Der Tag
27. August 2026
imageHeute mit Friederike Zörner und Johanna Ohlau
Zum Archiv
22:11 Uhr

Das war Donnerstag, der 27. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

bereits die ersten Aufnahmen aus Nepal waren erschütternd, aber der Tag nach der verheerenden Sturzflut verdeutlicht mit Satelliten- und Drohnenaufnahmen sowie Videos aus Überwachungskameras noch mal mehr das Ausmaß der Katastrophe. Wie kam es zur tödlichen Sturzflut im Himalaya? In diesem Artikel kommen Fachleute zur Ursache zu Wort.

Außerdem hätte ich noch diese Leseempfehlungen vom Tag:

Am Tisch mit Merz bei RTL: Vor allem zwei Gäste setzen den Kanzler massiv unter Druck

Von Vivian Micks und Hubertus Volmer

"Kein Land für alle": Wer sich in Sachsen-Anhalt vor einem AfD-Sieg fürchtet

Von Vivian Micks

"Schlächter von Srebrenica": Bosnisch-serbischer Kriegsverbrecher Ratko Mladić ist tot

Fahndung läuft: Verurteilter Windkraft-Betrüger Hendrik Holt büxt auf Freigang aus

26 Minuten furioses Gameplay: Exklusiver "GTA 6"-Trailer crasht Netflix

100 und 400 Meter Hürden: Zwei Weltrekorde an einem Abend elektrisieren Zürich

"Kriminelle Misswirtschaft": UEFA bereitet Strafanzeige gegen Infantino vor

Damit verabschiede ich mich am "kleinen Freitag" von Ihnen. Das Wochenende ist schon in greifbarer Nähe, gute Nacht.

Ihre Johanna Ohlau

Das war Donnerstag, der 27. August 2026
21:48 Uhr

Spanien-Exklave Ceuta: Demonstranten stecken Migrantenlager in Brand

Die Situation in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika, wo derzeit mehrere tausend Migranten in einem Lager ausharren, bleibt sehr angespannt: Demonstranten haben in einem Lager von Migranten Feuer gelegt und fordern so die sofortige Rückführung der Menschen nach Marokko. Polizisten trennten die Demonstranten von den Migranten, die sich auf eine Mole zurückgezogen hatten. Zuvor hatten Demonstranten bereits versucht, Fahrzeuge des Roten Kreuzes mit Lebensmitteln und Wasser für die Migranten zu stoppen.

613838726
Tausende Migranten harren in Ceuta aus und weigern sich, nach Marokko zurückzukehren. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Ende Juli waren bei einem Massenandrang bis zu 80.000 Migranten von Marokko aus nach Ceuta gekommen, viele schwimmend. Mindestens 96 von ihnen kamen dabei nach offiziellen Angaben ums Leben. Die meisten der Migranten kehrten kurz darauf zurück, aber mehrere Tausend harren weiter in der Exklave aus. 

Spanien-Exklave Ceuta: Demonstranten stecken Migrantenlager in Brand
21:02 Uhr

Kind stürzt aus Fenster im ersten Stock - Mutter springt hinterher

In einem Mehrfamilienhaus in Dortmund haben sich dramatische Szenen abgespielt: Ein kleiner Junge fällt plötzlich aus dem Fenster im ersten Stock. Die Mutter springt in der Aufregung hinterher. Der eineinhalb Jahre alte Junge verletzt sich dabei laut Polizei schwer, die Mutter zieht sich Blessuren zu. Beide kamen in eine Klinik. Das Kind schwebe aber nicht in Lebensgefahr, hieß es von der Polizei. Die Ermittler gehen von einem Unfall aus.

Kind stürzt aus Fenster im ersten Stock - Mutter springt hinterher
20:23 Uhr

Zollstreit mit Kanada: Trump lässt Lake Ontario in "Lake America" umbenennen

Im Zollstreit beweist Donald Trump mal wieder Tiefe, was das Niveau angeht: Der US-Präsident lässt per Dekret den Grenzsee Lake Ontario in "Lake America". Der 80-Jährige unterschrieb im Oval Office vor laufenden Kameras eine entsprechende Verfügung. Es ist nicht so, dass man sich auf US-amerikanischer Seite nicht ein paar Argumente zurecht gelegt hätte: Die US-Regierung betonte, dass der größte Teil des Seevolumens in den Vereinigten Staaten liege, ebenso die tiefsten Stellen. Mit dem Namen solle zum Ausdruck gebracht werden, dass es sich um einen amerikanischen See handele. Mit der Verfügung Trumps wird den Angaben zufolge die offizielle US-Datenbank für geografische Orte und Namen angewiesen, den Namen zu ändern. Lake Ontario ist einer der sogenannten fünf großen Seen, von denen drei weitere sowohl an die USA als auch an Kanada grenzen. Wer soll das eigentlich alles aufräumen, was Trump in und um die USA herum für Chaos hinterlässt?

615196990
Donald Trump (Foto: picture alliance / Newscom)
Zollstreit mit Kanada: Trump lässt Lake Ontario in "Lake America" umbenennen
19:38 Uhr

Sturzflut: Nepal meldet fast 400 Tote am Himalaya

Im eiskalten Schlamm suchen Rettungsteam nach der Sturzflut am Himalaya nach Vermissten - eine gefährliche Suche, vor der Fachleute wegen weiterer Überschwemmungen warnen. Doch noch werden allein in Nepal mehr als 900 Menschen vermisst, auch in Tibet ist das Schicksal von rund 560 Menschen noch ungewiss. Die Zahl der Toten könnte also noch massiv steigen. Die nepalesische Polizei meldet, inzwischen 392 Leichen geborgen zu haben. Chinesische Medien geben weiterhin drei Todesopfer in Tibet an, aber auch dort werden noch Hunderte Menschen vermisst. Unter den Vermissten sind in beiden Ländern auch Hunderte Ausländerinnen und Ausländer, auch acht Deutsche. Die Sturzflut ist am Mittwoch durch den Abbruch eines Gletschers ausgelöst worden und hatte sich fast 170 Kilometer weit durch teilweise enge Täler ergossen und dabei ganze Dörfer mit sich gerissen.

Sturzflut: Nepal meldet fast 400 Tote am Himalaya
19:06 Uhr

Aktivisten: Regime im Iran richtet mehr als 500 Menschen seit Jahresbeginn hin

Täglich, teils stündlich haben wir in diesem Jahr schon auf die Entwicklungen im Iran geblickt. Inzwischen ist die Situation für die unterdrückte Bevölkerung unter dem Regime deutlich seltener im Fokus der Berichterstattung als noch vor Monaten. Aber nur weil man nicht hinsieht, passiert dort nicht trotzdem schlimme Dinge. Wie schlimm, darüber geben Zahlen von Aktivistinnen und Aktivisten nun Aufschluss: Im Iran sind in diesem Jahr nach Angaben der in Norwegen ansässige Organisation Iran Human Rights (IHR) bereits mehr als 500 Menschen hingerichtet worden. Die Todesstrafe sei mindestens 511 Mal vollstreckt worden, teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Mindestens 29 Menschen seien im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten im Januar hingerichtet worden. Unter den Hingerichteten sind nach Angaben der NGO mindestens 16 Frauen und 13 "politische Gefangene", die Unterstützer verbotener Oppositionsgruppen gewesen sein sollen. "Alle Hinrichtungen, unabhängig von den Anklagepunkten, dienen einem klaren innenpolitischen Zweck: Angst zu schüren und neue Proteste zu verhindern", sagte IHR-Direktor Mahmood Amiry-Moghaddam. "Wir sind sehr besorgt, dass sich dieser Trend in den kommenden Monaten noch verschärfen könnte."

Seit Beginn des Iran-Kriegs, der Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begonnen hatte und der das Regime stürzen sollte, hat die Zahl der Hinrichtungen in dem Land weiter zugenommen. Teheran "tötet in beispiellosem Ausmaß Demonstranten, sogar dann, wenn sie gar nicht demonstrieren", sagte US-Präsident Donald Trump am Dienstag und forderte ein Ende der Hinrichtungen. "Dies ist eine humanitäre Krise von epischem Ausmaß und muss jetzt gestoppt werden", fügte er hinzu. Vor zwei Wochen hatten bereits mehr als 30 Länder den Iran in einer gemeinsamen Erklärung aufgefordert, die Hinrichtungen regierungskritischer Demonstranten zu stoppen. Von Postings und Erklärungen wird sich das Regime im Iran - genauso wenig wie mit chaotisch geführten Angriffen wie von Trump - jedenfalls nicht von seinem brutalen Kurs gegen die Bevölkerung abbringen lassen.

Aktivisten: Regime im Iran richtet mehr als 500 Menschen seit Jahresbeginn hin
18:27 Uhr

In Gletscherspalte gestürzt: Wanderer erhält Ausrüstung nach 60 Jahren zurück

Als ein Bergsteiger einen alten Rucksack auf dem Sulztalferner-Gletscher in Österreich findet, ist die Furcht groß, dass nicht weit entfernt auch die Leiche des Besitzers liegen könnte. Der Verdacht bestätigt sich glücklicherweise nicht und schnell wird klar: Diese Wanderausrüstung liegt schon eine ganze Weile auf dem Gletscher in knapp 3000 Metern Höhe! Sie gehört einem heute 86 Jahre alten Mann, der 1963 bei einer Wanderung in eine Gletscherspalte abgestürzt war. Seine Begleiter können ihn damals befreien, aber seinen Rucksack mit Eispickel, Kamera und Pfeife lässt er bei seiner Rettung zurück - die die Gletscher-Schmelze Jahrzehnte später freigegeben hat. Wer der Besitzer ist, kann die österreichische Polizei anhand stark zerfetzter Dokumente ermitteln, die sich im Rucksack befanden. Der Mann konnte seine Gegenstände aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst abholen, aber sein Sohn kam zur Polizei.

d_50983
Hier war der Rucksack noch heile ...

Das Schmelzen der Gletscher ist nach Ansicht von Fachleuten auf die globale Erwärmung zurückzuführen und ist damit kein gutes Zeichen, aber so nebenbei entsteht so auch manche Geschichte mit Happy-End, auch wenn es lange gedauert hat in diesem Fall.

d_50976
So wurde die Ausrüstung aufgefunden, die der Wanderer 1963 nach seinem Sturz zurücklassen musste.
In Gletscherspalte gestürzt: Wanderer erhält Ausrüstung nach 60 Jahren zurück
17:44 Uhr

Taucher finden vermisste Männer in Talsperre Pöhl - nach zwei Monaten

Jetzt ist traurige Gewissheit, was schon seit fast zwei Monaten klar war: Die beiden in der Talsperre Pöhl in Sachsen vermissten Männer wurden tot aus dem Wasser geborgen. Wie die sächsische Polizei mitteilt, entdeckten Polizeitaucher die Leichen der 28 und 41 Jahre alten Männer in der Talsperre. Die beiden Männer wurden seit einem Badeunglück Ende Juni vermisst. Von einem Tretboot sprangen sie damals Medienberichten zufolge ins Wasser, aber trieben offenbar ab und verschwanden beide im Wasser. Eine Frau gelangte nach Polizeiangaben mit dem Tretboot sicher ans Ufer. Tagelang suchten Einsatzkräfte nach den Vermissten, aber auch mit einem Echolot konnten die Männer nicht aufgespürt werden.

601418735
Was genau zu dem Badeunglück auf der Talsperre führte, ist nicht klar. (Foto: picture alliance / imageBROKER)
Taucher finden vermisste Männer in Talsperre Pöhl - nach zwei Monaten
17:25 Uhr

NSU-Mittäterin Zschäpe will vorzeitig aus Haft - Gericht entscheidet

Lange unentdeckt mordete die rechtsextreme Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund", kurz NSU. Ihre Opfer waren Menschen mit türkischen und griechischen Wurzeln sowie eine Polizistin. Während sich die beiden Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt 2011 das Leben nahmen, um einer Festnahme zu entgehen, sitzt ihre Mittäterin Beate Zschäpe eine lebenslange Haftstrafe ab. Doch "lebenslang" ist in Deutschland ein juristischer Begriff und nicht "ein Leben lang". und deshalb versucht die verurteilte Rechtsterroristin nun, vorzeitig aus der Haft entlassen zu werden. Das Oberlandesgericht München (OLG) hat Zschäpe angehört und entscheidet nun darüber, wie lange sie noch im Gefängnis bleibt.

263017801
Beate Zschäpe ist die einzige Überlebende der NSU-Terrorzelle. (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Das OLG hatte 2018 Zschäpe als Mittäterin der sogenannten NSU-Mordserie zu lebenslanger Haft verurteilt und dabei die besondere Schwere der Schuld festgestellt - damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen. Diese Frist läuft nach Angaben des Gerichts aber nun im November aus - weil Zschäpe im November 2011 in Untersuchungshaft kam. Deshalb muss das Gericht in Kürze über die sogenannte Mindestverbüßungsdauer entscheiden. Der Anhörungstermin habe rund eineinhalb Stunden gedauert, sagte Zschäpes Anwalt Mathias Grasel der dpa. Er selbst forderte demnach für seine Mandantin eine Haftstrafe von nicht mehr als 20 Jahren. Die verurteilte Mittäterin sitzt ihre Strafe in einer JVA in Chemnitz ab. Vergangenes Jahr hatte sie ihre Aufnahme in ein Neonazi-Aussteigerprogramm erreicht. Zschäpe, einzige Überlebende des Trios, wurde als Mittäterin verurteilt, auch wenn es bis heute keinen Beweis gibt, dass sie selbst an einem Tatort war.

NSU-Mittäterin Zschäpe will vorzeitig aus Haft - Gericht entscheidet
16:41 Uhr

Diebe stehlen Pulver in Millionenwert - und bieten es der bestohlenen Firma an

Haben Sie schon mal von Hafniumoxid gehört? Der chemische Stoff ist - in großen Mengen - wohl schnell mal Millionen wert, habe ich eben gelernt, und deshalb ist er sicherlich ins Visier von Dieben geraten. In Mecklenburg-Vorpommern stiegen die Kriminellen in das Gelände einer Firma im Landkreis Vorpommern-Rügen ein und entwendeten das Hafniumoxid aus einem Container. Marktwert des gestohlenen Pulvers: rund zwei Millionen Euro, schreibt die Polizei. Doch auf den Markt wollten die Diebe den Stoff offenbar nicht so richtig bringen und schmiedeten einen nicht ganz zu Ende gedachten Plan: Sie bieten die geklaute Ware genau der Firma zum Kauf an, der sie das Hafniumoxid gestohlen hatten. Die brauchen sicherlich Nachschub, aber bei dem geschädigten Unternehmen wurde man über das Angebot eines rumänischen Verkäufers auch schnell skeptisch und ließ sich erst einmal eine Probe zusenden. Eine Untersuchung des chemischen Stoffs ergab, dass es sich um das entwendete Material handeln könnte. Als dann zwei Rumänen mit der Pulver-Lieferung eintrafen, gab es eine für sie ungeahnte Begegnung mit der Polizei. Die nahm die Lieferanten vorläufig fest und stellte mehrere Säcke Hafniumoxid sicher. Der Verdacht bestätigte sich später: Es handelt sich um das gestohlene Pulver.

Diebe stehlen Pulver in Millionenwert - und bieten es der bestohlenen Firma an
16:09 Uhr

Zwei Tote bei Gewalttat an Schule bei Berlin

Bei einer Gewalttat an einer Schule in Gosen-Neu Zittau nahe Berlin sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Frau und ein Mann getötet worden. Ein Verdächtiger wird vorläufig festgenommen. Wie die "Bild"-Zeitung meldet, soll es sich bei dem Täter um einen 19-Jährigen handeln, der seine 18 Jahre alte Ex-Freundin getötet haben soll. Bei dem zweiten Todesopfer soll es sich dem Bericht zufolge um einen 30-jährigen Mann handeln, der den Angriff auf die junge Frau verhindern wollte.

Zwei Tote bei Gewalttat an Schule bei Berlin
16:03 Uhr

Windkraft-Betrüger Holt bei Freigang geflüchtet

Täuschung beherrscht Hendrik Holt wohl mit Bravour, ob sich der verurteilte Windkraft-Betrüger auch aufs Flüchten und Untertauchen versteht, wird sich wohl zeigen: Holt ist laut Staatsanwaltschaft Osnabrück nicht von einem Freigang zurückgekehrt und auf der Flucht. Er sitzt eigentlich seine Strafe in der Justizvollzugsanstalt Berlin ab. "Mittlerweile liegen Tatsachen vor, aufgrund derer von einer Flucht auszugehen ist", sagte ein Behördensprecher der dpa. Zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) berichtet. Nach dem 36-Jährigen wird nun gefahndet, sagte der Sprecher.

398630470
Hendrik Holt mit Handschellen im Gerichtssaal 2023. (Foto: picture alliance/dpa)

Holt ist 2022 vom Landgericht Osnabrück in mehreren Verfahren zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt worden. Es ging um bandenmäßigen Betrug, Bestechung, Urkundenfälschung. Über den "Windkraft-Schwindler" gibt es auch eine ARD-Doku. Holt hatte unter anderem angeblich existierende Windparks an ausländische Stromkonzerne verkauft, die es in Wahrheit gar nicht gab. Zudem hatte er ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.

Windkraft-Betrüger Holt bei Freigang geflüchtet
15:29 Uhr

Kind bleibt mit Kopf in Toilettensitz stecken - Feuerwehr muss helfen

Eine Familie in Bayern hatte einen richtigen "Scheißtag", würde ich mal meinen: Feuerwehrleute mussten in München eine Zweijährige befreien, die mit ihrem Kopf in einem Toilettensitz feststeckte. Nach Angaben der Einsatzkräfte verfing sich das Mädchen gestern beim Spielen in dem Kindersitz. Versuche der Eltern, das Kind mit Werkzeug zu befreien, scheiterten. Um das Kind aus seiner misslichen Lage zu helfen, durchschnitten die Feuerwehrleute den Kinder-Toilettensitz mit einer Metallsäge und entfernten diesen vorsichtig vom Kopf des Kinds. Die Zweijährige blieb dabei unverletzt.

484612021
Am stillen Örtchen mag sicherlich kaum jemand länger "festhängen" als nötig. (Foto: picture alliance/dpa)
Kind bleibt mit Kopf in Toilettensitz stecken - Feuerwehr muss helfen
14:47 Uhr

SPD-Duo will Sondersteuer für Milliardäre

Ab welcher Summe hat man als einzelne Person eindeutig zu viel Reichtum und kann ohne Schmerzen etwas davon abgeben? Bei einer Milliarde ist diese Grenze wohl erreicht. Genau die Menschen, also Milliardärinnen und Milliardäre, wollen zwei führende Mitglieder der SPD zur besonders zur Kasse bitten, um die finanzielle Ungleichheit in Deutschland zu bekämpfen. SPD-Parteivize Achim Post und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wiebke Esdar beklagen in einem Gastbeitrag für das Nachrichtenportal t-online, die Einkommensteuer funktioniere bei sehr hohen Vermögen nicht mehr so, wie ursprünglich gedacht. "Deshalb zahlt ein Milliardär meist anteilig weniger Steuern als sein Fahrer." Vor diesem Hintergrund werben Esdar und Post dafür, Vermögen über 100 Millionen Euro mit mindestens zwei Prozent zu besteuern. Deutschland könne damit pro Jahr rund 17 Milliarden Euro zusätzlich einnehmen - etwa um kleinere Einkommen steuerlich zu entlasten oder um Schulen und das Schienennetz zu sanieren. "'Es ist kein Geld da' ist kein Naturgesetz", betont das Autoren-Duo.

SPD-Duo will Sondersteuer für Milliardäre
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Friederike Zörner kann den Feierabend einläuten, aber für "Der Tag" gilt das natürlich noch nicht. Ich übernehme das Ruder, mein Name ist Johanna Ohlau und bis zum späten Abend halte ich Sie mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Sie haben Fragen, Hinweise oder Kritik? Dann schreiben Sie mir am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!

Schichtwechsel
14:03 Uhr

Nach Sturzflut im Himalaya: China warnt vor Risiko durch neuen See

Chinas Behörden befürchten nach der verheerenden Schlammlawine im Südwesten Tibets und in Nepal mögliche weitere Fluten. Auf nepalesischer Seite habe sich an einer Flussmündung ein Stausee gebildet, berichtete das chinesische Staatsfernsehen unter Berufung auf das Ministerium für Wasserressourcen, es bestehe das Risiko eines Dammbruchs. In dem neuen See hätten sich bereits zwei Millionen Kubikmeter Wasser gesammelt, weitere drei Millionen Kubikmeter könnten hinzukommen. Der See sei auch schon übergelaufen, hieß es.

Im Staatsfernsehen liefen Aufnahmen aus der Luft, die den See zeigten. Dieser soll nahe dem von der Sturzflut dramatisch überspülten Grenzposten Gyirong, doch noch auf dem Gebiet Nepals liegen. Die Behörden überwachten die Lage weiter und führten Berechnungen durch, hieß es.

Nach Sturzflut im Himalaya: China warnt vor Risiko durch neuen See
13:41 Uhr

Quallenplage in Frankreich führt zu Atomreaktor-Abschaltung

AFP__20260811__C4E83ZQ__v2__HighRes__FranceEnergyNuclearEnvironmentAnimal
Im Hintergrund das größte Atomkraftwerk Europas, im Vordergrund das Problem. (Foto: AFP)

Aus der Kategorie "Was zur Hölle kann diesen Sommer eigentlich noch alles passieren?": Das größte Atomkraftwerk Europas im nordfranzösischen Gravelines ist erneut Opfer einer hitzebedingten Quallenplage. Ein erst vor einer Woche wieder hochgefahrener Atomreaktor wurde erneut vom Netz genommen, weil zahlreiche Quallen das Filtersystem zu verstopfen drohten, wie der Energiekonzern EDF mitteilte. Ein weiterer Reaktor wurde deswegen gedrosselt. Damit funktionieren derzeit nur zwei der insgesamt sechs Reaktoren des Atomkraftwerks zwischen Calais und Dünkirchen normal. Ein weiterer Reaktor ist seit der vorherigen Quallenplage noch abgeschaltet, ein weiterer wird derzeit gewartet.

Hitze, Dürre und Quallen hatten Mitte August etwa ein Fünftel der Atomstromproduktion in Frankreich lahmgelegt. Die vielen Quallen an der Küste Nordfrankreichs sind ein regelmäßiges und saisonbedingtes Phänomen. Der menschengemachte Klimawandel und der damit verbundene Anstieg der Meerestemperaturen tragen zur weltweiten Vermehrung der Quallen bei. Frankreich deckt rund 70 Prozent seines Strombedarfs durch Kernkraftwerke. Insgesamt verfügt das Land über 57 Reaktoren. Während der Hitzewellen wurden mehrere Reaktoren abgeschaltet, um durch das erwärmte Kühlwasser die Temperatur der Flüsse nicht weiter zu erhöhen.

Quallenplage in Frankreich führt zu Atomreaktor-Abschaltung
13:10 Uhr

Experten sprengen explosive Drohne an Urlaubsstrand

Urlauber entdecken im rumänischen Olimp ein verdächtiges Objekt am Strand. Bombenentschärfer stellen fest: Die Drohne trägt Sprengstoff. Das Militär vergräbt sie im Sand und detoniert sie kontrolliert - die Herkunft bleibt rätselhaft.

Experten sprengen explosive Drohne an Urlaubsstrand
12:22 Uhr

Flugzeug stürzt in Attersee - zwei junge Deutsche tot

Bei dem Absturz eines Kleinflugzeuges in den österreichischen Attersee sind nach Angaben der Polizei vermutlich zwei Deutsche ums Leben gekommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Fluglehrer und seine Schülerin an Bord waren, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Identitäten der beiden jungen Erwachsenen seien aber noch nicht endgültig bestätigt.

Nach dem Unfall am Mittwoch soll das Wrack mit den zwei Toten voraussichtlich am Samstag geborgen werden, teilte der Sprecher mit. Die einmotorige Maschine des Typs Tecnam P2002 JF ist in etwa 160 Metern Tiefe geortet worden. Nach Angaben der Flugortungsplattform Flightradar24 war die Propellermaschine in Salzburg gestartet. Nach etwa einer halben Stunde brachen die Flug-Aufzeichnungen ab.

Flugzeug stürzt in Attersee - zwei junge Deutsche tot
11:57 Uhr

Spiralen-Skandal: Dänemark gibt Grönländerinnen Geld

Es ist eines der dunkelsten Kapitel der dänischen Geschichte. Vor allem in den 1960er und 1970er Jahren setzten dänische Ärzte Tausenden grönländischen Frauen und Mädchen Spiralen ein, ohne dass sie dafür ihr Einverständnis gegeben hatten. Es besteht der Verdacht, dass die dänischen Behörden damit das Bevölkerungswachstum in Grönland begrenzen wollten. Dänemark war bis 1992 für das Gesundheitswesen in seiner früheren Kolonie Grönland verantwortlich. Mittlerweile ist die größte Insel der Erde weitgehend autonom, gehört aber offiziell nach wie vor zum Königreich Dänemark.

Kopenhagen will dieses unglaubliche Unrecht jetzt irgendwie wiedergutmachen. Das dänische Parlament gab grünes Licht dafür, betroffenen Grönländerinnen eine Entschädigung in Höhe von jeweils umgerechnet rund 40.000 Euro zu zahlen. Einen Anspruch auf die Summe haben Frauen, denen im Zeitraum von 1960 bis 1991 ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung Spiralen eingesetzt wurden. Dafür kommen schätzungsweise rund 4500 Frauen infrage.

Spiralen-Skandal: Dänemark gibt Grönländerinnen Geld
11:24 Uhr

Sahara-Staubwolken breiten sich über Europa aus

20260827_Eumetsat_View_2026-08-27T0650_adj
Staubwolken aus der Sahara dringen übers Mittelmeer nach Europa vor: Aktuelle Bilder aus dem All zeigen die Situation am Morgen, 9 Uhr MESZ, aufgenommen von europäischen Wetterbeobachtungssatelliten der Meteosat-Flotte. (Foto: © EUMETSAT 2026)

Ein kräftiges Tief vor der Biskaya, welches Luft aus der Sahara anzapft, beeinflusst derzeit das Wetter in Europa. Nach langer Zeit gelangt wieder Saharastaub bis nach Deutschland, aber wohl in erträglichem Maße, wie das Wetterteam von RTL/ntv berichtet. Ein besonders dichtes Wolkenband zieht sich aktuell von Marokko und Algerien aus über Ibiza, Mallorca und Menorca quer über das westliche Mittelmeer und erreicht bei Marseille europäisches Festland. Bei vorherrschenden Südwestwinden wehen die Staubwolken auch über Korsika, Sardinien, Sizilien und bis runter nach Malta. Weite Teile des italienischen Stiefels sind ebenfalls betroffen.

Gleichzeitig sind so spät im Sommer die Meere sehr warm, besonders das Mittelmeer. Die Luft wird auf ihrem Weg aus der Sahara über das Mittelmeer damit sehr schwül und energiereich.

Sahara-Staubwolken breiten sich über Europa aus
10:54 Uhr

Betonlaterne stürzt auf Radfahrer - Lebensgefahr 

Eine umstürzende Betonlaterne hat einen 40 Jahre alten Radfahrer in Bremen am Mittwochmorgen lebensbedrohlich verletzt. Der Pedelec-Fahrer hatte auf dem Radweg angehalten, damit ein Lkw von einem Tankstellengelände auf eine Straße fahren konnte, wie die Polizei mitteilte. Beim Rückwärtsfahren stieß der Lastwagen dann gegen eine Betonlaterne. Diese brach in etwa zwei Metern Höhe ab, herabfallenden Teile trafen den wartenden Radfahrer am Kopf und Rücken. Rettungskräfte brachten den 40-Jährigen ins Krankenhaus, wo er wegen der schweren Kopf- und Rückenverletzungen notoperiert wurde.

Betonlaterne stürzt auf Radfahrer - Lebensgefahr 
10:40 Uhr

RKI-Bericht: Bereits 15.800 hitzebedingte Todesfälle in diesem Sommer

Infolge der Rekordtemperaturen in diesem Sommer sind in Deutschland bereits schätzungsweise 15.800 Menschen hitzebedingt zu Tode gekommen. Am häufigsten waren dabei Menschen ab 75 Jahren betroffen, wie aus dem Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die bundesweit erhobenen Zahlen geben Aufschluss über die geschätzte Zahl der Hitzetoten bis zum 16. August. Allein 9600 der 15.800 Menschen starben laut RKI dieses Jahr in der besonders heißen 26. Kalenderwoche, also zwischen dem 22. und dem 28. Juni. Damals gab es Rekordtemperaturen von mancherorts mehr als 41 Grad Celsius. Im Zeitraum zwischen Ende Juli und Mitte August gab es laut RKI etwa 4000 Sterbefälle infolge der Hitze.

Hitze führt nur in seltenen Fällen unmittelbar zum Tod, so beispielsweise durch Hitzschlag. In den meisten Fällen ist es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen, die zum Tod führt. Aus diesem Grund wird von hitzebedingten Todesfällen gesprochen.

RKI-Bericht: Bereits 15.800 hitzebedingte Todesfälle in diesem Sommer
10:16 Uhr

Vorher-nachher-Bilder zeigen Ausmaß der katastrophalen Sturzflut in Nepal

Wie groß die Zerstörung und wie hoch die Opferzahlen nach der verheerenden Sturzflut im Himalaja sind, lässt sich noch nicht abschätzen. Aus dem All ist das Ausmaß allerdings unmissverständlich ersichtlich. In den betroffenen Regionen sind Flüsse über die Ufer getreten, die Lawine aus Schlamm- und Gesteinsmassen hat Landstriche unter sich begraben. Viele Tote wurden erst viele Kilometer flussabwärts an der Grenze zwischen Nepal und Indien entdeckt - und waren offenbar von den Fluten extrem weit mitgerissen worden. Ein Polizeisprecher sagte, oft seien nur Leichenteile gefunden worden. Die Zahl der Vermissten ist in den vergangenen Stunden stark gestiegen. Fast 1500 Menschen werden aktuell vermisst, darunter rund 800 Ausländer. Bislang gibt es 165 Tote.

Vorher-nachher-Bilder zeigen Ausmaß der katastrophalen Sturzflut in Nepal
09:47 Uhr

Gesundheitszustand von Norwegens König Harald V. "sehr ernst"

Große Sorge um Norwegens König Harald V.: Der Gesundheitszustand des 89-Jährigen hat sich nach Angaben des Hofs erneut verschlechtert. Sein Zustand sei "sehr ernst", hieß es in einer Pressemitteilung. Kronprinz Haakon und Königin Sonja sagen deswegen ihr komplettes Programm ab. Der Monarch war bereits in der vergangenen Woche ins Krankenhaus gekommen. Wegen der Bluterkrankung hämolytische Anämie - einer Form der Blutarmut - war er mit Kortison behandelt worden, was zu einer Flüssigkeitsansammlung im Körper geführt hatte. Anschließend zog er sich zusätzlich eine bakterielle Infektion des Blutkreislaufs zu. Zuletzt hatte es geheißen, er habe auf die Antibiotika angesprochen.

Gesundheitszustand von Norwegens König Harald V. "sehr ernst"
09:34 Uhr

Kanzleramtschefin zu Ost-Wahlen: "Friedrich Merz wird danach Kanzler bleiben"

Kanzleramtschefin Nina Warken hat bekräftigt, dass Bundeskanzler Friedrich Merz unabhängig vom Ausgang der ostdeutschen Landtagswahlen im Amt bleiben wird. "Friedrich Merz wird danach Kanzler bleiben", sagte Warken im Frühstart von RTL und ntv. Die Bundesregierung müsse die gemeinsam vereinbarten Reformprojekte jetzt umsetzen. "Wir haben den Anspruch, dass wir als Bundesregierung die Dinge, die wir jetzt auch miteinander besprochen haben in der Klausurtagung, aber auch schon vor der Sommerpause, die großen Projekte Rente, Pflege, Bürokratieabbau, dass wir die gemeinsam auf den Weg bringen."

Deutschland brauche eine handlungsfähige Koalition, so die CDU-Politikerin weiter. "Wir brauchen eine Bundesregierung, die stabil miteinander arbeitet, die das Land voranbringt und die die Reformen jetzt auch gemeinsam angeht. Das ist wichtig, und das wollen wir tun - nach den Landtagswahlen genauso." Gerade in Sachsen-Anhalt droht der CDU eine empfindliche Niederlage bei der anstehenden Landtagswahl Anfang September.

Kanzleramtschefin zu Ost-Wahlen: "Friedrich Merz wird danach Kanzler bleiben"
09:23 Uhr

Mindestens acht Deutsche nach Sturzflut in Nepal vermisst 

Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Himalaya werden in Nepal mindestens acht Deutsche vermisst. Sie gehören zu den Hunderten ausländischen Reisenden, von denen nach den Schlamm- und Gerölllawinen in Nepal und der chinesischen Region Tibet jede Spur fehlt, wie die nepalesische Tourismusbehörde mitteilte.

Mindestens acht Deutsche nach Sturzflut in Nepal vermisst 
09:00 Uhr

Raser flieht mit 150 km/h durch Dortmunder Innenstadt -Polizist angefahren

Wilde Verfolgungsjagd in Dortmund: Am Mittwochabend floh ein Raser mit mehr als 150 Kilometern pro Stunde durch die Innenstadt vor der Polizei. Als er zwischenzeitlich mit vorgehaltener Waffe von einer Zivilstreife gestoppt werden konnte, legte der Mann den Rückwärtsgang ein und fuhr einen 33 Jahre alten Polizisten an, teilte die Polizei mit. Der Polizist sei leicht verletzt worden, der Fahrer danach unerkannt geflüchtet.

Die Verfolgungsjagd begann demnach mit dem Versuch, den Mann nach einem Verkehrsverstoß anzuhalten und zu kontrollieren. Bei der anschließenden Flucht habe der Fahrer mehrere rote Ampeln ignoriert und sei deutlich zu schnell gewesen. Zeugen wiesen die Polizei darauf hin, dass der Fahrer auf den Parkplatz eines Baumarkts gefahren sei. Dort kam es zu dem Zwischenfall, bei dem der Polizist angefahren wurde. Bei seiner anschließenden weiteren Flucht sei das Auto mit 154 km/h geblitzt worden. Trotz Verfolgung auch per Hubschrauber konnte das Auto flüchten.

Raser flieht mit 150 km/h durch Dortmunder Innenstadt -Polizist angefahren
08:39 Uhr

Merz wünscht sich Geschlossenheit, Miersch sagt: "Wir sind keine Abnicker"

Vor nicht einmal 24 Stunden drängt Kanzler Friedrich Merz auf der Kabinettsklausur noch einmal öffentlich darauf, dass das Rentenpaket möglichst geschlossen umgesetzt werden soll. Keinen Tag später betont SPD-Fraktionschef Matthias Miersch Änderungsbedarf. "Die Rentenkommission hat einen hervorragenden Vorschlag vorgelegt, der eine Grundlage ist. Und jetzt fängt das parlamentarische Denken an", sagte Miersch im Deutschlandfunk, verwies aber auch auf die nötige Vorlage eines Gesetzentwurfs durch das Arbeitsministerium.

Die Rentenkommission selbst habe den Auftrag gegeben, über Übergänge bei der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren nachzudenken, sagte der SPD-Politiker. Es gehe auch um Vertrauensschutz und etwa neue Instrumente wie eine Schutzrente, die diejenigen absichern solle, die körperlich hart arbeiten. "Wir geben ja nicht das Denken auf, wir sind auch keine Abnicker", fügte Miersch hinzu. Er verwies darauf, dass es gerade im Osten viele Menschen mit niedrigen Einkommen gebe, die von der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren profitiert hätten. Er räumte aber ein, dass es auch viele Gutverdiener gebe, die das Instrument nutzten. Das werde man in den parlamentarischen Beratungen berücksichtigen.

Merz wünscht sich Geschlossenheit, Miersch sagt: "Wir sind keine Abnicker"
08:01 Uhr

Mensch auf Autobahn von Fahrzeugen erfasst und getötet

Schrecklicher Vorfall in Rheinland-Pfalz: Ein Mensch ist in der Nacht auf der Autobahn 3 bei Montabaur von mehreren Fahrzeugen erfasst und getötet worden. "Die genauen Umstände sind derzeit noch unklar und Bestandteil der weiteren Ermittlungen", teilte die Polizei mit. Demnach meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer in der Nacht gegen 2.45 Uhr eine Person auf der A3 in Fahrtrichtung Frankfurt am Main. Ein Gutachter sei mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt worden, hieß es. Die Fahrbahn Richtung Frankfurt sei derzeit noch gesperrt.

Mensch auf Autobahn von Fahrzeugen erfasst und getötet
07:34 Uhr

Eros Ramazzotti muss Shows wegen OP verschieben

Eigentlich wollte Eros Ramazzotti am 16. Oktober in Toronto auf der Bühne stehen. Danach hätte er zwischen Oktober und November Station in Boston, New York, Chicago, Miami und Los Angeles gemacht und anschließend Lateinamerika beehrt. Doch daraus wird vorerst nichts. Der italienische Sänger muss wegen gesundheitlicher Probleme die Konzerte seiner "Una Storia Importante World Tour" verschieben. Der 62-Jährige legt nach einer Operation an den Stimmbändern eine Pause ein.

Der Eingriff sei gut verlaufen, heißt es in einem Statement, das der Konzertveranstalter Friends & Partners veröffentlichte. Darin erklärt der Sänger: "Ich danke euch allen für die liebevollen Nachrichten und die Anteilnahme, die ihr mir gesendet habt." Allerdings habe ihm sein Arzt ein Rehabilitationsprogramm verordnet. Dadurch sei es ihm nicht möglich, rechtzeitig für die Proben und den Start der Konzerte in Nord- und Lateinamerika bereit zu sein. Diese werden auf 2027 verschoben. "Wir werden uns stärker und vereinter als zuvor wiedersehen", so der Sänger, der seine Botschaft mit dem Wort "Love" und Herz-Emojis abschloss.

601400063
Eros Ramazzotti muss erst einmal seine Stimme schonen, bevor er wieder Konzerthallen füllen kann. (Foto: picture alliance / Sipa USA)
Eros Ramazzotti muss Shows wegen OP verschieben
06:56 Uhr

Expertin: Trump hat Kanada provoziert

Seit dem Scheitern der Handelsgespräche zwischen Washington und Ottawa Ende vergangener Woche ist der Streit zwischen den Nachbarländern eskaliert. Die USA verhängten am Wochenende Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar (rund 17 Mrd. Euro). Kanada kündigte daraufhin Gegenzölle ungefähr im selben Wert an und legte ein milliardenschweres Hilfspaket für betroffene Branchen in Kanada auf. Nach Einschätzung der US-Expertin Laura von Daniels provozierte die Regierung von US-Präsident Donald Trump die Kanadier im Handelsstreit mit harten Verhandlungspositionen. Die Forderungen reichten bis in den Bereich der Sprach- und Kulturpolitik, sagte die Politökonomin der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).

Für den kanadischen Premierminister Mark Carney sei das eine Frage der Souveränität. "Einmischung in nationale Regulierung verbietet sich", sagte von Daniels. Zudem seien kanadische Verhandler als sehr robust bekannt, vor allem wenn es um Interessen kanadischer Milchproduzenten oder um die Stahl- und Auto-Industrie gehe. Man müsse aber auch sehen: "Bisher sind die neuen US-Zölle noch relativ milde und auf weniger wichtige Produkte begrenzt." Weiter gehende Zolldrohungen, bei denen es für Kanada richtig teuer würde, etwa bei Autos und Autoteilen, würden erst im Januar 2027 in Kraft treten. "Das lässt einigen zeitlichen Spielraum für weitere Verhandlungen."

Expertin: Trump hat Kanada provoziert
06:50 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

nach der verheerenden Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet müssen die örtlichen Behörden die Zahl der Toten und Vermissten immer weiter nach oben korrigieren. Stand jetzt werden nach Angaben aus Nepal 826 Menschen vermisst. Darunter seien mindestens 579 Touristen aus dem In- und Ausland, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Bisher wurden auf beiden Seiten der Grenze 165 Tote geborgen, in Tibet werden nach chinesischen Angaben bisher noch Menschen vermisst. Die Gesamtzahl in beiden Ländern beträgt nunmehr 1300 Vermisste.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS wurde die Sturzflut von einem Gletscherabbruch ausgelöst. Die USGS, die zunächst ein Erdbeben als Ursache für das Unglück vermutet hatte, erklärte, die gemessene seismische Aktivität sei auf die abgehende Eis- und Gerölllawine zurückzuführen gewesen. Wir behalten die Lage in dem Katastrophengebiet für Sie im Blick.

Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:

  • Rente, Steuern, Krankschreibungen: In den nächsten Wochen haben die Bundestagsfraktionen von Union und SPD große Reformvorhaben auf dem Tisch. Am Aasee in Münster wollen sich die Fraktionsspitzen bis Freitag bei einer Klausur auf die Arbeit einschwören.

  • Bundeskanzler Friedrich Merz lädt zu einem kleinen EU-Gipfel zur Haushaltsplanung ein. Im Kanzleramt in Berlin treffen sich Staats- und Regierungschefs der Länder, die - wie Deutschland - den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Haushaltsansatz für 2028 bis 2034 deutlich verkleinern wollen. Dazu gehören die Niederlande, Dänemark, Österreich, Finnland, Belgien und Schweden.

  • Merz ist später zu Besuch beim RTL-Format "Am Tisch mit Friedrich Merz" (ab 22.15 Uhr bei RTL und im Stream bei RTL+). Der Bundeskanzler stellt sich den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern im Studio.

  • Der Grünen-Bundesvorstand geht bis Freitag in Berlin in Klausur. Um 11.30 Uhr geben die Bundesvorsitzenden Franziska Brantner und Felix Banaszak eine Erklärung ab.

  • Der Einsatzgruppenversorger "Berlin" läuft um 12 Uhr in Wilhelmshaven zu einem Nato-Einsatz aus. Der Versorger schließt sich der Standing Nato Maritime Group 1 an, die aus Zerstörern und Fregatten besteht.

  • Um 9.30 Uhr tritt VW-Technik-Vorstand Thomas Schmall bei einer Betriebsversammlung im Werk Chemnitz vor die Belegschaft. Es geht um Pläne für Sparmaßnahmen bei VW.

  • Dänemarks Parlament stimmt über einen Gesetzentwurf ab, der eine Entschädigung für Grönländerinnen im sogenannten Spiralen-Skandal vorsieht.

  • Der SC Freiburg will im Heimspiel gegen den FC Motherwell um 18.45 Uhr (SWR) in die Ligaphase der Conference League einziehen. Freiburg hatte im Playoff-Duell das Hinspiel mit 3:1 gewonnen.

  • Die vier deutschen Klubs in der Champions League erfahren heute bei der Auslosung in Monaco ihre Gegner. Von 18 Uhr an werden im Grimaldi Forum mittels einer Software die Paarungen für Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und den VfB Stuttgart ermittelt.

Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:33 Uhr

Heidi Reichinnek stellt CDU Bedingungen für Zusammenarbeit

In ihrem Heimatland wird in wenigen Tagen gewählt. Nun stellt die Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, der CDU in Sachsen-Anhalt Bedingungen für eine mögliche Zusammenarbeit im Falle einer Minderheitsregierung. "Wir werden mit niemandem zusammenarbeiten, der am Ende AfD-Politik umsetzen will", sagte Rechinnek der "Augsburger Allgemeinen". Die Linke wolle "Verbesserungen für die Menschen" erreichen. Ihre Forderungen müssten sich daher "klar im Haushalt niederschlagen, denn dort wird es für den Alltag der Menschen konkret".

Reichinnek verwies auf Sachsen, wo die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Michael Kretschmer in einem Konsultationsmechanismus mit allen im Landtag vertretenen Parteien außer der AfD zusammenarbeitet. Reichinnek kritisierte den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU für eine Kooperation mit der Linken, obwohl die Partei in Sachsen und Thüringen faktisch zusammenarbeite. "Dass die Union ihre Brandmauer zur Linken weiter hochzieht, während sie die zur AfD Stück für Stück zertrümmert, sagt ja auch eine Menge über diese Partei aus."

Heidi Reichinnek stellt CDU Bedingungen für Zusammenarbeit
05:56 Uhr

Trump erklärt nationalen Notstand - wegen Stromnetz

US-Präsident Donald Trump hat wegen ausländischer Technik im US-Stromnetz einen nationalen Notstand erklärt. Per Dekret untersagte er US-Unternehmen, bestimmte im Ausland hergestellte Teile zu kaufen, zu importieren oder in Stromerzeugungs- und Übertragungsanlagen in den USA zu installieren. Solche Teile könnten der US-Regierung zufolge technische "Hintertüren" enthalten, über die sie auf staatliche Anweisung gesteuert oder sogar abgeschaltet werden könnten. Trump verwies in diesem Zusammenhang auf den Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) und die erforderlichen Rechenzentren, die extrem viel Strom verbrauchen. Eine stabile Stromversorgung sei daher wichtiger als je zuvor, erklärte Trump.

Das Verbot gilt für Länder, die einem US-Waffenembargo oder Sanktionen unterliegen oder nach Einschätzung Washingtons gegen US-Interessen verstoßen. China wird in dem Dekret zwar nicht namentlich genannt, in den USA wird aber schon seit Jahren über mögliche Sicherheitsrisiken wegen chinesischer Stromnetz-Komponenten diskutiert. Der Fall erinnert zudem an das Vorgehen gegen die chinesischen Konzerne Huawei und ZTE, die vom Ausbau der Mobilfunknetze in den USA ausgeschlossen worden waren.

Trump erklärt nationalen Notstand - wegen Stromnetz