Der Tag
28. Oktober 2026
imageHeute mit Anne Renzenbrink
Zum Archiv
09:26 Uhr

Explosion in Regensburg: Verletzte und drei Vermisste

Nach einer Explosion steht ein Mehrfamilienhaus in Regensburg in Brand. Mindestens vier Menschen wurden teilweise schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht, wie ein Sprecher der Polizei sagt. Wahrscheinlich seien es etwas mehr. Laut Feuerwehr werden zudem drei Personen vermisst - es ist aber unklar, ob sich diese zum Zeitpunkt der Explosion überhaupt im Gebäude befanden.

Die Ursache ist derzeit unklar, zwischenzeitlich gab es seitens der Polizei die Vermutung, dass es sich um eine Gasexplosion handeln könnte. Grundsätzlich gibt es laut Feuerwehr Gas im Gebäude. Einem Sprecher zufolge wurden zwei Wände aus dem Gebäude gedrückt. Anfangs habe es einen Feuerball gegeben und es habe sehr stark gebrannt. Auf Bildern ist zu sehen, dass eine Lücke in der Fassade klafft. Das Gebäude und zwei angrenzende Häuser gelten laut Feuerwehr derzeit als einsturzgefährdet und können nicht betreten werden. Das THW sei derzeit dabei, es zu sichern. Anwohner hatten der Polizei in der Nacht gegen 4 Uhr einen lauten Knall gemeldet.

Explosion in Regensburg: Verletzte und drei Vermisste
09:06 Uhr

Serbien: Anschlag auf Polizisten vor israelischer Botschaft - höchste Terrorwarnstufe

Der Vorfall weckt Erinnerungen: Ein mutmaßlich minderjähriger Serbe hat einen Polizisten vor der israelischen Botschaft in Belgrad mit zwei Messern angegriffen und dabei verletzt. Der Beamte, der das Botschaftsgebäude bewachte, habe den Angreifer mit seiner Dienstwaffe aus Notwehr erschossen, sagt Innenminister Ivica Dacic im staatlichen Fernsehen RTS.

Der Angreifer habe "Allahu akbar!" (arabisch für "Gott ist groß") gerufen. Den Angriff, der sich kurz nach Mitternacht ereignete, bezeichnet Dacic als Terrorakt. Er habe die höchste Terrorwarnstufe für das Land ausgerufen, fügt er hinzu. Der Angreifer habe aus der westserbischen Stadt Sabac gestammt und sei den Behörden als Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekannt gewesen. Der Vorfall werde weiter untersucht. Im Juni 2024 hatte ein zum Islam konvertierter Serbe mit einer Armbrust auf einen serbischen Wachbeamten vor der israelischen Botschaft in Belgrad geschossen. Der Polizist, der von dem Pfeil am Hals getroffen wurde, erwiderte den Angriff mit seiner Schusswaffe und verletzte damit den Attentäter tödlich. Der Wachbeamte wurde bei dem Angriff verletzt und musste im Krankenhaus operiert werden.

Serbien: Anschlag auf Polizisten vor israelischer Botschaft - höchste Terrorwarnstufe
08:30 Uhr

Flugzeug stürzt in Kindergarten - nur Pilot wird verletzt

Ein Flugzeug kracht in Brasilien mitten in eine Kita - doch wie durch ein Wunder wird niemand im Gebäude verletzt. Rund 180 Kinder und 40 Erzieher halten sich dort auf, als die Maschine einschlägt. Die Unfallursache ist noch unklar.

Flugzeug stürzt in Kindergarten - nur Pilot wird verletzt
07:59 Uhr

Nouripour "sehr irritiert" über Namen Claus in Steinmeier-Debatte

Der Grünen-Spitzenpolitiker Omid Nouripour hat sich "sehr irritiert" darüber gezeigt, dass die hessische CDU-Fraktionschefin Ines Claus für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gehandelt wird. "Wir brauchen in diesen Zeiten eine Person, die das Land zusammenhält, die auch von allen getragen wird", sagt Nouripour dem ARD-Hauptstadtstudio und der Deutschen Presse-Agentur am Rande von Steinmeiers Staatsbesuch in China.

"Deshalb erwarte ich auch, dass eine Kandidatin präsentiert wird, die wir alle in der demokratischen Mitte auch wählen können", sagt der aus Hessen kommende Nouripour. "Ilse Aigner könnte eine solche Kandidatin sein." Nouripour, der auch Vizepräsident des Bundestags ist, begleitet Steinmeier bei seiner China-Reise. Im hessischen Landtag herrsche nur noch Stillstand. "Als Fraktionsvorsitzende verwaltet sie das", sagt Nouripour mit Blick auf Claus. "Das ist aber nicht das, was das Land braucht. Wir müssen jetzt vorangehen und das Land zusammenhalten. Dafür braucht es Wärmeströme, dafür braucht es Seniorität und eine Autorität. Ilse Aigner hätte das alles."

Nouripour "sehr irritiert" über Namen Claus in Steinmeier-Debatte
07:18 Uhr

DNA überführt berüchtigten US-Serienmörder nach 52 Jahren

Der berüchtigte US-Serienmörder Ted Bundy ist 52 Jahre nach dem ungeklärten Tod einer Teenagerin im Bundesstaat Utah als Täter identifiziert worden. Ein DNA-Abgleich brachte den Durchbruch in dem jahrzehntelang ungelösten Fall, wie die Ermittlungsbehörden auf einer Pressekonferenz in Park City verkünden. Zuvor seien zwei Mordfälle in Utah miteinander in Verbindung gebracht worden, bei denen es auffällige Ähnlichkeiten beim Tatmuster gegeben habe. Letztlich habe man alle Beweise zusammenführen und Bundy auch im zweiten Fall posthum als Täter überführen können, sagt Sheriff Kacey Bates von der Polizei in Summit County.

Am 27. Oktober 1974 hatten Jäger in einem Waldstück in Salt Lake County die Leiche der 17-jährigen Melissa Ann Smith entdeckt. Einen Monat später wurde die gleichaltrige Teenagerin Laura Aime am Straßenrand eines Highways in Utah County gefunden - sie war nach einer Halloween-Party verschwunden und ebenfalls ermordet worden. Jahrzehntelang vermochten Ermittler die beiden Fälle nicht zu lösen. Doch schließlich kam ihnen der technische Fortschritt zu Hilfe: Im April 2026 wurde Ted Bundy dank eines Treffers in einer DNA-Datenbank zweifelsfrei als Laure Aimes Mörder überführt - 37 Jahre nach seinem Tod. Bundy hatte in den 1970er Jahren Dutzende Frauen vergewaltigt und getötet.

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Ted Bundy 1979 in einem Gerichtssaal. (Foto: picture alliance/dpa/POOL)
DNA überführt berüchtigten US-Serienmörder nach 52 Jahren
07:17 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

in Israel dürfte die Regierungsbildung schwierig werden: Nach Auszählung von rund 50 Prozent der Stimmen bei der Parlamentswahl hat der rechtsreligiöse Block von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Medien zufolge seinen Vorsprung ausgebaut. Eine klare Mehrheit erreicht er aber weiterhin nicht. Laut israelischen Medienberichten kommt Netanjahus Lager nach gegenwärtigem Stand auf 56 der 120 Sitze in der Knesset und liegt damit 7 Sitze vor dem gegnerischen Lager von Ex-Militärchef Gadi Eisenkot.

Diese Themen haben wir außerdem auf dem Zettel:

  • Bundeskanzler Friedrich Merz setzt seine Asienreise in Japan fort und wird in Tokio Ministerpräsidentin Sanae Takaichi treffen. 

  • Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil leitet ab 10 Uhr die Sitzung des Bundeskabinetts. Ein Thema: Die Bundesregierung möchte den Schutz wichtiger Anlagen durch strengere Regeln für die Sicherheitsüberprüfung des Personals ausweiten.

  • Der weltgrößte Chemiekonzern BASF berichtet gegen 10.30 Uhr, wie viel Umsatz und Gewinn er im dritten Quartal erzielt hat. 

  • Die Konsumforschungsinstitute NIM und GfK geben ab 8 Uhr ihre Ergebnisse der jüngsten Studie zum Konsumklima in Deutschland bekannt.

  • Knapp eine Woche vor den US-Parlamentswahlen entscheidet die Notenbank Federal Reserve über den weiteren Kurs der Geldpolitik. Am jüngst erhöhten Leitzins dürfte sie wohl weiter festhalten. Ökonomen erwarten mit großer Mehrheit, dass die Zinsspanne bei 3,75 bis 4,00 Prozent bleiben wird. Die Entscheidung wird um 19 Uhr verkündet.

  • Der Prozess gegen Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentführung wird ab 9.30 Uhr in Hamburg fortgesetzt. 

  • Das Landgericht Berlin will im Prozess um eine Serie von Vergewaltigungen betäubter Frauen eine Entscheidung verkünden. 

Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an anne.renzenbrink(at)ntv.de. Auf geht's!

Das wird heute wichtig
06:31 Uhr

Stromausfall legt Schwebebahn lahm - Feuerwehr rettet Fahrgäste

Die Feuerwehr hat in Wuppertal mehrere Personen aus einer liegengebliebenen Schwebebahn befreit. Grund für den ungeplanten Stopp am späten Dienstagabend kurz hinter der Haltestelle Völklinger Straße war ein plötzlicher Stromausfall, wie die Feuerwehr mitteilt. Aus diesem Grund konnte die Bahn auch von keinem anderen Fahrzeug abgeschleppt werden und wurde deshalb evakuiert. Da die Schwebebahn im Bereich einer Brücke zum Stehen kam, konnte die Feuerwehr von dort aus mit einer Drehleiter an den Wagen gelangen. Darüber konnten die Fahrgäste schließlich aus der Schwebebahn geholt werden.

Stromausfall legt Schwebebahn lahm - Feuerwehr rettet Fahrgäste
05:58 Uhr

Umweltminister Schneider: Audi wettet "auf ein totes Pferd"

Bundesumweltminister Carsten Schneider kritisiert die Planung des Autoherstellers Audi für ein neues Werk in den USA mit scharfen Worten. "Während sich weite Teile der Welt aufmachen hin zur technisch überlegenen Elektromobilität, wettet Audi auf fossile Energien und damit auf ein totes Pferd", sagt Schneider dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Mal ganz abgesehen von den mehr als unappetitlichen Umständen dieser Verkündung, muss man auch Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieser Entscheidung haben."

Audi-Chef Gernot Döllner war am Wochenende zusammen mit Donald Trump auf einer Wahlkampfbühne aufgetreten und hatte dort den Bau eines eigenen US-Werks im Bundesstaat Georgia mit rund 4500 Arbeitsplätzen angekündigt. In den USA will Audi SUVs bauen, unter anderem den neuen besonders großen und damit auf den US-Markt zugeschnittenen Q9. Seither steht er in der Kritik von verschiedenen Seiten, sogar sein Rücktritt wurde bereits gefordert. Audi hat eigentlich interne Richtlinien, die Auftritte im Wahlkampf kurz vor Wahlen verbieten. In den USA stehen am 3. November die Zwischenwahlen an.

Umweltminister Schneider: Audi wettet "auf ein totes Pferd"