Gerichtsniederlage entsetzt

Der britische Prinz Harry und sechs andere Prominente sind mit ihrer Klage gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung "Daily Mail" gescheitert. In einem 436 Seiten langen schriftlichen Urteil erklärte der Richter, die Kläger hätten die vorgebrachten Vorwürfe der unrechtmäßigen Informationsbeschaffung nicht ausreichend beweisen können. Die Klage werde deshalb abgewiesen. Der jüngere Sohn von König Charles III. zeigte sich nach einer Gerichtsentscheidung entsetzt. In einem gemeinsamen Statement mit der Mitklägerin Baroness Doreen Lawrence schrieb Harry, dass sie vor Gericht gezogen seien, "um Gerechtigkeit und Rechenschaft zu suchen. Doch wir haben weder das eine noch das andere erhalten."

In der Stellungnahme, die unter anderem dem britischen "Independent" und der Rundfunkanstalt BBC vorliegt, wählten die beiden teils harsche Worte. Es sei eine regelrechte Vertuschung, die leider nicht gänzlich unerwartet komme: "Der Aufwand, den das Gericht jedoch betrieben hat, um die 'Mail' zu entlasten, ist ebenso schockierend wie völlig ungerechtfertigt." Wenn das Gericht erkläre, dass es keine hinreichenden Beweise für ein Fehlverhalten gebe, "obwohl die Dokumente das Gegenteil belegen, dann fragt man sich, wie der Gerechtigkeit überhaupt Genüge getan werden sollte", heißt es in dem Statement unter anderem weiter. Laut einem Bericht des britischen "Guardian" könnte dem Prinzen und den anderen Klagenden nun drohen, dass sie Prozesskosten in Höhe von bis zu 50 Millionen Pfund tragen müssen. Umgerechnet würde dies aktuell einem Betrag von etwas mehr als 58,5 Millionen Euro entsprechen. 

Prinz Harry ist nach Gerichtsniederlage entsetzt
07:12 Uhr

Groß wie ein ganzer Stadtteil: So pompös ist Erdogans Prunk-Palast

Osmanische Krieger und eine Reiterstaffel begrüßen den US-Präsidenten in Ankara, dann geht es zu Gesprächen in den pompösen Präsidentenpalast. Beim zweitägigen Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt wird sich Donald Trump mit Sicherheit ein wenig umschauen und Inspiration für das Weiße Haus und seinen im Bau befindlichen Ballsaal mitnehmen. Denn der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan nutzt seinen riesigen Amtssitz als Bühne für eine Machtdemonstration. Die gigantischen Ausmaße und der Pomp stehen im Kontrast zur Kritik an der Finanzierung.

Groß wie ein ganzer Stadtteil: So pompös ist Erdogans Prunk-Palast
06:55 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

für die Nato steht heute die zweite große Bewährungsprobe seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump an. Beim Gipfeltreffen in Ankara müssen Deutschland und die anderen europäischen Alliierten Trump in einer Arbeitssitzung davon überzeugen, dass die Nato für die USA noch immer ein wertvolles Bündnis ist. Am zweiten und letzten Tag des Treffens geht es unter anderem um die Frage der Lastenteilung in der Allianz zwischen den USA und den übrigen Verbündeten. Trump hat wiederholt die Verteidigungsausgaben der europäischen Nato-Partner beklagt - diese betonten dagegen, dass sie ihre Investitionen zuletzt deutlich gesteigert haben. Und auch für Wolodymyr Selenskyj ist es ein wichtiger Tag: Er hofft auf einen Durchbruch für den Nachschub dringend benötigter Patriot-Flugabwehrraketen

Diese Themen stehen heute ebenfalls auf der Agenda:

  • Die Deutsche Bahn stellt um 9.45 Uhr ihr drittes Sofortprogramm für kurzfristige Verbesserungen im Bahnverkehr vor. Konkret geht es dabei um bessere Kundenkommunikation. Fahrgäste sollen künftig besser bei Verspätungen und kurzfristigen Gleiswechseln informiert werden.

  • Der Bundestag berät erstmals über Vorschläge der Bundesregierung für zusätzliche Befugnisse von Polizei und Strafverfolgungsbehörden im digitalen Raum. Dabei geht es vor allem darum, Fotos und andere biometrische Daten automatisiert mit Daten aus dem Internet abzugleichen.

  • Das Statistische Bundesamt legt Zahlen zum Lehrkräftemangel vor - Altersstruktur, Teilzeitquote und Quer-/ Seiteneinstieg von Lehrkräften im Schuljahr 2024/25.

  • Seit Monaten spitzt sich der Kampf um die Commerzbank zu, nun will die Unicredit das finale Ergebnis ihres Übernahmeangebots veröffentlichen.

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) legt um 14 Uhr in Genf einen Bericht zur weltweiten Lage bei der Krebs-Bekämpfung vor.

  • Im Mordprozess gegen einen Palliativarzt will das Landgericht Berlin ab 13 Uhr sein Urteil verkünden. Die Staatsanwaltschaft hat die Höchststrafe für den 41-jährigen Deutschen gefordert.

  • In Wimbledon bekommt es Alexander Zverev mit seinem sogenannten Angstgegner zu tun: Im Viertelfinale des Grand-Slam-Turniers trifft der deutsche Tennisprofi auf Taylor Fritz, gegen den er die vergangenen sieben Spiele verloren hat.

  • Während Argentinien in einem Fußball-Drama auch dank seines Superstars Lionel Messi das WM-Aus im Achtelfinale gegen Ägypten gerade noch verhindern konnte, hat auch die Schweiz nach einem Elfmeter-Krimi Mitfavorit Kolumbien aus dem Turnier geworfen. Heute steht nun eine kurze Pause an. Es ist der erste Tag seit Beginn der XXL-WM, an dem kein Spiel angepfiffen wird, bevor am Donnerstag Frankreich und Marokko ins Viertelfinale starten.

Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:30 Uhr

Lage ist "sehr ernst": Brüchiges Hochhaus hält New Yorker in Atem

Die Gegend ist eine der betriebsamsten der Millionenmetropole: Tausende Menschen wohnen und arbeiten hier, hinzu kommen unzählige Touristen und zig Pendler, die den nahegelegenen Bahnhof Grand Central als Verkehrsknotenpunkt nutzen. Mitten im dicht besiedelten New Yorker Stadtbezirk Manhattan geht die Angst vor dem möglichen Teileinsturz eines Hochhauses um. "Zwei tragende Stützen sind eingeknickt; zudem wurden mehrere Risse und absackende Decken festgestellt", sagte Bürgermeister Zohran Mamdani auf einer Pressekonferenz. Messungen hatten ergeben, dass sich das Gebäude bewegt. Am frühen Abend sei das dann nicht mehr der Fall gewesen, erklärte die Stadtverwaltung - deshalb könnten nun temporäre Stützen zur Sicherung des Gebäudes angebracht werden.

Der 37-stöckige Gebäudekomplex an der 42. Straße im Stadtteil Midtown befindet sich derzeit im Umbau und wurde weiträumig abgesperrt, mit Feuerwehrdrohnen untersucht und mittels Geräten kontrolliert, die Verschiebungen im Zentimeterbereich aufzeichnen können, wie die Feuerwehr mitteilte. Weil es sich um einen Stahlrahmenbau handele, sei kein vollständiger, sondern allenfalls ein lokaler Einsturz zu erwarten. "Dennoch bleibt genau das unsere Sorge", sagte ein Feuerwehrbeamter. Die Lage sei "sehr ernst". Das Problem mit der Statik betrifft maßgeblich das 21. Stockwerk des Hochhauses. Auf Bildern aus dem Inneren des Gebäudes sind ein eingeknickter Stützpfeiler und verbogene Metallstreben zu sehen. Laut der "New York Times" machten Arbeiter die Aufnahmen, bevor das Gebäude evakuiert wurde. Nach einer späteren Begehung mit Bauexperten gab die Stadtverwaltung am Abend die Einschätzung ab, dass die Situation "gleichbleibend, stabil und sicher sei". Auf Nachfrage wollte ein Sprecher jedoch nicht explizit sagen, dass die Gefahr eines Teileinsturzes völlig gebannt sei.

Lage ist "sehr ernst": Brüchiges Hochhaus hält New Yorker in Atem
06:01 Uhr

Großflächiger Netzausfall legt Australien lahm

Ein großflächiger Ausfall im Mobilfunknetz des Telekommunikationsanbieters Telstra hat Australien am Morgen (Ortszeit) zeitweise lahmgelegt. Neben Zugverbindungen waren auch der Flugverkehr sowie Notrufe und Bezahlsysteme beeinträchtigt. Der Flughafen der Metropole Perth an der Westküste war Medienberichten zufolge besonders schwer betroffen.

  • Hunderte Beschäftigte der Bergbauindustrie, die mit sogenannten FIFO-Flügen (Fly-in Fly-out) zu abgelegenen Minenstandorten reisen wollten, mussten sich am frühen Morgen auf stundenlange Verzögerungen einstellen.

  • Dutzende Maschinen hoben mit Verspätungen von bis zu drei Stunden ab, berichtete das Portal News.com.au.

  • Auch der Bahnverkehr war von der Störung betroffen. Regionalzüge im Bundesstaat Victoria standen komplett still, auch Verbindungen in anderen Regionen fielen aus.

  • Telstra entschuldigte sich bei den Kunden und erklärte, die Ursache sei ein Fehler in einem System zur Zeitsynchronisierung des Mobilfunknetzes gewesen. Hinweise auf einen Cyberangriff gebe es nicht. Rund 90 Prozent der Dienste seien am Vormittag wiederhergestellt worden.

Großflächiger Netzausfall legt Australien lahm