Das war Mittwoch, der 21. Oktober 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
gut acht Jahre nach dem Cambridge-Analytica-Skandal um den Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten ist der Mutterkonzern Meta heute in den USA zu einem Bußgeld in Höhe von 25 Milliarden Dollar verurteilt worden. Der Konzern will das Urteil anfechten. Die Affäre um die britische Beratungsfirma Cambridge Analytica, die mittlerweile nicht mehr existiert, war im März 2018 bekannt geworden. Medien enthüllten, dass die Firma die Daten von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern ausgewertet hatte, ohne deren Zustimmung einzuholen. Die Daten sollen unter anderem genutzt worden sein, um die Präsidentschaftswahl 2016 in den USA und das Brexit-Referendum im selben Jahr in Großbritannien zu beeinflussen.
Auch diese Themen waren heute wichtig:
Damit verabschiede ich mich von Ihnen. Kommen Sie gut durch die Nacht!
Ihr David Schäfer
Haseloff verteidigt umstrittenen CDU-Plan zur Siegmund-Wahl
Sachsen-Anhalts früherer Regierungschef Reiner Haseloff hält es für legitim, dass die CDU-Landtagsfraktion bei der Wahl des Ministerpräsidenten den Saal verlassen will. Er halte diesen Weg, um nicht wieder Unterstellungen zu provozieren, für durchaus opportun, sagt der CDU-Politiker bei einer Veranstaltung der Franckeschen Stiftungen in Kooperation mit "MDR Kultur" in Halle.
Haseloff spielt damit auf die Wahl von Tobias Rausch von der AfD zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt an. Rausch erhielt dabei vier Stimmen mehr, als AfD (39) und BSW (5) Abgeordnete haben. Woher die zusätzlichen Stimmen kamen, ist unklar. Die Wahl im Parlament war geheim. Viele Politiker warfen der CDU vor, dass die Stimmen aus ihren Reihen kamen. Die CDU-Fraktion will nun im Dezember, wenn sich AfD-Politiker Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten wählen lassen will, in den ersten beiden Wahlgängen den Saal verlassen und nicht an der Abstimmung teilnehmen. Das BSW möchte sich enthalten. Für die nötige Mehrheit braucht Siegmund mindestens 42 Stimmen. Das heißt: Er ist auf drei Stimmen aus anderen Reihen angewiesen.
Bereitet US-Regierung Abzug von Botschaftspersonal in Golfregion vor?
Das US-Außenministerium bereitet Insidern zufolge den Abzug eines Teils des Personals und von Familienangehörigen aus den US-Botschaften in der Golfregion vor. Grund sei der mögliche Wiederbeginn von Feindseligkeiten, insbesondere mit der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen, sagen drei Insider der Nachrichtenagentur Reuters.
Am Dienstag hatte Reuters berichtet, dass sich der Iran Insidern zufolge auf neue US-Angriffe zur Überwindung der Pattsituation im achtmonatigen Krieg einstellt. Die Führung in Teheran sei überzeugt davon, dass US-Präsident Donald Trump zu neuen Schlägen bereit ist, sagten drei hochrangige Vertreter des Iran und ein iranischer Insider der Nachrichtenagentur. Um Trump vor den US-Kongresswahlen am 3. November politisch zu schwächen, verzögert die Islamische Republik demnach absichtlich die Verhandlungen über ein Ende der Kämpfe. Die Führung wolle dem US-Präsidenten keinen politischen Erfolg überlassen.
Protestwelle in Frankreich rollt weiter: Kommt bald ein Generalstreik?
Frankreichs Gewerkschaftsbund CGT ruft im Zuge der aktuellen Sozialproteste zu einem Generalstreik am 5. November auf. Das Land befinde sich in einer tiefen Krise, weil sich die soziale Lage für eine Mehrheit der Bevölkerung verschlechtert habe, begründet der Gewerkschaftsbund den Streikaufruf. Die Lebenshaltungskosten seien hoch, die Löhne stagnierten, viele litten unter prekären Lebensbedingungen und jungen Menschen fehle es an Perspektiven. Für den 5. November hatten die Gewerkschaften zuvor bereits zu landesweiten friedlichen Demonstrationen aufgerufen.
Bei einem Treffen mit Premierminister Sébastien Lecornu forderte CGT-Chefin Sophie Binet ein Anheben des Mindestlohns um zehn Prozent, ein Einfrieren der Preise für Sprit und lebensnotwendige Güter und mehr Hilfen für Unternehmen, in denen Entlassungen drohten. Außerdem sollten im zur Beratung anstehenden Haushalt für das kommende Jahr Kürzungen bei Sozialausgaben zurückgenommen werden. "Die Wut unter Jugendlichen, Arbeitnehmern und Rentnern ist riesig. Es sind entschiedene und sofortige Maßnahmen erforderlich, um darauf zu reagieren", sagte Binet an den Premier gerichtet. Die CGT-Chefin erklärte, dass Gewerkschafter sich auch an den angekündigten Demonstrationen am kommenden Samstag beteiligten, um dort, wo möglich, Demonstrationszüge in ihren roten Warnwesten zu begleiten und abzusichern. Am vergangenen Samstag waren landesweite Kundgebungen in Frankreich von massiven Ausschreitungen, Brandstiftungen und Plünderungen begleitet worden.
Waren das Warnzeichen? Streamer schildert vor Tod Symptome
"Das ist ganz komisch", sagt Adam Wolke in einem Video über seine Beschwerden. Wenige Wochen später ist der Streamer tot. Ein Neurologe erklärt, was hinter den Symptomen stecken könnte. Und warum ausgerechnet Schmerzen, die wieder verschwinden, ein Alarmzeichen sein können.
Deutsche Behörden gehen wegen IT-Schwachstelle vom Netz
Eine weltweite Warnung vor einer Welle von Cyberangriffen wegen Schwachstellen der Web-Programmiersprache PHP hat auch in Deutschland zu zahlreichen Ausfällen geführt. Landes- und Polizeibehörden sowie mehrere Städte nahmen am Nachmittag nach einem Hinweis des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ihre Angebote vorsorglich aus dem Netz, um Updates aufzuspielen.
"Kritische Schwachstellen innerhalb der Programmiersprache PHP bedrohen aktuell weltweit Webanwendungen", erklärte die IT-Sicherheitsbehörde. "Mit Kenntnis derartiger Schwachstellen könnte es Angreifern gelingen, massive Angriffskampagnen durchzuführen und IT-Systeme aus den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen zu kompromittieren." Am Nachmittag um 16.00 Uhr gab es demnach ein Sicherheitsupdate. Das BSI empfahl, dieses "umgehend" zu installieren, denn dadurch werde auch die Schwachstelle für mögliche Hacker nachvollziehbar: Das BSI rechnet mit einer "kurzfristigen, großflächigen Ausnutzung innerhalb weniger Stunden nach Erscheinen der Sicherheitsupdates", wie BSI-Vizepräsident Thomas Caspers erklärte. "Angreifer können diese mittels KI-gestützter Werkzeuge innerhalb kurzer Zeit analysieren und entsprechende Exploits generieren."
Spanien: Beschimpfungen durch Argentiniens Staatschef Milei "unwürdig"
Wir haben heute im Tag bereits über die Beschimpfungen des argentinischen Präsidenten Javier Milei gegen Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez bei einem Besuch in Madrid berichtet. Darauf reagiert nun die spanische Regierung. Mitten im spanischen Wahlkampf verunglimpfte der ultrarechte Milei Sánchez als "Diktator". Das spanische Außenministerium verurteilt die Äußerungen und wirft Milei eine "Einmischung in innere Angelegenheiten" des EU-Landes vor. Milei sagte bei einem Wirtschaftsforum in Madrid, Spanien leide unter dem "Diktator Pedro Sánchez". Er rief die Wähler dazu auf, Sánchez abzuwählen. "Werft die Sozialisten raus, denn ihr seid die Wiege des Liberalismus", sagte er. Milei, der mit seinem Besuch in Spanien die rechtsgerichteten und rechtsextremen Parteien stärken will, beschimpfte Sánchez auch als "Dieb" und bezeichnete ihn als "korrupt".
Das spanische Außenministerium verurteilt Mileis "Beleidigungen und Verleumdungen". Es sei "unwürdig", dass der Staatschef "einer befreundeten Nation unser Land mit dem einzigen Ziel besucht, ein Klima der Polarisierung und Gewalt" zu schüren. Milei, der Sánchez linksgerichtete Regierung bereits bei früheren Besuchen in Spanien attackiert hat, wird den Ministerpräsidenten nicht treffen. Der argentinische Präsident plant stattdessen Gespräche mit Vertretern der ultrarechten Partei Vox sowie der Vorsitzenden der konservativen PP in der Region Madrid, Isabel Díaz Ayuso.
Netanjahu dringt vor Wahl in Israel auf Sturz des iranischen Regimes
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat im Wahlkampfendspurt seine Forderung nach einem Sturz der iranischen Regierung bekräftigt. "Es gibt nur einen Weg, diese Bedrohung ein für alle Mal zu beseitigen: indem das iranische Regime gestürzt wird", sagte Netanjahu bei einer Wahlkampfveranstaltung in der südisraelischen Stadt Dimona. Er habe der Armee, dem Geheimdienst Mossad und weiteren Sicherheitsbehörden eine entsprechende Anweisung erteilt. Netanjahu ließ offen, wann und wie diese Anordnung umgesetzt werden soll.
In Israel wird am kommenden Dienstag ein neues Parlament und damit der künftige Regierungschef gewählt. Netanjahu kandidiert erneut für das Amt, steht allerdings unter anderem wegen des Iran-Kriegs massiv unter Druck. Zudem gibt es Vorwürfe, dass er vor dem Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 von den Vereinigten Arabischen Emiraten gewarnt worden sei - und nichts unternommen habe. Netanjahu weist die entsprechenden Berichte als "absolute Lüge" zurück. Der Chef der Vereinigten Arabischen Liste Raam, Mansur Abbas, warnte vor den Folgen einer Wiederwahl Netanjahus. Sollten der langjährige Regierungschef und seine rechtsextremen Verbündeten erneut an die Macht kommen, "wäre das in erster Linie eine Katastrophe für den Staat Israel", sagte Abbas, dessen Partei eine entscheidende Rolle bei der Regierungsbildung spielen könnte. Die Folgen für die arabische Gemeinschaft wären "äußerst schwerwiegend".
Deutschland vs. Österreich: Johannes B. Kerner lädt zum Wissensduell
Deutschland gegen Österreich: Bei "Der Quiz-Champion" treten die beiden Nachbarländer erstmals im direkten Wissensduell gegeneinander an. In einem Länder-Special stellen Kandidatenpaare aus beiden Nationen ihr Können unter Beweis. Die erste von zwei Ausgaben läuft heute Abend um 20:15 Uhr zeitgleich im ZDF und ORF. Durch die Show führt Johannes B. Kerner. Das Spielprinzip bleibt anspruchsvoll: Zunächst müssen die Duos ihr Wissen in einer Schnellraterunde unter Beweis stellen. Wer diese Hürde meistert, tritt anschließend gegen prominente Experten in fünf Kategorien an: Musik, Erdkunde, Sport, Film und Fernsehen sowie Ernährung. Um sich den Titel zu sichern, brauchen die Kandidaten neben Fachwissen auch ein breites Allgemeinwissen und starke Nerven. Dem Siegerteam winken 100.000 Euro und der Titel "Quiz-Champion".
Für die Wissensduelle haben sich bekannte Namen aus beiden Ländern angekündigt. In der Kategorie Musik treffen Melissa Naschenweng und Vanessa Mai auf die Kandidaten. Barbara Wussow und Wigald Boning übernehmen die Fragen rund um Erdkunde. Im Sport warten Skisprung-Olympiasieger Thomas Morgenstern und Schwimmlegende Franziska van Almsick. Dirk Stermann und Bastian Pastewka fordern die Duos in Film und Fernsehen heraus. Sarah Wiener und Nelson Müller prüfen schließlich, wie gut sich die Kandidaten mit Ernährung auskennen.
Nie öffentlich ausgestellte Monet-Gemälde werden versteigert
Zwei zuvor nie öffentlich ausgestellte Gemälde des französischen Impressionisten Claude Monet werden am Donnerstagabend (18.00 Uhr) in Paris versteigert. Eines davon mit dem Titel "Iris" aus dem Spätwerk des Meisters wird nach Angaben von Sotheby's auf 22 bis 30 Millionen Euro geschätzt. Dies ist nach Angaben des Auktionshauses der höchste Schätzpreis, den je ein zu versteigerndes Gemälde in Frankreich erreicht habe.
Das zweite bislang nicht ausgestellte Monet-Werk zeigt eine Trauerweide in seinem Garten in Giverny. Es wird auf neun bis zwölf Millionen Euro geschätzt. Beide Werke wurden erst im Vorfeld der Auktion erstmals öffentlich ausgestellt. Insgesamt werden bei der Versteigerung 28 Gemälde aus der Sammlung der Familie Schlumberger angeboten, darunter auch mehrere von Paul Cézanne.
White Power? AfD-Politiker sorgt mit Handgeste für Aufregung
Mit einer umstrittenen Geste sorgt der AfD-Politiker Tommy Thormann in Mecklenburg-Vorpommern für Kritik. "Der Vorfall bestätigt einmal mehr, warum wir keinen Vertreter der AfD in das Präsidium des Landtags gewählt haben", wie der Vorsitzende der Linken-Landtagsfraktion, Hennis Herbst, mitteilt. "Wer ausgerechnet während der konstituierenden Sitzung des Parlaments mit einer Geste posiert, die in rechtsextremen Kreisen als Symbol weißer Vorherrschaft verwendet wird, lässt den gebotenen Respekt vor diesem Haus vermissen."
In einem Video, das Thormann selbst auf der Plattform Instagram hochlud, war zu sehen, wie er in der ersten Sitzung des neuen Landtags am Dienstag in Schwerin mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis bildete und die übrigen Finger ausstreckte. Der Politiker zeigte sich nicht zum ersten Mal mit dieser zumindest mehrdeutigen Handhaltung. Laut Bayerischer Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE) wird die Geste von rechtsextremen Gruppen als Symbol für "White Power" verwendet. Zugleich ist sie unter Tauchern als Zeichen für "Okay" bekannt. Herbst habe daher die Landtagspräsidentin Birgit Hesse schriftlich dazu aufgefordert, den Vorfall durch das Präsidium prüfen zu lassen und eine Rüge des Abgeordneten zu erwägen. "Der Landtag darf solche Provokationen nicht unwidersprochen hinnehmen", sagt er demnach.
Israelische Armee nimmt jüdischen Kandidaten für US-Kongress fest
Ein demokratischer Kandidat für das US-Repräsentantenhaus aus New York, Brad Lander, ist offenbar zeitweise von der israelischen Armee im Westjordanland gefangen genommen worden. "Ich wurde zusammen mit einer Gruppe von Rabbinern und Freiwilligen von der IDF festgenommen", schrieb Lander auf X. "Wir haben lediglich in einem Olivenhain in der Nähe von Nehalim im Westjordanland Oliven geerntet. Die Besatzung ist nach internationalem Recht ein Verbrechen. Das Ernten von Oliven ist nach keinem mir bekannten Gesetz ein Verbrechen." Wenige Stunden später meldete sich Lander erneut auf X zu Wort und schrieb, dass er mittlerweile freigelassen worden sei. "Aber mehrere Dutzend Rabbiner (...) sitzen immer noch in Haft. Nur, weil sie Oliven geerntet haben. Sie sollten alle sofort freigelassen werden." Lander und weitere Freiwillige, darunter auch Israelis, befinden sich derzeit im Westjordanland, um Palästinenser bei der Olivenernte vor Siedlerangriffen zu schützen.
Der jüdische US-Politiker merkte an, dass Palästinenser "jeden Tag noch weit schlimmeren Konsequenzen ausgesetzt" seien. Diese Festnahmen durch israelische Soldaten seien ein weiterer Versuch, "das Recht der Palästinenser zu untergraben, ihre Olivenhaine zu ernten, auf ihren Straßen zu reisen und in ihren Häusern zu leben." Lander sprach von einem weiteren Element "staatlich geförderter ethnischer Säuberung". Die Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser hat sich in den vergangenen Monaten verschärft. Angesichts der derzeit stattfindenden Olivenernte riefen UN-Menschenrechtsexperten Israel dazu auf, die palästinensischen Olivenbauern vor Übergriffen zu schützen. Im vergangenen Jahr hatte es UN-Angaben zufolge im Zusammenhang mit der Ernte 178 Angriffe von Siedlern auf 88 palästinensische Gemeinden gegeben - fast doppelt so viele wie 2024. Mehr als 6000 Bäume und Setzlinge wurden demnach "mutwillig beschädigt". Auch in diesem Herbst wurden palästinensische Olivenbauern und Erntehelfer bereits von bewaffneten Siedlern angegriffen.
Ermittler durchsuchen Büros von Patrioten-Fraktion im EU-Parlament
Büros der rechten Patrioten-Fraktion im Europaparlament sind im Zuge von Ermittlungen zum möglichen Missbrauch von EU-Geldern durchsucht worden. Im Visier seien Räume von Mitarbeitenden der mittlerweile aufgelösten ID-Fraktion, teilte der Präsident der Delegation von der französischen Partei Rassemblement National (RN), Jean-Paul Garraud, mit. Der RN gehörte früher zur ID-Fraktion im Europaparlament, nun ist die rechtsnationale Partei in der Fraktion der "Patrioten für Europa" (PfE) organisiert. Prüfer der Parlamentsverwaltung kamen zu dem Ergebnis, dass Mitglieder der ID-Fraktion in der vergangenen Legislaturperiode mindestens 4,3 Millionen Euro aus EU-Mitteln missbräuchlich verwendet haben.
Die Patrioten-Fraktion schrieb auf der Plattform X, dass die Durchsuchungen in Verwaltungsbüros in Brüssel und Straßburg stattfanden. Sie betonte, dass es keine rechtliche Verbindung zur ID-Fraktion gebe und dass die Patrioten nicht von den laufenden Ermittlungen betroffen seien. Die Europäische Staatsanwaltschaft (EUStA) bestätigte, dass sie "im Rahmen einer laufenden Ermittlung zur Verwendung europäischer Mittel durch eine ehemalige Fraktion im Europäischen Parlament Durchsuchungen in den Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments in Frankreich und Belgien durchgeführt hat". Die rechtsnationale ID-Fraktion existierte zwischen 2019 und 2024, zu ihr gehörten neben dem französischen RN unter anderem die deutsche AfD, die österreichische FPÖ und die italienische Lega. Zu den Durchsuchungen sagte ein Sprecher der AfD-Delegation im EU-Parlament, dass sie nicht betroffen sei.
Im Umfragetief: Nächste Hiobsbotschaft für US-Präsident Trump
Zwei Wochen vor den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen in den USA reißen die schlechten Nachrichten für Präsident Donald Trump nicht ab. Nachdem seine Zustimmungswerte in einer Umfrage von Reuters/Ipsos am Montag bereits auf ein Rekordtief gesunken waren - nur 31 Prozent der US-Bürger zeigten sich mit seiner Amtsführung zufrieden - legt die New York Times (NYT) nun mit einer neuen Umfrage nach, die ebenfalls einen Rekordwert zeigt: Demnach sind nur 36 Prozent der wahrscheinlichen Wähler mit Trumps Performance im Weißen Haus zufrieden, so wenig wie noch nie in einer Umfrage von NYT/Siena University.
Mehr als zwei Drittel der unabhängigen Wähler (die sich weder als Demokraten noch als Republikaner identifizieren) seien mit Trumps Amtsführung unzufrieden. Nach Angaben der Zeitung sorgen vor allem die allgemeine Wirtschaftslage, der Iran-Krieg und die hohen Benzin-Preise für die Unzufriedenheit mit dem Republikaner. Am 3. November könnte der US-Präsident bei den sogenannten Midterms die Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses verlieren. Wahrscheinliche Wähler gaben in der letzten Times/Siena‑Umfrage vor den Zwischenwahlen an, dass sie in ihren Kongresswahlbezirken die demokratischen Kandidaten den Republikanern um elf Prozentpunkte vorziehen - dabei handelt es sich um einen Durchschnittswert.
Keine Rückmeldung an Bundeswehr? Jungen Männern droht Bußgeld
Wer den Fragebogen zur Wehrerfassung nicht rechtzeitig ausfüllt, muss mit einem Bußgeldverfahren rechnen. Das Verteidigungsministerium leitet Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen junge Männer ein, die den Fragebogen nicht fristgerecht beantwortet haben. Das teilt das von SPD-Politiker Boris Pistorius geführte Ministerium mit. Die Höhe des zu verhängenden Bußgelds kann bis zu 250 Euro betragen. Auch im Anschluss bestehe für wehrpflichtige Männer noch die Pflicht, den Fragebogen zu beantworten, heißt es.
Seit Januar werden junge Menschen ab 18 Jahren im Zuge der Neuregelung des freiwilligen Wehrdienstes von der Bundeswehr angeschrieben und nach ihrer Bereitschaft zu einem möglichen Wehrdienst gefragt. Männer müssen den Bogen binnen vier Wochen ausfüllen, Frauen können es freiwillig tun. Danach folgt ein Erinnerungsschreiben mit einer meist zweiwöchigen Frist. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind mit Stand 30. September 492.800 Briefe versandt worden. Davon gingen den Angaben zufolge 253.000 an Männer und 239.800 an Frauen. Rund 96 Prozent der Männer haben demnach innerhalb der Frist und der Nachfrist geantwortet.
Mangelnder Schutz vor Abzocke? EU untersucht Booking.com
Die Europäische Union (EU) ermittelt gegen Booking.com wegen mutmaßlich unzureichendem Schutz der Nutzer vor Kriminellen. "Europäer sollten ihren Urlaub buchen können, ohne Angst vor Betrug haben zu müssen", betont Technologie-Kommissarin Henna Virkkunen. Im Zentrum der Untersuchungen stünden Anzeigen für nicht existierende Unterkünfte sowie Identitätsmissbrauch. Es solle geklärt werden, ob die Buchungsplattform ausreichende Maßnahmen ergreife, um diese Risiken zu minimieren.
"Sicherheit, Vertrauen und der Schutz personenbezogener Daten haben bei Booking.com höchste Priorität", betonte ein Unternehmenssprecher. Der US-Konzern arbeite im Kampf gegen Cyberkriminalität eng mit den zuständigen Stellen zusammen. Die Grundlage für die EU-Untersuchungen ist der Digital Services Act (DSA). Dieser verpflichtet große Online-Plattformen unter anderem zu einem strengen Vorgehen gegen illegale und schädliche Inhalte. Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu sechs Prozent des jährlichen weltweiten Umsatzes.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
mein Kollege Michael Bauer geht in den Feierabend, hier übernimmt nun David Schäfer. Ich versorge Sie bis 22 Uhr mit Nachrichten aus Deutschland, Europa und aller Welt. Bei Fragen oder Anmerkungen können Sie mich unter david.schaefer[at]ntv.de erreichen. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Nachmittag!
Milei beschimpft Sánchez in Madrid als "Diktator" und "Dieb"
Argentiniens Präsident Javier Milei hat bei einem Besuch in Spanien den Regierungschef Pedro Sánchez als "Diktator" und "Dieb" beschimpft. Er wolle sich während seines Aufenthaltes in Madrid auf keinen Fall mit Sánchez treffen, sagte der ultraliberale Politiker bei einem Auftritt auf einem Forum in der spanischen Hauptstadt. "Ich werde keinen Verbrecher und Dieb wie Sánchez besuchen, denn dann müsste ich mir die Taschen zunähen lassen, damit ich nicht ausgeraubt wieder herauskomme", sagte er.
Außerdem warf Milei Sánchez in Madrid vor, den massiven Ansturm von Migranten auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gezielt gefördert zu haben, um bei Wahlen mehr Stimmen zu bekommen. Ende Juli waren nach verschiedenen Schätzungen bis zu 80.000 Migranten nach Ceuta gelangt. Nach Regierungsangaben sind allerdings die meisten Ankömmlinge inzwischen nach Marokko zurückgekehrt. Der Ansturm hatte in der EU massive Kritik an Madrid ausgelöst, vor allem von konservativen Regierungen und Parteien.
"Joker"-Schauspielerin Zazie Beetz erwartet ihr erstes Kind
"Joker"-Star Zazie Beetz wird Mutter und die ganze Welt soll es endlich wissen. Die Schauspielerin hat bei der New Yorker Premiere der Apple-TV-Krimiserie "Nocturne" erstmals ihren Babybauch gezeigt. Für Beetz ist es das erste Kind. Begleitet wurde sie von ihrem Ehemann, dem 39-jährigen Drehbuchautor und Schauspieler David Rysdahl.
Das Paar hatte 2023 geheiratet, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Gefeiert wurde demnach in der Salveymühle by Zaza in Deutschland, wo Beetz geboren wurde. Ihre Verlobung hatte die Schauspielerin im Mai 2022 im Interview mit "Vanity Fair" bestätigt. Kennengelernt haben sich die beiden schon fast zehn Jahre vor der Hochzeit in einem Schauspiel-Workshop.
Vermutlich Explosion in Lagerhalle in Bochum - ein Toter
Einsatzkräfte haben in Bochum einen Toten in einer Lagerhalle entdeckt. Sie gehen angesichts von geborstenen Scheiben davon aus, dass es eine Explosion gegeben hat. "Wir erkunden zusammen mit der Polizei, was passiert ist", sagte ein Sprecher der Feuerwehr.
Ob es sich um einen Arbeitsunfall handele, könne noch nicht gesagt werden. Auch ein Polizeihubschrauber sei im Einsatz. Für die umliegenden Betriebe in einem Gewerbegebiet bestehe keine Gefahr.
Schmutziger Wahlkampf: Republikaner empört mit geschmacklosem Wahl-Werbespot
Im Rennen um das Gouverneursamt im US-Bundesstaat Ohio sorgt ein TV-Spot für Aufsehen: Darin attackiert die Mutter der demokratischen Kandidatin Amy Acton ihre Tochter verbal. Hinter der Aktion steht der republikanische Rivale. Aufgrund der Vorgeschichte in der Familie löst der löst Clip heftige Kritik aus.
Deutscher Streamer Adam Wolke stirbt nach "schwerer Hirnblutung"
Der deutsche Twitch-Streamer Adam Wolke ist im Alter von 36 Jahren gestorben. Das teilte sein langjähriger Freund und Streaming-Kollege Jens "Knossi" Knossalla auf Instagram mit. Wolke erlitt demnach eine schwere Hirnblutung infolge eines geplatzten Aneurysmas.
Wolke produzierte bereits 2013 mobile HD-Livestreams. Er ist daher einer der Pioniere des IRL-Streamings in Europa. IRL steht für "In Real Life", also "im echten Leben". Später produzierte er Livestreams für einige der größten deutschen Streamer, darunter Knossi, MontanaBlack und Trymacs.
Briten genehmigen umstrittene Gasfeld-Bohrungen in Nordsee
Die britische Regierung hat grünes Licht für umstrittene Pläne zu Bohrarbeiten in einem Gasfeld in der Nordsee gegeben. Noch diesen Winter sollen britische Haushalte mit Gas vom Jackdaw-Gasfeld östlich vor dem schottischen Aberdeen versorgt werden, wie das Energieministerium mitteilte. Über die Zukunft des schon von der konservativen Vorgängerregierung geplanten Projekts war monatelang diskutiert worden.
Das Projekt sichere Hunderte Arbeitsplätze und trage dazu bei, "dass Millionen von Haushalte diesen Winter warm bleiben", sagte Premierminister Andy Burnham laut Mitteilung. In einer Zeit, in der viele Menschen zu kämpfen hätten, sei es richtig, vorhandene Energiereserven verantwortungsvoll und optimal zu nutzen. Nach Angaben des Betreibers Adura könnte Jackdaw auf dem Höhepunkt seiner Förderung rund sechs Prozent der britischen Nordsee-Gasproduktion ausmachen.
Neben dem ebenso umstrittenen Ölfeld Rosebank vor den Shetlandinseln ist das Jackdaw-Gasfeld eines von zwei Projekten, denen die konservative Vorgängerregierung bereits 2022 Genehmigungen erteilt hatte. Im Zuge eines Urteils des Obersten Gerichtshofs in Großbritannien wurden die Genehmigungen jedoch nach einer Klage von Umweltorganisationen durch schottische Gerichte aufgehoben.
Casa de Pedra: Spektakuläre Lichtbögen leuchten über Brasilien
Am Tor zur brasilianischen Casa de Pedra bietet sich ein atemberaubender Anblick. Bunte Lichtbögen leuchten über dem riesigen Höhleneingang. Davor funkeln Wassertropfen, als stürze ein Wasserfall direkt aus den Wolken. Der Eingang zur Höhle ist der größte in Brasilien.
Polizei warnt vor Krawall-Protesten: "Dürfen keine Gnade erwarten"
Für den 31. Oktober haben junge Menschen bundesweit unter dem Motto "GenZ regelt" zu Protesten aufgerufen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) geht nicht davon aus, dass alles friedlich abläuft. "Was mir die Hundertschaften aktuell spiegeln, ist, dass man nicht richtig greifen kann, was passieren wird", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke der "Bild"-Zeitung mit Blick auf die Proteste in Nachbarland Frankreich. Dort handele es sich um "Straßenschlachten". Es sei in Deutschland nicht ausgeschlossen, und man kenne das aus der Vergangenheit wie beim G20 in Hamburg, Leipzig-Connewitz oder der Rigaer Straße in Berlin. "Gen Z regelt" grenzt sich zwar offiziell von Gewalt ab, doch es sei nicht ausgeschlossen, dass sich gewaltbereite Gruppierungen unter die Proteste mischen. "Das sind junge Krawallmigranten, die Bock auf Gewalt gegen die Polizei haben. Die müssen wir im Zaum halten und die dürfen auch keine Gnade von uns erwarten", sagt Kopelke.
Judi Dench rechnet knallhart mit "Cats"-Verfilmung ab
Judi Dench lässt an ihrer "Cats"-Verfilmung kein gutes Haar. "Oh Gott, ich halte das nicht aus", schreibt die Schauspielerin in ihren Memoiren "Is It Too Late to Make a Run for It?", die dem "Guardian" vorliegen. Der Komponist des Musicals, Andrew Lloyd Webber, habe so lange auf die Verfilmung gewartet - "was für eine Verschwendung von gutem Willen und Talent".
Der 2019 erschienene Film von Regisseur Tom Hooper wurde von Kritikern zerrissen und erhielt bei der Verleihung des Hollywood-Schmähpreises "Goldene Himbeere" gleich sechs Auszeichnungen. Unter anderem enthielt der Film bei Erscheinen zahlreiche Computerfehler. Berühmt-berüchtigt ist eine Szene, in der die menschliche Hand von Judi Dench mit Ehering zu sehen ist - anstelle einer Katzenpfote.
Von Anfang an, so schildert es Dench in ihrem Buch, habe sie sich nicht wohl in ihrer Rolle der weisen Katze Alt-Deuteronimus gefühlt. Das Fazit für sie: "Manchmal klappen Dinge einfach nicht: Das Timing ist falsch, die Besetzung passt nicht zusammen, die Elemente verbinden sich nicht. Aber die Intentionen der Menschen sind meistens ehrenhaft."
Trump will Presseraum durch ein Schwimmbecken ersetzen
Laut einem Bericht der "New York Times" hat Präsident Donald Trump wiederholt die Idee ins Spiel gebracht, Reporter aus dem Weißen Haus zu verweisen und den Presseraum in ein Hallenbad umzuwandeln. Demnach habe Trump der damaligen Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, während eines Treffens im Oval Office im August persönlich vorgeschlagen, die Medien aus dem James-S.-Brady-Presseraum zu entfernen, und ihr sagte, dieser Schritt könne ihr "letztes Vermächtnis" sein, obwohl es nie dazu kam.
Trump will Berichten zufolge das Hallenbad wiederherstellen, das einst dort für den ehemaligen Präsidenten Franklin D. Roosevelt eingerichtet worden war. Die Regierung des ehemaligen Präsidenten Richard Nixon hatte es schließlich abgedeckt, um Platz für die Presse zu schaffen. Bill Pulte, Direktor der Federal Housing Finance Agency, habe bereits eine visuelle Darstellung des geplanten Pools erstellt, obwohl er keine offizielle Zuständigkeit für die Einrichtungen des Weißen Hauses hat.
Gleich zwei kräftige Stürme rollen auf Deutschland zu
Schwere Stürme mit massivem Regen sorgen zuletzt in Spanien, Italien und auf Korsika für teils schwere Überflutungen. Auch Deutschland spürt die Ausläufer dieser Tiefdruckgebiete: Es regnet sich herbstlich ein. Auch die ersten kräftigen Herbststürme rollen in den nächsten Tagen an.
Treppensturz: Hardy Krüger junior erleidet Oberschenkelhalsbruch
Hardy Krüger hat sich den rechten Oberschenkelhals gebrochen und musste in Berlin notoperiert werden. Wie der Schauspieler in der neuen Ausgabe der Zeitschrift "Bunte" erzählt, fällt deshalb der erste Block seiner geplanten Theater-Tour aus. Statt im Stück "Der Sohn" auf der Bühne zu stehen, beginnt für ihn nun eine anstrengende Genesung.
"Natürlich ist es bitter, dass ich meine Tour erst einmal absagen muss. Aber jetzt zählt nur, wieder gesund zu werden. Ich will unbedingt zurück auf die Bühne", sagt Krüger dem Magazin. Passiert ist das Unglück mitten in der Nacht. Auf dem Weg in die Küche verfehlte Krüger im Dunkeln die oberste Stufe und stürzte elf Stufen hinab. Er schlug mit der rechten Körperseite auf, sein Fuß prallte gegen die Wand.
Sorgerechtsstreit um Halle Berry: Ex-Verlobter verlässt wutentbrannt Gerichtssaal
Der Sorgerechtsstreit zwischen Halle Berry und Olivier Martinez geht in die nächste Runde. Am zweiten Tag der Anhörung in Los Angeles soll der französische Schauspieler zwischenzeitlich die Fassung verloren haben. Wie "Page Six" berichtet, ging der französische Schauspieler zusammen mit seinem Anwalt Patrick Baghdaserians sichtlich aufgewühlt aus dem Saal des Los Angeles County Superior Court.
Neben Berry selbst, die am Dienstag aussagte, sollte laut "Page Six" auch Jon Hay gehört werden, ein Mitarbeiter der Schule des gemeinsamen Sohnes Maceo (13). Einer kürzlich eingereichten Gerichtsakte zufolge habe Hay zuvor Bedenken wegen Maceos Verhalten in der Schule geäußert. Auch Martinez soll noch in den Zeugenstand treten. Der Richter ließ den Saal für alle Aussagen schließen, die den Jugendlichen betreffen.
Auslöser des Verfahrens ist ein Vorfall, der sich nach Martinez' Darstellung am 26. September ereignet haben soll. In seinem Antrag behauptet er, Berry habe Maceo bei einem Streit um ein Virtual-Reality-Spiel am Hals gepackt und gewürgt. Dabei soll sie gerufen haben: "Wer ist jetzt dominant? Wer ist dominant?" Berrys Verlobter Van Hunt sei anwesend gewesen. Maceo habe ihn danach angerufen und gebeten, ihn abzuholen. Berry bestreitet das entschieden.
Alice Schwarzer stellt Magazin "Emma" ein
Alice Schwarzer stellt nach 50 Jahren ihr feministisches Magazin "Emma" ein. Die Ausgabe vom 8. Dezember werde die letzte sein, sagte die 83-jährige Frauenrechtlerin der Deutschen Presse-Agentur.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
erst der Investitionsgipfel, jetzt der "Berlin Global Dialogue": Heute beginnt die nächste Werbeveranstaltung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Es geht darum, neue Allianzen zu schmieden. Mit dabei ist natürlich Kanzler Friedrich Merz. Dazu bleibt die Lage in der Ukraine ein Thema. Schließlich steuern beide Parteien in Babyschritten auf erneute Friedensgespräche zu.
Diese Themen werden ebenfalls wichtig:
Der Bundesgerichtshof (BGH) entscheidet um 8.45 Uhr, wie umfangreich die Schufa Betroffene über das Verfahren hinter der Berechnung ihrer Bonität - dem sogenannten Score - informieren muss. Vier Privatpersonen klagten gegen die Wirtschaftsauskunftei, weil sie das alte Verfahren der Schufa als intransparent kritisieren und ihnen erteilte Auskünfte für unzureichend halten.
Eine Woche vor der Parlamentswahl in Israel hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beteuert, am Ziel eines Sturzes der iranischen Führung festzuhalten. "Wir müssen die Beseitigung des iranischen Regimes vollenden", sagte er laut einer am Abend von seinem Büro verbreiteten Mitteilung. Für Israel sei dies das Wichtigste. Er habe erst am Sonntag wieder mit US-Präsident Donald Trump darüber gesprochen.
Der FC Bayern empfängt um 21 Uhr (DAZN) den englischen Fußball-Meister FC Arsenal zum Champions-League-Topspiel. In der vergangenen Spielzeit trafen beide Teams ebenfalls in der Ligaphase aufeinander. Damals gewann der spätere Finalteilnehmer Arsenal in London mit 3:1. Der deutsche Meister geht diesmal mit Personalproblemen in die Partie in der Allianz Arena.
Jensen Huang, Chef des US-Chipkonzerns Nvidia, spricht um 11 Uhr in Berlin auf der KI-Konferenz GTC. Es geht um Entwicklungen bei KI-Chips, Recheninfrastruktur, Software und Robotik.
In Hohenschwangau beginnt die zweitägige Verkehrsministerkonferenz.
Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Mittwoch!
Baut Kanada der Türkei ein Atomkraftwerk?
Angesichts der Spannungen mit den USA wollen die Nato-Partner Kanada und die Türkei ihre Zusammenarbeit vertiefen. Bei einem Besuch des kanadischen Premierministers Mark Carney in dieser Woche solle eine entsprechende Erklärung unterzeichnet werden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.
Die Kooperation solle die Bereiche Verteidigung, Energie, Wirtschaft und diplomatische Beziehungen umfassen.
Hintergrund der Reise sind Carneys Bemühungen, die Abhängigkeit Kanadas vom Handel mit den USA zu verringern. Ein schädlicher Handelskrieg mit Washington und ein zunehmend feindseliges Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump haben die Regierung in Ottawa zu einer Stärkung der Partnerschaften mit regionalen Mächten veranlasst.
Konkret soll es bei den Gesprächen um eine mögliche Beteiligung Kanadas am Bau eines neuen türkischen Atomkraftwerks sowie um Lieferungen von Flüssiggas (LNG) gehen.
Im Rüstungsbereich wird eine Zusammenarbeit bei Drohnen und im Marinesektor erwartet. Bereits 2024 hatte Kanada Waffenexportkontrollen für die Türkei aufgehoben, um die Beziehungen zu verbessern.
UN-Bericht: Menschheit "gefährlich weit" vom Erreichen ihrer Klimaziele entfernt
Die Erde steuert den Vereinten Nationen zufolge mit der aktuellen weltweiten Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2,8 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit zu. Jeder Bruchteil eines Grades über 1,5 Grad erhöhe das Risiko für tödliche Fluten, Hitzewellen und Waldbrände, sagte die Direktorin des UN-Umweltprogramms, Inger Andersen.
Fast-Katastrophe: Auto rast unkontrolliert auf junges Mädchen mit Roller zu
Im polnischen Biskupiec verliert ein Mann in einem Kreisverkehr die Kontrolle über sein Auto und rast über die Straße. Dabei verfehlt er ein junges Mädchen auf einem Roller nur um Haaresbreite. Anschließend landet das Fahrzeug in einem Graben.
Selbst Jugendliche erkennen Social-Media-Sucht in ihrem Umfeld
Die große Mehrheit der 16- bis 18-Jährigen hält einer Umfrage zufolge Menschen in ihrem Umfeld für süchtig nach sozialen Medien. Acht von zehn Jugendlichen bejahten in einer von der Postbank in Auftrag gegebenen Befragung, dass es ihrer Einschätzung nach Menschen mit Social-Media-Sucht in ihrem Umkreis gebe. Mädchen und Frauen meinten mit 82 Prozent dabei noch etwas häufiger als Jungen und Männer (78 Prozent), dass ein Bekannter daran leide.
Social-Media-Sucht meint, dass Betroffene soziale Medien länger nutzen als geplant und dadurch negative Folgen in anderen Bereichen auftreten. Laut einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit nutzt mehr als ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen soziale Medien in riskantem oder sogar krankhaftem Ausmaß. Suchtverhalten nimmt demnach zu. Etwa 350.000 Kinder und Jugendliche gelten den Angaben nach als süchtig nach sozialen Medien.
Trumps harter Kurs bei Einwanderung - bereits 300.000 Visa widerrufen
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat im Zuge ihres harten Vorgehens gegen Einwanderung in der laufenden zweiten Amtszeit mehr als 300.000 Visa widerrufen. Dies teilte das US-Außenministerium mit und verwies auf eine Beschleunigung des Vorgehens. So habe die Zahl der seit Januar 2025 widerrufenen Visa am 10. August noch bei mehr als 175.000 gelegen.
Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte, die Regierung habe "mehr Visa schneller als jede Regierung zuvor widerrufen". Es gebe "null Toleranz für Ausländer mit Visum, die gegen das Gesetz verstoßen, Betrug begehen oder unsere nationale Sicherheit untergraben". Menschenrechtler werfen der Regierung hingegen vor, rechtsstaatliche Verfahren und die Meinungsfreiheit zu verletzen. Sie verweisen auf den Entzug von Visa für pro-palästinensische Demonstranten oder für Ausländer wegen Kommentaren in sozialen Medien.








