mit Friederike ZörnerBSW-Kandidatin: Bereit zu Kooperation mit AfD
Noch ist gar nicht klar, ob es ihre Partei tatsächlich in den Landtag schafft, doch zwei Tage vor der Wahl hat BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig erneut ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der AfD signalisiert. Politik müsse sich an Inhalten orientieren, es gehe um gute Politik für das Land, sagte sie im ZDF-"Morgenmagazin". "Ich glaube, eine 40-Prozent-Partei kann man dann nicht einfach ausschließen - zumal die auch ein ganz großes Wählerpotenzial repräsentiert, die wir natürlich auch abholen wollen."
Auf die Frage, ob sie sich der Einschätzung des Landesverfassungsschutzes anschließe, dass die AfD gesichert rechtsextremistisch ist, sagte Wittig: "Ich weiß gar nicht, ob das meine Einschätzung ist. Ich halte die AfD auf jeden Fall für eine Partei, die für ganz viele wichtige Probleme in unserem Land keine Lösungen hat. Das Gleiche trifft aber auch zum Beispiel auf die CDU zu." Deswegen werde das BSW im Landtag weder CDU-Politiker Sven Schulze zum Ministerpräsidenten wählen noch Ulrich Siegmund von der AfD. "Sondern wir möchten einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten für jedes Projekt einzeln sich seine Mehrheiten zusammensuchen muss, damit wieder sachbezogen Politik gemacht wird."
Mehr als eine Woche nach der Flut: Zwei Arbeiter aus Tunnel in Nepal gerettet
Es gibt sie also doch noch: gute Nachrichten. Mehr als eine Woche nach der verheerenden Himalaya-Sturzflut mit mindestens 1280 Toten sind in Nepal zwei in einem Tunnel eingeschlossene Arbeiter gerettet worden. Zwei Minister des Landes bestätigten, dass die beiden Verschütteten lebend geborgen worden seien. Laut Energieminister Biraj Bhakta Shrestha wurde ein Mensch "soeben wohlbehalten aus dem Tunnel" des Wasserkraftwerks Trishuli 3A gerettet. "Wir haben gerade erfahren, dass eine zweite Person gerettet wurde", fügte Innenminister Sudan Gurung kurz darauf hinzu.
Nach der Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet im Himalaya war die Zahl der Todesopfer zuletzt auf mindestens 1280 gestiegen. In Nepal wurden inzwischen 1259 Leichen geborgen, wie die Katastrophenschutzbehörde in Kathmandu am Donnerstag mitteilte. Chinesische Staatsmedien hatten zuvor 21 Tote in Tibet gemeldet.
George Clooney über seine Schwester: Ich war bei ihr, als sie starb
George Clooney hat in bewegenden Worten über einen schweren Schicksalsschlag erzählt: den Tod seiner einzigen Schwester, Adelia "Ada" Zeidler, im Dezember 2025. "Meine Schwester, der ich sehr nahestand, erkrankte letztes Jahr an Krebs und starb sehr schnell", sagte der 65-Jährige während einer Gesprächsrunde bei den Filmfestspielen in Venedig. "Und ich war bei ihr, als sie starb. Da war dieses Gefühl, bei ihr zu sein, ihre Hand zu halten, als sie starb, und zu begreifen, wie vergänglich das alles ist. Es war erst vor wenigen Minuten, dass sie und ich noch kleine Kinder waren", führte er aus. "Vor wenigen Minuten hielten wir uns noch als kleine Kinder an den Händen."
Die Zeit vergehe so schnell, sagte Clooney. "Und deshalb müssen wir nichts als Freude finden. (...) Man muss nach Freude suchen, und man muss sie einfordern, und man muss sicherstellen, dass man sie von sich selbst einfordert." Er wisse nicht, was nach dem Tod passiere. "Niemand, den ich kenne, ist bisher zurückgekommen und hat mir genau erzählt, wie es abläuft. Also kenne ich dieses Leben, und für dieses Leben muss man nach Freude suchen, und man muss versuchen, sie auch für seine Familie und seine Freunde zu finden. Das ist es, woran ich glaube."
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
1431 Tage - so lange ist Giorgia Meloni mit ihrem Kabinett schon ununterbrochen im Amt. Das ist tatsächlich ein Rekord. Seit Gründung der Republik Italien im Jahr 1946 hat das noch nie eine Regierung vor ihrer geschafft. Damit übertrifft die 49 Jahre alte rechte Politikerin die bisherige Bestmarke von Silvio Berlusconis zweiter Regierung (2001-2005). Am 22. Oktober 2022 wurde sie als erste Frau in der Geschichte Italiens zur Ministerpräsidentin vereidigt.
Italien war in den vergangenen Jahrzehnten von häufigen Regierungswechseln und damit politischer Instabilität geprägt: Seit der Republikgründung vor 80 Jahren gab es insgesamt 68 Regierungen; sie hielten im Schnitt aber nur rund 13 Monate. Die von Meloni geführte Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien hält dagegen inzwischen schon seit fast vier Jahren.
Diese Termine stehen heute auf der Agenda:
In Sachsen-Anhalt geht der Landtagswahlkampf in die letzte Phase. Zwei Tage vor der Abstimmung veranstalten mehrere Parteien heute ihre Abschlusskundgebungen und wollen um Stimmen der noch unentschlossenen Wählerinnen und Wähler kämpfen.
Die Elektronikmesse IFA in Berlin öffnet ihre Tore (12 Uhr) für Privatbesucher. Rund 2000 Aussteller präsentieren dieses Jahr ihre Produkte auf der Messe. Die Veranstalter hoffen auf rund 220.000 Besucher.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt berät heute in Kopenhagen über die Einrichtung von Abschiebezentren außerhalb der Europäischen Union.
Um 8.30 Uhr beginnt in Berlin die Klausur der Grünen-Bundestagsfraktion mit einem Auftaktstatement der Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann und Katharina Dröge.
Rund 50.000 Muslime werden heute und am Wochenende zur jährlichen Versammlung der deutschen Ahmadiyya-Gemeinschaft in Mendig (Rheinland-Pfalz) erwartet.
Das Oberlandesgericht Hamm verhandelt über eine Sammelklage von Verbraucherschützern gegen den Sport-Streamingdienst DAZN wegen einer Preiserhöhungsklausel in den Verträgen.
Die deutschen Basketballerinnen treffen zum Auftakt der Heim-WM in Berlin um 17.45 Uhr auf Spanien.
Der VfB Stuttgart strebt zum Auftakt des zweiten Spieltags der Fußball-Bundesliga Wiedergutmachung für die 1:5-Klatsche beim FC Bayern München an. Die Schwaben von Trainer Sebastian Hoeneß empfangen heute Abend (20.30 Uhr/Sky) den 1. FC Köln.
Bei einer Gala auf der Leipziger Messe wird am Abend der Publikumspreis Goldene Henne vergeben.
Auftakt des Festivals gegen rechts "Jamel rockt den Förster" - unter anderem mit SPD-Chef Lars Klingbeil.
In Hockenheim beginnt das Glücksgefühle-Festival unter anderem mit Marteria und Scooter - aber ohne Alphaville.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Polizist bei Sturz durch Zwischendecke verletzt
Ein Berliner Polizist ist bei einem Einsatz durch die Zwischendecke eines Gebäudes gestürzt und verletzt worden. Der Mann sei mehrere Meter tief gefallen und auf den Fußboden aufgeschlagen, hieß es in einem Beitrag der Polizei Berlin auf der Plattform X. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sei der Polizist durch anwesende Kollegen erstversorgt worden, hieß es weiter. Anschließend sei er in ein Krankenhaus gebracht worden. Dazu, wie genau es zu dem Sturz kam, machte die Polizei keine Angaben.
Bei dem Einsatz handelte es sich laut Polizei um einen sogenannten Verbundeinsatz. Bei solchen Einsätzen arbeiten mehrere Behörden zusammen. In diesem Fall waren demnach auch Kollegen der Justizverwaltung anwesend. Das Lagezentrum der Berliner Polizei äußerte sich bislang nicht dazu, worum es bei dem Einsatz ging.
Gericht macht Trumps Republikanern Strich durch die Rechnung
Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates Missouri hat eine von den Republikanern entworfene neue Einteilung der Wahlkreise für die Kongresswahlen im November gekippt. Das Urteil ist eine Schlappe für die Partei im Ringen um den Erhalt ihrer knappen Mehrheit im US-Repräsentantenhaus. Durch die Entscheidung könnte der langjährige demokratische Abgeordnete Emanuel Cleaver wieder in das Repräsentantenhaus einziehen. Sein Wahlkreis in Kansas City war im Zuge des Neuzuschnitts aufgelöst worden.
Das Gericht befand, dass der republikanische Innenminister des Bundesstaates, Denny Hoskins, unrechtmäßig ein Referendum über die neue Wahlkreiseinteilung verhindert hatte. Die republikanischen Abgeordneten hatten den Neuzuschnitt als Teil einer von Präsident Donald Trump unterstützten Kampagne durchgesetzt, um die Wahlkreisgrenzen zugunsten der eigenen Kandidaten zu verändern (das sogenannte Gerrymandering - eine Praxis, die sich auch die Demokraten zunutze machen). Die Republikaner sicherten sich landesweit einen Vorteil, nachdem ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA es mehreren konservativen Südstaaten erlaubt hatte, Wahlkreise mit einem hohen Anteil an schwarzen Wählern zu zerschlagen. Auch in demokratisch regierten Bundesstaaten wie Kalifornien wurden Veränderungen vorgenommen - zugunsten der Demokraten.
