ZitateZum Tode Arafats
Palästinenser-Präsident Jassir Arafat ist in einem Militärhospital in der Nähe von Paris gestorben. Nachfolgend einige Reaktionen darauf.
Mohammed Dachlan, Sicherheitschef im Gaza-Streifen: "Es wird einen ruhigen Transfer der Verantwortungsbereiche von Präsident Arafat geben."
Josef Lapid, israelischer Justizminister: "Ohne Arafat könnte bereits Frieden in der Region herrschen und ein Palästinenser-Staat existieren ... Die israelische Regierung wird ihre Bemühungen um einen Frieden fortsetzen."
Sami Suhri, Hamas-Vertreter im Gaza-Streifen: "Die islamische Widerstandsbewegung Hamas trauert um den großen Anführer Jassir Arafat, voller Stolz auf unser palästinensisches Volk und unsere moslemische und arabische Nation - (Arafat ist) eine Ikone unseres Kampfes und ein großes palästinensisches Symbol."
Mohmmed Al-Hindhi, Dschihad-Anführer: "Dies ist ein Augenblick, in dem Einheit und Standfestigkeit nötig sind. Wir sind alle ein Volk, das für seine Freiheit kämpft und für die Befreiung des Landes ... Wir erwarten jetzt einen ruhigen Machttransfer innerhalb der Fatah. Später müssen alle Fragen diskutiert werden, einschließlich der Bildung einer vereinigten nationalen Führung oder einer Not-Regierung, die von allen Fraktionen gebildet wird."
Bundeskanzler Gerhard Schröder: "Jassir Arafats Streben war zeit seines Lebens darauf gerichtet, die Palästinenser in die Unabhängigkeit zu führen und einen souveränen, lebensfähigen palästinensischen Staat zu errichten."
Bundesaußenminister Joschka Fischer: "Mit dem Tod von Präsident Jassir Arafat hat das palästinensische Volk seinen historischen Führer verloren. Mit ihm geht eine Ära zu Ende. Das Leben Jassir Arafats steht für die wechselvolle und tragische Geschichte des palästinensischen Volkes und des Nahen Ostens insgesamt. In ihm spiegelten sich die Hoffnungen vieler Menschen auf Frieden, immer wieder aber auch ihre Enttäuschungen und Rückschläge wider."
Australischer Regierungschef John Howard: Jassir Arafat hat zu Lebzeiten die Chance auf Frieden im Nahen Osten versäumt. "Ich denke, dass die Geschichte ihn harsch beurteilen wird."
Avi Primor, ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland: "Ich glaube, dass jetzt sich alles ändern wird, weil Arafat wirklich in dem palästinensischen Lager so gut wie alles beherrscht hat. Israel sollte sich nun keineswegs einmischen in die internen Angelegenheiten der Palästinenser."
US-Präsident George W. Bush: "Während der bevorstehenden Übergangszeit rufen wir alle Menschen in der Region und die ganze Welt dazu auf, dabei zu helfen, dass Fortschritte auf dem Weg zu diesen Zielen und zum höchsten Ziel des Friedens gemacht werden können."
Französischer Staatspräsident Jacques Chirac: "Möge der jetzt erlittene Schmerz alle Palästinenser vereinen. Indem sie einig bleiben, halten sie der Erinnerung an Jassir Arafat die Treue und bringen das Ideal zur Geltung, dem er sein Leben gewidmet hat."
Dänischer Außenminister Per Stig Mller: "Arafats politische Linie ist zeitweise problematisch gewesen. Aber seine Bedeutung als Symbol für den Kampf des palästinensischen Volkes um einen eigenen Staat kann kaum überschätzt werden."
Türkischer Staatspräsident Ahmet Necdet Sezer: "Neben seinem Einsatz für das Wohl und den Wohlstand der palästinensischen Nation wird man Arafat immer wegen seiner Bemühungen gedenken, den gesamten Nahen Osten in eine Region umzuwandeln, in der Frieden herrscht."
EU-Außenbeauftragter Javier Solana: "Der beste Beitrag zum Andenken an Präsident Arafat wird es sein, unsere Anstrengungen zur Schaffung eines friedlichen und lebensfähigen Staates Palästina zu verstärken."
Israelischer Ministerpräsident Ariel Scharon: "Die jüngsten Ereignisse stellen wahrscheinlich einen historischen Wendepunkt im Nahen Osten dar."
Norwegens Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik: "Wir treten jetzt im Nahen Osten in eine neue historische Phase ein."
Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi: " Mit ihm verliert das palästinensische Volk ein Symbol im Streben nach der Behauptung einer eigenen nationalen Identität."