Archiv

Trauriger RekordImmer mehr Hinrichtungen

29.11.2005, 08:50 Uhr

In keinem Land der Welt werden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International so viele Menschen hingerichtet wie in China.

In keinem Land der Welt werden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International so viele Menschen hingerichtet wie in China. Dort seien im vergangenen Jahr mindestens 3400 Menschen exekutiert worden, teilte die Organisation am Dienstag mit.

Danach folgten der Iran mit mindestens 159, Vietnam mit 64 und die USA mit 59 Hinrichtungen. Weltweit seien mindestens 3797 Menschen hingerichtet worden, so viele wie fast noch nie in den vergangenen 25 Jahren. Da in vielen Ländern die Todesstrafe unter Geheimhaltung angewendet werde, liege die tatsächliche Zahl der Hinrichtungen wesentlich höher.

In fünf Ländern wurde die Todesstrafe Amnesty zufolge abgeschafft: in Griechenland, der Türkei, Bhutan, Samoa und im Senegal. Dagegen hätten sich die Regierungen im Irak und Sri Lanka dazu entschieden, die Todesstrafe wieder einzuführen.

Amnesty begrüßte, dass die USA nach einem Beschluss des Obersten Gerichts keine jugendlichen Straftäter mehr hinrichteten. Im vergangenen Jahr sei die Todesstrafe an Minderjährigen in China und im Iran vollstreckt worden. Beide Länder haben eine Konvention der Vereinten Nationen (UN) zum Schutz von Kindern ratifiziert, die Hinrichtungen von Jugendlichen verbietet.

BhutanChina