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Auf Zombiejagd im "Rezort"Die After-Show-Party der Apokalypse

27.09.2016, 18:46 Uhr
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Melanie will zunächst nicht auf die Zombies schießen, doch sie muss es irgendwann tun. (Foto: Ascot Elite)

Der Chromosom-A-Ausbruch ist die tödlichste Pandemie, die die Welt je gesehen hat. Zwei Milliarden Menschen sterben - und kehren zurück. Auf einer Insel, im "Rezort", können Menschen Jagd auf die Untoten machen. Doch es geht etwas schief.

Die Idee ist gut: Man nehme den Plot von "Jurassic Park" und wandle ihn leicht ab: Statt Dinos stehen nun Zombies im Mittelpunkt. Statt beobachten und anschauen heißt es im "Rezort": Feuer frei - nur ein wirklich toter Zombie ist ein guter Zombie. Das lässt Mann oder Frau sich dann auch einiges kosten. Eine prima Geschäftsidee!

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"The Rezort" ist bei Ascot Elite erschienen. (Foto: Ascot Elite)

Das denkt sich auch die Macherin hinter dem "Rezort". Es befindet sich auf einer abgelegenen Insel irgendwo im Ozean. Hochmoderne Sicherheitstechnik für kolportierte eine Milliarde Dollar sorgt für den schönen Schein absoluter Sicherheit. Ein Flüchtlingslager einer Hilfsorganisation außerhalb der Mauern des "Rezorts" bringt noch gute Publicity.

Apokalypse mit After-Show-Party

Der Ausbruch des Chromosom-A-Virus liegt zehn Jahre zurück. Die Pandemie kam plötzlich, raffte zwei Milliarden Menschen dahin, die allerdings nicht starben, sondern als Untote zurückkehrten, um dann Krieg gegen die Menschen zu führen. Am gefährlichsten sind die, die erst kurz zuvor gestorben sind, denn sie sind als Untote rasend schnell.

Aber der Mensch gewinnt den Krieg. Das Brimstone-Protokoll wird ins Leben gerufen und damit die totale Vernichtung der Zombies. Die einzige Ausnahme ist das "Rezort", wo von nun an gegen einen alles andere als bescheidenen Obolus Menschen offiziell Jagd auf Zombies machen dürfen.

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Zwei Viedospiel-Nerds gewinnen einen "Rezort"-Besuch. Schießen mit richtigen Waffen: Da geht den beiden einer ab. (Foto: Ascot Elite)

Das Spektrum der "Rezort"-Besucher ist breit gefächert: Vom reichen Schnösel über Ex-Soldaten bis hin zu gelangweilten Hausfrauen lässt es jeder krachen. Ab und an gibt es auch Glückliche, die einen "Rezort"-Besuch in einem Gewinnspiel einsacken.

Auch diesmal ist die Gruppe Schießwütiger bunt gemischt. Aber was von ihnen keiner weiß: Einer spielt ein doppeltes Spiel und schmuggelt einen Computervirus ins Sicherheitssystem. Der Hack funktioniert - und hat unbeschreibliche Folgen. Der menschliche Bodycount kann beginnen.

Gute Ansätze, aber es wäre mehr drin gewesen

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Jessoca de Gouw alsa Melanie überzeugt schauspielerisch. (Foto: Ascot Elite)

Wie gesagt: Die Idee ist gut. An der Umsetzung hapert es ein wenig bei "The Rezort" des Regisseurs Steve Barker. Das liegt vor allem an den Darstellerleistungen. Aus einem durchweg schlechten Cast können am ehesten noch Jessica de Gouw ("These Final Hours") als Heldin Melanie und Dougrey Scott ("96 Hours - Taken 3") als "Archer" überzeugen. Hier lässt der Film einiges liegen.

Das können am Ende auch die sich durchaus sehen lassen könnenden Untoten - egal, ob Face-to-Face oder Panorama-Aufnahme - nicht mehr wettmachen. "The Rezort" unterhält, nervt, überrascht und enttäuscht gleichermaßen. Vielleicht sind aber auch einfach nur die Ansprüche zu hoch, angesichts des Versuchs, dem nahezu totgelaufenen Zombie-Genre wieder Leben einhauchen zu wollen.

Eine unerwartet aktuelle gesellschaftskritische Perspektive überrascht den Zuschauer: Die Flüchtlingsdebatte wird - unter einem anderen Hintergrund - in "The Rezort" thematisiert. Die "Lösung des Problems" fällt Horrorfilm-typisch drastisch aus. Gefallen dürfte das hierzulande wohl nur Rechtspopulisten: Da auf einer Insel die "Ressource" Zombie, auf die Jagd gemacht wird, irgendwann aufgebraucht ist, muss "Ersatz" herangeschafft werden. Ein Flüchtlingscamp vor den Toren, wo keiner genau weiß, wer wann und woher gekommen ist, passt da natürlich perfekt ins Kalkül der "Rezort"-Betreiber.

Nun darf man gespannt sein, ob es vielleicht ein Pre- oder Sequel geben wird. Ersteres hätte wohl den größeren Charme, da dann auch ein neuer Cast mitwirken könnte. Allerdings - und so viel sei verraten - würde das auch für einen Nachfolger gelten. Ich habe da eine Idee ...

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Quelle: ntv.de

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