Das war Dienstag, der 7. Juli 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
zwei einflussreiche Rechtspopulisten standen heute im Fokus: Die politische Zukunft von Nigel Farage in Großbritannien und Marine Le Pen in Frankreich war in den vergangenen Wochen (bei Le Pen schon länger) ungewiss. Doch nach dem heutigen Tag ist klar: In naher Zukunft werden sich die beiden nicht von der politischen Bühne verabschieden. Während Le Pen nach einem Gerichtsurteil bei der französischen Präsidentschaftswahl antreten kann - wohl mit Fußfessel - legt Farage sein Parlamentsmandat zwar nieder, will es sich aber sofort zurückholen.
Auch diese Themen haben uns heute beschäftigt:
Die Farce ums schwarz-rote Heizungsgesetz ist perfekt, von Sebastian Huld
Wie Russland seine Armee auffüllt, ohne es zuzugeben, von Artur Weigandt
Russland gibt das Ziel nicht auf, Kiew unbewohnbar zu schießen, von Denis Trubetskoy
Furioses WM-Comeback: Messi rettet Titelverteidiger Argentinien
Nato flext für Trump: Good Cop, Bad Cop und Fremdschäm-Cop, von Frauke Niemeyer
Damit verabschiede ich mich in den Feierabend, kommen Sie gut durch die Nacht!
Herzliche Grüße aus Berlin
Ihr David Schäfer
Leichnam von Chamenei im Nachbarland eingetroffen - Irak ruft Feiertag aus
Im Rahmen der Trauerfeierlichkeiten für den getöteten obersten Führer des Iran ist der Leichnam von Ayatollah Ali Chamenei im Irak eingetroffen. Das irakische Staatsfernsehen übertrug die Ankunft des Flugzeugs, der Chameneis Sarg zum Flughafen Nadschaf brachte. Dort war kurz zuvor bereits Irans Präsident Masud Peseschkian eingetroffen, um an den Trauerfeierlichkeiten im Irak teilzunehmen. Auch ranghohe irakische Politiker wie Regierungschef Ali al-Saidi waren vor Ort, ebenso der Befehlshaber der für Auslandseinsätze zuständigen Al-Kuds-Brigade der iranischen Revolutionsgarden, Esmail Kaani.
Die irakische Regierung erklärte Mittwoch zum Feiertag. Die Prozessionen sollten um 06.00 Uhr (Ortszeit, 05.00 Uhr MESZ) in der heiligen Stadt Nadschaf beginnen. Bereits im Vorfeld trafen Trauernde in Nadschaf ein, um an einer sechs Kilometer langen Prozession teilzunehmen. Sie sollte am majestätischen Schrein von Imam Ali - dem Schwiegersohn des Propheten Mohammed und dem ersten schiitischen Imam - gipfeln. Die Hauptstraßen der Stadt wurden mit Willkommensbannern und großen Porträts Chameneis geschmückt. Nach Nadschaf soll Chameneis Leichnam nach Kerbela geflogen werden. Dort soll eine weitere Prozession stattfinden, die an den Schreinen von Imam Hussein und seinem Bruder Abbas endet.
Attacken auf Tanker: USA setzen Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft
Die USA haben als Reaktion auf Attacken auf Öltanker in der Straße von Hormus eine Ausnahmegenehmigung zum Verkauf von iranischem Öl widerrufen. Die Ölpreise zogen daraufhin deutlich an, die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI verteuerten sich nachbörslich um jeweils mehr als drei Prozent. Ein US-Regierungsvertreter bezeichnete das Vorgehen des Iran als völlig inakzeptabel und warnte vor Konsequenzen. Eine Stellungnahme der Regierung in Teheran lag zunächst nicht vor, auch bekannte sich niemand zu den Angriffen. In den vergangenen Tagen waren nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO drei Tanker in und nahe der strategisch wichtigen Meerenge von unbekannten Projektilen getroffen worden.
Die jüngste Eskalation gefährdet die diplomatischen Bemühungen zwischen Washington und Teheran. Beide Seiten arbeiten an einem Abkommen, das eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms im Gegenzug für eine Lockerung von Sanktionen vorsieht. Trotz der Spannungen setzten die Unterhändler ihre Arbeit an einer endgültigen Einigung ernsthaft fort, erklärte der US-Vertreter weiter. Durch die Straße von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman wird etwa ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls verschifft. Für den Iran sind die Ölexporte, die in den vergangenen Jahren trotz bestehender Beschränkungen vor allem nach China ausgeweitet wurden, eine der wichtigsten Einnahmequellen.
Doch kein Kampf gegen "Establishment"? Andere Parteien lassen Farage auflaufen
Der Chef der britischen Rechtspopulisten, Nigel Farage, steht wegen eines nicht deklarierten Millionengeschenks unter Druck. Nun geht er in die Offensive - doch sein Plan könnte nach hinten losgehen. Der Politiker, dessen Partei Reform UK derzeit in Großbritannien die Umfragen anführt, hatte am frühen Nachmittag angekündigt, sein Parlamentsmandat niederlegen zu wollen - um in einer Nachwahl erneut anzutreten.
"Ich war in meinem Leben noch nie wütender", sagte Farage in einer emotionalen Ansprache, in der er den Medien eine Kampagne gegen sich und seine Familie vorwarf. Seine Sicherheit und die seiner Angehörigen würden aufs Spiel gesetzt. Die Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises Clacton in der Grafschaft Essex sollten nun über sein Handeln urteilen, sagte er. "Ich werde kämpfen, um zu gewinnen." Bei der Nachwahl trete nun "das Volk gegen das Establishment" an. Doch das angebliche "Establishment" wird möglicherweise gar nicht antreten. Mehrere Parteien, darunter die Regierungspartei Labour, kündigten an, niemanden aufstellen zu wollen und bezeichneten die Wahl als Trick des Parteichefs. Noch-Premierminister Keir Starmer von der Labour-Partei sprach nach der Ankündigung von Farage von einem "verzweifelten Stunt". Der Reform-Chef stecke "bis zum Hals in Skandalen".
Marode Schulen, kaputte Straßen: Städte schlagen vorm Kanzleramt Alarm
Die Finanznot vieler Gemeinden ist so groß, dass ein Bündnis aus Kommunalpolitikern zu einer drastischen Maßnahme greift. Mit Feuerwehr- und Einsatzfahrzeugen wollen sie auf ihre Lage aufmerksam machen. Ein Bürgermeister spricht von der "Spitze des Eisberges".
Bekannter US-Senator "hirntot"? Auch Kollegen rätseln über Zustand von Mitch McConnell
Rätselraten um den Gesundheitszustand des bekannten US-Senators Mitch McConnell: Ein vierwöchiger Krankenhausaufenthalt des 84-jährigen Republikaners hat in Washington Spekulationen genährt, das Kongress-Urgestein liege womöglich im Sterben. Ein Sprecher erklärte auf Anfrage, McConnell sei "dankbar für die große Welle der Unterstützung, die ihm während seiner weiteren Genesung im Krankenhaus zuteil wird". Die Polit-Aktivistin Laura Loomer, die Präsident Donald Trump nahesteht, hatte die Gerüchteküche angeheizt. Sie schrieb am Montag im Onlinedienst X, sie habe aus dem Weißen Haus erfahren, dass McConnell "hirntot" sei. "Er kommt nicht zurück", zitierte sie die ungenannte Quelle.
McConnell war am 14. Juni ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sein Büro erklärte dazu lediglich, er erhalte eine "ausgezeichnete Versorgung". Medien berichteten, Rettungskräfte seien wegen einer bewusstlosen Person zu McConnells Adresse gerufen worden, es seien Maßnahmen zur Wiederbelebung eingeleitet worden. Bestätigt wurden die Angaben nicht. "Viele von uns äußern sich nicht zu Mitch McConnells Gesundheitszustand, weil wir nichts über seinen Zustand wissen", schrieb der republikanische Senator Mike Lee auf X.
Wegner erneut wegen möglicher Falschaussage über Stromausfall-Management unter Druck
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner steht erneut wegen seiner Kommunikation über den ersten Tag des großen Stromausfalls im Fokus. Anders als zunächst behauptet, habe der CDU-Politiker am 3. Januar vormittags nicht dienstlich zu dem Blackout telefoniert, wie der "Tagesspiegel" mit Berufung auf Informationen der Senatskanzlei berichtet. Vor 12.45 Uhr sei kein Telefonat geführt worden. Auf dpa-Anfrage äußerte sich die Senatskanzlei nicht weiter dazu.
"Vielmehr fand der Austausch per Textnachrichten statt", teilte die Senatskanzlei der Zeitung mit. Um 12.45 Uhr telefonierte Wegner demnach mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey. Im Interview mit Welt TV hatte Wegner am 7. Januar gesagt: "Ich habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu führen. Ich habe mit den Krisenstäben telefoniert, mit Stromnetz." Daran kamen jedoch bald Zweifel auf. Der "B.Z." sagte Wegner am 24. März: "Ja, ich habe kommunikative Fehler gemacht und möchte mich dafür bei allen Berlinerinnen und Berlinern entschuldigen." Die Zeitung berichtete damals, Wegner habe vormittags über Textnachrichten mit seinem Stab kommuniziert, erwähnte aber kein dienstliches Telefonat.
Junge Fußballer betroffen: Missbrauchsverdacht bei Trainer im Raum München weitet sich aus
Im Ermittlungsverfahren gegen einen ehemaligen Fußball-Jugendtrainer sind weitere Missbrauchsfälle bekannt geworden. Nach Angaben der Polizei München gibt es mindestens fünf minderjährige Opfer. Bis vor wenigen Monaten und der Festnahme des Mannes Ende 2025 war man noch von zwei Opfern ausgegangen. Bei den bisher ermittelten Taten waren Jungen zwischen acht und 16 Jahren betroffen, teilte die Polizei mit.
Der 43-Jährige steht im Verdacht, minderjährige Fußballer in München und im Umland über mehrere Jahre hinweg sexuell missbraucht zu haben. Die bisher bekannten Taten stehen in Zusammenhang mit gemeinsamen Filmabenden und Übernachtungen in nationalen und internationalen Fußballcamps. Die erste bekannte Tat soll in einem Trainingscamp in Köln im Jahr 2009 passiert sein. Der Beschuldigte befindet sich seit Dezember 2025 in Untersuchungshaft. Er war seit 2005 als Fußballtrainer aktiv.
Wolkenkratzer in Manhattan droht einzustürzen - Menschen müssen auch benachbarte Gebäude verlassen
Ein einsturzgefährdeter Wolkenkratzer in New York hat einen Alarm im morgendlichen Berufsverkehr ausgelöst. Polizei und Rettungsdienste räumten am Vormittag (Ortszeit) mehrere Straßen und Gebäude rund um das Hochhaus in der East 42nd Street unweit des Chrysler-Gebäudes und des Sitzes der Vereinten Nationen. Zwei tragende Säulen in dem 38-stöckigen Turm hätten sich verformt, teilte die Feuerwehr mit. Der ehemalige Hauptsitz des Pharmakonzerns Pfizer wird derzeit in ein Wohngebäude umgebaut.
Nach einem Bericht der "New York Times" wurden die Rettungsdienste wegen herabfallender Steine alarmiert. "Beim Eintreffen stellten die Einheiten fest, dass sich zwei Säulen im 21. und 22. Stock verformt hatten", erklärte die Feuerwehr. "Die Böden zwischen dem 21. und 26. Stock hängen durch." Menschen in umliegenden Hotels, Geschäftsgebäuden und Wohnungen wurden in Sicherheit gebracht, auch eine Schule musste geräumt werden. Demnach waren etwa 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Einsatz. Polizisten sperrten Straßen ab, wie AFP-Reporter berichteten. Berichte über Verletzte gab es vorerst nicht. Die Behörden setzten eine Drohne ein, um das Ausmaß der Schäden zu begutachten.
Kontakt zu jungem Kind hilft ihm nicht: Erfolgreicher Rapper darf abgeschoben werden
Der wegen Drogendelikten im Gefängnis sitzende Rapper 18 Karat darf aus Deutschland nach Portugal abgeschoben werden. Eine Eilbeschwerde des in Portugal geborenen Musikers gegen einen entsprechenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen wies das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster zurück. Der Beschluss ist unanfechtbar.
Das Landgericht Dortmund hatte 18 Karat wegen mehrerer Betäubungsmitteldelikte zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Stadt Dortmund stellte zudem den Verlust des europäischen Freizügigkeitsrechts fest und drohte die Abschiebung nach Portugal an. Einen Eilantrag des 40-Jährigen lehnte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Freitag ab, dies bestätigte nun die nächste Instanz. Das Oberverwaltungsgericht ließ den Einwand von 18 Karat nicht gelten, er habe Kontakt zu seiner Familie und einem noch sehr jungen Kind - dies ändere nichts an der von ihm ausgehenden Gefahr weiterer erheblicher Straftaten. 18 Karat veröffentlichte mehrere Alben, die es in die Top-Ten der deutschen Charts schafften.
Gewaltige Schlammlawine reißt alles mit sich
Nach tagelangem Starkregen geht eine gewaltige Schlammlawine im Bezirk Wayanad im Süden Indiens ab. Eine Überwachungskamera filmt den Moment des Erdrutschs. Mindestens fünf Menschen sterben, Rettungskräfte suchen weiter nach Vermissten.
Wohnungen verwanzt? Prinz Harry und Elton John verlieren gegen Boulevardmedien
Der britische Prinz Harry sowie Pop-Star Elton John sind mit ihrer Klage wegen fragwürdiger Recherchemethoden gegen die Mediengruppe Associated Newspapers Ltd. (ANL) gescheitert. Die Kläger hätten ihre Anschuldigungen gegen den Herausgeber der Boulevardzeitungen "Daily Mail" und "The Mail on Sunday" in dem elfwöchigen Prozess nicht bewiesen, hieß es in dem schriftlichen Urteil des Londoner High Court, das heute veröffentlicht wurde. Ihre Forderungen würden daher zurückgewiesen.
Die Anwälte von Prinz Harry hatten "substanzielle" Entschädigungszahlungen des Medienkonzerns an ihren Mandanten und die sechs übrigen Klägerinnen und Kläger verlangt. Dazu zählte außer Elton John auch die britische Schauspielerin Elizabeth Hurley. Der jüngere Sohn des britischen Königs Charles III. und die übrigen sechs Klägerinnen und Kläger hatten dem Verlag ANL unter anderem vorgeworfen, Privatdetektive angeheuert zu haben, um Autos und Wohnungen zu verwanzen sowie illegal private Telefongespräche abzuhören. Zudem hätten die Detektive falsche Identitäten angegeben, um an medizinische Unterlagen zu gelangen. Die Taten waren den Klägern zufolge zwischen 1993 und 2018 begangen worden sein.
Farage legt Mandat nieder - und macht Kampfansage ans "Establishment"
Der Chef der britischen Rechtspopulisten, Nigel Farage, legt sein Parlamentsmandat nieder - und will in einer Nachwahl erneut antreten. Das sagte der Vorsitzende der Partei Reform UK, die derzeit in Großbritannien die Umfragen anführt, bei einer Pressekonferenz in London. Der einstige Brexit-Vorkämpfer Farage war zuvor wegen umstrittener Spenden und Zuwendungen in die Schlagzeilen geraten.
"Ich war in meinem Leben noch nie wütender", sagte Farage in einer emotionalen Ansprache, in der er den Medien eine Kampagne gegen sich und seine Familie vorwarf. Seine Sicherheit und die seiner Angehörigen würden aufs Spiel gesetzt, so Farage. Die Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises Clacton in der Grafschaft Essex sollten nun über sein Handeln urteilen, sagte er. "Ich werde kämpfen, um zu gewinnen." Abgeordnete in Großbritannien müssen ihre Nebeneinkünfte und Spenden offenlegen - auch für den Zeitraum von bis zu einem Jahr vor ihrer Wahl. Das hatte Farage in den vergangenen Wochen immer wieder lästige Nachfragen durch Journalisten eingebracht. Bei der Nachwahl trete nun "das Volk gegen das Establishment" an, sagte Farage laut BBC.
Gesamte Familie bei ihm: Schlagerlegende Ralph Siegel liegt im künstlichen Koma
Schlagerkomponist Ralph Siegel liegt im künstlichen Koma. Die Familie bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit eines von ihr verfassten Beitrags auf Instagram zum Gesundheitszustand des 80-jährigen Komponisten. Demnach könne Siegel selbstständig atmen. Auf Instagram schrieben Siegels Ehefrau Laura und seine Töchter Giulia und Alana weiter, die gesamte Familie sei zusammen und auf den Vater konzentriert: "Wir blicken mit Zuversicht auf die kommenden Tage." Giulia Siegel bestätigte auf Nachfrage die Echtheit des Beitrags. Weitere Auskünfte zum Gesundheitszustand des Komponisten sollte es zunächst nicht geben.
Ralph Siegel war in den vergangenen Jahren mehrfach schwer erkrankt, unter anderem an Krebs, und leidet zudem an der schmerzhaften Nervenkrankheit Polyneuropathie. Siegel hat mehr als 2000 Lieder geschrieben und/oder produziert, darunter "Fiesta Mexicana", "Griechischer Wein", "Ein bisschen Spaß muss sein", "Moskau" und den Über-Hit "Ein bisschen Frieden", der ihm und Sängerin Nicole 1982 den ersten Platz beim Eurovision Song Contest (ESC) bescherte, der damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson hieß.
Flammen springen über: Lkw-Unfall wird in Kalifornien zu größerem Unglück
In Kalifornien artet ein Verkehrsunfall zu einem noch größeren Unglück aus: Die Flammen des Sattelzugs springen von dem Fahrzeug auf die umliegende Vegetation über, wo sie zu einem Buschbrand führen. Die Einsatzkräfte sperren mehrere Fahrspuren.
Ermittler: Auftragsmorde in Frankfurt verhindert - sollte potenzieller Killer die Taten filmen?
Ermittler haben in Frankfurt am Main möglicherweise mehrere geplante Auftragsmorde verhindert. Fünf mutmaßliche Drahtzieher wurden festgenommen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und das Zollfahndungsamt Frankfurt mitteilen. Demnach wurden sie am Freitag vor einer geplanten Tat gefasst. Bei einer anschließenden Durchsuchung beschlagnahmten die Ermittler unter anderem zwei scharfe Schusswaffen und 50 Schuss Munition.
Die Zollfahnder erfuhren den Angaben zufolge am Freitag bei Ermittlungen, dass die Gruppe plante, noch am selben Tag mindestens einen Menschen in der Frankfurter Innenstadt zu erschießen. Die Festgenommenen seien 18 und 19 Jahre alt. Unter ihnen befinde sich auch der vorgesehene Schütze für die Auftragsmorde. Mit einer Videobrille hätte er die Tat filmen sollen. Ein Ermittlungsrichter ordnete am Samstag Untersuchungshaft für die fünf Festgenommenen an.
Graffiti-Künstler erklimmt 140-Meter-Pfeiler - Spezialkräfte im Einsatz
Im australischen Melbourne hat sich ein Street-Art-Künstler eine stundenlange Auseinandersetzung mit der Polizei geliefert. Der 22-Jährige kletterte auf einen 140 Meter hohen Brückenpfeiler, sprühte den Cartoonvogel "Pam the Bird" auf und weigerte sich daraufhin, herunterzukommen. Der Verkehr stand still, Spezialkräfte sowie die Wasserpolizei waren im Einsatz. Berichten zufolge wurde der Künstler inzwischen festgenommen.
Tausende gefälschte Kondome in Europa entdeckt
Wer Kondome verwendet, will sich darauf verlassen können, dass sie sicher sind. Doch wie das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) mitteilt, wurden auf dem europäischen Markt 200.000 gefälschte Verhütungsmittel aus China ohne Prüfung und mit falschem Logo angeboten. Betroffen sei eine bekannte Marke - den genauen Namen nannte die Behörde mit Sitz in Brüssel auf Anfrage nicht.
"Gefälschte Kondome sind gefährlich. Sie sind nicht getestet, unkontrolliert und unsicher", sagte Olaf-Direktor Petr Klement der Mitteilung zufolge. Solche Produkte ermöglichten die Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten. Die gefälschten Präservative erfüllen der Behörde zufolge nicht die EU-Qualitätsanforderungen für medizinische Güter, wenn es etwa um Tests auf Haltbarkeit, Stabilität oder Verunreinigungen geht.
Hauptverdächtige nach Monaco-Anschlag tot bei Kiew gefunden
Bei einem Sprengstoffanschlag in der vergangenen Woche wurde Wadym Jermolajew, ein aus der Ukraine stammender Oligarch in Monaco, verletzt. Nun ist die Hauptverdächtige erschossen aufgefunden worden. Die Leiche der 39-jährigen Ukrainerin sei am späten Montagabend in der Nähe von Kiew entdeckt worden, meldete zunächst die Zeitung "Ukrajinska Prawda" unter Berufung auf Insider. Zwei weitere Verdächtige seien zudem festgenommen worden. Bei einem handele es sich um einen Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes HUR, bei dem anderen um einen ehemaligen Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden. Inzwischen bestätigte die Polizei, dass es sich bei der Toten um die gesuchte Ukrainerin handelt.
Nach AfD-Post: Heino will mindestens 30.000 Euro
Eine Wahlwerbung mit Heino hat für die AfD möglicherweise ein teures Nachspiel. Der Volksmusiker habe beim Landesgericht Innsbruck eine Klage wegen immateriellen Schadens über 30.000 Euro eingereicht, sagte sein Manager Helmut Werner. Es seien durch die AfD Uckermark Persönlichkeitsrechte und Markenrechte des 87-Jährigen verletzt worden. Grundsätzlich wehre sich Heino gegen die Vereinnahmung seiner Person für politische Zwecke, so Werner. Die AfD-Wahlwerbung sei ein Nährboden dafür, dass Heino in die rechte politische Ecke gestellt werde, wo er nicht hingehöre, sagte Werner. Der AfD-Politiker Felix Teichner hatte vor der Landratswahl in der Uckermark im April in sozialen Medien geschrieben: "Am Sonntag würde Heino Felix wählen." "Das hätte er nicht getan", sagte Werner jetzt.
Acht Menschen sterben im Schnitt pro Tag im Straßenverkehr
Auf Deutschlands Straßen starben 2025 mehr Menschen als im Jahr davor: Im Schnitt sind pro Tag acht Menschen im Straßenverkehr in Deutschland ums Leben gekommen. Insgesamt starben 2025 mehr als 2.800 Menschen bei solchen Unfällen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren demnach 62 Getötete mehr als 2024. Laut Mitteilung wurden auch mehr Menschen verletzt. Die Zahl stieg um etwa 1,7 Prozent auf etwa 371.000. Die große Mehrheit davon - etwa 322.000 - wurde bei Unfällen leicht verletzt. Doch die Statistiker betonten, langfristig betrachtet gehe die Zahl der Unfallopfer im Straßenverkehr stark zurück. "So wurden beispielsweise 1995 noch rund 9.500 Menschen bei einem Unfall getötet und über 500.000 verletzt."
Tschechien darf Neonazi Liebich ausliefern
Tschechien darf Marla Svenja Liebich an Deutschland ausliefern. Das Oberlandesgericht in Prag habe Liebichs Beschwerden gegen die Auslieferung abgelehnt, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Liebich hatte zuvor Beschwerde gegen seine Auslieferung von Tschechien nach Deutschland eingereicht. Zudem war demnach einen Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin gestellt worden, die mit dem Fall befasst war.
Zaun schützt Zaun für Zauneidechsen - kein Tier in Sicht
Stacheldraht, Kameras und mehrere Schutzzäune: Das Ganze wirkt fast wie ein Gefängnis, doch eigentlich sollen die Maßnahmen im hessischen Reiskirchen einen kleinen, grünen Plastikzaun schützen. Dieser soll wiederum Zauneidechsen von einer Baustelle für eine neue Umgehungsstraße fernhalten. Das Problem: Die Anlage wird immer wieder beschädigt, doch es darf nur weitergebaut werden, wenn es einen lückenlosen Schutz für die kleinen Tiere gibt. Dabei wurde auf der Baustelle bislang keine einzige Zauneidechse entdeckt. Hier sehen Sie den Baustellen-Ärger im Video:
Explosionen in Damaskus in Nähe von Macrons Hotel
Während des Syrien-Besuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron hat es in der Hauptstadt Damaskus zwei Explosionen gegeben. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, war zunächst eine Explosion zu hören. Wenige Sekunden später sei in der Nähe des Hotels, in dem Macron nach Angaben der Beobachtungsstelle untergebracht ist, eine zweite, stärkere Detonation zu hören gewesen. Sicherheitskräfte hätten das umliegende Gebiet abgesperrt. Offizielle Angaben zur Ursache der Explosionen sowie zu möglichen Schäden oder Opfern liegen noch nicht vor.
Macron war am späten Montagabend als erster Staatschef eines EU-Mitgliedslandes seit 2010 zu einem Besuch nach Syrien gereist. Ungeachtet der Berichte über die Explosionen meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA, Macron treffe derzeit im Präsidentenpalast mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa zusammen. Der Pariser Élysée-Palast teilte mit, Präsident Macron gehe es gut. Er befindet sich im syrischen Präsidentenpalast, wo erweiterte Gespräche mit Delegationen beider Länder laufen.
Höchste Hitze-Alarmstufe in Teilen von Spanien - bis zu 42 Grad möglich
Wegen befürchteter Temperaturen von bis zu 42 Grad hat der spanische Wetterdienst Aemet für Teile von drei östlichen Regionen des Landes die höchste Hitze-Alarmstufe Rot ausgerufen. Teile der Regionen Aragonien, Katalonien und Valencia mit bei Touristen beliebten Stränden und Städten wie Barcelona gehörten zu den am schwersten betroffenen Gebieten der erneuten Hitzewelle in Südeuropa, hieß es zur Begründung. Die Hitzewelle soll bis mindestens Donnerstag dauern.
Auch Spaniens Nachbarland Frankreich leidet unter der aktuellen Hitzewelle. Für Dienstag rief der Wetterdienst Météo-France für 61 Départements die zweithöchste Alarmstufe Orange aus. Erwartet wurden demnach 35 bis 41 Grad, die höchsten Temperaturen davon im Südwesten. In den Pyrenäen kämpft die französische Feuerwehr gegen einen Waldbrand, durch den nach Behördenangaben mindestens 16 Menschen verletzt wurden. Auch in Portugal wüten derzeit Waldbrände.
Durchschnittliche Lebenserwartung steigt um mehrere Monate
Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt ist bei beiden Geschlechtern auf neue Höchstwerte gestiegen: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts betrug sie 2025 für Frauen 83,6 Jahre und für Männer 79,1 Jahre. Wie die Behörde mitteilte, stieg die Lebenserwartung damit verglichen mit dem Vorjahr um knapp zwei Monate bei den Frauen und um etwa drei Monate bei den Männern.
Während der Corona-Jahre hatte es Rückgänge der Lebenserwartung bei Geburt gegeben, seitdem ging es aber für Frauen und Männer bergauf. Verglichen mit dem Jahr 2022 legte die Lebenserwartung bei Frauen statistisch gesehen um neun Monate und bei Männern um fast 13 Monate zu. Für die einzelnen Bundesländer gibt die Behörde Dreijahreszeiträume an, also aktuell den Zeitraum 2023 bis 2025. Hier lag Baden-Württemberg vorn, sowohl bei den Frauen (84,4 Jahre) als auch bei den Männern (80,3 Jahre). Die niedrigsten Werte gab es für Frauen im Saarland (82,0 Jahre) und für Männer in Sachsen-Anhalt (76,4 Jahre). Die Differenz zwischen den Geschlechtern zugunsten der Frauen ist in Mecklenburg-Vorpommern mit über sechs Jahren am größten.
"Lächerlicher" Nato-Beitrag? Wadephul kontert Trump
Bundesaußenminister Johann Wadephul verteidigt vor dem Nato-Gipfel in Ankara die deutschen Verteidigungsausgaben gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump. "Wir schauen auf die Zahlen und die zeigen nach oben", sagte der CDU-Politiker im "Deutschlandfunk". Deutschland werde das Ziel von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung bis Ende des Jahrzehnts erreichen. "Wir übertreffen bei unseren Ausgaben viele unserer Partner", so Wadephul. "Es wird auch in Washington gesehen, was Deutschland macht."
Trump hatte vor dem zweitägigen Nato-Gipfel in Ankara erneut die Höhe der Verteidigungsausgaben großer europäischer Partner wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien kritisiert. Auch Deutschlands Nato-Beitrag nannte er "lächerlich".
Saugroboter explodiert - Australier lebensgefährlich verletzt
Saugroboter erfreuen sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit, doch dieser Vorfall in Australien dürfte Nutzer eines solchen Alltagshelfers aufhorchen lassen: Im australischen Perth ist ein Saugroboter explodiert - ein 25 Jahre alten Mann wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Das Gerät sei Ende vergangener Woche in der Küche seines Hauses im Vorort Brabham plötzlich in Flammen aufgegangen, berichtete der Sender Sky News Australia unter Berufung auf die Feuerwehr und die Familie des Mannes. Das Opfer erlitt bei dem Unglück Verbrennungen an 75 Prozent seines Körpers. Fenster seien zudem aus dem Haus gerissen und Wände durch das Feuer geschwärzt worden. Die Brandermittler stuften die Ursache derweil als Unfall infolge eines Defekts an dem Gerät ein.
Mindestens 15 Tote und Hunderte Verletzte durch Gewitterstürme in China
Durch Gewitter und starke Stürme sind in Zentral- und Südchina mindestens 15 Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt worden. Die Zahl der Verletzten betrage derzeit 275, berichteten staatliche Medien. Aus einigen Regionen seien auch Tornados gemeldet worden. Zehntausende Menschen seien evakuiert worden, neun Menschen würden vermisst.
In der südlichen Region Guangxi riefen die Behörden in der Hauptstadt Nanning die höchste Hochwasser-Alarmstufe aus, nachdem sintflutartige Regenfälle Dämme zum Bersten gebracht hatten. Durch den Regen brachen unter anderem Teile der Mauer eines Staudamms. Videoaufnahmen zeigten, wie eine Flut aus schlammigem Wasser durch die zerborstene Betonstruktur bricht.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
es ist ein folgenschweres Urteil, das heute in Paris erwartet wird. Für Marine Le Pen als Frontfrau der französischen Rechten geht es darum, ob sie Präsidentin werden kann. Das Pariser Berufungsgericht könnte das verhindern. Es entscheidet im Verfahren um den Verdacht der Scheinbeschäftigung über die Schuldfrage und mögliche Bestrafung der streitbaren Nationalistin. Um 13.30 Uhr will das Gericht seine Entscheidung verkünden. Zur besten Sendezeit am Abend will Le Pen dann im Fernsehen bekanntgeben, ob sie sich um Frankreichs höchstes Staatsamt bewirbt.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
In einer angespannten internationalen Lage kommen die Staats- und Regierungschefs der Nato-Länder zu ihrem Gipfeltreffen in Ankara zusammen. Dort geht es unter anderem um weitere Milliardenhilfen für die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland.
Das Europäische Parlament stimmt über eine Untersuchung gegen die Europapartei der AfD wegen möglicher Verstöße gegen EU-Grundwerte ab. Sollte die zuständige Überwachungsbehörde offenkundige und schwerwiegende Verstöße feststellen, könnte die von der AfD mitgegründete Organisation Europa der souveränen Nationen (ESN) ihre Registrierung als europäische Partei und damit EU-Fördermittel in Millionenhöhe verlieren.
Ein Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft: Um 18 Uhr kommt es zum Duell zwischen den Weltstars Lionel Messi und Mohamed Salah. Für einen von ihnen wird die WM beendet sein, wobei Titelverteidiger Argentinien mit Messi als Favorit in das Spiel gegen Ägypten geht. Um 22 Uhr spielt dann die Schweiz gegen Kolumbien.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Nilofar Breuer und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an nilofarkathleen.breuer[at]ntv.de.
Girlgroup-Sängerin Lauren Bennett stirbt im Alter von 37 Jahren
Die Popwelt trauert um Lauren Bennett. Die Sängerin, die als Mitglied der Girlgroups Paradiso Girls und G.R.L. bekannt wurde und 2011 auf dem Welthit "Party Rock Anthem" von LMFAO zu hören war, ist im Alter von 37 Jahren gestorben. Die Nachricht verkündeten ihre früheren G.R.L.-Bandkolleginnen in einem gemeinsamen Beitrag auf Instagram. "Unsere Herzen sind gebrochen, und wir können gar nicht in Worte fassen, wie viel sie uns bedeutet hat", schreiben Natasha Slayton, Emmalyn Estrada und Paula van Oppen in ihrem Statement. Eine Todesursache nannten die Musikerinnen nicht.
Pläne für Krankschreibungen gehen an größtem Kostentreiber für Krankenkassen vorbei
Mit ihren Plänen löste die schwarz-rote Koalition eine hitzige Debatte aus: Die Pflicht zur Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung soll auf den ersten Krankheitstag vorgezogen werden - die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung soll es nicht mehr geben. Bundeskanzler Friedrich Merz begründete das Vorhaben damit, dass der Krankenstand gesenkt werden solle. Jetzt zeigt eine Analyse des BKK Dachverbandes der Betriebskrankenkassen zu Krankschreibungen: Nicht kurze Erkältungen, sondern lange schwere Krankheiten sind die großen Kostentreiber für gesetzliche Krankenversicherungen. "Es sind die langen, oft Muskel-Skelett und psychisch bedingten Ausfälle, die zum eigentlichen Kostentreiber werden", sagte Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.
Das Krankengeld - das erst ab dem 43. Krankheitstag gezahlt wird und damit vor allem Menschen mit langwierigen Erkrankungen betrifft - zähle inzwischen mit 21,6 Milliarden Euro zu den größten Ausgabepositionen der gesetzlichen Krankenversicherung überhaupt, so die BKK. 2025 entfielen demnach mehr als ein Viertel aller Fehltage auf den Bezug von Krankengeld. Die Krankengeldtage seien in den vergangenen zehn Jahren um 24,4 Prozent gestiegen.
Zahl der Toten in Venezuela steigt auf mehr als 3500
Nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 3500 gestiegen. Mindestens 3535 Menschen seien bei dem Unglück am 24. Juni ums Leben gekommen, erklärte die venezolanische Regierung. 16.740 Menschen wurden demnach verletzt. Zur Zahl der noch Vermissten machte die Regierung keine Angaben. Die Behörden des südamerikanischen Landes haben es bisher vermieden, sich dazu zu äußern. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnte die Zahl der Vermissten aber bei bis zu 50.000 liegen. Andere Schätzungen gehen eher von einer Zahl nahe 10.000 aus.
Am 24. Juni hatten kurz hintereinander zwei starke Erdbeben den Norden Venezuelas erschüttert. Am schwersten betroffen war der nördlich der Hauptstadt Caracas gelegene Bundesstaat La Guaira, in dem die gleichnamige Hafenstadt liegt.