Der Tag
31. Juli 2026
imageHeute mit Johanna Ohlau und David Schäfer
Zum Archiv
23:58 Uhr

Das war Freitag, der 31. Juli 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

der heutige Tag stand ganz im Zeichen der besorgten europäischen Reaktionen auf die Tausenden von Menschen, die es aus Marokko in die spanische Exklave Ceuta geschafft hatten. Die italienische Regierung forderte gar einen zeitweisen Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum und führte am Abend Grenzkontrollen für spanische Flugzeuge und Schiffe für einen Monat ein. Kritiker sehen darin innenpolitische Symbolpolitik. Laut der spanischen Regierung sind mittlerweile fast alle Ceuta-Migranten wieder nach Marokko zurückgekehrt.

Auch das war heute wichtig:

Damit verabschiede ich mich ins Wochenende. Haben Sie eine gute Nacht!

Sommerliche Grüße aus Berlin

Ihr David Schäfer

Das war Freitag, der 31. Juli 2026
21:32 Uhr

Bekannter Extremsportler mit Team in Gebirge vermisst - sieben Körper gesichtet

Am Vormittag hatte meine Kollegin Johanna Ohlau hier berichtet, dass mindestens zwei Alpinisten einer internationalen Bergsteigermission um den bekannten Extremsportler Nirmal Purja tot sind. Nach einem schweren Lawinenunglück im pakistanischen Karakorum-Gebirge seien auch zwei weitere Körper gefunden, jedoch bisher nicht für tot erklärt worden, teilte der Alpine Club Pakistan (ACP) mit. Der Rest des Teams sei vermisst. Der GPS-Tracker von Nirmal Purja zeige noch Bewegung, hieß es am Vormittag weiter.

Nun teilt der ACP auf Instagram mit, die Körper von sieben Menschen seien mittels Drohne gesehen worden. "Allerdings lassen sich ihr Zustand und ihre Identität bislang noch nicht bestätigen." Das Bodenrettungsteam werde die Suchaktion in der Früh fortsetzen. Man habe den Kontakt zu dem Team am Broad Peak - ein Berg mit rund 8050 Metern Höhe - am Donnerstag verloren, berichtete die Bergsteigerorganisation. Eine omanische Alpinistin und ein nepalesischer Bergsteiger sind nach Angaben des ACP tot. Fünf Bergsteiger aus Nepal, ein Bergsteiger aus Pakistan, ein chinesischer Bergsteiger und eine Alpinistin aus den USA gelten als vermisst.

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Das Karakorum-Gebirge beherbergt einige der höchsten Berge der Welt. (Foto: picture alliance / Visually)
Bekannter Extremsportler mit Team in Gebirge vermisst - sieben Körper gesichtet
21:16 Uhr

Ceuta: Italien setzt Schengen-Abkommen mit Spanien aus

Italien setzt wegen des Zustroms von Migranten aus dem benachbarten Marokko in die spanische Exklave Ceuta das Schengen-Abkommen mit Spanien für einen Monat aus. Da beide Länder keine gemeinsame Landgrenze haben, betrifft die verkündete Maßnahme Passagiere, die per Flugzeug oder Schiff unterwegs sind. Sie müssen bei der Einreise einen Reisepass vorzeigen. Das italienische Innenministerium teilte mit, die Grenzpolizei werde "gezielte, selektive Kontrollen" bei Drittstaatsangehörigen vornehmen, die aus Spanien einreisen. Damit solle überprüft werden, ob diese über die für Reisen innerhalb der EU erforderlichen Dokumente verfügen.

Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete den Schritt auf der Plattform X als "außergewöhnliche Maßnahme", die ergriffen worden sei, "um die nationale Sicherheit zu gewährleisten und mögliche Auswirkungen für unser Land zu verhindern". 

Ceuta: Italien setzt Schengen-Abkommen mit Spanien aus
20:58 Uhr

Marokkanische Polizisten ermutigten Migranten zum Grenzübertritt nach Ceuta

Reporter der "New York Times" haben mit mehreren Marokkanern gesprochen, die nach eigener Aussage von den marokkanischen Behörden dazu ermutigt wurden, in die spanische Exklave Ceuta überzusetzen. Laut der Zeitung berichtete der 26-jährige Youssef Alaoui, als sich seine Gruppe am Donnerstag der Grenze näherte, hätten marokkanische Polizeibeamte ihnen die richtige Richtung gewiesen. "Sie sagten einfach immer wieder: 'Geht in diese Richtung, geht in diese Richtung'", so Alaoui. Er sei schließlich über die Seegrenze geschwommen und habe dabei mehrere Leichen im Wasser gesehen.

Der 37-jährige Mohammed Ahmidho sagte dem Bericht zufolge, er habe gestern in den sozialen Medien von dem Zustrom nach Spanien gehört, und als er sich der Grenze näherte, hätten marokkanische Polizeibeamte gesagt: "Kommt nach Spanien". Die NYT schreibt: "Wir trafen Ahmidho, als er gerade dabei war, über die Grenze zurück nach Marokko zu gehen." Es gebe nichts zu essen oder zu trinken und keinen Ort zum Schlafen, deshalb kehre er nach Hause zurück.

Marokkanische Polizisten ermutigten Migranten zum Grenzübertritt nach Ceuta
20:19 Uhr

Ministerium schlägt Euroscheine mit Gewehr und Panzer vor - massive Kritik

Maria Callas, Ludwig van Beethoven oder vielleicht Vögel und Flüsse: Repräsentanten europäischer Kultur oder Tiermotive und stilisierte Flusslandschaften könnten künftig neue Euro-Scheine zieren. Die Europäische Zentralbank stellte vergangene Woche die in die Endauswahl gekommenen Gestaltungsvorschläge für die nächste Euro-Banknotenserie vor. Ein Versuch des luxemburgischen Verteidigungsministeriums, sich an der Debatte in den sozialen Medien über mögliche Euroschein-Motive zu beteiligen, ist jetzt gründlich nach hinten losgegangen.  Die "Direction de la Defense" präsentierte bei Facebook sechs Motive, wie die "FAZ" berichtet: Unter anderem zu sehen waren ein Jaguar-Radpanzer auf der 100-Euro-Banknote und das Sturmgewehr der luxemburgischen Armee von Heckler & Koch auf dem 200-Euro-Schein. Geholfen beim Design der Geldscheine hatte demnach Künstliche Intelligenz.

Vögel, Kultur, Wissenschaft und Geschichte seien "top" und "unsere Identität", aber auch die europäische Sicherheit könne auf neuen Geldscheinen abgebildet werden, hatte das Ministerium laut der Zeitung zu den Bildern geschrieben. Die Idee löste aber so heftige ablehnende Reaktionen aus, dass sich die Verantwortlichen zu einer Entschuldigung und einer Erklärung genötigt sahen. Man bedauere, dass die Grafiken Befindlichkeiten verletzt haben könnten. Die Verteidigungsdirektion betonte laut "Luxemburger Wort", man stehe weiter für die Grundwerte Frieden, Demokratie, Menschenrechte und Freiheit ein, deren Verteidigung sich "zwangsläufig auf geeignete militärische Mittel" stütze, von denen einige in der jüngsten Veröffentlichung dargestellt worden seien.

Ministerium schlägt Euroscheine mit Gewehr und Panzer vor - massive Kritik
19:25 Uhr

Trumps goldüberzogene Pferdestatuen kosten Steuerzahler fünf Millionen Dollar

Ende Mai hatte ich hier in "Der Tag" bereits berichtet, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump vier riesige Bronzepferde im Herzen der Hauptstadt Washington mit einer laut Experten ungewöhnlich dicken Schicht von 23,75-Karat-Blattgold überziehen lässt. Mittlerweile sind die Arbeiten vorangeschritten und es gibt neue Details über das Projekt. Demnach kostet die goldene Schicht den US-Steuerzahler rund 5,1 Millionen Dollar.

Während viele Menschen kaum über die Runden kämen, "hat dieser Typ 5,1 Millionen Dollar an Steuergeldern, die Sie in das System eingezahlt haben, dafür verwendet, diese Statuen mit 23-Karat-Gold zu überziehen", schreibt die demokratische Abgeordnete Melanie Stansbury. "Ja, das hat er tatsächlich getan." Trump lässt Washington an mehreren Stellen umgestalten, um sich ein Denkmal zu setzen. Unter anderem ließ er den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um an dessen Stelle einen Ballsaal zu bauen. Zudem will er einen riesigen Triumphbogen errichten lassen. Dieser soll fast drei Mal so hoch werden wie das Brandenburger Tor in Berlin und anderthalb Mal so hoch wie der Pariser Triumphbogen.

Trumps goldüberzogene Pferdestatuen kosten Steuerzahler fünf Millionen Dollar
19:01 Uhr

Iranische Angriffe: Forderung nach US-Abzug von Nahost-Knotenpunkt

Hunderte jordanische Persönlichkeiten aus Politik, Justiz und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens haben einen offenen Brief unterzeichnet, der den Abzug des US-Militärs aus dem Land fordert. Wie die "New York Times berichtet", handelt es sich dabei um eine seltene öffentliche Herausforderung der jordanischen Regierung, die seit langem gegen abweichende Meinungen vorgeht. In jüngster Zeit haben iranische Raketen und Drohnen zunehmend US-Streitkräfte und -Einrichtungen in Jordanien ins Visier genommen, zuletzt am Mittwoch. Die Angriffe haben dem Bericht zufolge wiederholt Sirenen im ganzen Königreich ausgelöst.

Die Unterzeichner des Briefes erklären, sie seien von einem Gefühl nationaler Verantwortung und der Sorge getrieben, dass die amerikanische Truppenpräsenz die jordanische Souveränität gefährde. "Wir sind der Ansicht, dass ihre Präsenz Jordanien Sicherheits-, politischen und wirtschaftlichen Risiken aussetzt, die keinem nationalen Interesse dienen, und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass unser Land in einen regionalen Konflikt hineingezogen wird, an dem es nicht beteiligt ist", heißt es. Jordanien beherbergt rund 4000 amerikanische Soldaten auf seinen Stützpunkten, das Land ist ein Knotenpunkt für US-Militäroperationen im Nahen Osten.

Iranische Angriffe: Forderung nach US-Abzug von Nahost-Knotenpunkt
18:15 Uhr

Verursachte CDU-MdB schweren Unfall unter Betäubungsmittel-Einfluss?

Die Staatsanwaltschaft Hechingen hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß eingeleitet. Nach Auskunft eines Behördensprechers wurde die Immunität des CDU-Politikers bereits aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft ermittle wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Straßenverkehrsgefährdung und der fahrlässigen Körperverletzung, sagte der Sprecher. Der Verdacht beruhe vor allem auf dem Ergebnis einer Blutanalyse. "Vor deren Hintergrund besteht der Verdacht, dass der Beschuldigte den Verkehrsunfall verursacht hat und dabei nicht unter Alkoholeinfluss, jedoch unter dem Einfluss eines synthetischen Betäubungsmittels stand."

An dem Unfall am 12. Juli auf der B27 zwischen Hechingen und Balingen waren nach Polizeiangaben zwei Fahrzeuge beteiligt. Ein 51-Jähriger, der mit seinem Wagen auf der linken Spur fuhr, kollidierte mit einem Auto auf der rechten Spur. Der Wagen des Mannes habe sich überschlagen, und der Fahrer sei schwer verletzt in ein Krankenhaus gekommen. Die Polizei hatte keine Angaben dazu gemacht, ob es sich dabei um den Politiker Bareiß handelt. Der 50-jährige Fahrer des anderen Autos und seine beiden Mitfahrerinnen im Alter von 40 und 47 Jahren wurden laut Polizei ebenfalls verletzt und kamen ins Krankenhaus. Der "Schwäbischen Zeitung" sagte Bareiß aktuell, dass er sich nicht an den Unfall erinnere. "Ich habe noch das Bild im Hinterkopf, wie ich kopfüber den Feuerwehrmann sehe, der mich aus dem Auto rausgezogen hat", sagte er. Bareiß war von 2018 bis 2021 Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Tourismus- und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung.

Verursachte CDU-MdB schweren Unfall unter Betäubungsmittel-Einfluss?
17:41 Uhr

Spanien: Schon drei Viertel aller Migranten nach Marokko zurückgekehrt

37.500 Menschen, die irregulär in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika gekommen sind, haben das Gebiet wieder Richtung Marokko verlassen. Das berichteten der staatliche TV-Sender RTVE und andere Medien unter Berufung auf das Innenministerium in Madrid. Die Angaben bilden den Stand von 15.30 Uhr ab.

Das würde bedeuten, dass drei Viertel der rund 50.000 Menschen, die nach Regierungsangaben in den vergangenen Tagen irregulär in die Exklave an der Meerenge von Gibraltar gelangt waren, nicht mehr dort sind. Die Regionalregierung Ceutas hatte die Zahl der Ankömmlinge auf mehr als 60.000 geschätzt. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht. Medienberichten zufolge hielten sich am Nachmittag weiterhin Tausende Migranten in der Exklave auf. Die meisten waren den offiziellen Angaben zufolge schwimmend angekommen.

Spanien: Schon drei Viertel aller Migranten nach Marokko zurückgekehrt
17:06 Uhr

Migranten-Ansturm: "Wer über Zaun klettert, steht vor nächster Grenzkontrolle"

Der Migrationsexperte Gerald Knaus hält es für unwahrscheinlich, dass viele der Tausenden von Marokko in die spanische Exklave Ceuta gelangten Menschen in andere europäische Staaten weiterziehen können und gegebenenfalls sogar Deutschland erreichen. "Diese Sorge ist übertrieben", sagt Knaus im Gespräch mit "Die Zeit". "Ceuta liegt geografisch in Afrika und hat ein Sonderregime mit doppelter Außengrenzkontrolle - einmal bei der Einreise aus Marokko und noch einmal bei der Weiterreise auf das spanische Festland. Wer über den Zaun klettert, steht nicht in der europäischen Reisefreiheit, sondern vor der nächsten Grenzkontrolle." Und wer von Spanien weiterziehe, könne nach Spanien zurückgeschickt werden.

Zu dem Einwand, dies setze voraus, dass Spanien diese Menschen wieder aufnimmt, sagt Knaus der Zeitung: "Spanien kooperiert und nimmt im europäischen Vergleich viele Menschen im Rahmen der Überstellungsverfahren zurück - ganz anders als etwa Italien." Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez kommuniziere Migration anders als Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni, "aber er kontrolliert seine Grenzen besser". Aus Italien war die Forderung laut geworden, Spanien aus dem Schengen-Raum auszuschließen. Der Migrationsforscher sagt, es sei "absurd", dass diese Forderung aus Italien kommt. "Europäer drohen also einem Mitgliedstaat mit Binnengrenzkontrollen, statt ihm an der Außengrenze und diplomatisch zu helfen? Dabei hatte Italien in den vergangenen Jahren und in der ersten Hälfte 2026 höhere irreguläre Zugangszahlen als Spanien."

Migranten-Ansturm: "Wer über Zaun klettert, steht vor nächster Grenzkontrolle"
16:29 Uhr

Mann auf Straße geschleudert: Explosion legt Wohnhaus in Trümmer

Eine gewaltige Explosion zerstört am Donnerstag ein Wohnhaus in Canton im US-Bundesstaat Ohio. Die Druckwelle schleudert einen Mann aus dem Gebäude. Ein zweites Opfer wird erst Stunden später gefunden. Die Ursache der Explosion ist noch unklar.

Mann auf Straße geschleudert: Explosion legt Wohnhaus in Trümmer
16:05 Uhr

Asche von Fremden ausgehändigt, Leichen gehortet: Haft für Bestatter

Weil er Dutzende Leichen gehortet und trauernden Familien die Asche von Fremden ausgehändigt hat, ist ein Bestatter in England zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Der 48-jährige Mann bekannte sich zu 67 Straftaten schuldig, darunter 30 Fälle der Verhinderung einer rechtmäßigen und würdevollen Bestattung. Der Fall, über den britische Medien seit langem berichten, hatte in Großbritannien Entsetzen ausgelöst.

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Betroffene Familien vor dem Hull Crown Court in Kingston-upon-Hull. (Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Bei einer Razzia in dem Bestattungsunternehmen im März 2024 entdeckten Ermittler ein "schockierendes Bild", wie die Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal in der nordenglischen Stadt Hull berichtete. Dutzende Leichname wurden gefunden, die den Angaben nach teils bereits verwest zurückgelassen worden waren. Asche war zudem in verschimmelten Kartons und verstreut auf dem Boden gefunden worden. Viele Leichen - darunter auch die Leiche eines ungeborenen Babys - hätten demnach bereits Monate zuvor eingeäschert werden sollen. Im Laufe der Ermittlungen konnten laut PA zudem 57 weitere Familien identifizieren werden, die falsche oder gar keine Asche bekommen hatten.

Asche von Fremden ausgehändigt, Leichen gehortet: Haft für Bestatter
15:45 Uhr

"Ihr sagt Genozid, ich Krieg": Boy George muss Musicalrolle nach Pro-Israel-Song aufgeben

Wegen der Debatte um seinen jüngsten pro-israelischen Song "We Will Dance Again" wird der britische Sänger Boy George nicht mehr wie geplant bei der Rock-Oper "Jesus Christ Superstar" in London auf der Bühne stehen. "Nach langer Überlegung habe ich in meiner Eigenschaft als Manager von Boy George beschlossen, dass er nicht mehr in 'Jesus Christ Superstar' im London Palladium auftreten wird", erklärte Paul Kemsley bei Instagram. "George hat sich nie gescheut, seine persönliche Meinung zu vertreten, und dafür habe ich ihn immer respektiert", betonte Kemsley. Es sei jedoch seine Verantwortung, Entscheidungen im besten Interesse des Künstlers zu treffen "und dabei auch anderen Respekt entgegenzubringen". 

Boy George sollte eigentlich vom 3. bis 15. August als König Herodes in dem erfolgreichen Musical mitwirken. Der 65-jährige Musiker und ehemalige Sänger der Band Culture Club hatte Ende Juli seinen neuen Song "We Will Dance Again" ("Wir werden wieder tanzen") im Internet veröffentlicht und damit eine heftige Kontroverse ausgelöst. In dem Song heißt es unter anderem: "Ihr sagt Genozid, ich sage Krieg" und "Wenn man angegriffen wird, ist die Armee dafür da". Damit bezieht sich der Sänger auf das Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen nach dem 7. Oktober 2023, das er mit den Zeilen unterstützt.

"Ihr sagt Genozid, ich Krieg": Boy George muss Musicalrolle nach Pro-Israel-Song aufgeben
14:59 Uhr

Kampf auf hoher See: Krake saugt sich an Gesicht von Angler fest

Was als gewöhnlicher Angelausflug beginnt, wird für einen Fischer auf den Philippinen zum Alptraum. Ein Krake klammert sich mit seinen Tentakeln an das Gesicht des Mannes und lässt erst wieder von ihm ab, als der Fischer zu roher Gewalt greift.

Kampf auf hoher See: Krake saugt sich an Gesicht von Angler fest
14:32 Uhr

Anschlagspläne? 14-Jähriger wegen Terrorverdachts festgenommen

Die österreichischen Behörden haben einen 14-Jährigen wegen Terrorverdachts festgenommen. Der Schüler sitze wegen Tatbegehungsgefahr in Untersuchungshaft, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Hansjörg Mayr. Chatverläufe haben die Ermittler auf die Spur des Teenagers geführt. Ein islamistischer Hintergrund sei auszuschließen, so Mayr weiter.

Die Festnahme erfolgte bereits am 20. Juli. Der Österreicher, der laut Medien eine rechtsextreme Gesinnung haben soll, soll sich über einen Messenger-Dienst mit einem Gleichgesinnten über Anschlagspläne ausgetauscht haben, schreibt die österreichische Nachrichtenagentur APA. Zunächst konzentrierten sich die Ermittlungen aber auf den 14-Jährigen, sagte Mayr weiter. Was der Jugendliche genau plante, sei noch unklar.

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Die österreichische Polizei nahm den Teenager bereits vor zehn Tagen fest. (Foto: picture alliance / APA-Images)
Anschlagspläne? 14-Jähriger wegen Terrorverdachts festgenommen
13:53 Uhr

Mann wirft Ehefrau 61 Meter in die Tiefe - lebenslange Haft

Ein Mann in Hessen soll seine Tat akribisch geplant haben, um den Tod seiner Ehefrau wie einen Unfall aussehen zu lassen: Doch die Behörden überführten den 60-Jährigen und nun hat das Frankfurter Landgericht ihn zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Nach Auffassung des Gerichts warf er die Frau aus dem 22. Stockwerk vom Balkon eines Frankfurter Hotels - 61 Meter in die Tiefe. Vor der Tat soll der Mann im Internet dazu recherchiert, ein Zimmer gebucht und seiner Ehefrau vorgemacht haben, dass er die Beziehung retten wolle. "Wie einen Müllsack" soll er die Frau plötzlich gepackt und über das Balkongeländer geworfen haben, wie der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung sagte. Das Gericht ist überzeugt: Der Mann wollte seine Frau entsorgen, um mit seiner Affäre ein neues Leben beginnen zu können und sich eine teure Scheidung zu sparen. "Ihr Verhalten steht sittlich auf niedrigster Stufe", spricht der Richter den 60-Jährigen direkt an. Doch der Mann blickt nicht auf, sondern starrt während der gesamten Urteilsbegründung vor sich hin. Er hatte in dem fast vier Monate dauernden Prozess nichts zu den Vorwürfen gesagt. "Es wäre das perfekte Verbrechen gewesen, wenn die Behörden nicht so akribisch ermittelt hätten", sagte der Richter.

Direkt nach dem Mord am Vatertag im Mai 2023 hatte der Ehemann gesagt, seine Frau sei beim Sex von der Balkonbrüstung gestürzt. Doch die Spurenlage passte nicht zu seinen Angaben, fast zwei Jahre lang wurde daher auch verdeckt gegen den in Rodgau im Landkreis Offenbach lebenden Mann ermittelt. Dort hatte er sich mit seiner Freundin und den Kindern aus der Ehe mit der Ermordeten ein neues Leben aufgebaut. Doch im Frühjahr 2025 - rund zwei Jahre nach dem Mord - klickten die Handschellen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Mann wirft Ehefrau 61 Meter in die Tiefe - lebenslange Haft
13:28 Uhr

Sean "Diddy" Combs kommt noch früher aus dem Gefängnis

Bei guter Führung können Gefängnisinsassen auf eine frühere Entlassung hoffen. Gerade deshalb löst die folgende Meldung doch etwas Verwunderung aus: Zum fünften Mal seit der Verkündung des Strafmaßes hat die US-Gefängnisbehörde das genaue Entlassungsdatum von Sean "Diddy" Combs geändert - auf ein früheres Datum. Dabei wurde der verurteilte Musik-Mogul erst vor einer Woche übereinstimmenden US-Medienberichten nach wegen einer Schlägerei im Gefängnis in Einzelhaft verlegt. Wie passt das zusammen? Darauf bekommen wir wohl vorerst keine Antwort. Das Gefängnis will sich zu den Umständen nicht äußern. Ende Oktober wurde der Rapper aus dem Metropolitan Detention Center in New York nach New Jersey verlegt.

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Sean "Diddy" Combs (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Statt am 23. Februar 2028 soll der Musiker das Gefängnis nun bereits am 24. Januar 2028 verlassen. Das geht aus Unterlagen des Federal Bureau of Prisons hervor, die "E! News" eingesehen hat. Ursprünglich stand der 8. Mai 2028 in den Akten. Eine New Yorker Jury sprach Combs in zwei Fällen der Beförderung zum Zwecke der Prostitution schuldig. Von den Vorwürfen des Sexhandels und der Bildung einer kriminellen Vereinigung wurde er freigesprochen.

Sean "Diddy" Combs kommt noch früher aus dem Gefängnis
12:56 Uhr

Streit um Doku mit Dunja Hayali: Deutsche Bahn fordert Löschung durch ZDF

Wenn Sie die ZDF-Doku über die Deutsche Bahn auf Ihrer Watch-List haben, sollten Sie das vielleicht nicht allzu lange aufschieben. Ich kann natürlich überhaupt nicht einschätzen, wie der Rechtsstreit zwischen dem öffentlich-rechtlichen Sender und dem Konzern ausgeht, aber Standpunkt der Bahn ist: Mit zwei Korrekturen will man sich nicht zufriedengeben und die Löschung der Doku erreichen. Der Film mit Dunja Hayali könnte also bald zwischenzeitlich oder komplett aus der Mediathek verschwinden - sollte die Deutsche Bahn sich rechtlich durchsetzen können.

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Dunja Hayali und Bahn-Chefin Evelyn Palla waren im Mai wohl noch besser aufeinander zu sprechen. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Worum geht es in dem Streit? Es geht zum einen um die Zahl der digitalen Stellwerke und zum anderen um einen Vergleich mit der Bahn in Belgien, was Pünktlichkeit angeht. Dagegen ging die Deutsche Bahn vor. Kurz darauf gab das ZDF zur Bezifferung der digitalen Stellwerke mit 0 eine Unterlassungserklärung ab, allerdings ausdrücklich "im Sinne eines Entgegenkommens" und "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage". Auch die Aussage zur Pünktlichkeit hat das ZDF in einer neueren Fassung geändert. Diese Korrekturen lösen das Problem laut der Deutschen Bahn aber nicht. Das ZDF hält wiederum dagegen: Die aktuell abrufbare Fassung weise "keine inhaltlichen Mängel" auf, für weitere Anpassungen sehe man "keinen Anlass", eine Löschung aus der Mediathek komme nicht infrage.

Streit um Doku mit Dunja Hayali: Deutsche Bahn fordert Löschung durch ZDF
12:27 Uhr

Kurz nach dem Start in Stuttgart: Blitz schlägt in Eurowings-Maschine ein

Die Reise für 106 Passagiere eines Eurowings-Maschine hat ein abruptes, aber auch glimpfliches Ende genommen: Kaum war der Flieger gestern Abend in Stuttgart gestartet, schlug ein Blitz in die Maschine ein - umkehren statt nach Österreich hieß es dann. Das sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft. Vorsorglich überprüften Techniker das Flugzeug. Die Fluggäste wurden auf andere Flüge nach Wien umgebucht. Abheben soll der Airbus A320 im Laufe des Tages. Zuerst berichteten die "Stuttgarter Nachrichten".

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Der Airbus A320 (Foto: picture alliance / SNS)
Kurz nach dem Start in Stuttgart: Blitz schlägt in Eurowings-Maschine ein
11:58 Uhr

Pilot mit 70.000 Ecstasy-Pillen in Indonesien erwischt - Todesstrafe droht

Er hatte 70.000 Ecstasy-Pillen im Koffer und muss deshalb nun um sein Leben fürchten: Die Behörden in Jakarta haben einen malaysischen Pilot am Flughafen der indonesischen Hauptstadt festgenommen. Der 39-Jährige sei zudem positiv auf Drogen getestet worden, nachdem er ein Passagierflugzeug aus Malaysia nach Indonesien geflogen hatte, teilen die Behörden des Flughafens von Jakarta mit. Der Pilot war am Mittwoch festgenommen worden. Nach indonesischem Recht droht ihm lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe.

Pilot mit 70.000 Ecstasy-Pillen in Indonesien erwischt - Todesstrafe droht
11:16 Uhr

Experte sieht in Migranten-Ansturm auf Ceuta "politisches Spiel"

Quasi über Nacht haben Schätzungen zufolge 40.000 Migranten die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika gestürmt. Die Regierung in Madrid hat jetzt Militärkräfte entsandt, um die Sicherheitskräfte vor Ort zu unterstützen. Die Geschehnisse in der spanischen Exklave, die für viele Migranten das Ziel ist, um in die EU zu gelangen - dürfte auch in Brüssel für Diskussion sorgen. Doch der Politikwissenschaftler und Migrationsexperte Raphael Bossong warnt vor unnötiger Panik. "Es ist nicht das erste Mal und auch in der Vergangenheit haben wir das vor allem mit diplomatischen Maßnahmen gegenüber Marokko in den Griff bekommen", sagte Bossong im Interview. "Das sieht sehr nach einem politischen Spiel aus."

Experte sieht in Migranten-Ansturm auf Ceuta "politisches Spiel"
10:57 Uhr

"Katastrophe" - Regisseur Roland Emmerich entsetzt über Umbau des Weißen Hauses

Er selbst hat das Weiße Haus drei Mal zerstört - in seinen Filmen: Der deutsche Regisseur Roland Emmerich ist weltbekannt für Blockbuster wie "Independence Day". Doch während er in der fiktionalen Filmwelt kein Problem mit der Zerstörung des weißen Hauses hat, sieht er das in der Realität ganz anders: Emmerich zeigt sich erschüttert über den Umbau des Weißen Hauses, den US-Präsident Donald Trump zu verantworten hat. "Bei den Bildern musste ich beinahe weinen", sagte Emmerich der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Den Abriss des Ostflügels zugunsten eines Ballsaals durch Trump sieht er als historischen Fehler. "Im Grunde ist gerade das die wahre Katastrophe. Es war ja eine Katastrophe - eine politische." Und zu allem Überfluss sei der Ballsaal dann auch noch viel zu groß, so der 70-Jährige.

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Roland Emmerich ist gebürtig aus Stuttgart. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)
"Katastrophe" - Regisseur Roland Emmerich entsetzt über Umbau des Weißen Hauses
10:22 Uhr

Im Südosten Deutschlands wird es heißer als auf Mallorca

Bereits in der vergangenen Nacht haben Gewitter die Hitzeglocke über Deutschland schon etwas abkühlen lassen. Auch am heutigen Freitag ziehen neue Gewitter auf und bringen Regen. Doch im Süden hält sich die Abkühlung etwas in Grenzen. Das Thermometer zeigt insbesondere im Südosten Deutschlands "brütend heiße" 38 Grad an, wie ntv-Meterologe Paul Heger sagt. Dort ist es heißer als auf Mallorca im Mittelmeer. Mehr über die Wetteraussichten gibt es im Video:

Im Südosten Deutschlands wird es heißer als auf Mallorca
10:03 Uhr

Zahl der Arbeitslosen steigt im Juli über drei Millionen

Die schwache Konjunktur zeigt sich auch an den Zahlen der Arbeitslosen in Deutschland: Im Juli ist sie im Vergleich zum Vormonat um 71.000 gestiegen und hat mit 3,007 Millionen Menschen die Drei-Millionen-Marke überschritten. Die Zahl liegt damit um 28.000 höher als im Juli 2025, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 6,4 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen steigt im Juli über drei Millionen
09:45 Uhr

Bergsteiger-Team nach Lawine vermisst - Netflix-Star unter Gesuchten

Hoffen und Bangen im Norden Pakistans: Nach einem Lawinenabgang am bekannten Broad Peak wird ein internationales Team um den Extrembergsteiger Nirmal Purja vermisst. Rettungskräfte suchen nach der internationalen Expedition im Karakorum-Gebirge.. Berichten zufolge seien bereits mehrere Leichen gefunden worden, bei denen es sich um Mitglieder des Teams handeln könnte. Man habe den Kontakt zu dem Team am Broad Peak - ein Berg mit rund 8.050 Metern Höhe - am Morgen verloren, teilt der Alpine Club Pakistan (ACP) mit. Unter den vermissten Alpinisten sind nach Angaben des ACP sechs Bergsteiger aus Nepal, ein Bergsteiger aus Pakistan, ein chinesischer Bergsteiger und eine Alpinistin aus den USA sowie eine Bergsteigerin aus dem Oman.

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Momentan läuft die Suche nach den Bergsteigern. Berichten zufolge sollen bereits vier Leichen gefunden worden sein. (Foto: picture alliance / Visually)

Nirmal Purja dürfte einigen aus der Netflix-Produktion "14 Peaks: Nothing is Impossible" bekannt sein. Ein Kamerateam begleitet ihn dabei, wie der britische Staatsbürger im Jahr 2019 in Rekordzeit alle 14 Achttausender weltweit innerhalb von sieben Monaten erklimmt. Im August 2023 wurde Purjas Rekord allerdings schon wieder von einer Norwegerin und einem Nepalesen im Team übertroffen.

Bergsteiger-Team nach Lawine vermisst - Netflix-Star unter Gesuchten
09:41 Uhr

Polizei: Tausende Migranten haben spanische Eklave Ceuta erreicht

Tausende Migranten haben nach Angaben aus Polizeikreisen in der vergangenen Nacht die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika überquert. Es sei nicht möglich, die genaue Anzahl zu ermitteln, heißt es aus Polizeikreisen. 18 Migranten seien beim Versuch, Ceuta zu erreichen, ums Leben gekommen.

Polizei: Tausende Migranten haben spanische Eklave Ceuta erreicht
08:57 Uhr

Mit KI erstellt? USA machen sich mit "Fantasie-Karte" von Afrika lächerlich

Im US-Außenministerium brauchen wohl ein paar Beschäftigte Nachhilfe in Geografie: Eigentlich sollte es bei einer internationalen Konferenz in Rio de Janeiro um den Kampf gegen Aids gehen. Doch eine "Fantasie-Karte", die die USA bei einer Präsentation zeigen, zieht momentan die ganze Aufmerksamkeit und vor allem Häme und Spott in den sozialen Medien auf sich: Nigeria, Mosambik und die Elfenbeinküste sind auf der Karte ganz woanders eingezeichnet. Besonders viel Spott gibt es für die Elfenbeinküste, die laut der Karte nicht an der Küste liegt, sondern etwa dort, wo sich faktisch Tansania, Sambia und Malawi befinden. Vielleicht um ein Land vertan beim Einzeichnen? Eher nicht, denn auch die Landesgrößen weichen zum Teil sehr von den realen Begebenheiten ab. Ein namentlich nicht gekennzeichnetes Land hat eine seltsame Größe - vielleicht soll das Kamerun darstellen?

Der peinliche Schnitzer hat sich bis zur US-Regierung herumgesprochen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums bezeichnete die Panne auf Anfrage als "einen bedauerlichen Fehler". Ein Teammitglied habe die "Präsentationsfolien unmittelbar vor dem Vortrag auf der Aids-Konferenz 2026 eilig geändert". War bei dieser Präsentation vielleicht künstliche Intelligenz im Spiel? Das liegt nahe, aber dazu sagte der Sprecher nichts.

Mit KI erstellt? USA machen sich mit "Fantasie-Karte" von Afrika lächerlich
08:03 Uhr

Bär attackiert Mann - doch der bleibt wie erstarrt stehen

Die Ruhe hätte ich vermutlich nicht, aber vielleicht hat genau das einen Mann in Rumänien vor einer Bärenattacke bewahrt: Als das Tier plötzlich aus einem Waldstück an einer Straße auftaucht, dreht sich der Mann weg und bewegt sich keinen Zentimeter - auch nicht, als der Bär sogar mit seinem Maul ziemlich nah an sein Bein kommt und zuschnappt. Ein anderer Autofahrer filmt die unfreiwillige Begegnung mit dem Raubtier und greift auch ein, als es für den Mann brenzlig wird. In den sozialen Medien geht der Clip viral und wenig überraschend gibt es viele Besserwisser in der Kommentarspalte:

Bär attackiert Mann - doch der bleibt wie erstarrt stehen
07:32 Uhr

Alkoholfreies Bier wird immer beliebter

Für einige gibt es das Feierabend-Bierchen, das nach dem Sport oder eben nur auf der Party, aber immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland greifen zu verschiedenen Anlässen immer häufiger zu alkoholfreien Biersorten. Das ergab eine Yougov-Umfrage, an der 1300 Menschen teilgenommen haben.

Vor allem jüngere Menschen schätzen nach dem Sport die gebrauten Durstlöscher ohne Alkohol: 21 Prozent der Befragten aus der "Generation Z" (Jahrgänge 1997-2012) sowie 19 Prozent der Millennials (1981-1996) nannten aktiven Sport als Trinkanlass. Über alle Befragten hinweg lag der Anteil bei 16 Prozent. Zu alkoholhaltigem Bier griffen während oder nach dem Sport hingegen nur 8 Prozent. Der berühmt-berüchtigte Bierkasten in der dritten Halbzeit gehört offenbar für immer weniger aktive Sportler noch zwingend dazu. In der Yougov-Umfrage erklärten 44 Prozent der Befragten, dass sie überhaupt kein Bier trinken. Bei den Frauen war es sogar eine Mehrheit von 52 Prozent. Von den Männern gaben 36 Prozent an, nie Bier zu trinken. 

Alkoholfreies Bier wird immer beliebter
07:15 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

das Wochenende naht, aber für viele Heavy-Metal-Fans hat es schon am Mittwoch begonnen: Mit dem Wacken-Festival in Norddeutschland. Doch auch ohne Festival-Besuch steht an diesem Freitag nicht allzu viel an Terminen im Kalender:

  • Blick auf den Arbeitsmarkt: Die Bundesagentur für Arbeit stellt ihre Juli-Statistik vor.

  • Verletzen mit KI-Werkzeugen des US-Unternehmens Suno generierte Songs die Urheberrechte deutscher Künstler? In der Frage wird das Landgericht München I wohl am Morgen ein Urteil fällen.

  • Hat ein Ehemann seine Frau aus dem 22. Stock gestoßen? In dem Verfahren in Frankfurt wird heute das Urteil erwartet. Die Staatsanwaltschaft wird dem Mann vor, seine Ehefrau 61 Meter in die Tiefe gestoßen zu haben, um mit seiner Geliebten zusammenleben zu können und um sich eine teure Scheidung zu sparen.

  • Das Oktoberfest wirft seine Schatten voraus: Bis zum Beginn der Wiesn im September sind es noch einige Wochen, aber heute stellen Bürgermeisterin Verena Dietl und Wiesnchef Christian Scharpf Neuerungen für die diesjährige Ausgabe des Volksfestes in München vor.

Bei Fragen, Hinweisen oder Kritik erreichen Sie mich am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Ich hole mir jetzt noch eine Dosis Koffein und dann geht es gleich weiter hier in "Der Tag".

Das wird heute wichtig
06:54 Uhr

Baum kracht direkt vor Auto: Mädchen filmt zufällig Unwetter-Unfall

Und plötzlich kracht eine Eiche direkt vor einem auf die Straße - genau das haben eine 14-Jährige und ihre Mutter bei einem Unwetter in Mecklenburg-Vorpommern erlebt. Die Teenagerin hat den Moment zufällig gefilmt, als der schwere Baum auf die Fahrbahn der Bundesstraße fällt. Die beiden haben großes Glück im Unglück, dass der Unfall für sie so glimpflich verläuft. Die 14-Jährige und ihre Mutter kommen mit dem Schrecken davon.

Baum kracht direkt vor Auto: Mädchen filmt zufällig Unwetter-Unfall
06:37 Uhr

Autistischer Junge verhungert - Mutter und Großmutter angeklagt

Erschütternder Fall in New York: Dort sollen die Mutter und die Großmutter ihren 16 Jahre alten Sohn beziehungsweise Enkelsohn verhungern lassen haben. Der Teenager wog bei seiner Einweisung ins Krankenhaus nur noch 27 Kilogramm. Das Klinikpersonal konnte den Jungen nicht mehr retten. Da er in so schlechter körperlicher Verfassung war, wurde die Polizei eingeschaltet. Ein Zwillingsbruder des Jungen soll Berichten zufolge ebenfalls abgemagert und dehydriert gewesen sein, aber überlebte.

Die zwei Frauen im Alter von 36 und 62 Jahren seien am Morgen (US-Ortszeit) verhaftet und des Mordes angeklagt worden, teilt ein Sprecher der New Yorker Polizei mit. US-Medien berichteten übereinstimmend, dass der Junge autistisch gewesen sei.

Autistischer Junge verhungert - Mutter und Großmutter angeklagt
06:06 Uhr

Donau ausgetrocknet: Mammutknochen in Flussbett entdeckt

Nicht nur sinken und sinken die Pegelstände wegen der anhaltenden Trockenheit - in Bulgarien hat sie sogar einen archäologischen Schatz freigelegt: In der Donau sind Kieferknochen und Teile der Stoßzähne eines Mammuts entdeckt worden. Die Knochenteile hätten "sehr wahrscheinlich" einem Mammut der Eiszeit gehört, sagte der Direktor des Regionalen Geschichtsmuseums, Nikolay Nenow. Ein Mann hatte sie in der Nähe der Stadt Ruse im Nordosten des Landes im Flussbett gefunden. Neben den Zähnen wurden ihm zufolge Teile eines Schulterblatts und eines Oberschenkelknochens entdeckt. Die dunkle Farbe der Knochen deute darauf hin, dass das junge Mammut viel Zeit in sumpfigem Gelände verbracht habe, erklärte der Museumsdirektor. Zur Freude der Archäologinnen und Archäologen sind die Knochen noch sehr gut erhalten.

Donau ausgetrocknet: Mammutknochen in Flussbett entdeckt