Das war Dienstag, der 28. Juli 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
der Tag neigt sich dem Ende zu. An dieser Stelle blicken wir auf die Themenlage. Was war heute wichtig?
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht. Der Tag ist morgen wieder für Sie da.
Kleine Gemeinde aus dem Häuschen: Unverhoffter Geldregen von 90 Millionen Euro
Auf so einen Anruf wartet wohl jeder. In einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Hamburg gibt es einen unverhofften Geldregen. Wie RTL berichtet, profitiert Oststeinbek von einer Gewerbesteuernachzahlung von sage und schreibe 90 Millionen Euro. "Ehrlicherweise hat uns ein Steuerberater angerufen von der betroffenen Firma und hat gesagt: 'In Kürze wird mal etwas Geld eingehen'. Und wir dann: 'Ja, wie viel denn?' Und dann sagt er: 'Mehrere Millionen'", sagte Bürgermeister Jürgen Hettwer dem Bericht zufolge. Es sei ein Fest in der Finanzverwaltung gewesen.
Der Grund ist ein Betreiber eines Offshore-Windparks, der jahrelang seinen Sitz in Oststeinbek hatte. Der Windpark selbst liegt vor der niedersächsischen Küste, das Bundesland kassierte einen Großteil der Gewerbesteuer. Zu Unrecht, so ein Gerichtsurteil. Wegen Abgaben an Kreis, Land und Bund bleiben der Gemeinde letztlich 30 Millionen Euro. Immer noch eine stolze Summe.
Airbus A350 legt beeindruckenden Rekord hin
Nach einer Rekordzeit von 24 Stunden und 24 Minuten in der Luft ist ein für extrem lange Strecken ausgebauter Airbus A350 in Frankreich gelandet. Das Flugzeug beendete seinen 23.076 Kilometer langen Testflug von der australischen Großstadt Melbourne nach Toulouse. Die australische Fluggesellschaft Qantas will das Flugzeug ab dem kommenden Jahr für Direktflüge nach Europa einsetzen.
Die Fluggesellschaft will ab Oktober 2027 von Sydney nach London und zurück fliegen. Später sollen Direktflüge von Sydney nach New York dazukommen. Das Unternehmen kauft dafür insgesamt zwölf A350-1000ULR, wobei die Buchstaben ULR für "ultra long range" (Ultralangstrecke) stehen. Ein zusätzlicher Tank von 20.000 Litern macht die Rekordstrecken möglich.
Kuba kommen die Freunde abhanden
Neben der schweren Wirtschaftskrise muss Kuba sich auch damit auseinandersetzen, dass sich verbündete Staaten wohl auf Druck der USA abwenden. Nach Ecuador und Costa Rica will nun auch Kolumbien die diplomatischen Beziehungen kappen – Havanna hat die Pläne scharf kritisiert. Kuba warf der künftigen Regierung Kolumbiens vor, sich einer "Politik der Spaltung und Konfrontation" unterzuordnen. Diese werde seit jeher von den USA gefördert, erklärte das kubanische Außenministerium.
Kuba wies die Pläne des designierten rechten kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella als unbegründet zurück. Sie entsprächen nicht den nationalen Interessen Kolumbiens und stünden im Widerspruch zu den historischen Beziehungen zwischen beiden Ländern, hieß es weiter.
Apple durchbricht Börsen-Schallmauer
Apple hat als erst zweites Unternehmen die Marke von fünf Billionen Dollar Börsenwert geknackt. Den Ausschlag gab im US-Handel ein zwischenzeitiges Kursplus von fast zwei Prozent auf das Rekordhoch von 342,89 Dollar pro Aktie. Danach notierte Apple zunächst wieder knapp unter der Fünf-Billionen-Marke - aber immer noch als wertvollstes Unternehmen an der US-Börse vor dem Chipspezialisten Nvidia.
Nvidia war bisher das einzige Unternehmen, das es auf fünf Billionen Dollar Börsenwert gebracht hatte. In der Spitze war der Vorreiter bei KI-Chips Mitte Mai rund 5,7 Billionen Dollar wert.
Irre Taten von Mitarbeitern: Ebay muss 50 Millionen Dollar Strafe zahlen
Nach der Influencerin von eben hier abermals eine heftige Strafe, dieses Mal geht es um ein Unternehmen: Ebay. Weil einstige Mitarbeiter Verfasser eines Online-Newsletters tyrannisiert hatten, zahlt die Online-Handelsplattform mehr als 50 Millionen Dollar. Davon gehen 46,15 Millionen Dollar (rund 40,5 Mio. Euro) direkt an das Blogger-Ehepaar, wie dessen Anwälte mitteilten. Mit weiteren sechs Millionen Dollar wird Ebay Nonprofit-Organisationen unterstützen.
Sieben ehemalige Ebay-Beschäftigte waren dafür verurteilt worden, dass sie zur Einschüchterung unter anderem lebendige Kakerlaken sowie einen Trauerkranz und eine mit Kunstblut verschmierte Schweinemaske an das Blogger-Ehepaar verschickt hatten. Unter den anonym zugeschickten Artikeln war auch ein Ratgeber-Buch über den Umgang mit dem Tod eines Partners. Bereits 2024 zahlte Ebay drei Millionen Dollar Strafe nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Massachusetts. Wie aus Verfahrensunterlagen hervorging, war der damalige Ebay-Chef Devin Wenig 2019 unzufrieden mit Berichterstattung in dem Newsletter und regte an, dagegen vorzugehen.
Auto-Crash bei Moskau endet in tödlichem Inferno
Auf einer Schnellstraße in der Region Moskau kommt es zu einem schweren Unglück: Ein Pkw gerät in den Gegenverkehr und stößt frontal mit einem Lastwagen zusammen. Augenzeugen berichten von Detonationen:
Sechsjähriger findet seltene Münze in Kindertagesstätte
Dieser Fund lag wohl deutlich länger im Sandkasten als anderes Spielzeug: Ein sechs Jahre alter Junge hat auf dem Außengelände einer Kindertagesstätte in Echzell-Bingenheim eine römische Münze entdeckt. Laut Hardy Prison, dem zuständigen Bezirksarchäologen in Wiesbaden, dürfte er damit zu den jüngsten Findern gehören, die in den Ortsakten des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen geführt werden.
Nach Angaben der Kreisarchäologie des Wetteraukreises handelt es sich bei der Münze um einen sogenannten Follis aus der Zeit nach 337 nach Christus, geprägt unter Kaiser Constans, einem der Söhne Konstantins des Großen. Das rund 1.700 Jahre alte Fundstück stammt demnach aus einer Zeit, in der die römische Herrschaft in der Wetterau schon zu Ende war.
Influencerin aus Deutschland muss saftiges Bußgeld zahlen
Influencer gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Ein großer Teil von ihnen will auf möglichst viel Reichweite kommen, um möglichst viel Geld mit Werbung zu verdienen. Doch natürlich muss sich dabei an Regeln gehalten werden. Die Influencerin Hanadi Diab, die Fotos und Videos zu Lifestyle, Mode und Beauty postet, soll nun wegen wiederholter Verstöße gegen die Werbekennzeichnungspflicht auf Instagram mehr als 37.000 Euro zahlen.
Der Bußgeldbescheid ist nach Angaben der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg rechtskräftig. Laut LFK ist es das höchste Bußgeld, das sie bislang gegen eine Influencerin oder einen Influencer verhängt hat. Diab widersprach den Vorwürfen schon im April in einem auf TikTok veröffentlichten Video. "Ich bin geschockt. Ich kennzeichne jede Kooperation", erklärte sie. Nach ihrer Darstellung bemängelte die LFK unter anderem, dass die Hinweise auf Werbung zu klein und wegen der Schriftart und -farbe nicht ausreichend erkennbar gewesen seien.
Aufnahmen zeigen verirrten Wal in Wismarer Bucht
Innerhalb weniger Monate taucht zum wiederholten Mal ein Wal in der Wismarer Bucht in Mecklenburg-Vorpommern auf. Das Tier treibt nun im inneren Becken der Hansestadt und sei laut Behörden munter. Die Wasserschutzpolizei ist informiert:
Während der Öffnungszeiten: Schließfächer in Sparkasse aufgebrochen
Bei Weitem nicht zum ersten Mal in den vergangenen Jahren sind in einer Sparkasse in Deutschland Schließfächer aufgebrochen worden. Dieses Mal hat es eine Filiale in Mönchengladbach getroffen. An mutmaßlich 30 Schließfächern haben die Täter sich zu schaffen gemacht. Zu dem Vorfall soll es während der Öffnungszeiten des Kreditinstituts gekommen sein. Zum möglichen Schaden machte die Bank zunächst keine Angaben. Nach Angaben der Polizei konnten die Täter mit Beute flüchten.
Die Ermittler gingen von zwei Tätern aus. Sie hätten insgesamt 29 Schließfächer aufgebrochen und sich etwa eine halbe Stunde lang in dem Schließfachraum aufgehalten. Insgesamt befänden sich dort 1.700 Schließfächer. Nach Angaben der Sparkasse wurden die Unbekannten während der Tat von Kunden und Mitarbeitern gestört.
Gewalt gegen angeblich irreguläre Migranten: Tausende verlassen Südafrika
Die Regierung in Ghana hat in den vergangenen drei Tagen 216 ihrer Staatsbürger aufgrund von Gewalt gegen irreguläre Migranten aus Südafrika rückgeführt. Hunderte weitere in Südafrika lebende Ghanaer hätten sich registriert, um in ihre Heimat zurückzukehren, teilte das ghanaische Außenministerium mit. Die Regierung in Accra habe demnach bereits knapp 1.000 Landsleute im Mai und Juni aus Südafrika ausgeflogen.
Grund für die Anträge seien die seit Monaten anhaltenden, gewaltsamen Übergriffe gegen Menschen von denen vermutet werde, es handele sich um irreguläre Migranten, einschließlich Menschen aus Ghana, Nigeria, Simbabwe, Mosambik und Malawi. Mehr als 25.000 ausländische Staatsbürger reisten nach Angaben südafrikanischer Behörden in den vergangenen Wochen aus oder wurden abgeschoben.
Nach viel heftiger Kritik wegen CSD-Attentäter: Berliner Justiz äußert sich
Nach seiner Verurteilung zu 22 Monaten Jugendstrafe wurde CSD-Attentäter Abdul Ballout auf Vorbewährung freigelassen. Ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird, sollte so erst sechs Monate später entschieden werden. Auf die Berliner Justiz prasselte zuletzt viel Kritik ein. Die schiebt den schwarzen Peter nun weiter. Betont wurde, für vorbeugende Gefahrenabwehr seien die Sicherheitsbehörden, also Polizei und Staatsanwaltschaft, zuständig, nicht die Strafgerichte, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Berliner Ermittlungsrichter hätten in den vergangenen Wochen und Monaten dem LKA die Überwachung von Abdul Ballout durch Telefonabhören und Observationen bewilligt.
Zudem betonte die Sprecherin, bei dem Prozess im Mai seien ein Kriminalbeamter des LKA zu Erkenntnissen über den Angeklagten sowie eine Islamwissenschaftlerin als Sachverständige gehört worden. "Natürlich wurde im Rahmen dessen auch die Gefährlichkeit des Angeklagten erörtert." Ein Strafgericht könne aber nur über angeklagte Taten urteilen. Deswegen sei der Mann auch verurteilt worden. Die Strafe sei zunächst nicht zur Bewährung ausgesetzt worden. Dies sei nur als Möglichkeit in Aussicht gestellt worden.
Russische Fahrer filmen Trips durch Heuschrecken-Wolken
Im Süden Russlands fahren Menschen derzeit durch dichte Heuschreckenschwärme, die Straßen und Fahrzeuge überziehen. Die Insekten gelten in der Region zurzeit als Plage und bedrohen Felder und Weiden. Videos zeigen die eindrücklichen Szenen aus der betroffenen Gegend:
Horror-Fund in Haus: Fünf tote Säuglinge entdeckt
Eine schreckliche Nachricht aus Frankreich. Fahnder haben dort im Ort Orange im Haus einer Familie fünf tote Säuglinge gefunden. Nach Feststellung eines Gerichtsmediziners handele es sich bei dem Fund um die Knochen von vier Säuglingen und die verwesende Leiche eines weiteren Säuglings, teilte die Staatsanwaltschaft in Nîmes mit. Nachdem er erneut sehr spät die Schwangerschaft seiner Partnerin entdeckt hatte, die zu Hause ein Kind zur Welt brachte und danach in eine Klinik kam, habe der Lebensgefährte Nachforschungen angestellt. Dabei sei er in Kartons auf die menschlichen Überreste gestoßen.
Der 32-Jährige habe daraufhin das Krankenhaus von Orange informiert, das wiederum die Staatsanwaltschaft einschaltete. Am Montagabend rückten Fahnder dann bei der Familie an und machten den erschütternden Fund. Eine Obduktion wurde angeordnet. Der Mann habe angeben, von allen möglichen Schwangerschaften seiner Partnerin nichts gewusst zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die 32-jährige Mutter, die sich weiterhin im Krankenhaus befindet, konnte noch nicht vernommen werden. Es wurden Ermittlungen wegen Mordverdachts eingeleitet.
Badeort evakuiert Tausende Touristen
Tausende Touristen werden an der französischen Atlantikküste wegen der bedrohlichen Waldbrandlage am bekannten Badeort Lacanau evakuiert. Die Präfektur in Bordeaux ordnete am Vormittag die Räumung von Campingplätzen und Feriensiedlungen in Lacanau und Lacanau Océan an. Die Urlauber sollten sämtliches Gepäck mitnehmen und die Anordnungen der Ordnungskräfte strikt befolgen. Es geht um rund 4.000 Menschen. Der Ort Lacanau und seine Einwohner seien von der Evakuierung zunächst nicht betroffen, hieß es.
Wie die Behörden betonten, handelt es sich um eine vorsorgliche Evakuierung angesichts der weiteren Wetterentwicklung. Mit einer erneuten Hitzewelle wird ein Anstieg der Temperaturen und ein Absinken der Luftfeuchtigkeit erwartet. Wie die Feuerwehr am Vormittag erklärte, erschweren Hitze und Wind den Kampf gegen die Flammen, die sich seit dem Wochenende zwar nicht weiter ausgedehnt haben. Tausende Einsatzkräfte sind aber weiter mit der Bekämpfung von Brandherden beschäftigt.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
mein Kollege Benjamin Horbelt befindet sich im Feierabend. Nun bin ich an der Reihe. Mein Name ist Robin Grützmacher und bei Anregungen, Fragen oder Kritik erreichen Sie mich unter: robin.gruetzmacher@ntv.de.
Unternehmer aus Bayern verschenkt 500 Euro Taufprämie
500 Euro für Familien, die ihre Kinder katholisch taufen lassen: Dieses (un)moralische Angebot eines bayerischen Unternehmers sorgt selbst in den betroffenen Starnberger Kirchengemeinden für Diskussionen. "Wir haben Pfarreimitglieder, die sagen, du verkaufst damit das Ansehen der Kirche", sagt deren Stadtpfarrer Andreas Jall. "Aber ich schaue da von unten her drauf: Wir wollen Familien helfen in dieser hochpreisigen Gegend." Bei vier Taufen hat der Unternehmer Peter Löw, der sein Geld unter anderem mit Immobilien verdient hat, die 500 Euro bereits den Eltern übergeben - üblicherweise bar in einem Umschlag. Insgesamt 20.000 Euro hat er für die Aktion unter dem Namen "Starnberger Schutzengel" für bis zu 40 Taufen bis Jahresende bereitgestellt.
Gericht wirft Christina Block Verdunkelungsversuch vor
Welche Folgen hatte die Entführung vom Wohnort ihres Vaters für die Hamburger Block-Kinder? Eine Sachverständige soll das vor Gericht beschreiben. Doch nach Angaben der Vorsitzenden Richterin Isabel Hildebrandt übergab Christina Block bei einem Gespräch mit einer Sachverständigen angeblich einen Brief mit brisantem Inhalt. "Das ist der Versuch einer Verdunkelungshandlung", mahnt Richterin Hildebrandt. Sie erinnert die Angeklagte daran, dass sie schon einmal ermahnt worden sei. Nach der Strafprozessordnung besteht ein Haftgrund, wenn ein Beschuldigter in "unlauterer Weise" auf einen Sachverständigen einwirkt.
Polizei findet IS-Bekennervideo zu Berliner CSD-Anschlag
Die Polizei hat nach RTL/ntv-Informationen ein IS-Bekennervideo auf dem Smartphone des mutmaßlichen CSD-Attentäters Abdul Ballout gefunden. Das Handy lag im Tatfahrzeug. Er soll das Video am Tattag aufgenommen und sich darin auf Arabisch zum Anschlag im Berliner Tiergarten sowie zur Terrororganisation "Islamischer Staat" bekannt haben. Ein ähnliches Vorgehen gab es bereits beim Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016, als der Terrorist Anis Amri vor seiner Lastwagen-Attacke ein IS-Bekennervideo aufnahm.
Trump lässt mit Worten über seinen Vater tief blicken
Die Lebenshaltungskosten in den USA sind so hoch wie nie zuvor. Vier von zehn Amerikanern geben inzwischen an, sich kein Auto mehr leisten zu können. Völlig unpassend erscheinen da Aussagen von US-Präsident Trump, der bei General Motors von der vermeintlichen Bescheidenheit seines Vaters berichtet.
USA starten "echte Überprüfung" ihrer Militärpräsenz in Europa
Die USA haben mit der angekündigten Überprüfung ihrer Truppenpräsenz in Europa begonnen. Es handele sich um eine "echte Überprüfung", betont Unterstaatssekretär Elbridge Colby, die Nummer Drei in der Hierarchie des Pentagon. Diese solle sicherstellen, dass die Nato "zügig und unumkehrbar" darauf hinarbeite, dass Europa die Hauptverantwortung für seine konventionelle Verteidigung übernehme. Aus der im Januar vorgelegten neuen Verteidigungsstrategie von Präsident Donald Trump geht hervor, dass die USA zwar weiter Bündnispartner der Nato sein wollen - doch die Priorität liege künftig stärker in der Abschreckung Chinas.
Sturm erfasst Gondel in China: Arbeiter kämpfen ums Überleben
Ein Taifun bringt zwei Bauarbeiter in Shenzhen in höchste Gefahr: In rund 85 Meter Höhe klammern sie sich an einer unkontrolliert schwankenden Gondel. Orkanböen schleudern die Arbeitsplattform gegen die Fassade, aus der Teile herausgerissen werden.
Dutzende Leichen in Regalen gelagert? Bestatter droht Haftstrafe
In Großbritannien hat eine Anhörung zur Verkündung des Strafmaßes gegen den Besitzer eines Bestattungsunternehmens in Hull begonnen, der mehrere Leichname in Regalen gelagert haben soll - anstatt sie einzuäschern. Die Polizei hatte in seinem Kühlraum 31 Leichname gefunden. Darunter waren auch die sterblichen Überreste eines Babys, das dort bereits seit zwei Jahren gelegen habe. Außerdem fanden die Beamten zahlreiche Urnen mit Asche von Verstorbenen. Als Grund für den regelwidrigen Umgang mit den Leichnamen gab der Bestatter angebliche finanzielle Schwierigkeiten an.
Gleich zwei 40-Grad-Spitzen - Waldbrandgefahr steigt deutlich
Eine neue Warmfront breitet sich vom Südwesten her über Deutschland aus. Die damit einhergehende Sonne und Trockenheit lassen die Waldbrandgefahr sprunghaft ansteigen. Während der heutige Tag noch vielerorts angenehm verläuft, sind ab morgen wieder Temperaturen um die 40 Grad möglich.
Frodos bester Freund musste trotz Erfolgs Haus verkaufen
Der aus der "Herr der Ringe"-Filmreihe bekannte Schauspieler Sean Astin hatte trotz des großen Erfolgs der Fantasy-Trilogie finanzielle Probleme. "Es gab eine Diskrepanz zwischen der Aufmerksamkeit, die ich bekam, und dem Geld, das wir hatten", sagt der 55-jährige Schauspieler der britischen Tageszeitung "The Guardian". Es sei nicht viel Geld gewesen. "Tatsächlich musste ich mein Haus verkaufen, weil ich für die Trilogie eine so geringe Summe ausgehandelt hatte."
Heute gehe es ihm finanziell sehr gut, sagt Astin weiter. Der US-Schauspieler spielte in der Trilogie den Hobbit Sam, der als bester Freund an der Seite der Hauptfigur Frodo steht. In der US-Radiosendung "Jim and Sam Show" hatte der Schauspieler bereits verraten, wie viel Geld er für jeden Film bekommen hatte: 75.000 Dollar, umgerechnet knapp 66.000 Euro. Die "Der Herr der Ringe"-Trilogie (2001 bis 2003) von Regisseur Peter Jackson gehört zu den erfolgreichsten Produktionen aller Zeiten. Die drei Filme spielten zusammen knapp drei Milliarden US-Dollar ein.
Lkw verliert Hunderte Energydrink-Dosen auf A8
Weil ein Lastwagen auf der Autobahn 8 in Baden-Württemberg Hunderte Getränkedosen verloren hat, ist es zu stundenlangen Verkehrsbehinderungen gekommen. Die Ladung sei nicht infolge eines Unfalls auf der Fahrbahn verteilt worden, sondern schlichtweg unzureichend gesichert gewesen, teilt die Polizei mit. Der Schaden - neben Energydrink-Dosen hatte der Lkw auch Gewürzmischungen im Laderaum - beläuft sich auf rund 25.000 Euro, verletzt wurde niemand.
Zu der Panne kam es am Montagabend auf der Strecke von Stuttgart nach Karlsruhe. Die Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Heimsheim und Pforzheim-Süd war danach laut Polizei über mehrere Stunden hinweg nur einspurig nutzbar.
Apokalyptischer Teufelskreis - Meteorologe erklärt "Feuerwolken" in Frankreich
Die Feuer im Süden Frankreichs haben ein Ausmaß erreicht, das sie nahezu unkontrollierbar macht. Ein Grund dafür sind sogenannte "Feuerwolken". Durch die schiere Größe der Brände entsteht ein eigenes Wettersystem, das die Flammen in einem Teufelskreis anfacht. ntv-Meteorologe Paul Heger erklärt das Phänomen.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
der kürzlich verstorbene US-Senator Lindsey Graham war in Washington einer der wichtigsten Unterstützer Israels und der Ukraine. Nun findet in der US-Hauptstadt eine Trauerfeier für den Republikaner statt, zu der neben Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet wird. Für beide ist der Besuch nicht zuletzt auch eine willkommene Gelegenheit, Donald Trump zu treffen. Der US-Präsident empfängt sie separat zu Gesprächen im Weißen Haus.
In Frankreich versucht derweil die Feuerwehr vor Beginn einer neuen Hitzewelle, die an der Atlantikküste wütenden Waldbrände weiter einzudämmen. Während der größere der beiden Brände bei Bordeaux den Einsatzkräften weiterhin zu schaffen mache, sei der flächenmäßig kleinere Brand inzwischen unter Kontrolle, sagt Präsident Emmanuel Macron beim Besuch der Einsatzleitung am Abend in Bordeaux. "Wir werden diesen Kampf zum Schutz der Bevölkerung gewinnen", sagt Macron. Rund 2500 Feuerwehrleute, 18 Löschflugzeuge und 1500 Soldaten sind in der Region im Einsatz.
Diese Themen haben wir heute außerdem auf dem Zettel:
Im Mordprozess nach dem tödlichen Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demonstration in München hält die Bundesanwaltschaft voraussichtlich um 9.30 Uhr ihr Plädoyer. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann zweifachen Mord und 44-fachen Mordversuch vor. Sie geht von islamistischem Terrorismus als Motiv für die Tat im Februar 2025 aus.
In der irischen Hauptstadt Dublin trifft Bundeskanzler Friedrich Merz Irlands Premierminister Micheál Martin. Anlass des Besuchs ist der am 1. Juli 2026 übernommene, halbjährige EU-Vorsitz Irlands.
In Bad Staffelstein beginnt der zweite und letzte Tag der Sommerklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag.
Erstmals seit 2010 besucht mit António Guterres wieder ein UN-Generalsekretär Zypern. Internationale Bemühungen, die de facto zweigeteilte Insel Zypern zu vereinen, laufen seit der Teilung 1974 ins Leere.
In der Hauptstadt Lima wird Perus neue Präsidentin Keiko Fujimori ins Amt eingeführt.
In Bayreuth werden die Richard-Wagner-Festspiele mit einer KI-generierten Inszenierung von "Die Walküre" fortgesetzt. Am Pult steht der frühere Musikdirektor der Festspiele, Christian Thielemann.
Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich versorge Sie mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an dertag(at)ntv.de. Auf geht's!
US-Behörde warnt vor losen Sitzen in Hunderten Boeing 737-MAX-Jets
Die US-Luftfahrtbehörde FAA warnt vor möglicherweise falsch montierten Sitzen in Hunderten Boeing 737-MAX-Jets und fordert deren Inspektion. Bei einer Notlandung oder starken Turbulenzen könnten sich die Sitze aus der Verankerung lösen, Passagiere verletzen und Fluchtwege blockieren, teilt die Behörde am Montag mit. Die vorgeschlagene Direktive betrifft 453 in den USA registrierte Flugzeuge.
Die Anordnung ist ein weiterer Rückschlag für Boeing. Der Flugzeugbauer steht seit einer Reihe von Produktionspannen unter verschärfter Beobachtung, insbesondere seit Anfang 2024 ein Rumpfteil einer 737-MAX im Flug herausbrach. Ein Boeing-Sprecher erklärt, der Konzern habe die Fluggesellschaften bereits im Dezember 2025 über das Problem informiert und unterstütze die Anordnung der FAA.
US-Popstar reicht Klage gegen unbekannte Hacker ein
US-Popstar Ariana Grande setzt sich Medienberichten zufolge juristisch gegen unbekannte Hacker zur Wehr, die unveröffentlichte Musik, Videos und Fotos entwendet und im Darknet verkauft haben sollen. Die 33-Jährige habe in Los Angeles eine entsprechende Klage eingereicht, berichten der "Hollywood Reporter" und die Zeitschrift "People". Laut der Klageschrift zielen ihre Anwälte auf nicht namentlich genannte Personen, die sich Zugang zu privaten Konten von Produzenten und Fotografen verschafft haben sollen, mit denen die Musikerin eng zusammenarbeitete.
Allein im Jahr 2023 seien 45 noch unveröffentlichte Songs vorzeitig im Internet aufgetaucht, heißt es demnach in der Klageschrift. Laut "Hollywood Reporter" waren Hits wie "Fantasize", "That Bitch is Mine" und "White Tee" betroffen.