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Gefangen in der Tiefe"Submerged": Panik pur

25.10.2016, 20:02 Uhr
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Bei "Submerged" bildet ein Entführungsfall die Klammer um die Sotry. (Foto: PIERROT LE FOU)

Eingeschlossen, unter Wasser, das stetig steigt: kein schöner Gedanke. Und so versucht eine Gruppe Jugendlicher verzweifelt, ihrem nassen Grab zu entkommen. Allerdings spielt mindestens einer von ihnen ein doppeltes Spiel.

Das Leben kann grausam sein. Matt (Jonathan Bennett; "Girls Club") weiß davon ein Lied zu singen. Seine Eltern sind früh verstorben. Am Totenbett versprach er seiner Mutter, immer auf seinen kleinen Bruder Dylan aufzupassen. Das gelingt ihm bis kurz vor dessen 18. Geburtstag. Dann nimmt sich Dylan das Leben. Danach schaut es zumindest aus. Dass Dylan Drogendealer war und immer wieder in Schlägereien verwickelt wurde? Zumindest Letzteres hat Matt mitbekommen.

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"Submerged" ist bei Pierrot Le Fou auf DVD und Blu-ray erschienen. (Foto: PIERROT LE FOU)

Nun steht Matt ohne Familie da. Sein Job als Chauffeur beim Industriellen Hank ist das Einzige, was ihm geblieben ist und so hängt er sich voll rein. Sein Engagement ist auch nötig, denn Hank wird offen angefeindet, weil er immer wieder Jobs in seinem Werk in der Stadt abbaut. Matt soll deshalb auch ein Auge auf Hanks Tochter Jesse (Talulah Riley; "Stolz & Vorurteil") haben. Die war auch öfter mit Dylan aus.

Eines Abends chauffiert Matt Jesse und ihre Freunde Brandon, Todd, Amanda und Eddie in Hanks neuer Limousine zu einer Party. Die Gruppe ist beeindruckt von dem Wagen: Schuss- und bruchsichere Fenster, Stahlplatten in den Türen - das sind nur einige der Features dieses rollenden Luxuspanzers. Dass die Ausstattung des Autos mal ihr Todesurteil sein könnte, ahnen sie da noch nicht.

Gefangen in der Tiefe

Bei einem Zwischenstopp taucht ein weiterer Wagen auf. Maskierte Männer versuchen, Jesse zu entführen. Nur mit Mühe und Waffengewalt gelingt es Matt, sie und die anderen zu retten. Zurück in der Limousine tritt Matt aufs Gas, doch die Gangster folgen dem Wagen. Attackieren ihn, drängen ihn von der Straße. Die Limo mitsamt den Insassen landet in einem Kanal, der ins Meer führt.

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Gefangen in der Tiefe - und warten, bis der Tod kommt? (Foto: PIERROT LE FOU)

Dort sitzen der schwer verletzte Matt und die bewusstlose Jesse im Fahrerbereich. Hinter einer Trennwand hockt der Rest. Wasser dringt langsam, aber stetig ins Wageninnere. Das Dunkel der Luxuskabine wird immer wieder durch aufflackernde Lichter durchbrochen. Panik bricht sich Bahn. Beschuldigungen werden laut. Wer wusste von dem Zwischenstopp der Limo? Einer von ihnen muss den Gangstern einen Tipp gegeben haben.

Der Einzige, der Ruhe behält, ist Matt. Er versucht, seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Und das muss schnell geschehen: Er rechnet, dass sie alle nur eine Stunde Zeit haben - dann ist der Sauerstoff im Wagen aufgebraucht und sie werden alle sterben. Das muss Matt auf alle Fälle verhindern, nach dem Verlust von Dylan darf er nicht auch noch bei Jesse versagen.

Achterbahnfahrt der Gefühle

Der Thriller-Cocktail mit klaustrophobischem Schirmchen ist angerichtet. Cheers! Regisseur Steven C. Miller ("Marauders", "Silent Night") hat ihn gemixt und trinkfertig ins Glas geschenkt. Spannend, teilweise nervenzerreißend kommt "Submerged" daher.

Dabei ist der Film kein Popcorn-Kino, kein Hollywood-Blockbuster. "Submerged" ist laut, manchmal sogar nervig - dann, wenn sich die Schreie und Pöbeleien der Eingeschlossenen mit den Lichblitzen im Wageninneren gegenseitig hochschaukeln etwa. Oder auch, wenn der Zuschauer an der nicht linearen Erzählweise der Story fast verzweifelt.

Den einen Moment braust Matt auf einer MV Augusta durch die Gegend, den anderen sitzt er blutend auf dem Fahrersitz der Limo unter Wasser. Mal ist Dylan am Leben, mal tot, dann erinnert sich Matt wieder an früher. Das verwirrt zuweilen, verleiht dem Film aber auch eine gewisse Komplexitität und hilft, die Spannung bis zum Ende hochzuhalten. So mancher Zuschauer wird das als grausam empfinden. Aber hey, so ist das Leben nun mal.

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Quelle: ntv.de

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