mit Tobias HauserDas war Dienstag, der 18. August 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
Ein junger Ukrainer ist wegen Agententätigkeit in Deutschland zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Der Mann hat nach Überzeugung des Gerichts den Versand zweier Pakete mit GPS-Sendern in Deutschland in Auftrag gegeben und habe dabei wissen können, dass der Versand der Pakete zur Ausspähung von Zielen für Sabotageakte habe dienen können, sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsbegründung.
Ansonsten kann ich Ihnen noch folgende Texte ans Herz legen:
Asylbewerber sollen in Zukunft aus Europa in Drittstaaten ausgeflogen werden. Doch wohin? Bislang stand Uganda auf der Liste potenzieller Staaten, jetzt auch Ruanda. Doch bislang sind Abschiebedeals gescheitert - oder unter Zwang entstanden.
Bringen St. Kitts und Nevis, Grenada und Neukaledonien die Wende im Kampf um die FIFA-Präsidentschaft? Gianni Infantino ist plötzlich nur noch wenige Stimmen von einer Mehrheit entfernt. Die Entscheidung fällt vermutlich in Asien, in der Karibik und in der Südsee.
Die Osram Smart+ Wifi ist eine kleine Überwachungskamera für Innenräume, die preiswert ist, aber viele praktische Funktionen bietet. Außerdem ist sie schnell eingerichtet und integriert sowie leicht zu bedienen.
Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen einen ruhigen und entspannten Abend
Ihr Tobias Hauser
Frankreich weist zwei iranische Diplomaten aus
Frankreich wirft dem Iran einen Übergriff auf zwei französische Diplomaten vor und weist als Reaktion darauf zwei Botschaftsmitarbeiter der Islamischen Republik aus. Die Diplomaten seien zu unerwünschten Personen erklärt worden, teilte das französische Außenministerium mit. In den kommenden Tagen sollen sie Frankreich verlassen, wie Frankreichs Chefdiplomat Jean-Noël Barrot schrieb.
Barrot hatte vor rund einem Monat bekanntgemacht, dass zwei französische Diplomaten über mehrere Stunden von den iranischen Sicherheitskräften festgehalten worden seien. Einer von ihnen sei demnach auch belästigt worden. Außenminister Barrot sprach von einer "extrem schlimmen Einschüchterungsaktion", die gegen die diplomatische Immunität verstoße. Die beiden Botschaftsmitarbeiter seien für die Programme zur Unterstützung der iranischen Zivilgesellschaft verantwortlich, insbesondere mit Blick auf Künstler und Forschende.
Alhambra erleidet Schäden bei Erdbeben
Nach dem zweiten Erdbeben in der südspanischen Stadt Granada binnen weniger Tage ist die berühmte Alhambra am Dienstag wegen Schäden an dem Komplex geschlossen worden. Eine erste Überprüfung der mittelalterlichen Palastanlage habe zwar "keine nennenswerten strukturellen Schäden" ergeben, sagte der andalusische Katastrophenschutzbeauftragte Antonio Sanz. Wegen Schäden an "nicht-tragenden Elementen" und zur Sicherheit der Besucher werde die Alhambra aber geschlossen.
Beschädigt wurden demnach unter anderem Zinnen, Putzflächen und Dekorationselemente, fügte Sanz hinzu. Durch die "geringfügigen Schäden" bestehe allerdings "keine Einsturzgefahr". Ein erstes Erdbeben der Stärke 5,0 hatte Granada in der Nacht von Freitag auf Samstag erschüttert. Am Dienstagmorgen bebte die Erde dann erneut, diesmal mit einer Stärke von 4,8. Das Epizentrum lag in der Ortschaft Alhendín, zehn Kilometer südlich von Granada. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt.
Erstmals seit Monaten: Iran greift Emirate an
Der Iran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate erstmals seit Monaten zwei Raketen auf das emiratische Staatsgebiet abgefeuert. Die Luftabwehr habe "zwei vom Iran aus in Richtung des Landes abgefeuerte ballistische Raketen geortet, von denen die erste außerhalb der Hoheitsgewässer und die zweite innerhalb der Hoheitsgewässer niederging", erklärte das Verteidigungsministerium am Dienstag im Onlinedienst X.
Zwei Stunden zuvor hatten die emiratischen Behörden eine Warnung vor "einer möglichen Bedrohung durch Raketen" an Mobiltelefone gesendet und die Bürger aufgefordert, "umgehend einen sicheren Ort" aufzusuchen. Es war die erste derartige Warnung seit einem Fehlalarm im Juni und einem Alarm im Juli wegen eines Angriffs, bei dem die Geschosse letztlich nicht in den emiratischen Luftraum eindrangen.
Hunderte Störche versammeln sich in ukrainischem Dorf
Im ukrainischen Dorf Pidhirtsi sammeln sich Hunderte Weißstörche vor ihrer Reise nach Afrika. Sie bevölkern Dächer, Bäume und Stromleitungen. Für die Bewohner gehört das alljährliche Naturschauspiel längst zum Dorfleben dazu.
Trump und Carney verhandeln in letzter Minute noch
Wenige Stunden vor Ablauf einer Frist haben US-Präsident Donald Trump und Kanadas Regierungschef Mark Carney noch über drohende neue US-Zölle auf kanadische Importe verhandelt. Carney habe am Dienstag mit Trump gesprochen, teilte die kanadische Regierung mit. Falls sich die beiden nicht in letzter Minute einigen, greifen um Mitternacht Washingtoner Zeit (06.00 Uhr MESZ am Mittwoch) neue Zölle.
Eine kanadische Delegation war für letzte Verhandlungen nach Washington gereist. Bereits am Montag telefonierten Trump und Carney zudem miteinander, wie eine Sprechern des kanadischen Premierministers mitteilte. Die Gespräche hätten eine "intensive und heikle Phase" erreicht, sagte Carney am Montag. Washington äußerte sich nicht direkt zu den Verhandlungen.
Die drohenden US-Zölle in Höhe von 50 Prozent sollen kanadische Produkte im Wert von insgesamt 20 Milliarden Dollar treffen, darunter Wein, Hockeyschläger und Zement. Nach Angaben des Weißen Hauses reagieren die USA damit auf die "diskriminierende Behandlung von US-Produkten" auf kanadischer Seite.
Urlauber ignorieren Schilder - Sturzflut reißt sie mit
Touristen ignorieren in Thailand Warnschilder und betreten für Selfies eine gesperrte Zone am Mae-Sa-Wasserfall. Dann überrascht sie eine Sturzflut. Das Video zeigt die dramatischen Szenen, wie reißende Strömungen Urlauber mitreißen.
Falscher Trödelhändler verschwindet mit Goldschatz
Es klingt ein wenig, wie etwas, das ein Bösewicht in einem Indiana Jones Film tun würde: Mit einem echten Goldschatz aus der Kaiserzeit ist ein Dieb in Köln verschwunden. Er hatte sich als Trödelhändler ausgegeben und sich so Zugang zur Wohnung eines 88-Jährigen verschafft, wie die Polizei mitteilte. Die 135 Goldmünzen im Wert von mehr als 100.000 Euro waren in einer Holzkiste aufbewahrt, die der Senior dem Mann zeigte.
Unter dem Vorwand, seinen Transporter holen zu müssen, habe der Dieb am Montag die Wohnung mit der Kiste in Köln-Pesch verlassen. Der Gesuchte sei etwa 60 bis 70 Jahre alt, ungepflegt und rund 1,70 Meter groß. Die Polizei bittet etwaige Zeugen, sich zu melden.
Klapperschlange beißt Mann - Hubschrauber bringt Gegengift
Beim Füttern seiner Klapperschlange ist ein Mann aus Melle im Landkreis Osnabrück gebissen worden. Der 33-Jährige sei mit einer lebensgefährlichen Vergiftung ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Per Hubschrauber wurde ein Gegengift für den Mann eingeflogen. Der Gesundheitszustand des Mannes sei mittlerweile stabil, er werde aber weiter in der Klinik beobachtet, sagte ein Polizeisprecher.
Nach dem Biss stellten Ermittler fest, dass der 33-Jährige neben der Klapperschlange auch noch eine Vogelspinne in seiner Wohnung hielt. Mitarbeiter des Veterinäramts nahmen die Tiere in Obhut. Mit Blick auf Tierschutz und artenschutzrechtliche Aspekte werde jetzt ermittelt, hieß es.
Reifen geplatzt - Schwertransporter kippt um
Auf der A2 bei Kamen kippt ein Schwertransporter um. Ein Reifen platzt offenbar, der geladene Kran stürzt auf die Gegenfahrbahn. Fahrer und Beifahrer werden leicht verletzt. Die wichtige Ost-West-Verbindung ist in beide Richtungen gesperrt.
"Bild, das an dunkle Zeiten erinnert": Kritik an Israels Militär wegen Verhör-Methode
Israels Armee hat Berichte bestätigt, wonach israelische Sicherheitskräfte Palästinenser während Befragungen im Westjordanland mit Nummern markiert haben. Die israelische Zeitung "Haaretz" hatte zuvor gemeldet, Soldaten hätten den Betroffenen in Kabatija in der Nähe der Stadt Dschenin bei einem Einsatz am Montag mit Markern Nummern auf ihre Gesichter und Körper geschrieben.
In mehreren israelischen sowie sozialen Medien wurden auch Aufnahmen veröffentlicht, die einen betroffenen Palästinenser zeigen sollen, auf dessen Stirn die Zahl 44 steht. Der oppositionelle arabische Abgeordnete Ahmed Tibi schrieb auf X, so sehe Entmenschlichung aus. "Ein Bild, das an dunkle Zeiten erinnert und jeden Menschen erschüttern sollte."
Israels Armee teilte auf Anfrage mit: "Während eines Einsatzes im Gebiet von Kabatija kennzeichneten Sicherheitskräfte Verdächtige, die im Rahmen der Operation verhört wurden." Die Kommandeure hätten die Soldaten ausdrücklich darauf hingewiesen, wie schwerwiegend dieses Verhalten sei. Aus dem Vorfall seien Lehren gezogen worden. Die "Times of Israel" berichtete, die israelische Armee habe eine ähnlich lautende Stellungnahme auch bei einem Vorfall im April veröffentlicht. Damals wurden demnach Palästinensern, die ein vom Militär kontrolliertes Flüchtlingsviertel betraten, Zahlen auf die Hände geschrieben.
Staatsanwaltschaft will gegen AfD-Mann Bausemer ermitteln
Nach dem mutmaßlichen Einsatz eines Schlagwerkzeugs gegen einen Jugendlichen will die Staatsanwaltschaft Stendal gegen den AfD-Europaabgeordneten Arno Bausemer ermitteln. "Die Immunitätsaufhebung wird gerade beantragt", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Laut Anzeige werde der Tatvorwurf der gefährlichen Körperverletzung erhoben. Bei einer Verurteilung kann die Tat mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren geahndet werden.
Bausemer soll bei der körperlichen Auseinandersetzung um ein Wahlplakat in Stendal in der vergangenen Woche einen Jugendlichen geschlagen haben. Dieser hat laut dem Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt (LKA) leichte Verletzungen erlitten. Dabei soll mutmaßlich ein "Schlagwerkzeug" zum Einsatz gekommen sein. Bausemer schilderte den Vorfall auf seiner Facebook-Seite so: "Ich konnte einen der Täter nach kurzer Verfolgung und Gegenwehr stellen und festhalten."
Qualmwolken aus Belgien beeinträchtigen die Luftqualität
Die Waldbrände im belgischen Hohen Venn führen zu einer deutlich erhöhten Feinstaubbelastung in Deutschland. Seit dem vergangenen Samstag verzeichnen einzelne Messstellen auffallend hohe Werte bei der Partikelkonzentration in der Atemluft. Betroffen waren in den vergangenen Tagen zunächst Regionen im Südwesten Nordrhein-Westfalens und im westlichen Rheinland-Pfalz nahe der belgischen Grenze, wie aus Daten des Umweltbundesamtes hervorgeht.
Mit wechselnden Windrichtungen gingen kurz darauf auch bei den Notrufzentralen im Saarland zahlreiche Anrufe ein. Beunruhigte Anwohner meldeten deutlich wahrnehmbaren Brandgeruch. Selbst in weiter entfernten Ballungszentren wie Frankfurt am Main informierten die Behörden vorsorglich über Brandgeruch und "Sichttrübung durch Brandrauch" im Zusammenhang mit Wald- und Vegetationsbränden. Der Rauch werde durch die "gegenwärtigen Wind- und Wetterverhältnisse über weite Strecken transportiert", hieß es. "Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung."
Schichtwechsel
Meine Kollegin Nilofar Breuer darf ihren Feierabend im (endlich) nicht mehr so heißen Berlin genießen und ich übernehme den "Tag". Mein Name ist Tobias Hauser und Sie erreichen mich unter tobias.hauser@ntv.de
Schlagabtausch im Block-Prozess: Richterin kontert Vorwürfe
Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder kommt es wieder zu einem Schlagabtausch. Mehrere Verteidiger haben ihre Verärgerung darüber geäußert, dass Teile eines nicht öffentlichen Gutachtens in die Öffentlichkeit gelangt seien. Seine Mandantin sei erschüttert, sagte Ingo Bott, Anwalt der angeklagten Unternehmerin Christina Block.
"Mir gefällt das auch nicht", sagte die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt. Sie habe aber keinen Einfluss darauf, ob jemand etwas weitergebe, und sei nicht der "Wachhund" oder "Babysitter" für die Prozessbeteiligten. Verteidiger David Rieks, der Blocks Lebensgefährten Gerhard Delling vertritt, merkte an, die Staatsanwaltschaft könne aber etwas dagegen unternehmen.
Wind in Eifel am Brandgebiet wird stärker - Geruch zieht bis Köln
Für die Brandbekämpfung im belgischen Hohen Venn spielt der Wind eine große Rolle. In der an das Brandgebiet angrenzenden Eifel frischte der Wind am Morgen auf - bis zum frühen Nachmittag wird er laut Deutschem Wetterdienst noch einmal deutlich zunehmen.
Die grenznahe Eifelstadt Monschau ist seit Tagen von einem Übergreifen der Flammen aus dem belgischen Hohen Venn bedroht. In Monschau sollen die Menschen derzeit daher möglichst einen Aufenthalt im Freien vermeiden und Fenster und Türen geschlossen halten. Der Brandgeruch zog aber auch deutlich weiter. Im gut 100 Kilometer vom Brandgebiet entfernten Köln warnte die Feuerwehr am Vormittag vor einer "großräumigen Geruchslage".
Hunderte Haie tummeln sich zeitgleich vor US-Strand
Vor der Küste des US-Bundesstaats North Carolina filmt ein Drohnenpilot eine beeindruckende Szenerie. Hunderte Haie schwimmen im seichten Wasser des südlich gelegenen Masonboro Naturreservats. Möglicherweise handelt es sich um Kleine Schwarzspitzenhaie. Das warme Wasser und daher reiche Futterangebot dürfte die Tiere zu dieser Jahreszeit angelockt haben.
Gymnasium in Worms nach anonymer Nachricht geräumt
Am Morgen geht an einem Gymnasium in Worms eine anonyme Nachricht ein. Daraufhin wird das Gebäude vorsorglich geräumt. Eine konkrete Gefährdung könne vollständig ausgeschlossen werden, teilte die Polizei mit. Geräumt wurde das Gebäude demnach auf Wunsch der Schulleitung, nachdem die Nachricht eingegangen war. Die Beamten ermitteln jetzt wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.
Was genau in der schriftlichen Botschaft stand, gab die Polizei zunächst nicht bekannt. Die Einsatzkräfte betreuten demnach vor Ort die jüngeren Kinder. Ältere Schülerinnen und Schüler durften einer Polizeisprecherin zufolge eigenständig nach Hause gehen.
Wissenschaftler äußern sich zu Todesursache von Buckelwal
Der jüngst im Greifswalder Bodden gefundene tote Buckelwal ist vermutlich infolge einer bakteriellen Infektion verendet. Zu diesem Schluss kommt das Deutsche Meeresmuseum auf Grundlage vorläufiger Untersuchungsergebnisse. Demnach besteht der Verdacht auf eine Sepsis. Es stünden noch Ergebnisse der Untersuchung von Proben aus, etwa zur Art des Bakteriums.
Der Buckelwal war vergangenen Donnerstag zwischen der Insel Rügen und dem Festland auf dem Rücken im Wasser treibend entdeckt worden. Den wahrscheinlichen Todeszeitpunkt gibt das Deutsche Meeresmuseum mit Mittwoch oder Donnerstag vergangener Woche an. Es handelt sich demnach um ein etwa zehn Meter langes Männchen mit einem Gewicht von sieben Tonnen. Das Alter wird mit drei bis vier Jahren angegeben. Äußerliche Verletzungen etwa von Schiffsschrauben oder Netzen seien nicht gefunden worden.
Boeing-Vorfall in München: Luftfahrtbehörde teilt neue Details
Was passierte mit der Maschine der Vietnam Airlines, die beim Start am Münchner Flughafen beinahe verunglückt wäre? Vorläufige Angaben der vietnamesischen Luftfahrtbehörde (CAAV) bringen nun etwas mehr Licht ins Dunkel: Demnach soll die Boeing 787-9 bereits kurz nach dem Vorfall Warnmeldungen gesendet haben. Die Meldungen weisen auf einen möglichen sogenannten Tailstrike - eine Berührung der Startbahn mit dem Heck - und einen ungewöhnlichen Reifendruck hin. Die Besatzung habe daraufhin die Flugsicherung informiert und entschieden, für eine technische Überprüfung nach München zurückzukehren, berichtet das vietnamesische Staatsmedium "Bao Moi" unter Berufung auf CAAV.
Haftstrafe wegen Agententätigkeit: Oberlandesgericht verurteilt Ukrainer
Ein junger Ukrainer wird wegen Agententätigkeit in Deutschland zu einer Haftstrafe verurteilt - er soll laut Anklage im Auftrag Russlands Brandanschläge vorbereitet haben. Das Oberlandesgericht Stuttgart verhängt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Zwei weitere ukrainische Angeklagte spricht das Gericht frei.
"Klares Zeichen": Hessen verbietet Verein Palästina e.V.
Wegen antisemitischer Propaganda hat Hessens Innenministerium den Verein Palästina e.V. verboten. Im Zusammenhang mit dem Verbot wurden am Morgen fünf Objekte in Hessen sowie ein weiteres in Baden-Württemberg durchsucht, wie das Ministerium mitteilte. Mit antisemitischer Propaganda habe der Verein die Grenzen zulässiger politischer Meinungsäußerungen überschritten, erklärte das Ministerium zur Begründung. Die Tätigkeit des Vereins sei darauf gerichtet gewesen, "antisemitische Feindbilder zu verbreiten, gesellschaftliche Spannungen zu vertiefen und den Gedanken der Völkerverständigung nachhaltig zu beeinträchtigen".
Hessens Innenminister Roman Poseck bezeichnete den Schritt als "klares Zeichen für das entschlossene Handeln des Rechtsstaates und gegen das Erstarken des Antisemitismus". Die Sicherheit jüdischen Lebens in Hessen sei nicht verhandelbar. "Wir werden auch künftig mit aller Konsequenz gegen antisemitische, extremistische und verfassungsfeindliche Bestrebungen vorgehen", so Poseck.
Gas-Tanks explodieren offenbar nach Blitzeinschlag
Zahlreiche Rettungskräfte sind im US-Bundesstaat Oklahoma im Einsatz: Nachdem offenbar ein Blitz in eine Treibstoff-Anlage einschlägt, bricht dort Feuer aus. In der Folge kommt es zu mindestens einer heftigen Explosion. Videos zeigen, wie der Deckel eines riesigen Tanks meterhoch in die Luft geschleudert wird. Da die Anlage sich in der Nähe eines Highways befindet, mahnt die Polizei zur Vorsicht - Autofahrer sollen das Gebiet umfahren.
Hubschrauber stürzt auf Urlaubsinsel ab - drei Menschen sterben
Bei dem Absturz eines privaten Hubschraubers auf der bei Touristen beliebten griechischen Kykladen-Insel Sifnos sind drei Menschen ums Leben gekommen. Nach dem Absturz des in Griechenland registrierten Hubschraubers seien die Leichen des Piloten sowie eines Paares gefunden worden, teilte die Feuerwehr mit. Wie der "Telegraph" berichtet, soll es sich um ein frisch verheiratetes Ehepaar aus Großbritannien handeln, das seine Flitterwochen auf der Insel verbrachte.
Die Ursache des Unfalls war zunächst nicht bekannt. Der griechischen Tageszeitung "I Kathimerini" zufolge ereignete sich der Absturz kurz vor dem Hubschrauberlandeplatz der Insel. Die Maschine soll sich bereits in der Endphase der Landung befunden haben, als der Pilot plötzlich die Kontrolle zu verlieren schien. Der Pilot des Hubschraubers vom Typ Bell war demnach erst vor zwei Monaten eingestellt worden.
Wechsel an die SPD-Spitze? Schwesig äußert sich zu Spekulationen
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat vor dem Hintergrund anhaltender Spekulationen über einen möglichen Wechsel an die SPD-Spitze betont, in Schwerin bleiben zu wollen. "Auch ich habe mich klar für Mecklenburg-Vorpommern entschieden", sagte sie bei einem Bürgerdialog im Landtagswahlkampf in der Kleinstadt Lübtheen. Sie wolle die nächsten fünf Jahre Ministerpräsidentin bleiben. In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September gewählt.
Die SPD-Chefs, Arbeitsministerin Bärbel Bas und Finanzminister Lars Klingbeil, stehen seit Wochen unter Druck der eigenen Basis. Die Reformpläne der Koalition sind dort höchst unbeliebt. In Medienberichten wurde daher wegen vergleichsweise guter SPD-Umfragewerte in Mecklenburg-Vorpommern von 29 Prozent spekuliert, ob Schwesig auf den Bundesvorsitz wechseln könnte.
Kühl und viel Regen - nur zwei Ecken bleiben trocken
Über diese Verschnaufpause von der Hochsommer-Hitze freut sich nicht nur die Natur: Am heutigen Dienstag wird das Wetter in Deutschland geradezu herbstlich. Verbreitet kommen die Thermometer gerade einmal auf um die 20 Grad. Dabei schieben sich dicke Regenwolken in fast jeden Winkel des Landes, insbesondere zwischen dem Westen und Südosten Deutschlands wird es nass. Immer wieder ziehen auch Gewitter auf. Nur zwei Regionen bleiben verschont - mehr dazu erfahren Sie in der Wettervorhersage im Video.
Schwertransporter mit Baukran kippt um - Autobahn gesperrt
Chaos auf der A2: Bei Kamen (Landkreis Unna) ist ein Schwertransporter umgekippt. Die Autobahn ist an der Anschlussstelle Kamen/Bergkamen in beide Richtungen gesperrt, wie die Polizei mitteilte. Der Transporter habe die Mittelleitplanke durchbrochen und liege derzeit quer auf der Autobahn. Der geladene Baukran sei zudem vom Transporter gefallen, hieß es. Die Aufräum- und Bergungsarbeiten gestalten sich schwierig.
Kurz vor 1.00 Uhr habe der Fahrer in Fahrtrichtung Hannover die Kontrolle über den Transporter verloren. Ursache könnte ein geplatzter Reifen sein, so die Polizei. Im Fahrzeug befand sich auch der Sohn des polnischen Fahrers. Beide wurden leicht verletzt. Da bei dem Unfall auch Kraftstoff ausgelaufen war, müsse zunächst die Fahrbahn gereinigt werden. So sollen Umweltschäden verhindert werden, erklärte ein Polizeisprecher. Auch die Grünstreifen würden dafür ausgebaggert. Erst danach könne mit der eigentlichen Bergung begonnen werden. Dafür sei ein Spezialunternehmen vor Ort. Wie lange die Autobahn gesperrt bleibt, war zunächst unklar.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
nach dem Fund einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen sind die Augen heute auf Sachsen-Anhalt gerichtet: Dort wird ein neues Forschungszentrum für Drohnensicherheit eröffnet, in dem neue Technik entwickelt und erprobt werden soll. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze werden zur Eröffnung in Cochstedt im Salzlandkreis erwartet.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn dauert der Kampf gegen die verheerenden Flächenbrände an. Beteiligt sind auch deutsche Einsatzkräfte, die von der Eifelstadt Monschau aus agieren.
Der Deutsche Bauernverband bilanziert die Ernte in diesem Sommer. Angesichts anhaltender Trockenheit und Hitze zeichnen sich vermutlich Einbußen bei Getreide und Raps ab.
Das Oberlandesgericht Stuttgart will das Urteil gegen drei Ukrainer verkünden, die als Agenten im Auftrag Russlands Anschläge auf den Güterverkehr in Deutschland vorbereitet haben sollen.
Die Eröffnungsplädoyers in einem Prozess zur Klage mehrerer US-Bundesstaaten gegen den Facebook-Konzern Meta beginnen. Sie werfen Meta vor, Daten von Kindern gesammelt und gegen Gesetze verstoßen zu haben.
Rund drei Jahrzehnte nach dem Mord an der US-Touristin Amy Lopez in Koblenz kommt der Fall vor das dortige Landgericht.
In Hamburg wird der Prozess gegen die Unternehmerin Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentführung fortgesetzt.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Nilofar Breuer und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an nilofarkathleen.breuer[at]ntv.de.
Neues Album, mehr Unfälle - Taylor Swift als Verkehrsrisiko?
Sorgen Taylor Swift, Drake und andere Stars indirekt für mehr Verkehrsunfälle, wenn sie neue Alben veröffentlichen? Die These wirkt auf den ersten Blick skurril - wird aber von Forschern unter anderem von der Harvard Medical School in Boston für möglich gehalten. Das Team um Vishal R. Patel stellte fest, dass in den USA an Veröffentlichungstagen von Alben populärer Musikstars mehr Menschen bei Autounfällen ums Leben kommen.
Es könne also einen Zusammenhang zwischen Musik-Streaming per Smartphone, Ablenkung beim Fahren und der Zahl der Verkehrstoten geben, heißt es im Fachjournal "Jama Network Open". Ein direkter kausaler Zusammenhang könne allerdings nicht nachgewiesen werden.
Norwegens König Harald V. im Krankenhaus behandelt
Norwegens König Harald V. ist der älteste amtierende Monarch Europas - und hat immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Nun ist der 89-Jährige erneut im Krankenhaus behandelt worden. Er sei für zwei Wochen krankgeschrieben worden, teilte das Königshaus mit.
Norwegens Staatsoberhaupt leidet demnach unter einer hämolytischen Anämie, einer Form der Blutarmut. Dabei werden die roten Blutkörperchen zu schnell abgebaut, Betroffene leiden unter Müdigkeit, Blässe und Atemnot. Harald V. war bereits im Februar wegen einer Infektion und Dehydrierung mehrere Tage im Krankenhaus behandelt worden. Er und seine Frau Sonja waren damals für einen privaten Urlaub auf der Kanareninsel Teneriffa. Der 89-Jährige ist seit 1991 König von Norwegen.
Shakira unterstützt Wiederaufbau nach Erdbeben in Kolumbien
Popstar Shakira will nach dem schweren Erdbeben in ihrem Heimatland Kolumbien finanzielle Hilfe beim Wiederaufbau zerstörter Schulen leisten. Gemeinsam mit dem US-Philanthropen Howard Buffett besuchte die Sängerin das schwer betroffene Departamento Chocó an der Pazifikküste - genau eine Woche nach dem heftigen Beben, das fast 300 Menschenleben kostete.
Seit mehr als zwanzig Jahren sei ihre Stiftung "Pies Descalzos" (Barfuß) in der vernachlässigten Region im Nordwesten Kolumbiens aktiv, so Shakira. Die Organisation unterstützt den Bau von Schulen und Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche. Bei dem Erdbeben der Stärke 7,4 am 10. August waren mehr als 2.800 Schulen im ganzen Land beschädigt worden, viele davon in Chocó. Dort lebt vorwiegend eine afrokolumbianische und indigene Bevölkerung.