Der Tag
23. Juli 2026
imageHeute mit Leah Nowak und Nilofar Breuer
Zum Archiv
22:15 Uhr

Das war Donnerstag, der 23. Juli 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

was haben Thorsten Frei, Nina Warken, Carsten Linnemann, Franziska Hoppermann und Philipp Amthor gemeinsam? Nach dem heutigen Tag wissen Sie es: Alle haben ihren Platz auf dem Personalkarussell von Kanzler Friedrich Merz. So verlautet es zumindest aus CDU-Kreisen. Der Öffentlichkeit will Merz seine Entscheidungen voraussichtlich morgen früh präsentieren.

Neben dem Personalpaket des Kanzlers prägten auch zwei brutale Messerattacken im Süden Deutschlands den Tag: In Regensburg überfiel ein Mann eine Bankfiliale und tötete einen Mitarbeiter - und in einem Stuttgarter Einkaufszentrum attackierte ein Mann eine Frau und zündete sie an.

Bevor nun in der Redaktion die Lichter ausgehen und die Nachtschicht übernimmt, möchte ich Ihnen noch folgende Texte der Redaktion empfehlen:

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und eine erholsame Nacht. Machen Sie's gut!

Das war Donnerstag, der 23. Juli 2026
22:06 Uhr

Insider: Piraten halten Schiff mit acht Deutschen fest

Bereits in der vergangenen Woche wurde im Golf von Aden ein Handelsschiff mit acht Deutschen an Bord entführt - nun wird es offenbar von somalischen Piraten festgehalten. Dies berichteten zwei Einwohner der halbautonomen somalischen Region Puntland. Bei dem Schiff handelt es sich um den unter der Flagge Tansanias fahrenden Tanker "MT Asana". An Bord seien 20 Besatzungsmitglieder, darunter acht Deutsche und zehn Philippiner, sagte einer der Männer, der sich als ehemaliger Pirat bezeichnete. Der andere berichtete, wie Piraten Lebensmittel zu dem gekaperten Schiff brachten.

Die britische Marinebehörde für Handelsschifffahrt (UKMTO) hatte vergangene Woche mitgeteilt, ein Schiff sei im Golf von Aden von Unbefugten geentert und in somalische Gewässer manövriert worden. Die Behörde stufte den Vorfall als Kaperung ein. Somalische Piraten hatten zwischen 2008 und 2018 die Gewässer vor der langen Küste des Landes am Horn von Afrika unsicher gemacht. Nach einer längeren Flaute nahm die Piraterie Ende 2023 wieder zu.

Insider: Piraten halten Schiff mit acht Deutschen fest
21:26 Uhr

Falscher Notfallsanitäter muss zehn Jahre in Haft

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Der 30-Jährige hat sich mit gefälschten Urkunden eine Anstellung als Notfallsanitäter erschlichen. (Foto: picture alliance/dpa)

Ein falscher Notfallsanitäter, der ohne die erforderliche Qualifikation in zahlreichen Einsätzen tätig war, ist zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren wegen Totschlags, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Urkundenfälschung verurteilt worden. Das Landgericht Kleve am Niederrhein sah es als erwiesen an, dass der 30-Jährige sich mit gefälschten Dokumenten immer wieder Einsätze als Rettungssanitäter und Notfallsanitäter erschlichen habe. Ein Fall endete 2025 tödlich für einen Patienten.

Die schwerwiegenden Fehlhandlungen des Angeklagten hätten den Tod dieses Patienten herbeigeführt, sagte der Vorsitzende Richter Gerhard van Gemmeren. Er sprach von einem "erschreckenden Sachverhalt" und einer "gemeingefährlichen Hochstapelei". Der 30-Jährige leide unter "einer Art Größenwahn".

Falscher Notfallsanitäter muss zehn Jahre in Haft
20:49 Uhr

43 Tage allein auf See: Kapitän-Funkspruch rührt Millionen

Eine Amerikanerin ist 43 Tage lang allein auf dem Pazifik unterwegs und stellt eine Bestmarke auf. Eine Unterhaltung mit dem Schiffsführer eines Frachters macht sie dann weltberühmt. Doch seine Absichten sind zunächst unklar und sorgen für Spekulationen.

43 Tage allein auf See: Kapitän-Funkspruch rührt Millionen
20:12 Uhr

Merz schnürt Personalpaket – weitere Entscheidungen sickern durch

Bundeskanzler Friedrich Merz schnürt nach dem Rücktritt von Fraktionschef Jens Spahn ein großes Personalpaket. Nach Informationen aus der Union sollen heute Abend nach dem bereits verkündeten Wechsel von Kanzleramtschef Thorsten Frei an die Fraktionsspitze vier weitere Personalentscheidungen fallen. Die neuen Posten von Nina Warken und Carsten Linnemann machten zuerst die Runde - inzwischen kamen zwei neue Namen hinzu. Das Personalkarussell im Überblick:

  • Warken, derzeit Gesundheitsministerin, soll auf den Posten von Frei im Kanzleramt wechseln.

  • Für sie soll CDU-Generalsekretär Linnemann Gesundheitsminister werden.

  • Linnemanns Posten als CDU-Manager soll die bisherige Schatzmeisterin der Partei, Franziska Hoppermann, übernehmen.

  • Der bisherige Parlamentarische Staatssekretär im Digitalministerium, Philipp Amthor, soll den Bund-Länder-Beauftragten Michael Meister im Kanzleramt ablösen.

Merz wird die Personalien voraussichtlich am Freitagmorgen der Öffentlichkeit präsentieren. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es am Abend noch nicht. "Der Bundeskanzler wird die Personalentscheidungen bekanntgeben, wenn alle offenen Punkte geklärt sind", hieß es aus dem Umfeld von Merz.

Merz schnürt Personalpaket – weitere Entscheidungen sickern durch
19:43 Uhr

Trump nach Schussvorfall wieder zu Presse-Dinner erwartet

Drei Monate nach einem Schusswaffenvorfall bei einem Gala-Dinner der US-Presse in Washington mit Donald Trump wird der US-Präsident zum Nachholtermin erwartet. Der Republikaner will am Freitagabend (US-Ostküstenzeit) bei der Gala eine Rede halten, wie er vor einiger Zeit angekündigt hatte.

Ende April hatte ein bewaffneter 31-Jähriger in dem Hotel, in dem das Abendessen in Anwesenheit Trumps abgehalten wurde, eine Sicherheitsschleuse gestürmt. Er erreichte den Ballsaal nicht, es fielen jedoch Schüsse. Ein Beamter der Sicherheitsbehörden wurde getroffen. Die US-Regierung wurde in Sicherheit gebracht und das Dinner abgebrochen. Das jetzige Gala-Dinner wird in einem anderen Hotel ausgerichtet.

Trump nach Schussvorfall wieder zu Presse-Dinner erwartet
19:02 Uhr

A1 lahmgelegt: Kakaobohnen-Laster brennt lichterloh

Ein mit Kakaobohnen beladener Lastwagen steht auf der A1 am Maschener Kreuz plötzlich in Vollbrand. Dichte Rauchwolken legen den Verkehr stundenlang lahm. Die Autobahn muss in beide Richtungen gesperrt werden, der Verkehr wird weiträumig umgeleitet. Auch in den nächsten Tagen wird der Vorfall noch für Behinderungen sorgen. Ab dem Abend soll ein stark beschädigter Fahr- sowie Standstreifen Richtung Bremen repariert werden, wie die Autobahngesellschaft mitteilt. Vorrübergehend wird nur ein Streifen befahrbar sein. 

A1 lahmgelegt: Kakaobohnen-Laster brennt lichterloh
18:14 Uhr

Schwerer Unfall im Freibad - Mann springt auf Mädchen

Ein Sprung vom Fünf-Meter-Turm endet für ein Mädchen im Freibad in Rengsdorf bei Koblenz mit schweren Verletzungen. Der Vorfall ereignete sich bereits Mitte Juli, als ein Mann unmittelbar nach dem Mädchen von dem Turm sprang. Das Mädchen erlitt Brüche im Bereich der Brustwirbel, wie der SWR berichtete.

Die Polizei in Koblenz bestätigte den Vorfall. Derzeit liefen noch die Ermittlungen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen werde der Vorgang der Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorgelegt. 

Schwerer Unfall im Freibad - Mann springt auf Mädchen
18:08 Uhr

Mann stirbt nach Angriff in Regensburg - mutmaßlicher Täter gefasst 

Der bei einem Messerangriff in einer Bank in Regensburg lebensgefährlich verletzte Mann ist tot. Er sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, teilte die Polizei mit. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung handelt es sich bei dem Todesopfer um einen Bankmitarbeiter. Zudem wurde der mutmaßliche Täter nach Polizeiangaben inzwischen festgenommen. Die Menschen, die sich zwischenzeitlich noch in der Bank befanden, seien aus dem Gebäude gebracht worden.

Zunächst war bei dem Vorfall von einer Geiselnahme die Rede gewesen. Später war unklar, inwieweit die Menschen im Gebäude in der Gewalt des Täters sind. Ermittelt werde wegen eines Tötungsdelikts und eines Raubüberfalls, sagte die Polizeisprecherin. Zum Verständnis: Während ein Raubüberfall zum Ziel hat, Bargeld oder andere Wertgegenstände zu erbeuten, werden bei einer Geiselnahme Personen festgehalten, um Forderungen durchzusetzen.

Mann stirbt nach Angriff in Regensburg - mutmaßlicher Täter gefasst 
17:48 Uhr

Parteikreise: Nina Warken wird Kanzleramts-Chefin - Generalsekretär Linnemann neuer Gesundheitsminister

Dass der bisherige Kanzleramtschef Thorsten Frei die Nachfolge von Unionsfraktionschef Jens Spahn antreten soll, setzt in der Regierung ein Personalkarussell in Gang. Nach ntv-Informationen aus Parteikreisen soll die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken zur Chefin des Kanzleramts werden und damit Freis bisherigen Posten einnehmen. Das Gesundheitsressort wiederum soll von Carsten Linnemann, derzeitiger CDU-Generalsekretär, geleitet werden. Wer in der Parteizentrale auf ihn folgt, ist demnach noch unklar. 

Parteikreise: Nina Warken wird Kanzleramts-Chefin - Generalsekretär Linnemann neuer Gesundheitsminister
17:16 Uhr

Birmingham dreht für Ozzy Osbourne noch einmal auf

Ausnahmezustand in Birmingham: Ein Jahr nach seinem Tod wird die Heimatstadt von Ozzy Osbourne zur Pilgerstätte für Fans aus aller Welt. Mit dem ersten "Ozzy Day" erinnert die Stadt an den legendären Black Sabbath Sänger. Für seine Familie bleibt der Verlust auch ein Jahr danach noch schmerzhaft. Seine Ehefrau Sharon ruft Fans dazu auf, ihren Mann mit lauter Musik zu feiern - und Tochter Kelly gedenkt ihrem Vater mit emotionalen Worten. 

Birmingham dreht für Ozzy Osbourne noch einmal auf
16:37 Uhr

Mehrfamilienhaus in Hamburg einsturzgefährdet - Bewohner evakuiert

Aus einem akut einsturzgefährdeten Haus hat die Feuerwehr in Hamburg 14 Bewohner in Sicherheit gebracht. Das fünfgeschossige Gebäude im Stadtteil Altona-Altstadt weise massive Risse in tragenden Bauwerksteilen auf, sagte ein Feuerwehrsprecher. Das Haus sei nicht mehr zu bewohnen. Baustatiker seien vor Ort.

Ein Feuerwehrsprecher am Einsatzort sagte, die Bewohner hätten sich Sorgen wegen der Risse gemacht und die Feuerwehr zur Begutachtung gerufen. Das Haus sei 1894 in geschlossener Bauweise errichtet worden. Das Bezirksamt Altona übernahm die Betreuung der Bewohner. Auch das Nachbargebäude sei gefährdet und werde evakuiert. Gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk seien Abstützmaßnahmen eingeleitet worden. Der Feuerwehr zufolge werden die Arbeiten voraussichtlich bis in die Nacht andauern.

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Einsatzkräfte stehen vor einer Häuserzeile in der Holstenstraße im Stadtteil Altona. (Foto: picture alliance/dpa)
Mehrfamilienhaus in Hamburg einsturzgefährdet - Bewohner evakuiert
16:12 Uhr

Geiselnahme in Regensburger Bank - Mensch in Lebensgefahr

Bei einer Geiselnahme in einer Bankfiliale in Regensburg ist laut Polizei ein Mensch lebensbedrohlich verletzt worden. Der mutmaßlich männliche Täter sei wohl mit einem Messer bewaffnet, sagte eine Polizeisprecherin. Ob das lebensbedrohlich verletzte Opfer, zu dem die Einsatzkräfte Blickkontakt hatten, noch im Einflussbereich des Geiselnehmers ist oder bereits versorgt werden konnte, blieb zunächst unklar.

Die Polizei geht nach Angaben der Sprecherin davon aus, dass sich noch weitere Personen in der Bank befinden. Noch seien aber keine Einsatzkräfte im Gebäude - ein Großaufgebot inklusive Spezialkräfte und ein Hubschrauber seien aber alarmiert. Die Polizei Oberpfalz hatte zuvor bei X mitgeteilt, der Einsatz finde mit zahlreichen Kräften in der Stromerstraße statt. Der Bereich solle gemieden werden.

Geiselnahme in Regensburger Bank - Mensch in Lebensgefahr
15:43 Uhr

Zuschauer veralbert Trump hinter dessen Rücken

Zu Reden von Donald Trump gehört für gewöhnlich, dass hinter ihm euphorisch zustimmendes Publikum zu sehen ist. Dafür gibt es eigentlich eine strenge Auswahl der Zuschauer. Bei Trumps Auftritt in Marietta im US-Bundesstaat Georgia sitzt hinter dem Präsidenten diesmal aber ein Mann, der sich ausgiebig einen Spaß daraus macht, den Redner zu veralbern. Was der US-Präsident über Erwerbsquoten und weitere Themen wie den Iran-Krieg sagt, rückt in den Hintergrund - stattdessen feiert das Netz die Einlage des Mannes im Publikum

Zuschauer veralbert Trump hinter dessen Rücken
15:00 Uhr

"Zur Sache, Schätzchen"-Schauspieler Werner Enke ist tot

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Werner Enke spielte in "Zur Sache, Schätzchen" Seite an Seite mit Uschi Glas. (Foto: imago stock&people)

An der Seite von Uschi Glas feierte Werner Enke im Film "Zur Sache, Schätzchen" seiner langjährigen Lebensgefährtin May Spils 1968 einen Überraschungserfolg. Jetzt ist der Schauspieler im Alter von 85 Jahren gestorben. Das bestätigte ein langjähriger Freund unter Berufung auf Spils. Demnach starb Enke bereits am 20. Juli nach schwerer Krankheit. Der 1941 in Berlin geborene und in Göttingen aufgewachsene Enke war nicht nur Schauspieler, sondern schrieb auch selbst Theaterstücke, führte Regie und malte. 

"Zur Sache, Schätzchen"-Schauspieler Werner Enke ist tot
14:29 Uhr

Frau in Einkaufszentrum niedergestochen und angezündet

Ein Stuttgarter Einkaufszentrum hatte gerade erst seine Türen geöffnet, als um kurz nach 10 Uhr die ersten Notrufe bei der Polizei eingingen: Den Ermittlern zufolge ist eine Frau dort mit einem Messer angegriffen und angezündet worden. Bei der Attacke sei die 47-Jährige schwer verletzt worden. Ein 54 Jahre alter Tatverdächtiger wurde demnach gefasst.

"Gegen 12.10 Uhr haben unsere Einsatzkräfte einen 54-jährigen Deutschen festgenommen. Der Mann steht oder stand mit der Geschädigten in einer Beziehung", teilte ein Polizeisprecher mit. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.

Frau in Einkaufszentrum niedergestochen und angezündet
14:28 Uhr

Trump fordert für Atomdeal überraschend Annäherung Saudi-Arabiens an Israel

US-Präsident Donald Trump macht den Atomdeal mit Saudi-Arabien überraschend von einer Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Golfstaat und Israel abhängig. Saudi-Arabien müsse den "hoch angesehenen und erfolgreichen Abraham-Abkommen" beitreten, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Mit diesen Abkommen hatten mehrere arabische Länder ihre Beziehungen zu Israel normalisiert.

Trump fordert für Atomdeal überraschend Annäherung Saudi-Arabiens an Israel
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Leah Nowak hat sich in den Feierabend verabschiedet. Durch den restlichen Tag werde ich Sie begleiten. Mein Name ist Nilofar Breuer - bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an nilofarkathleen.breuer@ntv.de.

Schichtwechsel
14:00 Uhr

Mehrere Löschflugzeuge brettern an Badegästen vorbei

Mehrere Regionen Frankreichs kämpfen mit Waldbränden. Um der Flammen Herr zu werden, setzen die Einsatzkräfte auch Löschflugzeuge ein. Strandbesucher filmen an einem Badesee, wie mehrere Flugzeuge nicht weit vom Ufer Löschwasser aufnehmen.

Mehrere Löschflugzeuge brettern an Badegästen vorbei
13:12 Uhr

Zwölf Jahre Haft im Fall um verweste Frau im Koffer

Mehr als ein Jahr nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Koffer südlich von Stuttgart ist ein 51-Jähriger wegen Totschlags zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Nach Überzeugung des Landgerichts Stuttgart tötete der Mann eine 39-jährige Bekannte aus dem Drogenmilieu und legte ihren in Müllsäcke eingewickelten Leichnam in einem Koffer in Filderstadt ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Fall hatte im vergangenen August bundesweit für Aufsehen gesorgt, nachdem Spaziergänger den Koffer in einem ausgetrockneten Bachbett unter einer Brücke entdeckt hatten. Die stark verweste Leiche erschwerte die Ermittlungen, die schließlich durch den Hinweis eines anonymen Zeugen zum Angeklagten führten. Ungeklärt bleiben weiterhin die Todesursache und das Motiv der Tat.

Zwölf Jahre Haft im Fall um verweste Frau im Koffer
12:43 Uhr

Auf 40-Meter-Tankstellenschild: Arbeiter steckt in der Klemme

Weil sein Arbeitskran versagt, muss ein Mann in einem Tankstellenschild in rund 40 Metern Höhe ausharren. Er nimmt es sichtlich mit Fassung. Eine Leiter im Inneren gibt es nicht. Rettungskräfte rücken an.

Auf 40-Meter-Tankstellenschild: Arbeiter steckt in der Klemme
12:09 Uhr

Achtung Fremdkörper: Kölln ruft Frühstücksflocken zurück

Wegen des Verdachts auf Fremdkörper ruft die Firma Kölln die Frühstücksflocken "Kölln Zauberfleks Schoko" zurück. Betroffen ist die 375-Gramm-Packung

Wie die Webseite lebensmittelwarnung.de mitteilte, ist die Ware mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 17.04.2027 betroffen. Die Chargennummer lautet L6165. Verkauft wurden die Frühstücksflocken in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. 

Weiter hieß es, dass die potenziellen Fremdkörper eine Verletzungs- beziehungsweise Erstickungsgefahr darstellen. Verbraucher werden gebeten, das betroffene Produkt keinesfalls zu verzehren. Stattdessen solle die Packung in das Geschäft zurückgebracht werden, in dem sie gekauft wurde. Kunden erhalten den Angaben zufolge auch ohne Kassenbon bei Rückgabe des Produkts den Kaufpreis erstattet.

Achtung Fremdkörper: Kölln ruft Frühstücksflocken zurück
11:32 Uhr

Katze mit Hakenkreuz am Ohr - Polizei ermittelt

Unbekannte haben einer Katze in Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) nahe der Grenze zu Bayern mit Kugelschreiber ein Hakenkreuz auf das Ohr gekritzelt und ihr zudem an einer Stelle am Bauch auch das Fell ausrasiert. Die Polizei ermittelt wegen Tierquälerei. Hinweise oder auch Zeugenaufrufe hätten bisher nichts ergeben, teilte die Polizei mit. 

Angaben einer Polizeisprecherin zufolge hatte das Tier unversehrt das Haus der Besitzer verlassen und war am nächsten Morgen mit den Markierungen zurückgekehrt.

Katze mit Hakenkreuz am Ohr - Polizei ermittelt
10:48 Uhr

Übelkeit im Cockpit: Ferienflieger muss notlanden

Wegen Gesundheitsproblemen des Piloten hat eine Passagiermaschine der polnischen Fluggesellschaft Lot auf dem Rückflug von Mallorca mitten in der Nacht in Italien zwischenlanden müssen. Das Flugzeug vom Typ Boeing 737 Max 8 war auf dem Weg von der spanischen Ferieninsel nach Warschau, als dem Piloten übel wurde. Die Besatzung löste deshalb kurz nach 4 Uhr Alarm aus. Die Maschine landete dann etwa eine halbe Stunde später auf dem Flughafen Mailand-Malpensa, wie der Flughafen mitteilte.

Am Boden warteten bereits Ärzte, Sanitäter und Feuerwehr. Nach ersten Angaben konnte der Pilot behandelt werden, ohne dass größere Eingriffe nötig wurden. Verletzt wurde niemand.

Übelkeit im Cockpit: Ferienflieger muss notlanden
09:51 Uhr

Wolf soll Familienhündin getötet haben

Eine Familienhündin ist in der italienischen Toskana einem Medienbericht zufolge von einem Wolf getötet geworden. Wie "Versilia Today" berichtet, ereignete sich der Vorfall in dem Dorf Orbicciano. Demnach habe der Wolf die Hündin auf einem Grundstück eines Bauernhauses angegriffen und fortgezerrt. Am nächsten Morgen fand die Familie demnach nur noch die Überreste der Hündin. Ein Umwelt- und Naturschutzverband vermutet, dass mehrere Wölfe an dem Angriff beteiligt gewesen sein könnten. Die Behörden wollen den Vorfall untersuchen.

Hinweis: In einer vorherigen Version hieß es, ein zweijähriges Kind der Familie sei in Gefahr gewesen und der Hund habe es vor dem Wolf beschützt. Nach Angaben des Bürgermeisters der Gemeinde Camaiore habe sich die Familie zum Zeitpunkt des Vorfalls jedoch im Haus befunden.

Wolf soll Familienhündin getötet haben
09:08 Uhr

Billiger Toilettentrick bei Polizeikontrolle geht schief

Der Trick klingt einfach, aber ist doch wenig geeignet: Ein Autofahrer hat bei einer Polizeikontrolle in Rheinland-Pfalz versucht, für einen Drogentest Wasser aus der Toilette zu nutzen statt Urin. Diesen Schummel habe er gleich zweimal probiert, teilte die Polizei mit. Doch Toilettenwasser ist - anders als Urin - kalt. Daran sei den Beamten die Täuschung aufgefallen, sagte eine Polizeisprecherin.

Beim dritten Versuch stellten die Polizisten dann sicher, dass der 37-Jährige tatsächlich in den Becher pinkelte. Das Ergebnis: Er hatte Kokain und Cannabis konsumiert. Zuvor hatte schon ein Alkoholtest einen Wert von 0,81 Promille ergeben. 

Bei der Kontrolle in Neustadt an der Weinstraße unternahm er noch einen weiteren Versuch, die Polizei in die Irre zu führen: Er zeigte das Foto des Führerscheins eines Angehörigen - einen eigenen hatte er nicht, wie der Mann später zugab.  Auf ihn kommen laut Polizei nun mehrere Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren zu. Den Fahrzeugschlüssel übergaben die Beamten einem Bekannten.

Billiger Toilettentrick bei Polizeikontrolle geht schief
08:35 Uhr

Neue Hinweise belasten US-Sänger D4vd in Mordprozess

Im Mordfall gegen den US-Sänger D4vd (bürgerlich David Anthony Burke) sind bei einer Gerichtsanhörung neue belastende Details bekannt geworden. Kriminaltechniker berichteten nach Medienangaben von möglichen Blutspuren auf einer Plane, Gummimatten und einem aufblasbaren Pool in seinem damaligen Haus in den Hollywood Hills. Die Spuren seien mit bloßem Auge nicht sichtbar gewesen und gelten bislang nur als vorläufige Hinweise. Auch in einem auf den Musiker zugelassenen Tesla wurden demnach mögliche Blutspuren entdeckt. Seine Verteidigung betonte, die Tests lieferten keinen eindeutigen Nachweis. Burke ist wegen Mordes, sexuellen Missbrauchs eines minderjährigen Kindes sowie Verstümmelung einer Leiche angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21-Jährigen vor, eine 14-Jährige getötet zu haben, um die Beziehung zu ihr geheim zu halten und seine Karriere zu schützen. Die sterblichen Überreste des Mädchens waren im vergangenen Jahr in seinem Auto gefunden worden. Burke weist alle Vorwürfe zurück.

Neue Hinweise belasten US-Sänger D4vd in Mordprozess
07:55 Uhr

"Beatles-Friseur" auf St. Pauli schließt nach mehr als 100 Jahren

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Unter einer Plastikfolie auf der Sitzfläche des alten Friseursessels steht: "Hier saßen die Beatles & ich schon Ende 1961 zum Beatles-Haarschnitt nachdem Astrid den ersten Schnitt versaut hatte." (Foto: picture alliance/dpa)

Nach mehr als einem Jahrhundert schließt der traditionsreiche "Salon Harry" auf Hamburgs Kiez seine Türen. In dem Friseursalon gegenüber der Davidwache wurden seit 1906 Haare geschnitten, seit den 1980er Jahren führten Franz Stenzel und Ute Bickeleit das Geschäft. Eine Nachfolge habe sich nicht gefunden, zudem sei die Zusammenarbeit mit dem Vermieter überraschend beendet worden, sagen sie. Ende des Monats muss der Laden geräumt sein.

Der Salon galt als Institution auf St. Pauli. Anfang der 1960er Jahre erhielten die Beatles dort etwa ihren berühmten Pilzkopf-Schnitt. Über Jahrzehnte zählten neben Stammkunden aus aller Welt auch Prominente und bekannte Größen aus dem Rotlichtmilieu zu den Besuchern. Stenzel und Bickeleit fällt der Abschied schwer: "Wir haben viel geweint", sagen sie. Nun wollen sie ihren Ruhestand genießen – und künftig nur noch das Fell ihres Hundes und den Rasen schneiden.

"Beatles-Friseur" auf St. Pauli schließt nach mehr als 100 Jahren
07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

im Sommer 2023 hatte das Bundesverfassungsgericht eine Verabschiedung des umstrittenen Heizungsgesetzes im Bundestag kurz vor der Sommerpause ausgebremst. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann hatte das parlamentarische Verfahren bemängelt und einen Eilantrag gestellt - der in Karlsruhe Erfolg hatte. Nun geht es im sogenannten Hauptsacheverfahren darum, ob sein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe als Abgeordneter verletzt wurde. Im Fokus stehe die Frage: "Wann wird aus einem 'schnellen' ein 'zu schnelles' Gesetzgebungsverfahren?", sagte die Vorsitzende Richterin, Ann-Katrin Kaufhold.

Das wird heute außerdem wichtig:

  • US-Außenminister Marco Rubio und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow kommen am Rande des ASEAN Forums in der philippinischen Hauptstadt Manila zu einem Gespräch zusammen. 

  • Der Weltraumkonzern des Milliardärs Elon Musk plant einen weiteren Testflug seiner Schwerlastrakete "Starship". 

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier akkreditiert Botschafterinnen und Botschafter in Berlin.

  • Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht Isar Aerospace.

  • Das Programm der Filmfestspiele Venedig wird bekanntgegeben.

Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den frühen "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:51 Uhr

Sturm zerstört Brücke - Anwohner fahren trotzdem drüber

Die Brücke bei Palaiopyrgos in Griechenland hängt seit einem Sturm vor drei Jahren gefährlich tief in den Fluss. Für den Verkehr ist sie deshalb gesperrt. Das hält aber Anwohner nicht davon ab, sie trotzdem täglich zu nutzen. Der Umweg von 20 Kilometern ist ihnen offensichtlich zu lang.

Sturm zerstört Brücke - Anwohner fahren trotzdem drüber
06:24 Uhr

Kanada will Brücke nach Zollstreit ohne die USA einweihen

Nach der Ankündigung neuer US-Zölle auf kanadische Waren hat Kanada eine geplante gemeinsame Eröffnungsfeier für die Gordie-Howe-Brücke mit den USA abgesagt. Eine gemeinsame Zeremonie sei angesichts der angedrohten Handelsmaßnahmen "unangemessen", erklärte Infrastrukturminister Gregor Robertson. Stattdessen werde die Eröffnung der Brücke zwischen Windsor und Detroit am Freitag mit einer eigenen Feier in Kanada begangen.

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Für den Verkehr soll die Brücke am kommenden Montag freigegeben werden. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Zölle von 50 Prozent auf eine Reihe kanadischer Waren angekündigt und dies mit einer aus seiner Sicht diskriminierenden Behandlung US-amerikanischer Produkte begründet. Bereits im Februar hatte Trump die Eröffnung der Brücke kritisiert und gefordert, sie müsse zumindest zur Hälfte den USA gehören. Nach Angaben des Betreibers wurde das Bauprojekt vollständig von Kanada finanziert und gehört künftig gemeinsam der kanadischen Regierung und dem US-Bundesstaat Michigan.

Kanada will Brücke nach Zollstreit ohne die USA einweihen
05:56 Uhr

Panne verhindert zehnten Castor-Transport

Der geplante zehnte Transport eines Castor-Behälters mit Atommüll ist wegen eines technischen Defekts am Transportfahrzeug abgesagt worden. Der Zehnte der insgesamt 152 Castor-Behälter verließ nie das Gelände des ehemaligen Forschungsreaktors Jülich, wie die Polizei mitteilte. Von dort sollte der Atommüll in das Zwischenlager im etwa 170 Kilometer entfernten Ahaus transportiert werden. Eine zeitnahe Reparatur oder ein spontaner Austausch des Spezialfahrzeuges seien am Mittwochabend nicht möglich gewesen, erklärte die Polizei. Daher wurde entschieden, den Transport nicht wie geplant durchzuführen. "Von dem Transportbehälter sowie der Ladung ging zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr aus. Der Defekt beschränkte sich ausschließlich auf die Zugmaschine", erklärte die Polizei. 

In der Summe handelt es sich bei der Verlagerung der 152 Castor-Behälter um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. In den Spezialbehältern sind rund 300.000 Brennelement-Kugeln eingepackt.

Panne verhindert zehnten Castor-Transport