"Columbia"-AbsturzIsolierschaumtheorie bestätigt
Entscheidende Ursache für den Absturz der US-Raumfähre Columbia war vermutlich ein 680 Gramm schweres Stück Isolierschaum.
Die entscheidende Ursache für den Absturz der US-Raumfähre "Columbia" war vermutlich ein 680 Gramm schweres Stück Isolierschaum. Fünf Monate nach dem Unglück erklärte ein Mitglied des Ermittlungsausschusses, das Schaumstück habe sich beim Start gelöst und eine Kohlenstoffkachel auf der linken Tragfläche beschädigt.
"Wenn man alle diese Stücke von Schweizer Käse zusammenträgt, ist dies eine ziemlich überzeugende Darstellung", sagte Roger Tetrault vom "Columbia Accident Investigation Board".
Die Äußerungen Tetraults sind die bislang deutlichste Festlegung aus Kreisen des Ausschusses, der derzeit seinen Abschlussbericht vorbereitet. Der Schaden an der Tragfläche war so schwer, dass die Raumfähre beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander brach. Bislang hatte es immer zurückhaltend geheißen, diese Theorie sei eine von mehreren möglichen. In Experimenten, bei denen Isolierschaum auf Tragflächennachbildungen geschossen wurde, bestätigte sich die Vermutung, dass es dabei zu schweren Schäden kommen kann. Der Abschlussbericht wird für Ende Juli erwartet.