Das war Dienstag, der 13. Oktober 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
am Ende des Tages wird bekannt, dass Papst Leo XIV. Lungenkrebs hat. Er wurde in Rom wegen eines Knotens an der Lunge operiert. Der entfernte Knoten sei bösartig gewesen, teilen ein Ärzteteam und der Vatikan mit. Bei dem Eingriff sei der untere Lappen der rechten Lunge entfernt worden. Mehr dazu können Sie hier lesen.
Dies waren weitere wichtige Meldungen des Tages:
Interview zum Nord-Stream-Anschlag: "Die CIA hatte zunächst nichts dagegen"
Grüne bleiben schwacher Union im Nacken - und die AfD weit vorn
Eine erholsame Nacht!
Frisch renoviert, schon undicht: Wasser flutet Terminal
Ein plötzlicher Wolkenbruch legt die Schwächen des griechischen Flughafens Chios offen: Regenwasser dringt durch das Dach, flutet die Passagierhalle und läuft in die Gänge. Mitarbeiter kämpfen mit Eimern und Wischmopps gegen die Wassermassen. Dabei liegt die Renovierung des Gebäudes erst rund eineinhalb Jahre zurück.
Drahtzieher von Tupac-Mord zu 40 Jahren Haft verurteilt
30 Jahre nach dem Mord an US-Rapper Tupac Shakur ist der frühere Gang-Anführer Duane Davis zu 40 Jahren Haft verurteilt worden. Richterin Carlin Kierny verkündete das Strafmaß in Las Vegas. Zuvor hatten es die Geschworenen in einem Prozess als erwiesen angesehen, dass der 63-Jährige als Drahtzieher für den Tod des damals 25-Jährigen verantwortlich war. Nach Überzeugung der Ermittler ließ der frühere Anführer der South Side Compton Crips den Rapper am 7. September 1996 in Las Vegas töten. Auf den Rapper und dessen Plattenlabel-Chef Suge Knight wurde aus einem Auto heraus geschossen, nachdem diese Davis' Neffen Orlando Anderson zusammengeschlagen hatten. Shakur starb wenige Tage später im Krankenhaus, Knight wurde verletzt. Die Schüsse habe sein Neffe abgegeben, sagte Davis 2008 in einem Verhör.
In seinen 2019 veröffentlichten Memoiren, sowie in zahlreichen Interviews und gegenüber Ermittlern erzählte Davis, dass er zusammen mit Anderson und zwei weiteren Männern an dem Mord beteiligt gewesen sei. Er habe dem Schützen im Auto die Schusswaffe gereicht, sagte er damals. Später betritt er seine Beteiligung jedoch. Die anderen drei Männer, die mit ihm im Auto gewesen sein sollen, sind alle tot. Davis will in Berufung gehen. Mehr dazu hier.
Glückspilz in NRW knackt maximal gefüllten Eurojackpot
Der mit 120 Millionen Euro bis zur Obergrenze gefüllte Eurojackpot geht nach Nordrhein-Westfalen. Ein Lottospieler oder eine Tippgemeinschaft hat die richtigen Zahlen getippt, wie Westlotto nach der Ziehung mitteilt. Mit den Gewinnzahlen 11, 17, 20, 22, 35 und den beiden Eurozahlen 4 und 8 lag nach wochenlangen Ziehungen ohne Hauptgewinn erstmals wieder jemand richtig. Die Gewinnwahrscheinlichkeit beim Eurojackpot liegt bei 1 zu 140 Millionen. Glücksspiel kann süchtig machen kann. Mehr dazu hier.
Bericht: Koalition einigt sich auf zweistufige Zuckersteuer
Je süßer das Getränk, desto höher die Zuckersteuer. Darauf sollen sich Union und SPD geeinigt haben. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland und beruft sich auf eine Vorlage für die morgige Kabinettssitzung. Demnach soll es bei der Zuckersteuer zwei Stufen geben: Auf zuckergesüßte Getränke mit einem Zuckergehalt ab fünf Gramm pro hundert Milliliter soll ab Juli ein Steuersatz von 26 Cent pro Liter erhoben werden. Ab acht Gramm solle ein Satz von 32 Cent gelten. Der Plan sieht für kleinere Getränkeproduzenten Ausnahmen vor. Die Steuer solle nicht für Hersteller gelten, die weniger als eine Million Liter gezuckerte Getränke pro Jahr produzieren, heißt es. Dem Bund soll die Steuer im nächsten Jahr 690 Millionen Euro einbringen und im übernächsten Jahr 925 Millionen Euro.
Update von 20:56 Uhr: Das Bundesfinanzministerium bestätigt, dass die Koalition ihren Streit über die Einführung einer Zuckergetränkesteuer beigelegt hat. Details werden aber noch nicht genannt.
Papst übersteht OP
Den Eingriff hat der 71-jährige Papst schon mal überstanden. Die Operation zur Entfernung eines Knotens an der Lunge sei "erfolgreich" verlaufen, sagt ein Sprecher des Vatikans. Papst Leo XIV., der in einem Krankenhaus in Rom liegt, kann sich nun erholen.
Kommen Sie in den "ntv Salon"
Liebe Leserinnen und Leser,
wir möchten Sie zu unserem nächsten "ntv Salon" einladen. Unsere Hosts Tilman Aretz und Sebastian Huld dürfen am 28. Oktober um 18 Uhr den Grünen-Chef Felix Banaszak und die frühere Parteichefin Ricarda Lang begrüßen. Wir freuen uns auf einen interessanten Abend zum Thema "Sind die Grünen noch zu retten? Oder: Warum zwei Halbmarathons noch keinen Marathon machen". In kleiner Runde soll es darum gehen, wie sich die Partei neu erfindet, die 2021 in den Umfragen noch bei 28 Prozent stand, und wie sich die Gesellschaft und Demokratie verändern. Die Gastgeber wollen auch testen, ob ihre Gäste es schaffen, "woke", "Heizungshammer" und "feministische Außenpolitik" in einem Satz unterzubringen.
Besuchen Sie gerne unseren Livepodcast in Berlin. Wichtig ist nur, sich vorher anzumelden, da das Platzangebot sehr begrenzt ist. Bitte schicken Sie uns dafür Ihren Namen, Ihr Geburtsdatum und Ihre Anschrift per Mail an salon@ntv.de - vielen Dank! Sie finden uns in der Behrenstraße 19 in Berlin-Mitte.
SPD und Grüne in Berlin unterbrechen Sondierungen
In Berlin unterbrechen Grüne und SPD die Sondierungsgespräche mit der Linkspartei über eine Regierungsbildung. Beide Parteien hätten "zur Kenntnis genommen, dass die Linke in ihrer Fraktion zu anderen Verabredungen gekommen ist", erklären Grüne und SPD. Zuvor hatte die Linke die wegen angeblicher israelfeindlicher Äußerungen umstrittene Politikerin Vanessa Emde in die Abgeordntenhausfraktion aufgenommen. Mehr dazu hier.
Gigantischer Staudamm öffnet seine Schleusen
Das Wetterphänomen El Niño hat in Brasilien und Paraguay zu extremen Regenfällen geführt. Der Paraná-Fluss stieg so enorm an, dass die Schleusen des Itaipú-Staudamms, des einst größten Wasserkraftwerkes der Welt geöffnet werden mussten. Bis zu 4800 Kubikmeter Wasser wurden pro Sekunde abgelassen.
Ben Tewaag und Verlobte sind getrennt
Seine Verlobung hatte Ben Tewaag erst im Juli öffentlich gemacht. Jetzt gibt der Reality-TV-Darsteller das Ende der Beziehung mit seiner 41-jährigen Partnerin bekannt. "Wir sind getrennt", sagt Tewaag der "Bild"-Zeitung. "Ich bin nicht glücklich damit, aber es ist, wie es ist." Der 50-Jährige sieht Sturheit als einen Grund für die Trennung. "Wir sind vom Sternzeichen her eben zwei Stiere. Da wir beide extrem stur sein können, weicht in Konflikten oft keiner zurück." Mehr dazu hier.
McDonald’s streicht wohl Burger-Klassiker
Ein kurzer Ausflug in das Fast-Food-Sortiment: Die Tage des McRib scheinen hierzulande nach 37 Jahren gezählt zu sein. Mehrere Medien verweisen auf den McDonald’s-Newsletter, wonach der Burger mit Barbecue-Soße in der bisherigen Form nur noch bis zum 27. Oktober erhältlich sei und aus dem dauerhaften Sortiment genommen werde. Zumindest vorübergehend soll es aber eine neue Variante mit süß-scharfer Soße, den McRib Sweet Heat, geben. Ob das Original womöglich bei Aktionen nochmal zu haben sein wird, ist nicht bekannt. Mehr zur Geschichte dieses Burgers finden Sie hier.
Antike Sensation entpuppt sich als Touristen-Betrug
Ein Italiener baut in seinem Garten ein vermeintlich antikes Amphitheater und verkauft es als archäologische Sensation. Zahlreiche Besucher zahlen 40 Euro Eintritt für die angebliche Zeitreise - bis Experten den dreisten Schwindel entlarven.
Schlagzeilen zum Feierabend
"Wir sind die Zukunft": Zehntausende junge Franzosen gehen auf die Straße
In Frankreich gehen die Proteste von Schülern und Studierenden weiter, die letzten Monat begonnen haben. Bei einem Aktionstag demonstrieren landesweit Zehntausende für bessere Lern- und Studienbedingungen. Bei Demos in Paris und anderen Großstädten erhalten sie auch Unterstützung von Bildungsgewerkschaften.
Das Innenministerium spricht am Mittag von 30.000 Teilnehmern an Protestaktionen an Schulen und 21.000 Teilnehmern an den Demonstrationszügen. Mehr als 200 Gymnasien seien blockiert worden, heißt es vom Bildungsministerium.
In Paris erhalten demonstrierende Schüler Beifall von Passanten und Busse hupen den jungen Leuten zu.
Teilweise kommt es aber auch zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Unter anderem in Lyon und Straßburg wird die Polizei mit Gegenständen beworfen, die Tränengas wiederum einsetzt.
In Paris stehen sich lange Reihen von teils maskierten jungen Menschen und mit Helmen und Schutzkleidung ausgestattete Polizisten gegenüber - bis die Polizei sich schließlich zurückzieht.
Die meisten demonstrieren friedlich. "Warum gibt es so viel Geld für die Verteidigung, aber nicht für die Jugend?", fragt ein 17-Jähriger in Bordeaux. "Wir sind die Zukunft", skandieren Demonstrierende in Lens.
Worum geht es ihnen? Sie verlangen unter anderem die Abschaffung des Verteilsystems für Studiengänge und Ausbildungen, das als komplex und intransparent gilt. Viele Schülerinnen und Schüler leiden unter dem Notendruck, der durch das System stark erhöht wird. Sie fordern außerdem zehn Milliarden Euro zur Renovierung und besseren Ausstattung der Oberschulen, außerdem mehr Lehrer, kleinere Klassen und kürzere Schultage.
Comedian Paul Panzer trauert um seine Frau
Im April unterbrach der Comedian Paul Panzer wegen eines Trauerfalls in der Familie seine Tour. Damals wurde nicht bekannt gegeben, wer gestorben war. Ein halbes Jahr später spricht der 54-Jährige öffentlich darüber. "Meine Frau ist gestorben, die Liebe meines Lebens. 25 Jahre waren wir zusammen." Dieter Tappert, so sein bürgerlicher Name, teilt in einem Podcast auch, wie er mit dem Schicksalsschlag umgeht. "Da kann ich aber trotzdem nicht sagen: Ja gut, jetzt ist alles zu Ende", erklärt er bei "Betreff: Leben - die Sprechstunde mit Hans Sigl". Vor allem die Verantwortung für seinen Sohn spielt dabei eine wichtige Rolle: "Wir haben einen gemeinsamen Sohn. Ich kümmere mich um meinen Sohn." Trotz der schwierigen Zeit will Tappert seinen Lebensmut nicht verlieren. "Ich finde wirklich, dass das Leben ein großes Geschenk ist, ein großes Abenteuer ist." Mehr dazu können Sie hier lesen.
CDU-Fraktion will bei Ministerpräsidenten-Wahl den Saal verlassen
Weil CDU-Politiker in Sachsen-Anhalt unter Verdacht stehen, einen AfD-Politiker zum Landtagspräsidenten gewählt zu haben, trifft die CDU-Fraktion nun Vorsorge für die nächste große Abstimmung im Dezember. Wenn sich der AfD-Politiker Ulrich Siegmund als Ministerpräsident zur Wahl stellt, will die CDU-Fraktion nicht dabei sein. Die Abgeordneten werden den Saal verlassen, sagt Fraktionschef und Ministerpräsident Sven Schulze. "Die Fraktion hat sich darauf verständigt, das machen zu wollen." Die Fraktionsführung hatte das Vorgehen den 15 Abgeordneten vorgeschlagen. Ziel ist es, dem Verdacht aus dem Weg zu gehen, aus den CDU-Reihen könnte es Stimmen für einen AfD-Ministerpräsidenten geben.
Missbrauchsbeauftragte: Risiko für Kinder so hoch wie nie
Die Missbrauchsbeauftragte des Bundes, Kerstin Claus, fordert einen besseren Schutz für Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt und kritisiert bestehende Schutzlücken. "Noch nie war das Risiko für Kinder und Jugendliche, sexualisierte Gewalt zu erleben, so hoch wie heute", sagt Claus bei der Vorlage ihres Berichts zum Ausmaß sexueller Gewalt gegen Heranwachsende. "Die Risiken im digitalen Raum explodieren."
So habe schon jeder vierte junge Mensch zwischen 14 und 17 Jahren Cyber-Grooming erlebt, erklärt sie. Diese gezielte Online-Kontaktaufnahme sei der Auftakt für sexualisierte Übergriffe. Es müssten deshalb "altersangemessene, sichere Räume" im Netz geschaffen werden.
Die Bundesbeauftrage fordert unter anderem eine aktive Suche und Entfernung von Missbrauchsdarstellungen im Netz, denn so lange sie dort kursierten, dauere der Missbrauch an.
Außerdem fordert sie eine Anpassung des Strafrechts. Dieses "schützt aktuell nur Kinder unter 14 Jahren vor Cybercrime", betont sie.
Ein weiterer Vorschlag ist die Einführung eines Schulfachs "Digitale Welt/Digitalität", das digitale Kompetenzen vermittele und den Umgang mit Risiken im Netz einschließt.
Insgesamt sei die Zahl der von sexueller Gewalt betroffenen Kinder und Jugendlichen ungebrochen hoch, heißt es im Bericht der Missbrauchsbeauftragen. Verwiesen wird auf bereits veröffentlichte Zahlen der Kriminalstatistik. Demnach registrierte die Polizei 2025 insgesamt 17.126 Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs, rund 1600 mehr als noch vor fünf Jahren und 772 mehr als im Vorjahr.
Papst Leo ist im Krankenhaus und soll operiert werden
Vor dem Eingang wartet schon eine Menschenmenge, als Papst Leo XIV. am Gemelli-Krankenhaus in Rom ankommt. Der 71-Jährige soll am Nachmittag operiert werden, heißt es vom Vatikan. Ihm soll ein Knoten aus der Lunge entfernt werden. Der Knoten sei "in einem sehr frühen Stadium" entdeckt worden, hatte der Papst am Sonntag erklärt. Einem Vatikansprecher zufolge wird mit einem Krankenhausaufenthalt von etwa einer Woche gerechnet. Auf mehrere Menschen, die dem Papst gestern begegneten, wirkte er entspannt. Er sei wie gewohnt zu Scherzen aufgelegt gewesen, sagt etwa der japanische Kardinal Tarcisio Isao Kikuch.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Für Pia Saunders, die jetzt im verdienten Feierabend ist, übernehme ich im "Tag". Mein Name ist Heidi Ulrich. Sollten Sie Fragen oder Anmerkungen rund um den "Tag" haben, erreichen Sie mich über heidi.ulrich(at)ntv.de.
Collien Fernandes wehrt sich gegen Vorwürfe der Staatsanwaltschaft
Im Fall Christian Ulmen sorgt der Stand der Ermittlungen für neue Diskussionen. Nachdem die Staatsanwaltschaft Potsdam erklärt hatte, dass seine Ex-Frau Collien Fernandes bislang angekündigte Beweismittel nicht eingereicht habe, meldet sich die Moderatorin und Schauspielerin nun auf Instagram zu Wort. Sie widerspricht der Darstellung der Ermittlungsbehörde und beklagt den öffentlichen Umgang mit dem Fall. Grund für die Verzögerung sei demnach ein Anwaltswechsel gewesen, so Fernandes.
Hintergrund ist eine Recherche der "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Demnach kommen die Ermittlungen gegen Ulmen wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie die Prüfung der Vorwürfe digitaler Gewalt derzeit nicht voran. Staatsanwältin Marieke Piazolo erklärte, Fernandes habe angekündigte Beweismittel trotz wiederholter Aufforderungen bislang nicht zur Verfügung gestellt. Ob die von Fernandes genannten Unterlagen inzwischen tatsächlich bei der Staatsanwaltschaft eingegangen sind, ist öffentlich noch nicht bestätigt. Mehr dazu hier.
Dutzende teils giftige Schlangen und Echsen in Koffer gefunden
Der Zoll hat am Flughafen Köln/Bonn rund 90 Giftschlangen und seltene Echsen im Koffer eines mexikanischen Feuerwehrmanns entdeckt. Die tierschutzwidrig in engen Schmuggelverstecken transportierten Tiere seien beschlagnahmt worden, sagte ein Sprecher des Hauptzollamtes Köln. Ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann wurde eingeleitet. Er soll von Mexiko-City über Istanbul ins Rheinland geflogen sein - entsprechend lange seien die Tiere ohne Wasser und Nahrung in ihren Verstecken eingequetscht gewesen.
Die 55 Echsen und 37 Schlangen, überwiegend giftige Vipern, sind nach ersten Erkenntnissen alle in den Gebirgen Südamerikas heimisch. Einige der Arten seien vom Aussterben bedroht und streng geschützt, in jedem Fall aber selten. Die Reptilien seien inzwischen zu einem Fachmann gebracht worden, der sich darum kümmere, die geschwächten Tiere wieder aufzupäppeln. Einige der Echsen hätten sich nicht wieder erholen können und seien inzwischen verstorben.
"Mutmaßliche Luftnotlage": Flughafen Nürnberg gesperrt
Der Flughafen in Nürnberg ist derzeit gesperrt. Grund ist ein Polizeieinsatz wegen einer "mutmaßlichen Luftnotlage", sagte ein Polizeisprecher in der bayerischen Stadt. Weitere Details konnte er nicht nennen. Der Einsatz zur Klärung der Lage dauerte demnach an. Zu dem Polizeieinsatz kam es kurz vor der Landung eines Flugs von der griechischen Insel Korfu. Ein Flughafensprecher sagte, der Flieger sei sicher gelandet. Eurofighter waren laut Flughafensprecher im Einsatz, um die Maschine zu begleiten. Sie hätten inzwischen aber wieder abgedreht.
Bereits in der Nacht war der Flugverkehr zeitweise gestört gewesen. Grund war eine mögliche Drohnensichtung. Drei Piloten meldeten laut Polizeiangaben unabhängig voneinander ein Objekt, das sie während des Starts oder der Landung gesehen hatten. Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen leitete in Abstimmung mit dem Albrecht-Dürer-Airport und der Deutschen Flugsicherung umgehend Such- und Detektionsmaßnahmen ein. Dabei kam unter anderem ein Polizeihubschrauber zum Einsatz; allerdings konnte keine Drohne gefunden werden. Auch hier dauern die Ermittlungen der Polizei an.
Update von 13.18 Uhr: Die Polizei hat in dem Fall Entwarnung gegeben. "Die Überprüfungen vor Ort haben ergeben, dass keine Gefahr besteht", so die Polizei.
Ungarisches Parlament beschließt Änderung von umstrittenem LGBTQ-Gesetz
Gut fünf Jahre nach seiner Verabschiedung sind die entscheidenden Passagen des sogenannten Anti-LGBTQ-Gesetzes in Ungarn wieder abgeschafft worden. Das Parlament in Budapest stimmt für einen entsprechenden Entwurf der Regierung. Es ist die erste bedeutende Abkehr von den in der Regierungszeit des rechtsnationalistischen Ministerpräsidenten Viktor Orban beschlossenen Maßnahmen gegen die LGBTQ-Gemeinschaft seit dem Amtsantritt seines pro-europäischen Nachfolgers Peter Magyar im Mai.
Die Abgeordneten stimmten dafür, Passagen aus dem Kinderschutzgesetz zu streichen, welche die "Förderung" und die "Darstellung" von Homosexualität etwa in Filmen und im Fernsehen für Minderjährige untersagt hatten. Künftig sollen allgemein Inhalte verboten sein, welche die körperliche, geistige, emotionale oder moralische Entwicklung von Kindern "ernsthaft beeinträchtigen" können. Unter Orban hatte Ungarn jahrelang die Rechte von LGBTQ-Menschen eingeschränkt.
Australien will geplante Liveübertragung von Hinrichtung verhindern
Die australische Regierung hat die geplante Liveübertragung einer Hinrichtung in den USA scharf kritisiert. Er werde alles tun, um zu verhindern, dass Nutzer in Australien die Hinrichtung im Internet verfolgen können, so Premierminister Anthony Albanese gegenüber dem Sender ABC: "Ich weiß nicht, warum irgendjemand sich so ein Ereignis ansehen wollen sollte, geschweige denn tatenlos zusehen und zulassen, dass möglicherweise Kinder und Familien Zugang dazu erhalten."
Die australische Internet-Aufsichtsbehörde erklärte jedoch, sie habe nicht die Befugnis, die Online-Übertragung der Hinrichtung zu verhindern. Seine Regierung werde den Betreibern von Onlinenetzwerken aber klarmachen, dass "so etwas in unserem Land keinen Platz hat", betonte er. "Wenn es irgendetwas gibt, was wir tun können, werden wir es tun." Australiens Umweltminister Murray Watt bezeichnete die geplante Liveübertragung als "absolut widerwärtig". Auch der Rechtsaußenpolitiker Barnaby Joyce und die Grünen verurteilten die Pläne.
Brennender Schnellzug bremst 13.000 Reisende aus
Auf der Bahnstrecke zwischen Madrid und Figueres gerät ein Teil eines Schnellzuges in Brand. Verletzt wird niemand, doch stundenlange Sperrungen sorgen für Ausfälle und Verspätungen. Rund 13.000 Reisende sind indirekt betroffen.
Anthropic: KI-Modelle könnten sich selbst vervielfältigen
Kleinere KI-Modelle könnten sich nach Einschätzung der KI-Firma Anthropic in naher Zukunft auch ohne Zugriff auf Rechenzentren selbst vervielfältigen. In Versuchen hätten die Anwendungen ihren Programmcode eigenständig auf unzureichend abgesicherte smarte Haushaltsgeräte kopiert und sich in Netzwerken ausgebreitet, warnt das US-Startup.
Dies erschwere die Abschaltung außer Kontrolle geratener Software, weil es keine zentrale Stelle hierfür gebe, sagt Anthropic. Zudem könnten sich KI-Modelle auch auf untypischen Geräten zurechtfinden. Herkömmliche Computerviren werden hingegen meist speziell für bestimmte Hardware oder Betriebssysteme entwickelt.
Mehrere Schulen nach Amok-Drohung geschlossen
Im sachsen-anhaltischen Oschersleben bleiben nach einer anonymen Amoklauf-Drohung heute mehrere Schulen geschlossen. Die Drohung eines religiös motivierten Amoklaufs wurde am Montagabend in einer Elternchatgruppe verschickt, teilt die Polizei mit. Die Nachricht wurde demnach über den Whatsapp-Account eines Elternteils verschickt.
Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es sich nicht um eine ernst zu nehmende Drohung handelt. Dennoch zeigen die Einsatzkräfte an Schulen und Kitas verstärkt Präsenz. Sie versuchen parallel, die Hintergründe des Vorfalls aufzuklären. Einige Schulen wechseln in den Distanzunterricht und bieten eine Notbetreuung an.
Lebkuchenproduktion auf niedrigstem Stand seit sieben Jahren
Im vergangenen Jahr sind in Deutschland deutlich weniger Lebkuchen gebacken worden als zuvor. Die Produktion des Weihnachtsgebäcks sank im Gesamtjahr 2025 auf 72.800 Tonnen, teilt das Statistische Bundesamt mit. Das sind zehn Prozent weniger als 2024 und der niedrigste Wert der vergangenen sieben Jahre. Gründe für den Rückgang wurden nicht mitgeteilt.
20.000 Tonnen der Süßigkeit wurden exportiert, so das Statistikamt. Hauptabnehmer der deutschen Produkte waren Österreich, Polen und Frankreich, die zusammen rund die Hälfte der deutschen Lebkuchenexporte auf sich vereinigten. 1.100 Tonnen gingen auch in die USA, 400 Tonnen nach Australien und 300 Tonnen nach Brasilien.
Linien-Gelenkbus reißt in der Mitte auseinander
Ein Gelenkbus gerät bei Sindelfingen in Baden-Württemberg ins Schleudern und zerreißt am flexiblen Mittelteil. Heck und Vorderwagen landen parallel im Grünstreifen. Der 50-jährige Fahrer kommt schwer verletzt in die Klinik, der Sachschaden geht in die Hunderttausende.
Prinzessin Eugenie gratuliert ihrem Mann mit Baby-Video zum Hochzeitstag
Mit einem Video ihrer gemeinsamen Tochter gratuliert Prinzessin Eugenie ihrem Mann Jack Brooksbank zum 8. Hochzeitstag. In dem Clip, den Prinzessin Eugenie auf Instagram teilt, hält Brooksbank das zwei Monate alte Baby in den Armen. Er streichelt Adelaide über den Kopf und wiegt sie dabei hin und her.
Die 36-Jährige schreibt zu dem Video: "Alles Gute zum 8. Hochzeitstag, mein Schatz. Was man in diesem Video nicht hören kann, ist, wie Jack unsere Tochter fragt, ob sie es mag, wenn man ihr den Kopf so massiert ... so aufmerksam, fürsorglich und der beste Papa, den unsere drei Kinder sich wünschen können. Ich hätte mir keinen besseren Partner wünschen können." Adelaide ist das dritte Kind von Eugenie, der Enkeltochter von König Charles, und ihrem Ehemann Jack. Sie kam am 3. August in Lissabon zur Welt.
Fünf Tote durch Hurrikan "Simon" und Sturm "Rachel" in Mexiko
Bei schweren Überschwemmungen durch die Wirbelstürme "Simon" und "Rachel" sind an der mexikanischen Pazifikküste mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Durch Tropensturm "Rachel" starben vier Mitglieder einer Familie, darunter zwei Kinder, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Baja California am Montag (Ortszeit) erklärte. Fünf weitere Menschen würden noch vermisst, 32 Menschen seien mit Hubschraubern gerettet worden.
Zuvor war bereits bekannt geworden, dass ein 71-jähriger Mann beim Einsturz einer Mauer in der Stadt Chilpancingo ums Leben gekommen war, wie die Gouverneurin der südlichen Region Guerrero, Evelyn Salgadom, erklärt hatte. Hurrikan "Simon" war nicht auf das Festland getroffen und bewegte sich von der Küste weg. Der Sturm könnte nach Prognosen des US-Hurrikanzentrums NHC am Mittwochabend aber auf die mexikanische Küste zusteuern. "Simon" könnte "Mazatlán in Sinaloa als Hurrikan der Kategorie eins treffen", sagt die mexikanische Katastrophenschutz-Koordinatorin Laura Velázquez bei einer Pressekonferenz.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
nach dem Rücktritt von Arbeitsministerin Bärbel Bas soll Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den SPD-Politiker Alexander Schweitzer zum neuen Arbeitsminister ernennen. Das Bundespräsidialamt kündigte die Aushändigung der Urkunde für 17 Uhr an. Schweitzer folgt auf Bas, die nach einem Trauerfall in der Familie und öffentlichen Angriffen gegen sie ihren sofortigen Rücktritt erklärt hat. Bevor Schweitzer das Ministerium übernehmen kann, muss er im Bundestag noch vereidigt werden.
Diese Themen haben wir außerdem im Blick:
Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt am Arbeitgebertag in Berlin teil. Hauptthema dürfte der weitere Reformkurs der Bundesregierung sein - nach dem Rücktritt von SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas. Merz wird am Morgen zum Auftakt des Arbeitgebertags erwartet.
Das Bundesverfassungsgericht beschäftigt sich ab 10 Uhr mit der Erbschaftssteuer. In Karlsruhe klagt ein Mann, der von seiner Tante ausschließlich Privatvermögen erbte - und eben kein steuerlich begünstigtes Betriebsvermögen. In der mündlichen Verhandlung geht es um die Frage, ob ihn die Steuer-Regelungen in verfassungswidriger Weise benachteiligen.
Außenminister Johann Wadephul nimmt vor dem Hintergrund der andauernden Angriffe Russlands auf die Ukraine und jüngster umstrittener Äußerungen von US-Präsident Donald Trump an einer Sicherheitskonferenz in der polnischen Hauptstadt Warschau teil.
Um 10 Uhr gibt es in Berlin eine Pressekonferenz des Bündnisses gegen Cybermobbing mit Studienergebnissen zu Mobbing von Kindern und Jugendlichen im Netz.
Der Prozess gegen Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentführung geht um 9.30 Uhr in Hamburg weiter.
Rund 30 Jahre nach dem Mord an US-Rapper Tupac Shakur soll ab 19.30 Uhr in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada das Strafmaß für den früheren Gang-Anführer Duane Davis verkündet werden.
Mein Name ist Pia Saunders und ich versorge Sie bis zum Nachmittag mit spannenden und kuriosen Nachrichten aus Deutschland und der Welt. Bei Fragen schreiben Sie mir gerne unter pia.saunder(at)ntv.de.
Loch klafft plötzlich in Straße - 15 Autos stürzen in die Tiefe
Mitten im chinesischen Kunming reißt plötzlich die Straße auf: 15 Autos stürzen in ein Loch. Drei Fahrzeuge sind gerade unterwegs, zwölf parken. Wie durch ein Wunder gibt es laut Behörden bei dem Einsturz im Südwesten Chinas keine Verletzten. Die Ursache ist noch unklar.
Winzer rechnen mit kleinster Ernte seit 16 Jahren
Die Weinlese in Deutschland fällt in diesem Jahr voraussichtlich so niedrig aus wie zuletzt 2010. Das Deutsche Weininstitut (DWI) geht in einer ersten Prognose davon aus, dass die Menge rund 20 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt von 8,7 Millionen Hektolitern liegt. 2010 waren es 7,1 Millionen Hektoliter und im vergangenen Jahr 7,7 Millionen, wie DWI-Sprecher Ernst Büscher zum Ende der Lese sagte. Bis auf einige Ausnahmen - vor allem im Anbaugebiet Saale-Unstrut - sei die Lese fast überall abgeschlossen.
Viele Trauben seien bei dem extrem trockenen und sonnenreichen Sommer klein geblieben. "Die Winzerinnen und Winzer hierzulande gehen zwar von vergleichsweise kleinen Gesamtmengen, aber von Spitzenqualitäten aus." Die Ertragslage variierte innerhalb der Regionen je nach Alter der Reben und Wasserspeicherkraft der Böden sehr stark, wie Büscher sagte. "Insbesondere ältere Reben haben sich in den letzten Jahren an die zunehmende Trockenheit in den Weinregionen angepasst und dank ihrer tiefen Wurzeln die diesjährige Dürre erstaunlich gut überstanden."

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