LeserpostPro & Contra Fischer
Ist Fischer glaubwürdig? Konnte er die Vorwürfe entkräften? Oder sollte er nun endlich zurücktreten? Eine kleine Auswahl der Leserbriefe.
Negative Äußerungen:
Außenpolitik ist eine der wichtigsten Verantwortungsbereiche innerhalb eines demokratischen Staatssystems. In der Wahrnehmung dieses Amtes werden die demokratischen Strukturen Deutschlands gesichert. Fischer hat in Anbetracht der sich verändernden außenpolitischen Lage dieses Amt nicht ordentlich geführt und damit Schaden verursacht. Er ist unmittelbar zur Verantwortung zu ziehen.
Tobias Geißler
Das Rückgrat unserer Politik beugt sich wie ein Schilfrohr im Wind. Die Aussagen von Fischer sind deutlicher und aussagekräftiger als die von Volmer und doch geben sich beider nicht viel in ihrer Art, das Problem der Visa-Affäre herunter zu spielen. Stolpe, Zurücktreten wäre ein Signal zur Bereitschaft effektiv etwas für die momentane zerfahrene Situation in Deutschland zu tun.
Maurizio Reith
Wenn die Aussagen von Joschka Fischer tatsächlich wahr sein sollten und in unserem Land in dieser Art und Weise tatsächlich Politik gemacht wird, dann möchte ich gar nicht wissen, was gesprochen und "verhacktstückt" wird, wenn keine TV-Kameras dabei sind.
P. Hackel
Bei den treuherzigen Aussagen von Fischer kommen mir die Tränen; er ist wahrlich der beste (Aus)redner der Nation. Dieser Vortrag übertrifft alle mir bisher bekannten rhetorischen Fähigkeiten.
Manfred Reinheimer, Dachau
Ein Läuterungsprozess in der Sache ist weder persönlich noch politisch erkennbar! Stattdessen findet ein gewaltiger medialer Relativierungsakt statt - den er insbesondere für sich persönlich zu nutzen versucht. Mit ehrlicher Glaubwürdigkeit hat das wenig zu tun. Herr Fischer muss zurücktreten, wenn er die Verantwortung wirklich tragen möchte!
Uwe Wilhelms
Deutschland hatte seit über 50 Jahren immer gebildete Persönlichkeiten , die unser Land als Außenminister gut vertreten haben. Es ist in der Verantwortung der rot-grünen Genossen einen Mann ohne abgeschlossene Schulbildung und berufslos zum Außenminister zu machen. Seine, hoffentlich vergangene Beliebtheit, resultiert aus seiner mit viel Bauernschläue inszenierte eigene Darstellung. Seine bisherige Vorstellung im Untersuchungsausschuss ist die eines kleinen Jungen, der beim lügen erwischt wurde. Das stundenlange Palaver hätte er sich und uns ersparen können wenn er das längst überfällige gesagt hätte. Nämlich: ich trete sofort zurück.
Dr.Manfred Winkler, Bad Kissingen
Ich hätte mich gewundert, wenn Herr Fischer, der schon längst jede Sicht der Realität verloren hat, nicht sofort auf andere losgegangen wäre. Herr Fischer sollte sich entscheiden, ob er weiter als Kabarettist auftreten möchte oder seinen politischen Auftrag erfüllen will.
D. Boldt
Herr Außenminister J.M. Fischer ist im hohem Masse unglaubwürdig. Sein Referat ist kontraproduktiv und dient nicht der Wahrheitsfindung. Er redete sich zudem um Kopf und Kragen. Für einen Außenminister schon sehr seltsam!
Karl-Heinz Meier, Engineer & Consultant
Vorneweg: Ich bin parteilos - seit Anfang der Übertragung verfolge ich die Aussagen des Außenministers Fischer. Mein Eindruck: Er ist ein "unsäglicher Schwätzer" - er lenkt durch sein "Drumherumreden" von den wirklichen Kernpunkten ab und wälzt trotz angeblicher Inschutznahme seiner Mitarbeiter sämtliche Schuld indirekt auf diese ab. Fazit: Unglaubwürdige Aussagen !
A. Westeroth
Fischer täuscht, trickst und tarnt, wie immer. Heute nur etwas schlechter.
M. Nimmer
Positive Äußerungen:
Ich finde die Aussagen von Joschka Fischer im höchsten Maße seriös und glaubwürdig. Berechtigterweise benennt er auch Kritikpunkte, die bereits den Ursprung in der Vorgänger-Regierung hat. Allerdings war es damals ok?!? Unseriös wird sicher wieder das "An die Wand Nageln" des Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses - ähnlich wie bei der Befragung von Herrn Vollmer - wir werden es erleben. Die Opposition verfolgt mit diesem "Theater" der sich Untersuchungsausschuss nennt, reine parteipolitische Zwecke. Dies hat nichts mit einer zweckdienlichen Politik zu tun.
Uwe Kurth
Ich finde die Aussagen von J. Fischer absolut glaubwürdig! Für mich ist das ganze eine Kampagne gegen einen weltweit geschätzten Außenminister! Hier geht es n u r um Macht- und Parteipolitik, und das zum Schaden für ganz Deutschland. Die Herren im feinen Zwirn sollten sich um die wirklichen Probleme in unserem Land kümmern und aktiv an der LÖSUNG M I T A R B E I T E N und nicht torpedieren!
Klaus Dickfohs (kein Rot-Grüner!).
Langsam habe ich den Eindruck gewonnen, dass eher die Glaubwürdigkeit der Opposition in Frage gestellt werden sollte!
G.-C. Berneker
Ich finde es beeindrucken, wie Joschka Fischer es schafft, die Vorwürfe zu entkräften. Er hat ganz klar deutlich gemacht, dass er natürlich die politische Verantwortung trägt. Aber viel an Vorwürfen ist meiner Meinung nach nicht übrig geblieben. Die Herren von der Opposition sollten sich dagegen einmal überlegen, welchen Schaden sie in der Welt mit ihren unbewiesenen Behauptungen anrichten. Warum beschweren sie sich eigentlich nicht darüber, dass Spanier, Portugiesen, oder Griechen gar kein Visum für Deutschland brauchen? Da sind sicherlich auch ein paar Kriminelle dabei. Sicherlich Hunderttausende von Schwarzarbeitern und Zwangsprostituierten.
Vasco Schultz
Mich nervt die Arroganz des Ausschusses. Was will man eigentlich mit diesem Affentheater erreichen? Gibt es dann ein Illegaler weniger oder werden diese nun ausgeschafft? Mit Nichten. Damit kommt Deutschland auch nicht aus der wirtschaftlichen Krise. Würde Opposition und Regierung für die eigentlichen Aufgaben nur annährend so viel Energie aufwenden wie in dieser vermeintlichen VISA-"Affäre", stünde Deutschland auch besser da.
Heinz Studer, aus CH- Riehen
Ich bin erschüttert über das Trauerspiel, das der zweithöchste deutsche Politiker vor aller Augen abgibt. Eigentlich ließe sich - vorausgesetzt, er hätte Charakter und könnte sich zu seinen Fehlern und deren Konsequenzen bekennen - die Wahrheit in wenigen Sätzen formulieren. Stattdessen muss man ihm stundenlang eine halbehrliche Antwort nach der anderen abringen - das kostet den Bundesbürger nicht nur viel Geld, sondern vor allem sehr viel Vertrauen.
Christine Wissing