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Die Toten kommen"Open the Door", Robert Englund klopft!

04.09.2018, 18:30 Uhr
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Wer schreit, hat schon verloren. (Foto: Tiberius)

Es gibt nicht nur die Welt der Lebenden. Auch die Toten fristen irgendwo ihr Dasein. Doch es gibt Portale, durch die sie zu uns kommen können. Eines soll Brett bewachen - doch er kennt dessen Geheimnis nicht. Good morning, Armageddon!

Wenn man gesagt bekommt: "Öffne auf gar keinen Fall diese Tür!", was macht man wohl? Man öffnet diese vermaledeite Tür! Die Neugier des Menschen, ein Urtrieb, sorgt dafür. Man kann sich vielleicht eine Zeit gegen das Verlangen, das Verbot zu brechen, wehren - aber am Ende hat man keine Chance. Die Verlockungen des Ungewissen sind zu stark.

Die Ruhe ...

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Da bekommt Brett große Augen, als er seinen neuen Job antritt. (Foto: Tiberius)

Brett (Jason London; "Der Mann im Mond", "Carrie 2") weiß das. Der Ex-Cop aus Los Angeles ist gerade erst in Sofia gelandet, um einen Job als Sicherheitschef in einem altehrwürdigen Hotel angenommen. Er brauchte einen Tapetenwechsel, nachdem sich seine Frau umgebracht hatte. Nun fährt er jeden Tag tief in den Keller des Gebäudes, in dem die Zeit seit mindestens einem Jahrhundert stehengeblieben zu sein scheint, um diverse Monitore im Auge zu behalten. Falls er etwas "Ungewöhnliches" bemerkt, soll Brett eine bestimmte Nummer anrufen.

Die ersten Tage in seinem neuen Job verlaufen ruhig. Er schläft, arbeitet und besucht ein nahegelenes Café - das ist sein normaler Tagesrhythmus. Doch dann sieht er eines Tages einen Schatten auf einem Monitor. Blitzschnell huscht er durch das Bild. Brett sitzt perplex auf seinem Stuhl: Ihm wurde gesagt, der Keller sei leer. Deshalb müsse er ihn auch nicht betreten. Und nun das.

... vor dem Sturm

Brett ruft die ominöse Nummer an. Jacob (Robert Englund; "A Nightmare on Elm Street"-Reihe, "Midnight Man") meldet sich und kommt vorbei, um sich den geheimnisvollen Schatten selbst anzusehen. Das ist allerdings schwierig, denn Jacob ist blind, Brett muss ihm haargenau erklären, was er auf dem Monitor sieht. Jacob bedankt sich für die gute Arbeit Bretts, verabschiedet sich kurzerhand wieder und sagt dem Sicherheitschef, er brauche sich keine Sorgen zu machen.

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Das muss raus! (Foto: Tiberius)

Doch kurz darauf der nächste Zwischenfall: Brett sieht nun Fußspuren auf dem Monitor. Nun scheint auch Jacob unsicher, was zu tun ist. So etwas sei noch nie vorgekommen. Eine Untersuchung des angeblich leeren Kellerraumes wird unabdingbar - und Brett erfährt mehr über das Gemäuer als ihm lieb ist.

Das Hotel gibt es bereits seit Jahrhunderten. Es wurde über einem Portal erbaut, durch die das Toren die Möglichkeit haben, in die Welt der Lebenden zu gelangen. Kein Problem eigentlich, denn es gibt zum einen mehrere dieser geheimen Portale auf der ganzen Welt verstreut; zum anderen wird jedes Portal durch einen Torwächter beschützt. Das Problem dabei ist nur, dass der Wächter des Hotelportals im Sterben liegt. Es handelt sich um den Erbauer des Hotels, der steinalt im obersten Stock vor sich hin vegetiert - und dann eines Nachts sein Lebenslicht aushaucht. Es ist genau die Nacht, als Jacob und Brett das schwere, mit unbekannten Ornamenten verzierte Tor zum Kellerraum betreten. Ein tödlicher Fehler, wie sich sehr schnell herausstellt. Und plötzlich steht die Welt, wie wir sie kennen, vor dem Untergang.

Guter Haunted House-Horror mit Luft nach oben

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"Open the Door" erscheint am 6. September bei Tiberius. (Foto: Tiberius)

Die Story von "Open the door" klingt vielversprechend. Haunted House-Horror, den Regisseur Patricio Valladares ("Wrong Trail", "Hidden in the Woods") da abliefert. Mit Jason London und vor allem Genre-Ikone Robert Englund ist der Film auch ansehnlich besetzt. Aber es bleibt irgendwie das Gefühl, dass mehr in dem Streifen drin gewesen ist. Mehr Suspense, mehr Grusel, mehr Szenen, die für sich aufstellende Nackenhärchen sorgen.

Das Hotel, dieses Gemäuer, hat definitiv etwas. Dazu ein uralter Fahrstuhl, bei dem jede Fahrt die letzte sein könnte. Ein riesiger Kellerraum, verschlossen mit einem zentnerschweren Flügeltor, dazu ein paar nette Anekdoten aus der Vergangenheit. Was fehlt, ist etwas Atmosphäre. Quietschende Türen, Schattenspiele, Schockelemente. Erst ganz am Ende des Films fährt Valladares diese auf - und damit ein wenig zu spät.

Zudem stellen sich dem Zuschauer ein paar Fragen: Wieso verschlägt es einen Ex-LAPDler nach Sofia? Die Erklärung, dass seine Frau aus Varna stammt und er dort auch eine gewisse Zeit gelebt hat, reicht da nicht. Wieso verfrachtet man das alte Hotel nicht gleich in irgendeine Stadt in den USA? Oder nimmt einen Bulgaren anstatt des Polizisten aus L. A. Auch die Rolle Jacobs, einst auch als Sicherheitschef im Hotel tätig, wirft Fragen auf: Wieso ist er blind? Wieso lebt er noch?

"Open the door" hat also seine kleinen Schwächen. Aber die machen den Film auch irgendwie sympathisch. Robert Englund setzt dazu weitere Reizpunkte. Bleibt die Frage: Soll man bei "Open the Door" zugreifen? Aus menschlich-neugieriger Sicht, müsste man jetzt sagen: Finger weg!

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