Alles oder nichtsFischer schon am Ende?
Joschka Fischer will sich nach dem Ende seiner Zeit als Außenminister nach eigenen Worten aus der Politik zurückziehen. Amtsmüde sei er aber keinesfalls, so der Grünen-Politiker im Interview.
Joschka Fischer will sich nach dem Ende seiner Zeit als Außenminister nach eigenen Worten aus der Politik zurückziehen.
"Wenn meine Aufgabe als deutscher Außenminister beendet ist, dann ist das öffentliche Leben für mich vorbei", sagte der Grünen-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Zugleich machte Fischer aber deutlich, dass er nicht amtsmüde sei: "Ich werde aber dafür kämpfen, dass ich noch lange Außenminister bin", sagte er.
Fischer dementierte, dass er jemals Ambitionen auf den Posten eines EU-Außenministers gehabt habe: "Nein, ich will es nicht." Das habe ihn "nie interessiert".
Nach Fischer Ansicht hat nicht die Visa-Affäre die derzeitigen Probleme für Rot-Grün verursacht, sondern eher "die Ziffer 5": die fünf Millionen Arbeitslosen. Trotzdem erlebe er im Moment eine Mobilisierung wie im Bundestagswahlkampf, sagte Fischer der Zeitung weiter: "Da ist Luft drin, das können wir noch drehen."
In seinem Alter wisse man, "dass das Glück ein wankelmütiger Gefährte ist". Als streng erzogener Katholik habe er gelernt, "dass das Leben letztlich ein Jammertal ist. Aber entscheidend sind Wahlergebnisse, nicht Umfragen."